Scout24 sieht bei vielen Geschäftspartnern Belastungen

Bild: Wikipedia/ Vangore/ CCO 4.0

Aufgrund der Corona-Krise sieht die Online-Marktplatzbetreiberin Scout24 mit Konzernsitz in München deutliche Belastungen bei vielen ihrer Geschäftspartner und rechnet mit einem Rückgang der Geschäftsaktivitäten - auch wenn die genauen Folgen der Coronavirus-Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar seien. Die Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2020 hat der Konzern in anbetracht der hohen Unsicherheiten wegen der Viruskrise bereits am Mittwoch einkassiert.

Corona-Krise lässt bei Zalando Nachfrage sinken

Auch Zalanda bekommt die Corona-Krise zu spüren (Bild: Logistikzentrum in Berlin, Foto: zVg)

Die Coronavirus-Pandemie verdirbt vielen Menschen offenbar auch die Lust aufs Online-Shoppen. Europas grösster Online-Modehändler Zalando jedenfalls kämpft seit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Ländern mit einer geringeren Nachfrage. Bis zum Ausbruch des Coronavirus lief bei Zalando das Geschäft. 2019 gewann Europas grösster Online-Modeversandhändler 4,6 Millionen aktive Kunden hinzu und erreichte damit eine Rekordzahl von 31 Millionen Kunden.

Airbnb halbiert Umsatz innerhalb Europas

Enormer Umsatzeinbruch für Airbnb in Europa (Bild: Pixabay)

Die Coronavirus-Krise trifft auch Airbnb schwer: In mehreren europäischen Ländern brach der Umsatz auf dem US-Vermittlungsportal für Ferienunterkünfte zwischen Mitte Februar und Mitte März um rund die Hälfte ein, wie das deutsche "Handelsblatt" unter Berufung auf Daten der Analysefirma Airdna berichtete. Laut den Daten lag der Umsatz in Deutschland innerhalb einer Woche Mitte Februar bei 31 Mio. Euro, zuletzt betrug er nur noch 16 Mio. Euro.

Salt mit weniger Umsatz und Gewinn

Blick in die Büroräume von Salt (Bild: zVg)

Salt, die nach Swisscom und Sunrise drittgrösste Mobilfunkanbieterin der Schweiz, hat für das vergangene Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent auf 1,023 Milliarden Franken bekanntgegeben. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) nahm um 8,6 Prozent auf 428,4 Millionen Franken ab. Als Grund dafür gibt Salt einerseits den Verlust von UPC und Coop als Geschäftskunden an. Diese übersiedelten mit ihren Handyangeboten zur Swisscom. Andererseits hat Salt seine Handyantennenmasten im vergangenen Jahr an die spanische Cellnex verkauft.

Trotz gestiegener Nutzerzahlen erwartet Twitter Umsatzrückgang

Twitter rechnet mit Umsatzrückgang (Bild: Pixabay)

Der kalifornische Mikro-Blogging-Dienst Twitter kassiert wegen der Coronavirus-Pandemie seine Umsatzprognose ein. Obwohl die Zahl von aktiven Nutzern gestiegen ist, erwartet der Konzern mit Sitz in San Francisco nicht mit mehr Einnahmen. Finanzchef Ned Segal postulierte: "Die Auswirkungen von Covid-19 haben in Asien begonnen und als es sich zu einer globalen Pandemie entwickelte, hat es Twitters Werbeeinnahmen weltweit in den letzten Wochen immer stärker beeinflusst." Deswegen rechne man nun für das erste Quartal mit einem leichten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Tech-Investor Softbank wirft Milliarden-Beteiligungen auf den Markt

Softbank versilbert etliche Beteiligungen (Bild: Wikipedia CCO)

Der japanische Technologieinvestor Softbank will sich deutlich verschlanken: Zur Finanzierung eines fast 17 Milliarden Euro schweren Aktienrückkaufs würden Firmen-Beteiligungen im Wert von bis zu 38 Milliarden Euro verkauft oder abgegeben, kündigte das Unternehmen an. Zudem will der weltweit bekannte Softbank-Chef Masayoshi Son Schulden abbauen und Geldreserven auffüllen. Dies spiegele Sons "unerschütterliche Zuversicht" ins Geschäft wider, hiess es. Bei Aktionären sorgte die Nachricht für einen Kaufrausch. Die Aktie kletterte fast 19 Prozent.

Flugtaxi-Entwicklerin Lilium sammelt eine Viertelmilliarde Dollar Investorengelder ein

Der Lilium-Fünfsitzer (Bild: Lilium)

Die in München domizilierte Flugtaxi-Entwicklerin Lilium hat mitten in der Coronavirus-Krise eine 240 Millionen US-Dollar schwere Finanzierungsrunde unter Dach und Fach gebracht. Als grösster Investor entpuppte sich dabei der chinesische Internet-Konzern Tencent heraus, wie Lilium verlauten lässt.

AMS möchte Osram-Übernahme bis Sommer in trockene Tücher bringen

AMS hält an Osram-Übernahme fest (Bild: ASM)

Der österreichische Chip- und Sensorhersteller AMS mit Hauptsitz im steirischen Premstätten will sich durch den Kursverfall seiner Aktien nicht von der Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram abbringen lassen. AMS machte gestern Abend deutlich, dass das Unternehmen zuversichtlich ist, die 1,65 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme bei den Aktionären und anderen Investoren unterzubringen.

Bechtle befürchtet Lieferengpässe wegen Produktionsstillstands in China

Bechtle-Zentrale in Neckarsulm (Foto: Bechtle/ Kohler)

Für den deutschen IT-Dienstleister Bechtle stehen und fallen die neuen Wachstumsziele im laufenden Geschäftsjahr mit der Coronavirus-Pandemie. Die Rahmenbedingungen seien derzeit alles andere als positiv, sagte Vorstandschef Thomas Olemotz am gestrigen Donnerstag bei der Bekanntgabe der vollständigen Jahreszahlen für 2019. Aufgrund des Produktionsstillstands in China würde es im Jahresverlauf voraussichtlich spürbare Lieferengpässe bei einigen Produkten geben, und in Europa drohe aufgrund der Corona-Pandemie eine deutliche wirtschaftliche Abkühlung.

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