Recht

Kanzlei Mossack Fonseca klagt Netflix wegen "Panama Papers"

Netflix wird vor den Kadi gezeerrt (Bild: Pixabay)

Der erfolgsverwöhnte Konzern Netflix sieht sich einer Klage ausgesetzt: Der mit Stars wie Meryl Streep, Antonio Banderas und Gary Oldman besetzte Film "Die Geldwäscherei" über den weltweit als "Panama Papers" bekannt gewordenen Steuerskandal wird Thema vor Gericht. Die in den Fall verstrickte Kanzlei Mossack Fonseca hat Klage vor einem Gericht in Connecticut gegen den US-Filmverleiher eingereicht, der den Streifen von Steven Soderbergh in die Kinos bringt.

Australische Finanzaufsicht ermittelt gegen Paypal

Im Visier der australischen Finanzaufsicht: Paypal (Logo: Paypal)

Australiens Finanzaufsicht geht dem Verdacht nach, dass der Onlinebezahldienst Paypal von Sexualstraftätern für den Erwerb von Kinderpornografie aus Asien genutzt wird. Wegen "anhaltender Sorge" vor möglichen Verstössen gegen Australiens Gesetze gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung sei ein unabhängiger Prüfer eingesetzt worden, teilte die Finanzaufsicht Austrac mit.

US-Gericht büsst illegale Streamer wegen Copyright-Verletzung

Copyright: USA rücken illegalen Streameren auf den Pelz (Bild: Pixabay/ Geralt)

"I Stream it All" (ISIA) wollte Netflix und Amazon Prime Konkurrenz machen: So hat ISIA 2017 herumposaunt, dass "wir mehr Inhalte als all unsere Konkurrenten haben". Der Haken: Der Content wurde illegal angeboten. Deshalb müssen sich acht Männer nun vor einem US-Bundesbezirksgericht verantworten. Sie sollen auch hinter dem illegalen Streamingdienst "Jetflicks" stehen. Die Anklage lautet Verschwörung zur strafrechtlich relevanten Copyright-Verletzung. Die Gründer der Portale müssen sich auch gegen Vorwürfe der Geldwäsche wehren.

Apple wehrt sich vor EU-Kommission gegen Spotify-Vorwürfe

Apple setzt sich gegen Spotify-Vorwürfe zur Wehr (Bildquelle: Wikipedia/CCO)

Apple hat sich gegen den Vorwurf des Musikdienstes Spotify zur Wehr gesetzt, man verlange von den Kunden des Streamingdienstes überhöhte Provisionen. Spotify-Chef Daniel Ek habe in seiner Beschwerde bei den Wettbewerbshütern der EU mit falschen Zahlen agiert, heisst es in einer Stellungnahme des iPhone-Konzerns an die EU-Kommission. Spotify hatte im März offizielle Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht.

Europaweit einheitliche Regelungen für Drohnenflüge verabschiedet

Symbolbild: Mavic

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat in Köln Bestimmungen veröffentlicht, um die Regeln für Drohnen nach mehrfacher Störung des Flugbetriebes an verschiedenen Flughafen europaweit zu vereinheitlichen. Das Papier enthält neben technischen Anforderungen auch Standards für den sicheren Betrieb.

US-Supreme Court lässt Sammelklage gegen Apple zu

Apple droht Ungemach in Form einer Sammelklage (Logobildquelle:Wikipedia)

Das oberste US-Gericht hat den Weg für eine Sammelklage von Apple-Kunden gegen den iPhone-Hersteller freigemacht. Das Supreme Court in Washington bestätigte am Montag die Entscheidung einer niedrigeren Instanz, die Sammelklage zuzulassen. Eine entsprechende Abstimmung endete mit fünf zu vier Stimmen zugunsten der Kläger, schreibt CNBC. Die Kläger warfen Apple vor, den Markt für Apps für iPhones als Monopol zu betreiben und die Preise künstlich zu überhöhen.

Ex-Manager der France Telecom vor Gericht

Didier Lombard vor zehn Jahren: Die Zeit holt ihn ein (Bild: Flickr/ CCA 2.0)

Zehn Jahre nach einer beispiellosen Suizid-Serie beim französischen Telekommunikationskonzern France Telecom, der heute Orange heisst, müssen sich ehemalige Manager wegen Mobbings vor Gericht verantworten. In Paris begann am gestrigen Montag der Prozess gegen den früheren France-Telecom-Chef Didier Lombard sowie sechs weitere Manager. Sie sollen bei dem Umbau des Unternehmens nach der Privatisierung so viel Druck gemacht haben, dass sich 35 Mitarbeiter das Leben nahmen. Den Angeklagten drohen je bis zu einem Jahr Haft und Geldstrafen von 15.000 Euro.

Wikileaks-Gründer Julian Assange von Briten zu einem Jahr Knast verdonnert

In London verurteilt: Julian Assange (Bild: Wikipedia/David Silvers/ CCO)

Weil er gegen seine Kautionsauflagen verstossen habe, ist der Wikileaksgründere Julian Assange heute in England zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Das Strafmass ist von einem Gericht in London verkündet worden. Mit seiner 2012 erfolgten Flucht in die Botschaft Ecuadors habe sich der mittlerweile 47-Jährige den Auflagen entzogen, so der Vorwurf der britischen Justiz.

EU brummt Google erneut Milliardenstrafe auf

Google fängt seitens der EU erneut eine Milliardenbusse ein (Logo: Google)

Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union haben Google erneut mit einer Milliardenstrafe bedacht. Weil die Alphabet-Tochter bei der Suchmaschinen-Werbung im Teildienst "Adsense for Search" offenbar andere Bieter unerlaubterweise behindert hat, muss sie eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro zahlen, wie die EU-Kommission mitteilt.

Besserer Schutz für Whistleblower in der EU

Einer der berühmtesten Whistleblower: Edward Snowden (Bild: Wikipedia/ Laura Poitras/ CCO)

In der Europäischen Union werden Whistleblower in Zukunft einen besseren Schutz erhalten. Denn Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich in Strassburg auf EU-weite Mindeststandards zum Schutz der Hinweisgeber geeinigt, wie Verhandlungsführerin des Parlaments, Virginie Rozière, auf Twitter bekannt gab. Weitere Details sollen im Verlaufe des Dienstags öffentlich werden.