EU-Medienregulierer wollen systematische Manipulation im Netz bekämpfen

EU will gegen Manipulationen wie Hass-Kampagnen im Netz vorgehen (Bild: Pixabay/ Geralt)

Europäische Medienregulierer wollen gegen die systematische Manipulation von Debatten im Internet vorgehen. Es brauche Massnahmen gegen technische Online-Manipulationen ebenso wie eine Einheitlichkeit von Definitionen zu Desinformation, teilte die Gruppe europäischer Regulierungsstellen für audiovisuelle Mediendienste (ERGA) mit. Die Forderungen sind Teil einer Stellungnahme, die an die EU-Kommission in Brüssel ging. Dort wird derzeit an einer Initiative zu einem sogenannten Aktionsplan für Demokratie gearbeitet, den die Kommission Ende des Jahres vorstellen will.

Facebook und Google sprechen sich gegen Umsatzbeteiligung für Medien aus

Google ist wie Facebook gegen Umsatzbeteiligung von Medien (Bild: Google Zürich)

Facebook will sich wie Google gegen ein neues Mediengesetz in Australien wehren. Dies kündigte das weltgrösste Internetnetzwerk (Facebook, Whatsapp, Instagram) an und schloss sich damit der Haltung von Google an. Australien will als erstes Land weltweit die Techriesen per Gesetz dazu zwingen, Medien an ihren Umsätzen zu beteiligen. Konkret geht es darum, dass Facebook und Google für Medieninhalte, die auf ihren Seiten geteilt werden, Geld in Form von Lizenzabgaben zahlen.

Facebook möchte auch mit deutschen Medien kooperieren

Bild: Pixabay

Facebook möchte künftig auch in Deutschland mit Verlagen zusammenarbeiten, um Nachrichteninhalte in einem eigenen Bereich zu präsentieren. Innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate werde Facebook News über die USA hinaus eingeführt. Managerin Campbell Brown schrieb in einem Blogeintrag, dass Facebook dies für Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Indien und Brasilien erwäge.

SRF reduziert TV-Angebote und setzt vermehrt auf Internet

Das Schweizer Fernsehen viel verstärkt für soziale Netzwerke produzieren (Foto: Pixabay/ Geralt)

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Schweiz will vermehrt Inhalte für soziale Netzwerke produzieren und dafür beim traditionellen Fernsehen sparen. Das gab SRF-Direktorin Nathalie Wappler bekannt. Die tägliche Sportsendung "sportaktuell", die derzeit wegen der Pandemie pausiert, soll nicht wieder auf den grossen Bildschirm zurückkehren. Auch das wöchentliche Wirtschaftsmagazin wird abgeschafft. Im SRF-Radio werden Jazz, Klassik, Literatur und Religion reduziert.

Auch US-Zeitungen wollen mehr Geld von Apple

App Store: Auch US-Zeitungen wollen mehr Geld (Foto: Pixabay/ Parampreet Chanana)

Prominente US-Medien wollen einem Bericht zufolge bessere Bedingungen von Apple im App Store. In einem Brief an Konzernchef Tim Cook verlangte ein Brachenverband als Vertreter etwa der „New York Times“, der „Washington Post“ und des „Wall Street Journal“ mehr Geld aus digitalen Abos, die über den App Store laufen, wie das „Wall Street Journal“ selbst berichtete.

Burda Media mit leicht wachsendem Digitalgeschäft

Der deutsche Medienkonzern Hubert Burda Media hat seinen Umsatz inmitten der Corona-Krise stabil gehalten. Im ersten Halbjahr habe man mehr oder weniger den gleichen Umsatz gemacht wie 2019, sagte der Vorstandsvorsitzende Paul-Bernhard Kallen dem Handelsblatt (Montag). Es gäbe keinen Einbruch, Burda sei aber auch nicht wie geplant um 4,5 Prozent gewachsen. Im gesamten vergangenen Jahr steigerte der Konzern demnach den Umsatz um 4,8 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro, 177 Millionen Euro wurden investiert.

Luka Müller neuer Verwaltungsratsvorsitzender der Marquard Media Group

Luka Müller (Bild: zVg)

Luka Müller, der bereits seit Januar 2018 Mitglied des Verwaltungsrates (VR) der schweizerischen Marquard Medien Gruppe mit Zentrale in Baar ist, hat per 1. Juli das Amt des VR-Präsidenten von Jürg Marquard, dem Gründer und Mehrheitsaktionär des Unternehmens, übernommen. Jürg Marquard bleibe aber weiterhin als aktives Mitglied im VR tätig, heisst es.

Google zahlt an Zeitungsverlage für journalistische Inhalte

Google zahlt erstmals für journalistische Inhalte (Logo: Google)

Google wird erstmals in seiner Geschichte mit Zeitungsverlagen Lizenzverträge abschliessen und Geld für die Präsentation von journalistischen Inhalten ausgeben. Das kündigte der Konzern heute Donnerstag in einem Blog-Eintrag an. Die Inhalte sollen auf Google News und Google Discover erscheinen. Wie die Präsentation der Inhalte für die Nutzerinnen und Nutzer genau aussehen wird, teilte Google noch nicht mit.

Online Traffic bei China-Werbung oft Fake

Smartphones: Chinas Online Traffic oft unecht (Foto: Flickr)

2019 war fast ein Drittel des chinesischen Online Traffic bei Werbung gefälscht. Das bedeutet, dass Marken ihre Klick-Zahlen künstlich aufgebläht haben, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Diese Praxis hat die Industrie jedoch 28 Milliarden Yuan (etwa 3,76 Mrd. Schweizer Franken) gekostet, wie ein Bericht des Marktanalyseunternehmens Miaozhen Systems belegt.

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