Vereinigte Staaten verhängen Sanktionen gegen israelische Spionagesoftware-Firma

Für die NSO Group gibt es US-Sanktionen wegen der Pegasus Spyware (Bild:zVg)

Die Vereinigten Staaten haben die NSO Group, die israelische Entwicklerfirma der berüchtigten Spionagesoftware Pegasus, auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Darüber hinaus sollen aber auch gegen eine weitere israelische Softwarefirma namens Candiru Strafmassnahmen verhängt werden, teilte das US-Handelsministerium in Washington mit.

Digitalsteuer: Kompromiss zwischen USA und fünf europäischen Ländern

Symbolbild: iStock

Nachdem sich 136 Staaten auf eine globale Steuerreform geeinigt haben, ist nun auch der Streit zwischen den Vereinigten Staaten und fünf europäischen Ländern um Digitalsteuern begelegt und damit die Gefahr eines Zollkriegs vorerst abgewendet worden. Ein mit Frankreich, Österreich, Italien, Spanien und Grossbritannien geschlossener Kompromiss ermögliche die Beendigung von Handelsmassnahmen, die als Reaktion auf nationale Digitalsteuern beschlossen worden seien, lässt das US-Finanzministerium verlauten.

Kanada lässt Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou frei

Nach Deal mit USA von Kanada freigelassen: Meng Wanzhou (Bild:Wikipedia/CC BY-SA 3.0)

Der Ende 2018 in Vancouver festgesetzten Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou ist von den kanadischen Behörden die Ausreise nach China erlaubt worden, nachdem sich Wanzhou auf einen Deal mit den US-Behörden eingelassen hatte. Auf der anderen Seite liess China umgehend zwei kanadische Geschäftsleute nach Hause fliegen, die fast genauso lange festgehalten worden waren.

Litauische Regierung rät vom Kauf chinesischer Handys ab

In der Kritik: Smartphones von Xiaomi (Bild: Shiwa auf Unsplash)

Im baltischen Staat Litauen wird vom Gebrauch chinesischer Smartphones gewarnt. Einer Mitteilung von Litauens staatlicher Cybersicherheitsbehörde zufolge, seien einem Regierungsbericht zufolge eingebaute Zensurfunktionen in den Mobiltelefonen festgestellt worden. Das litauische Verteidigungsministerium empfiehlt den Verbrauchern daher, den Kauf chinesischer Mobiltelefone zu vermeiden und vorhandene Handys besser zu entsorgen.

US-Tech-Konzerne versteuern gerademal 3,6 Prozent ihrer Gesamtumsätze

US-Techkonzerne umgehen Steuerzahlungen via Schlupflöcher (Bild: Pixabay/Geralt)

Seit Jahren stehen die grossen IT-Konzerne aus den USA in der Kritik, es anhand unterschiedlichster Schlupflöcher zu vermeiden, Steuern zu zahlen. Einer heurigen Studie der NGO Fair Tax Foundation zufolge sollen Amazon, Apple, Facebook, Microsoft Alphabet und Netflix in den Jahren 2011 bis 2020 in Summe 96 Milliarden US-Dollar weniger Steuern gezahlt haben als den Nominalbetrag, den sie in ihren Transparenzberichten auflisten.

Nawalny-App aufgrund "beispiellosen Drucks" aus Moskau von Apple und Google gelöscht

Der Kremel setzt Apple und Google unter Druck (Bild: Nikita Karimov auf Unsplash.com)

Die US-amerikanischen IT-Giganten Apple und Google haben eine Wahlempfehlungs-App der russischen Opposition gemäss eigenem Bekunden aufgrund von "beispiellosem" Druck aus Moskau gelöscht. Mit der Unternehmensentscheidung bei Apple vertraute Kreisen lassen wissen, die russische Regierung habe mit der Festnahme von lokalen Apple-Mitarbeitenden gedroht.

China will will den Bezahldienst Alipay in Stücke reissen

Alipay soll zerschlagen werden (Logo: Alipay)

Peking will laut einem Bericht der "Financial Times" (FT) offenbar den wichtigsten chinesischen Bezahldienst Alipay zerschlagen. Das 2004 von Alibaba gegründete Unternehmen kann nicht nur auf mehr als eine Milliarde Nutzer verweisen, sondern hält bei mobilen Zahlungen einen Marktanteil von rund 80 Prozent.

Taxidienst Uber muss in den Niederlanden die Fahrer fest anstellen

Logo: Uber

Der US-amerikanische Online-Fahrdienstvermittler Uber muss in den Niederlanden nach einem Gerichtsurteil seine Fahrer künftig fest anstellen. Die Selbstständigkeit der Fahrer bestehe "nur auf dem Papier", daher fielen sie unter den Tarifvertrag für Taxifahrer, urteilte ein Gericht in Amsterdam und gab damit dem Gewerkschaftsbund FNV recht. "Die rechtliche Beziehung zwischen Uber und den Fahrern erfüllt alle Merkmale eines Arbeitsvertrages," heisst es im Urteil.

"Barbarisches Wachstum": Richtungswechsel in China schlägt Tech-Konzernen auf den Magen

Xiaomi und Co beeilen sich, Geld unters Volk zu bringen (Bild: Shiwa auf Unsplash)

Chinas Technologie-Konzerne haben es plötzlich eilig, ihr Geld unters Volk zu bringen. Lei Jun, Gründer des Smartphone-Herstellers Xiaomi, übertrug Aktien im Wert von umgerechnet 1,8 Milliarden Euro in eine Stiftung für wohltätige Zwecke. Der Internet-Händler Pinduoduo kündigte an, 1,3 Milliarden für die Entwicklung der ärmeren ländlichen Regionen Chinas bereitstellen zu wollen. Und der Internet-Gigant Tencent machte sogar umgerechnet 6,5 Milliarden Euro an Spenden locker.

Chinas IT-Konzerne lancieren Gewerkschaften

Didi und ander chinesische IT-Konzerne gründen Gewerkschaften (Bild: Didi Chuxing)

Der chinesische Fahrdienstvermittler Didi und der Onlinehändler JD.com haben Gewerkschaften für ihre Beschäftigten eingeführt. Das kürzlich intern angekündigte Gremium werde von Beschäftigten der Zentrale in Peking geführt und dabei von der staatlich unterstützten Dachgewerkschaft ACFTU angeleitet, sagten zwei mit den Vorgängen Vertraute. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äussern. JD.com erklärte, eine konzernweite Gewerkschaft sei gebildet worden, um die schon länger bestehenden lokalen Vertretungen zu koordinieren.

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