Facebook sperrt Bolsonaro-Team und Ex-Trump-Berater

Facebook unternimmt endlich etwas gegen Fake-News und spaltende Postings (Symbolbild: Pixabay)

Facebook geht nach eigenen Angaben gegen Mitarbeiter des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro und gegen einen früheren Berater von US-Präsident Donald Trump vor. Das Online-Netzwerk teilte mit, ein Desinformationsnetzwerk von brasilianischen Konten gesperrt zu haben, die spalterische politische Botschaften verbreitet hätten. Sie werden Personen zugeordnet, die für Bolsonaro sowie dessen Söhne Eduardo und Flavio gearbeitet haben sollen. Es gehe um mehr als 80 Konten auf Facebook und dem konzerneigenen Videodienst Instagram.

Offensichtlich keine Annäherung von Boykott-Aktivisten und Facebook

Auch SAP hat sich dem Werbeboykott gegen Facebook angeschlossen (Bild: SAP)

Die Organisatoren des weltweiten Werbeboykotts gegen Facebook sehen weiterhin kein entschiedenes Vorgehen des US-Konzerns gegen Hass und Hetze im Internet und wollen ihre Kampagne deshalb fortsetzen. Das kündigten sie nach einer Online-Sitzung mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg an. Bei dem Treffen habe die Konzernspitze die Aktivisten nicht davon überzeugen können, dass sie zu Taten schreite, sagte Jessica Gonzalez von der Gruppe Free Press, einer der Mitgliedsorganisationen der Kampagne. Der Boykott solle ausgeweitet werden, kündigte sie an.

Reddit bannt Trump-Groupies

Sperrt grosse Trump-Fan-Gruppe wegen Hasspostings: Reddit (Logo: Reddit)

Die Online-Plattform Reddit will die Verbreitung von hasserfüllten Inhalten bekämpfen und hat daher eine bei vielen Unterstützern von US-Präsident Donald Trump beliebte Gruppe geschlossen. Neuen Regeln zufolge sollen Nutzer, die hasserfüllte Botschaften wie zum Beispiel rassistische Inhalte posten, künftig gesperrt werden, wie die Plattform gestern erklärte. Zunächst würden 2.000 Gruppen gesperrt, von denen die meisten inaktiv seien.

Auch Ben & Jerry’s stoppt aus Protest Werbeanzeigen bei Facebook

Auch Ben & Jerry's stoppt Werbung auf Facebook (Logo: Ben & Jerry's)

Der US-Eiscremehersteller Ben & Jerry’s will aus Protest gegen Facebooks Umgang mit rassistischen, hetzerischen und manipulativen Inhalten vorerst keine Werbung mehr bei dem Onlinenetzwerk schalten. Facebook müsse mehr tun, um die Nutzung seiner Plattform zur Spaltung Amerikas zu verhindern, forderte das zum Konsumgüterkonzern Unilever gehörende Unternehmen. Ben & Jerry’s schliesse sich deshalb der Initiative "#StopHateForProfit" an und stoppe in den USA ab 1. Juli bis auf Weiteres sämtliche bezahlten Anzeigen auf Facebook und Instagram.

Twitter versieht erneut Trump-Tweet mit Warnhinweis

Dürfte sich wieder über Twitter ärgern: Donald Trump (Bild: Pixabay/ GDJ)

Twitter hat erneut einen Tweet von US-Präsident Donald Trump mit einem Warnhinweis versehen. Trump hatte gestern Dienstag (Ortszeit) per Kurznachricht Demonstrierenden in der Hauptstadt gedroht, dass sie mit massiver Gewalt rechnen müssten, sollten sie versuchen, eine autonome Zone in Washington zu errichten. "Solange ich Ihr Präsident bin, wird es in Washington DC niemals eine "autonome Zone" geben", schrieb Trump.

Facebook löscht Trump-Werbung wegen Verwendung eines Nazi-Symbols

Verwendete Nazi-Symbol in Werbespot: Donald Trump (Bild: Pixabay/ GDJ)

Das weltgrösste soziale Netzwerk, Facebook, hat Werbeeinschaltungen von US-Präsident Donald Trump von der Plattform genommen, weil darin prominent ein Symbol verwendet wurde, das einst auch von den Nationalsozialisten in Konzentrationslagern eingesetzt worden war. Gemäss dem Zuckerberg-Konzern hätten die Posts den Regeln gegen die Verbreitung von "organisiertem Hass" in dem sozialen Netzwerk widersprochen. Ohne den nötigen kritischen Kontext könne ein solches Symbol einer "verbotenen Hassgruppe" nicht verwendet werden, heisst es.

Trump unterstellt CNN Fake News

Trump unterstellt CNN wieder einmal, Fake News zu verbreiten (Bild: Pixabay/ GDJ)

Twitter hat erneut einen Tweet von US-Präsident Donald Trump mit einem Warnhinweis versehen. Unter dem am Donnerstagabend (Ortszeit) von Trump geteilten Video waren ein blaues Ausrufezeichen und die Wörter "Manipulierte Medien" zu sehen. Bei dem einminütigen Video handelte es ich um einen Zusammenschnitt einer Darstellung zweier Kleinkinder. Ein schwarzes Kind scheint dabei zunächst vor einem weissen Kind wegzulaufen. Dazu eingeblendet war das Logo des von Trump verabscheuten TV-Senders CNN sowie unter anderem der Schriftzug "Rassistisches Baby wahrscheinlich Trump-Wähler".

Fake News: Medien fordern Strafen für Soziale Netzwerke

Journalisten, Verlage und zahlreiche Medienvertreter fordern ein deutlich schärferes Vorgehen und Strafen gegen Soziale Netzwerke im Kampf gegen Fake-News rund um das Corona-Virus. Der Anstieg der gezielten Falschinformation während der Pandemie sei besorgniserregend, teilten Unterzeichner des Verhaltenskodex der EU-Kommission gegen Desinformation mit.

EU-Kommissionsvize Jourova lobt Twitter im Streit mit Trump

Vera Jourova (Bild: Wikipedia/ Reinis Inkens/ CCO)

EU-Kommissionsvize Vera Jourova hat Warnhinweise des Kurznachrichtendienstes Twitter bei unwahren Behauptungen von US-Präsident Donald Trump gelobt: Sie unterstütze die Reaktion von Twitter auf Tweets von Präsident Trump, sagte Jourova. Trumps Tweets seien nicht gelöscht worden. Vielmehr habe das Online-Netzwerk die Fakten geprüft und ergänzt.

Warnhinweis für weiteren Trump-Tweet wegen Gewaltverherrlichung

Da dürfte Trump nicht amused sein: weiterer Faktencheck für einen seiner Tweets (Bild: Pixabay/GDI)

Twitter hat einen weiteren Tweet von US-Präsident Donald Trump mit einem Warnhinweis versehen – und könnte damit den Konflikt mit dem US-Präsidenten noch weiter zuspitzen. Der Tweet zu den Ausschreitungen in der Stadt Minneapolis nach dem Tod eines Afroamerikaners verherrliche Gewalt, erklärte der Kurznachrichtendienst heute. Deshalb sei er mit einer entsprechenden Notiz versehen worden, bleibe aber auf der Plattform, weil das im öffentlichen Interesse sei.

Seiten

Politik & Social Media abonnieren