Robotik

Auf dem Weg zu intelligenten Mikrorobotern

Laura Heyderman (links) und Tian-Yun Huang (Mitte) betrachten ein Modell des Origami-Vogels, während Jizhai Cui den echten Mikroroboter unter einem Mikroskop beobachtet. Was er dort sehen kann, zeigt das Video, das die Forschenden gemacht haben. (Foto: Paul Scherrer Institut/Mahir Dzambegovic)

Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und der ETH Zürich haben eine Mikromaschine entwickelt, die unterschiedliche Aktionen ausführen kann. Dafür werden zuerst Nanomagnete in Bauteilen des Mikroroboters magnetisch programmiert und die verschiedenen Bewegungen dann durch Magnetfelder gesteuert. Solche nur wenige Mikrometer messende Maschinen könnten beispielsweise im menschlichen Körper eingesetzt werden, um kleine Operationen durchzuführen.

Neuer Laufroboter bewegt sich synchron zum Menschen

Laufroboter: Imitiert menschliche Bewegung (Foto: youtube.com, João Luiz Ramos)

Forscher der University of Illinois und dem Massachusetts Institute of Technology haben mit "Little Hermes" einen Laufroboter entwickelt, der in Echtzeit die Bewegungen eines Menschen imitiert. Indem der Mensch physisches Feedback erhält, wenn der Roboter berührt wird, sind seine Bewegungen komplett synchron mit denen der Maschine. Dadurch erhält der Roboter menschenartige Reflexe und kann die Balance besser halten.

Neuer Algorithmus beschleunigt Roboter-Greifen

Robo-Arm: Algorithmus beschleunigt Griff (Foto: mit.edu)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Algorithmus entwickelt, der den Greifprozess von Roboter-Armen massiv beschleunigt. Indem der Arm ein Objekt gegen eine feste Oberfläche drückt, passt er so seinen Griff an die Beschaffenheit des Objektes an und positioniert es so neu. Der gewöhnliche Greifprozess erfordert vergleichsweise langwierige und aufwendige Analysen.

Roboter "Archimedes" feinfühlig wie ein Mensch

Pham Quang Cuong (links) und Roboter 'Archimedes' (Foto: eurekarobotics.com)

Den wohl feinfühligsten Roboter der Welt haben Ingenieure von Eureka Robotics in Singapur entwickelt. "Archimedes" kann feinste optische Linsen zart ergreifen und sie zur Weiterbearbeitung positionieren, etwa um deren Oberfläche zu behandeln oder sie in ein optisches Gerät zu integrieren. Das junge Unternehmen ist aus der Nanyang Technological University Singapore (NTU) heraus entstanden.

Hightech-Roboter-Hund unterstützt US-Soldaten

Neuer Vierbeiner: Roboter-Hund für Spezialeinsätze (Foto: U.S. Army/T'Jae Ellis)

Forscher des U.S. Army Combat Capabilities Development Command (CCDC) haben einen autonomen Roboter mit vier Beinen entwickelt, der künftig Soldaten bei besonders heiklen Einsätzen begleiten soll. Das System namens "Legged Locomotion and Movement Adaption" erinnert optisch an einen Hund und soll etwa Spezialeinheiten das Tragen schwerer Lasten in schwierigem Terrain abnehmen und so die Mobilität des Teams verbessern oder durch seine hochsensible Sensortechnik frühzeitig auf Gefahren und Feinde hinweisen.

Neue Robohand arbeitet per Doppelsteuerung

Testlauf: Roboterhand beim Ergreifen einer Flasche (Foto: epfl.ch, Alain Herzog)

Eine künstliche Hand, die Amputierte über Nervensignale steuern, haben Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Luzern (EPFL) an mehreren Probanden getestet. Die Nervensignale liefern allerdings nur einen von zwei Steuerbefehlen. Der zweite kommt von einem integrierten Mikroprozessor, der wie ein Verstärker wirkt und es dem Amputierten ermöglicht, mit seinen Fingern fester zuzupacken und die Hand gezielter zu bewegen.

Russlands Roboter Fedor weltraumuntauglich

Roboter Fedor (Bild: EPA/Roscosmosspace Center Yuzhnytsenki)

Der russische Roboter Fedor, der erst kürzlich aus dem All zurückgekehrte ist, ist offenbar für Weltraummissionen ungeeignet und kann nicht wie geplant langfristig Menschen auf riskanten Weltraumspaziergängen ersetzen. "Er wird nicht mehr dorthin fliegen. Es gibt für ihn dort nichts mehr zu tun, er hat seine Mission erfüllt", erklärte der russische Entwickler Jewgeni Dudorow dazu.

Neue Schwarmroboter für Wildnis gewappnet

Von der Natur inspirierte Schwarmroboter bei der Arbeit (Foto: bristol.ac.uk)

Die neue Generation von Schwarmrobotern, genannt "Teraflop Swarm", erlernt selbstständig neue Verhaltensweisen in der Wildnis. Forscher der University of Bristol haben in Zusammenarbeit mit Forschern der University of West England an der Weiterentwicklung der biologisch inspirierten Roboter gearbeitet. Die Wissenschaftler haben dabei die Regeln, die zum gewünschten Verhalten der Roboter führen, eingehend studiert.