Wirtschaft & Politik

Neu eingereichte Dokumente verzögern Ablauf der Prüfung von T-Mobile/Sprint-Fusion

T-Mobile: Pläne zur Fusion mit Sprint werden neu geprüft (Bildquelle: Wikipedia)

Die Prüfung der Fusionspläne der Telekom-Tochter T-Mobile US und des Rivalen Sprint durch die amerikanischen Behörden gestaltet sich schleppend: Die Telekommunikationsaufsicht FCC gab eine Unterbrechung ihrer Untersuchung bekannt. Grund seien neu eingereichte oder noch bevorstehende Eingaben der beiden Unternehmen. Darin gehe es unter anderem um eine umfangreiche und komplizierte Argumentation, welche Vorteile der Zusammenschluss brächte.

Deutsches Wirtschaftsministerium sträubt sich zum Verkauf von Telekom-Anteil

Deutsche Telekom: Staat sträubt sich, Anteile zu verkaufen (Bild: DT)

Das deutsche Wirtschaftsministerium hat sich einem Zeitungsbericht zufolge zurückhaltend zu Überlegungen zum Verkauf weiterer oder aller Bundesanteile an der Deutschen Telekom geäussert. Die Telekom gehöre zu den Betreibern kritischen Infrastrukturen in Deutschland, zitierte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" aus einem Schreiben des Ministeriums an die FDP-Bundestagsfraktion. Darin heisst es, dass insbesondere der Themenkreis "Sicherheit der Netze" von besonderer Bedeutung sei.

EU billigt Shazam-Übernahme

Logo: Shazam

Die EU-Kommission hat die Übernahme der Musikerkennungs-App Shazam durch Apple genehmigt. Der Wettbewerb im Markt der Musik-Streamingdienste werde durch die Übernahme nicht eingeschränkt, erklärte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Dies habe die eingehende Prüfung unter anderem der Kundendaten ergeben. Die Kommission hatte die Prüfung im April eingeleitet. Sie hatte Bedenken, dass die Fusion die Wahlmöglichkeiten für Nutzer von Musik-Streamingdiensten einschränken könnte.

Börsenwert: Nach Apple knackt auch Amazon eine Billion Dollar

Logo: Amazon

Amazon folgt Apple auf dem Fuss: Nach der iPhone-Erfinderin aus Cupertino hat nun auch der weltgrösste Online-Versandhändler Amazon aus Seattle einen Börsenwert von einer Billion Dollar erreicht. An der Börse in New York kletterte der Kurs des Amazon-Papiers heute auf über 2.050 Dollar pro Stück. Damit war das Unternehmen insgesamt eine Billion Dollar (969,5 Milliarden Schweizer Franken) wert.

Deutschland: Merkel will Digitalisierung sozialverträglich gestalten

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel (Bild: Flickr/EPP)

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die fortschreitende Digitalisierung im Schulterschluss mit Wirtschaft und Gewerkschaften sozialverträglich gestalten. "Der Staat muss die Leitplanken setzen", sagte Merkel in Meseberg nördlich von Berlin. Dort trafen sich Teile des Kabinetts mit Spitzenvertretern von Wirtschaft und Gewerkschaften zum "9. Zukunftsgespräch".

Brexit: Panasonic verlegt Europa-Zentrale in die Niederlande

Aufgrund von Bedenken wegen des Austritts Grossbritaniens aus der EU ("Brexit") verlagert der japanische Elektronikriese Panasonic seine Europa-Zentrale von London nach Amsterdam. Dies erklärte eine Unternehmenssprecherin gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit auch einen Bericht der Zeitung „Nikkei“.

EU gewährt Nokia 500 Mio.-Euro-Kredit

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia hat für die Entwicklung von Technik für den neuen Mobilfunkstandard (5G) einen Kredit erhalten. Die Europäische Investitionsbank (EIB) stelle 500 Millionen Euro zur Verfügung, teilte das Unternehmen mit. Nokias schwedischer Konkurrent Ericsson hat von der EIB bereits 250 Mio. Euro erhalten – allerdings zu anderen Bedingungen. Nokia konnte kürzlich einen 3 Mrd. Euro schweren 5G-Auftrag von der Deutschen-Telekom-Tochter T-Mobile US einheimsen.

CEOs von Apple, IBM und Co üben Kritik an Trumps Einwanderungspolitik

In einem gemeinsamen Schreiben kritisieren 59 Chefs von Grosskonzernen wie etwa Apple, IBM oder American Airlines die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump. Widersprüchliche Entscheidungen würden dazu führen, dass viele Angestellte mit Ungewissheiten konfrontiert seien, heisst es in dem an Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen gerichteten Brief.

Chilenische Regierung möchte bei Gewinnen von Amazon und Co. mitnaschen

Chile will künftig am Boom von Internetdiensten mitverdienen, die nicht in dem südamerikanischen Land ansässig sind und deshalb dort keine Gewinne versteuern müssen. Auf Kreditkartenzahlungen an Unternehmen wie Netflix, Amazon oder Airbnb soll deshalb nach dem Willen der chilenischen Regierung eine Steuer in Höhe von zehn Prozent gelten, wie Finanzminister Felipe Larrain sagte.