MIT-Software macht Seestern-Robo perfekt

Seestern-Roboter im erfolgreichen MIT-Unterwassertest (Foto: csail.mit.edu)

Mit Soft-Robotern, die von maritimen Lebewesen als nicht störend empfunden werden, wollen Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) die Unterwasserwelt erforschen. Die empfindliche Elektronik in ihrem Inneren lässt sich nicht zuverlässig vor dem aggressiven Salzwasser schützen. Zudem müssen Roboter in der realen Umwelt getestet und immer wieder verbessert werden, ein zeitaufwendiges Verfahren.

KI-Roboter der nächsten Generation brauchen intelligente Materialien

Skills for Physical Artificial Intelligence, Nature Machine Intelligence (2020). Illustration: Empa / Imperial College London

Künstliche Intelligenz (KI) gilt heute branchenübergreifend als grundlegend für die Entwicklung neuartiger Produkte und Technologien und verschafft Unternehmen, die sie beherrschen, einen Wettbewerbsvorteil. Was jedoch noch fehlt, ist eine vertiefte Diskussion über die Auswirkungen auf die Gesellschaft, um Chancen, aber auch mögliche Risiken besser zu verstehen. Im Interview skizzieren die beiden Empa-Forscher Mirko Kovac und Aslan Miriyev vom Zentrum für Robotik, wohin sich die KI- und Robotikforschung entwickelt.

"Xenobots": Roboter aus Froschhautzellen

Robo-Sphäre: Ist ein flotter Schwimmer (Foto: Doug Blackiston/Tufts)

Weniger als ein Millimeter gross sind lebende Roboter, die Forscher der Tufts University und der University of Vermont (UVM) entwickelt haben. Die gegenüber ersten Versuchen im Vorjahr verbesserten "Xenobots" können Verletzungen selbstständig heilen und sich besser aus eigener Kraft fortbewegen. Benannt sind sie nach der Froschart Xenopus Laevis, aus deren Hautzellen die Roboter aufgebaut sind.

Soft-Roboter-Bau: Software schlägt Experten

Weiche Roboter können beliebige Formen annehmen (Grafik: mit.edu)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen neuen, auf Deep Learning basierenden Algorithmus zur Konstruktion von Soft-Robotern entwickelt, der die optimale Platzierung von Sensoren festlegt. "Das System lernt nicht nur, wie sich eine bestimmte Aufgabe lösen lässt, sondern auch, wie der Roboter zu konstruieren ist, damit ihm das optimal gelingt", sagt MIT-Entwickler Alexander Amini.

Künftige Beinprothesen denken selbst mit

Exoskelettträger mit Kamera vor einer Treppe (Foto: uwaterloo.ca)

Forscher der University of Waterloo haben intelligente Beinprothesen für Exoskelette entwickelt, die Patienten ohne Einschränkungen gehen lassen. Die Experten haben die Träger mit Kameras ausgestattet, in die sie eine Bildverarbeitungs-Software integrierten. Mithilfe von maschinellem Lernen auf Basis Künstlicher Intelligenz haben sie die visuellen Informationen genutzt, um die Motoren in den Beinen entsprechend der Situation zu steuern. Dabei ging es nicht nur um Treppen, sondern auch um Türschwellen und andere zu überwindende Hindernisse.

Roboter passt seine Beine dem Untergrund an

DyRET-Ausflug auf dem Campus der Universität Oslo (Foto: Tønnes Nygaard)

Experten vom Forschungsinstitut des norwegischen Verteidigungsministeriums haben mit Forschern der Universität Oslo den "Dynamic Robot for Embodied Testing" ("Dyret") entwickelt. Das ist ein vierbeiniger Roboter, der seinen Gang an den Untergrund anpassen kann. Auf einer asphaltierten Strasse bewegt er sich anders als an einem sandigen Strand, ähnlich wie es Menschen tun, berichten die Forscher auf "The Conversation".

Patienten für kontaktlose Robo-Triage

Dr. Roboter: für die meisten Patienten voll in Ordnung (Foto: mit.edu)

Roboter bieten in Zeiten von Covid-19 und Social Distancing eine Möglichkeit, persönliche Kontakte zwischen Patienten und medizinischem Personal zu minimieren. Das Gros der Menschen nimmt Robo-Untersuchungen auch gut an, so eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und des Brigham and Women's Hospital. Patienten in einem Praxistest fanden demnach auch, dass eine Interaktion mit medizinischem Personal per Video-Bildschirm ähnlich einem persönlichen Kontakt sei.

ETHZ-Roboterhund Barry 4.0 erhält Eigenwahrnehmung

Dank Eigenwahrnehmung kann der Roboterhund auf unwegsamem Gelände retten. | Foto: J. Lee et al/ CC BY-NC-ND)

Der von Forschenden der ETH Zürich entwickelte Roboterhund Barry lernt, sein Verhalten dem Untergrund anzupassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Schnee, Geröll, Wasser oder Gestrüpp vorherrscht - trittsicher wie ein Hund findet der Roboter seinen Weg auch durch schwierigstes Gelände.

Taktiler Sensor beweist Fingerspitzengefühl

Versuch mit Greifhand: Labortests mit einem Ei (Foto: cityu.edu.hk, Shen Yajing)

Forscher der City University of Hong Kong (CityU) und der University of Hong Kong (HKU) haben einen weichen taktilen Sensor entwickelt, der über ein aussergewöhnliches Fingerspitzengefühl verfügt. Eine Roboter-Greifhand, die an den Fingern mit dem neuartigen Sensor bestückt wird, kann selbst schwierige Aufgaben wie das vorsichtige Ergreifen und Festhalten von fragilen Objekten wie einem Ei meistern.

Autonomer Essenslieferant stellt virenfrei zu

Whiz-Mobility-Mitarbeiter mit Essensrobotern (Foto: ntu.edu.sg)

Zur hygienischen, garantiert virenfreien Zustellung von Essen oder anderen Nahrungsmitteln auf dem Campus der Nanyang Technological University (NTU) haben Forscher der Hochschule mit ihrem Startup Whiz Mobility "Foodbot" entwickelt. Der vierrädrige Lieferant, der bis zu 50 Kilogramm transportieren kann, findet automatisch seinen Weg von der zentralen Kantine zum Ziel.

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