Auch Volkswagen-Tochter Skoda drosselt nun Produktion wegen Halbleitermangel

Chipmangel: Volkswagen-Tochter muss ebenfalls die Produktion zurückfahren (Bild: Pixabay/ Mirano 23)

Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda setzt die Produktion wegen des Mangels an Halbleitern in zwei Werken für einen kurzen Zeitraum aus. Im Stammwerk in Mladá Boleslav sowie in Kvasiny stehen die Fliessbänder vom 27. September an für eine Woche still, wie Sprecherin Kamila Biddle sagte. Ein Teil der von Kunden bestellten Fahrzeuge werde damit verspätet ausgeliefert.

Microsoft ernennt neuen stellvertretenden Vorsitzenden und erhöht Dividende

Microsoft profitiert vor allem von der Cloud-Sparte Azure (Bild:Fotomneowin)

Nach einem starken Cloud-Geschäft im abgelaufenen Quartal will Microsoft mehr Geld an seine Aktionäre und Aktionärinnen ausschütten und Aktien in zweistelliger Milliardenhöhe zurückkaufen. Der Vorstand des US-Softwarekonzerns habe ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 60 Milliarden Dollar genehmigt und gleichzeitig die vierteljährliche Dividende um elf Prozent angehoben, teilte Microsoft mit.

Halbleiterknappheit lässt Toyota weiterhin auf Sicht manövrieren

Toyota rechnet mit niedrigerer Fahrzeugproduktion wegen Chipmangel (Logo:Toyota)

Der andauernde Chipmangel veranlasst Toyota für das bis März laufende Geschäftsjahr nur noch mit einer Produktion von neun Millionen Fahrzeugen rechnen. Das teilte der Vorstand des weltgrössten Autohersteller heute Freitag in Tokio mit. Er lässt ausrichten, dass sich Toyota bei seinen Kunden und Lieferanten für alle Unannehmlichkeiten entschuldigen möchte, die durch diese Änderungen verursacht werden könnten.

Agile Robots sammelt 220 Millionen Dollar von Geldgebern ein

Symbolbild: Agile Robots

Das deutsch-chinesische Startup Agile Robots mit Sitz in München hat bei Geldgebern unter Führung des japanischen Technologieinvestors Softbank 220 Mio. Dollar eingesammelt und steigt zum Einhorn auf. Agile Robots sei damit derzeit weltweit das einzige Einhorn im Bereich der Robotik, teilte das Unternehmen mit. So werden Startups bezeichnet, die mehr als eine Milliarde Dollar wert sind.

Babbel kündigt IPO an Frankfurter Börse an

Bild: Babbel

Die Berliner Sprachlern-App Babbel geht an die Börse. Die Aktienplatzierung soll brutto rund 180 Millionen Euro einbringen und voraussichtlich bis Ende des Jahres über die Bühne gehen, wie Babbel mitteilte. Die Einnahmen sollen unter anderem zum Ausbau des Unternehmensgeschäfts und zur Beschleunigung der internationalen Expansion verwendet werden.

Deutschland: Amazon stockt Arbeitplätze in Logistikzentrum Gera auf

Symbolbild: Hello I'm Nik auf Unsplash.com

Im neuen Amazon-Logistikzentrum in Gera sollen künftig weit mehr Menschen arbeiten als zunächst angekündigt. Der Online-Händler will 2000 statt der zunächst angepeilten 1000 Arbeitsplätze an dem Standort schaffen, wie ein Sprecher mitteilte. In den nächsten Tagen und Wochen würden 500 weitere unbefristete Verträge ausgegeben.

T-Mobile US zu über 48 Prozent in der Hand von Deutscher Telekom

Bild: T-Mobile US

Die Deutsche Telekom schnappt sich weitere Teile ihrer Tochter T-Mobile US. Zudem verkaufen die Bonner ihr Geschäft in den Niederlanden. Durch den Abschluss beider Transaktionen steige die Beteiligung an der US-Tochter um 5,3 Punkte auf 48,4 Prozent, teilte der Dax-Konzern am heutigen Dienstag mit. So will die Telekom mittels einer Kapitalerhöhung insgesamt rund 45 Millionen T-Mobile-US-Aktien vom japanischen Mischkonzern Softbank kaufen.

Daimler-Vorstandschef erwartet erst 2023 deutliche Entspannung der Chip-Krise

Ola Källenius beim Genfer Automobil Salon 2018 (© Matti Blume/ CC BY-SA 4.0)

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius erwartet etwas Entspannung, aber noch kein Ende der Halbleiter-Krise. Die jüngsten Corona-Lockdowns in Malaysia hätten Mercedes-Benz im laufenden Quartal getroffen, und die Situation sei volatil, sagte Källenius. Er hoffe, dass es im vierten Quartal besser werde. Aber die Nachfrage nach Halbleitern werde auch nächstes Jahr höher sein als die weltweite Produktionskapazität. Das sei ein strukturelles Problem und habe nichts mit der Pandemie zu tun. Erst 2023 erwarte er eine deutliche Entspannung.

Deutscher Bundeswirtschaftsminister will Aufschwung für Ausbau der Chipfertigung nutzen

Peter Altmaier (© Olaf Kosinsky/EU)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will auch angesichts der Lieferengpässe die Produktion wichtiger Mikrochips in Deutschland deutlich ausweiten. Ziel sei es, mehr technologische Souveränität zu erlangen und Abhängigkeiten zu verringern, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Europas Marktanteil an der weltweiten Chipproduktion solle bis 2030 auf 20 Prozent verdoppelt werden. Dies bedeute aber wegen der gleichzeitig stark steigenden weltweiten Produktion eine Verdrei- oder Vervierfachung der Produktion in Deutschland.

Silber für Xiaomi im 2. Quartal vor Apple bei Smartphone-Absatz

Der chinesische Xiaomi-Konzern hat im zweiten Quartal den Marktbeobachtern von Gartner zufolge mehr Smartphones als Apple verkauft und damit den iPhone-Hersteller vom zweiten Platz verdrängt. Dank der globalen Expansion und einer stärkeren Online-Präsenz habe Xiaomi 51 Millionen Geräte veräussert und damit rund 80 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte Gartner am heutigen Mittwoch unter Berufung auf eigene Erhebungen mit. Apple kam demnach von April bis Juni auf knapp 49,3 Millionen iPhones.

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