Wirtschaft & Politik

US-Techkonzerne prüfen Produktions-Abzug aus China

Auch HP erwägt den Abzug von Produktionsbereichen aus China (Logo: HP)

Zahlreiche US-Technologiekonzerne planen einem Zeitungsbericht zufolge wegen des Handelskonflikts ihre Produktion aus China zu verlagern. So erwägen die US-Computerhersteller HP und Dell bis zu 30 Prozent ihrer Notebook-Produktion in China auf andere Länder umzuverteilen, wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" unter Berufung auf Insider berichtete.

Trump hebt Huawei-Bann auf

Die Blockade gegen Huawei ist zunächst vorbei (Bild: Archiv)

US-Präsident Donald Trump hat die über Huawei verhängte Blockade aufgehoben. Die Entscheidung über Huawei kam überraschend. "Ich habe zugestimmt, dass der Verkauf von Produkten weiter erlaubt wird", erklärte Trump am Wochenende im Rahmen des G20-Gipfels. Zwar gab er noch keine Details bekannt, aber die Entscheidung dürfte dem chinesischen Hersteller wohl auch die Android-Lizenz zurückbringen.

Wie Intel, Micron und Co die Huawei-Sanktionen umgehen

Beliefert Huawei auch weiterhin: Intel (Logo: Intel)

US-Chiphersteller wie Intel oder Micron verkaufen nach wie vor Produkte in wertmässiger Höhe von zig Millionen Dollar an Huawei. Denn gemäss einem Bericht der New York Times (NYT) haben die ICT-Riesen Wege gefunden, um die Kennzeichnung von Waren als "hergestellt in den USA" zu vermeiden und damit die von der US-Regierung verhängten Sanktionen zu umgehen.

Microsoft und Intel bieten weiterhin Support für Huawei-Laptops

Microsoft versorgt Huawei-Laptops so wie auch Intel weiterhin mit Updates (Logo: Microsoft)

Die US-Regierung hatte Mitte Mai Huawei mit einem Handelsbann belegt. Dies bedeutet, dass US-Firmen nicht mehr mit dem chinesischen Hardwarehersteller kooperieren dürfen. Das Problem dabei: Was das in der Praxis bedeutet ist, ist rechtlich nicht endgültig geklärt. So haben denn auch viele Firmen – darunter auch einige, die gar nicht in den USA angesiedelt sind aber US-Technologien verwenden – vorsorglich jede Kooperation mit Huawei beendet.

Myanmar-Regierung sperrt eine Million Nutzer vom Internet aus

Kein Zugang zum Internet für eine Million Menschen in Myanmar (Symbolbild: Pixabay/Geralt)

In Myanmar, dem früheren Burma, sind auf Anweisung der Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi mehr als eine Million Menschen vom Internet ausgesperrt worden. Im Teilstaat Rakhine kappten vier Telekommunikations-Unternehmen nach Aufforderung des Kommunikationsministeriums den Zugang. Die Unterbrechung dauert Medienberichten zufolge bereits seit Freitag vergangener Woche.

Intel, Qualcomm und Co drängen US-Regierung zur Lockerung der Huawei-Restriktionen

Auch Qualcomm ist für eine Lockerung der Huawei-Beschränkungen (Logobild: Qualcomm)

Die grossen US-amerikanische Chipkonzerne wie Intel und Qualcomm drängen gemäss Insiderberichten die Regierung in Washington offenbar zu einer Lockerung des Verbots von Geschäften mit dem chinesischen Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei. Topmanager von Intel und des Rivalen Xilinx hätten dazu Ende Mai hinter den Kulissen Gespräche im Handelsministerium geführt, heisst es. Auch Qualcomm habe sich deswegen an das Ministerium gewendet.

IT-Konzerne warnen vor Trumps Plänen für Laptop-Zölle

Symbolbild: Wikimedia Images

In Rahmen einer gemeinsamen Erklärung treten führende US-IT-Unternehmen wie die PC-Hersteller Dell und HP, der Softwareriese Microsoft und der Chip-Hersteller Intel den Vorschlägen von US-Präsident Donald Trump vehement entgegen, im Handelsstreit mit China auch Laptops und Tablets mit Strafzöllen zu belegen. Solche Zölle würden die Kosten für die mobilen Computer in die Höhe treiben und zulasten der US-Kunden und der heimischen Branche gehen und nichts an den von Trump als unfair kritisierten Handelspraktiken Chinas ändern, argumentieren die Konzerne.

Apple plant Teile seiner Produktion aus China abzuziehen

Apple will Produktion teils aus China abziehen (Logobildquelle: Wikipedia)

Apple prüft wegen des anhaltenden Handelsstreits zwischen China und den USA einem Magazinbericht zufolge eine Verlagerung der Produktion aus China nach Südostasien. Der US-iPhone-Hersteller habe seine Hauptlieferanten um eine Schätzung der Kosten gebeten, die eine Verlagerung von 15 bis 30 Prozent der Produktionskapazitäten verursachen würde, so ein Magazinbericht. Apple fürchte, dass die Risiken einer zu grossen Abhängigkeit von der Produktion in China zu hoch seien und sogar zunähmen, berichtete das japanische Wirtschaftsmagazin "Nikkei Asian Review" unter Berufung auf mehrere Insider.

Huawei will Produktion zurückfahren

Huawei drosselt Produktion massiv (Symbolbild: Karlheinz Pichler)

Der unter Handelssanktionen leidende chinesische Telekommunikationsriese Huawei will seine Produktion massiv drosseln: "In den nächsten beiden Jahren wird die Produktion um 30 Mrd. Dollar gekürzt", sagte Huawei-Gründer Ren Zhengfei am Montag bei einer Konferenz im chinesischen Shenzhen. Zum Vergleich: Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 721,2 Mrd. Yuan (103 Mrd. Franken) erzielt.

Intel und Co drängen auf Lockerung der Huawei-Restriktionen

Intel und Co drängen auf Lockerung der US-Ristriktionen für Huawei (Logo: Intel)

Die grossen Chip-Hersteller der Vereinigten Staaten wie etwa Intel oder Qualcomm drängen Insiderkreisen zufolge die US-Regierung, das Verbot von Geschäften mit dem chinesischen Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei aufzulockern. Spitzenmanager von Intel und des Rivalen Xilinx etwa hätten Ende Mai hinter den Kulissen Gespräche im Handelsministerium geführt, heisst es.