Wirtschaft

Comcast streicht im Bieterkampf um Fox die Segel

Der US-amerikanische Kabelkonzern Comcast mit Zentrale in Philadelphia (Pennsylvania) hat im Wettbieten mit Disney um grosse Teile von Rupert Murdochs Medienimperium 21st Century Fox das Handtuch geworfen. Das Unternehmen verfolge die Übernahme von Fox nicht länger und konzentriere sich stattdessen auf den britischen Bezahlsender Sky, liesss Comcast verlauten.

Microsoft mit kräftigem Gewinnwachstum

Microsoft hat Umsatz und Gewinn dank seines brummenden Cloud-Geschäfts kräftig gesteigert: Im vierten Geschäftsquartal (bis Ende Juni) legte der Überschuss im Jahresvergleich um knapp zehn Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar zu, die Erlöse stiegen um mehr als 17 Prozent auf 30,1 Milliarden Dollar. Die Erwartungen der Analysten übertrafen die Quartalszahlen klar. Die Marktreaktion fiel dennoch relativ verhalten aus – nachbörslich drehte die Aktie nach anfänglichen Kursverlusten zwar rasch ins Plus, konnte aber keine grossen Sprünge machen.

Also expandiert in Osteuropa und übernimmt den slowenischen Disti Diss

Der ITK- Grosshandels- und Logistikkonzern Also mit Holdingsitz im innerschweizerischen Emmen hat die Übernahme des slowenischen Distributors Diss bekanntgegeben. Diss mit Hauptsitz in Ljubljana ist auf Software und IT-Equipment von Anbietern wie HP und HPE fokussiert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Abschluss der Transaktion, der in den kommenden Monaten erwartet wird, steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen regulatorischen Genehmigungen.

SAP im Steigflug dank Cloud-Geschäft

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat im zweiten Quartal dank eines guten Cloud-Geschäfts kräftig zugelegt und sich erneut höhere Ziele für das Gesamtjahr gesetzt. 2018 soll der Umsatz währungsbereinigt um 6 bis 7,5 Prozent steigen und zwischen 24,975 und 25,3 Mrd. Euro liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. SAP hatte im April die Prognose angehoben und damals Erlöse zwischen 24,8 und 25,3 Mrd. Euro angekündigt. Auch beim Betriebsergebnis legen die Deutschen die Latte noch etwas höher: Es soll jetzt zwischen 7,4 und 7,5 Mrd. Euro betragen; zuletzt waren 7,35 bis 7,5 Mrd.

Cloud-Geschäfte beflügeln IBM

Der weltgrösste IT-Dienstleister IBM hat Gewinn und Umsatz dank seiner Geschäfte mit Sicherheitssoftware und Cloud-Computing gesteigert: Für das zweite Quartal wies der Konzern am Mittwoch einen Umsatzanstieg von fast vier Prozent auf 20 Milliarden Dollar aus. Mehr als die Hälfte der Erlöse machen neue Geschäftsfelder aus wie Datenanalysen und Cyber-Sicherheit. Hier stiegen die Erlöse um 15 Prozent.

Ebay senkt Jahresprognose

Ebay streicht seine Jahresprognose zusammen: Nach hohen Ausgaben für Werbung und die Entwicklung attraktiverer Internetseiten nimmt der Online-Händler nur noch Umsätze von 10,75 bis 10,85 Milliarden Dollar ins Visier. Bisher hatte sich der Amazon-Rivale 10,9 bis 11,1 Milliarden Dollar zugetraut.

Stellenabbau drückt Ericsson tiefer in die Verlustzone

Restrukturierungskosten haben den kriselnden schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson im zweiten Quartal wieder tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Operativ jedoch machte das Unternehmen Fortschritte, wie Ericsson am Mittwoch in Stockholm mitteilte. Das Sparprogramm mache sich zunehmend positiv in der Profitabilität bemerkbar, erklärte Vorstandsvorsitzender Börje Ekholm. Die von Analysten viel beachtete Bruttomarge konnte Ericsson verbessern, auch der Umsatzschwund konnte weiter aufgehalten werden. Die Zahlen fielen besser aus als von Experten erwartet.

Deutschland: Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

In Deutschland übernimmt die Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 den Konsumkredit-Vermittler Finanzcheck.de. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für das sechs Jahre alte Vergleichsportal 285 Millionen Euro. Das Geld geht an die Finanzcheck-Gründer und mehrere Start-up-Investoren. Scout24 verspricht sich davon vor allem einen Schub für die Vermittlung von Autokrediten über seine Plattform autoscout24.de. Dort arbeitet die Firma bereits mit Finanzcheck.de zusammen, allerdings nicht in grossem Stil.

TI-Chef Brian Crutcher muss nach nur sechs Wochen im Amt den Hut nehmen

Nach nur sechs Wochen im Amt ist der Chef des US-Chipkonzerns Texas Instruments, Brian Crutcher, überraschend zurückgetreten. Grund seien „Verstösse gegen den Verhaltenskodex“, hat das Unternehmen mit Sitz im texanischen Dallas dazu bekannt gegeben. Sie stünden in Zusammenhang mit dem persönlichen Benehmen Crutchers. Sie hätten aber nichts mit dem operativen Geschäft oder den Bilanzen zu tun.

Schwaches Wachstum lässt Netflix-Aktie abstürzen

Der Online-Videodienst Netflix ist im zweiten Quartal nicht so stark gewachsen wie erwartet – Anleger reagierten enttäuscht. Im US-Heimatmarkt kamen 670.000 neue Nutzer hinzu, international 4,47 Millionen, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten und auch Netflix selbst hatten die Prognosen allerdings noch eine Million höher angesetzt, das Unternehmen blieb somit also weit unter den eigenen Erwartungen.