TU München baut eigenen KI-Chip in 7-nm-Technologie

Im Lehrstuhl für KI-Chip Design in der Technischen Universität München (TUM) ist der EU-weit erste KI-Chip mit moderner 7-Nanometer-Technologie entstanden. Im Bild: Lehrstuhlinhaber Prof. Hussam Amrouch (Foto: zVg)

An der Technischen Universität München (TUM) ist der EU-weit erste KI-Chip mit moderner 7-Nanometer-Technologie entstanden. Prof. Hussam Amrouch entwickelte den neuromorphen Chip auf Grundlage des Standards des taiwanesischen Chip-Riesen TSMC. Künftig will der Professor für KI-Prozessor-Design zusammen mit seiner Forschungsgruppe jährlich mindestens drei neue Designs entwerfen, die ab 2028 von der European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) in Dresden gefertigt werden sollen.

Roboterfrau "Moya" mit ausgeklügelter Mimik und Gestik

Moya: Warme Roboterfrau reagiert ziemlich menschlich auf ihr Gegenüber (Foto: mp.weixin.qq.com)

"Moya" von Droidup ist der vielleicht menschenähnlichste Roboter der Welt. Das jüngste Modell des Unternehmens ist in der Hightech-Ansiedlung Zhangjiang Robotics Valley in Schanghai vorgestellt worden. Es ist nach der Selbsteinschätzung des Unternehmens ein "wunderschön gestaltetet und ausdrucksstarker bionischer Roboter, der menschliche Ästhetik und fortschrittliche humanoide Bewegungen tiefgreifend integriert".

Festplatten sind künftig dünner als Papier

Struktur: Graphen wird Basismaterial für Datenspeicher (Bild: Maria Maltseva, pixabay.com)

Forscher des südkoreanischen Daegu Gyeongbuk Institute of Science and Technology haben ein neues Speichermedium mit bisher ungeahnten Spezifikationen entwickelt. Sie setzen statt des bisherigen ferroelektrischen Materials, das die digitalen Einheiten "Eins" und "Null" in Form von winzigen gepolten Magneten speichert, ganze Stapel von Graphenfolien ein, die eine nicht wesentlich dickere Folie aus α-RuCl₃, eine spezielle Form von Rutheniumchlorid, voneinander trennt.

Neue Kühlkörper für mehr Computer-Leistung

Yongjie Hu: UCLA-Forscher verpasst Computern einen Leistungsschub (Foto: ucla.edu)

Ingenieure der University of California Los Angeles (UCLA) haben ein neuartiges metallisches Material mit einer weitaus höheren Wärmeleitfähigkeit als Kupfer entwickelt. Es werde Computer und vor allem KI-Hardware wesentlich effizienter arbeiten lassen, sagen die Forscher. Denn es transportiert für Mikroprozessoren äusserst schädliche Wärme fast dreimal schneller ab als Kupfer. Es handelt sich um Tantalnitrid, dem die Entwickler eine besondere Struktur verpasst haben.

Mini-Brennstoffzelle für Drohnen, Robos und Co

Mini-Brennstoffzelle lässt herkömmliche Batterien alt aussehen (Illustration: isct.ac.jp)

Drohnen, kompakte Roboter und mobile KI-Hardware werden künftig nicht mehr von Batterien mit Strom versorgt, sondern mit kompakten Brennstoffzellen. Denn Forscher des Instituts für Wissenschaft Tokio haben das Wärmeproblem gelöst, das bisher den mobilen Einsatz von Brennstoffzellen verhinderte. Eine spezielle Wärmeisolierung macht die Manipulation solcher Zellen so einfach wie den Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien, die derzeit die bevorzugte Energiequelle für die Geräte ist.

"Firedrone" geht dahin, wo's heiss ist

Die FireDrone ist die erste Drohne, die extremer Hitze trotzt. Künftig soll sie Daten direkt aus Gefahrenzonen senden. — © Empa

Die "Firedrone" soll Echtzeitdaten aus Hochrisikobereichen liefern, die für Menschen und herkömmliche Drohnen zu gefährlich sind. Entwickelt an der Empa und weitergeführt als Spin-off, kombiniert die neue Generation der Drohne hitzeresistente Materialien mit praxisnaher Robotik – für Brandeinsätze und Industrieinspektionen bei extremen Temperaturen.

Transceiver drahtlos so schnell wie Glasfaser

Neuer Chip: Dieser hat das Potenzial, die Datenübertragung zu revolutionieren (KI-Bild: uci.edu)

Elektroingenieure der University of California, Irvine, haben einen neuen Transceiver mit einer Frequenz von 140 Gigahertz entwickelt. Dieser ermöglicht Datenübertragungsraten, die mit denen von Glasfaserkabeln konkurrieren können. Es reicht beispielsweise, um mehrere Filme in HD in Sekundenschnelle zu übertragen. Damit haben sie die Grundlage für den Übergang zu 6G- und darüber hinausgehenden Datenübertragungsprotokollen geschaffen.

Flexi-Material ahmt Krakenhaut perfekt nach

Tintenfisch: Vorbild und Meister des schnellen Farbwechsels (Foto: pixabay.com, edmondlafoto)

Ein neuartiges, flexibles Material von Forschern der Stanford University ahmt die Haut von Tintenfischen mit Farb- und Strukturveränderungen im Nanobereich nach. Es kann Oberflächenstruktur und Farben schnell verändern und bietet potenzielle Anwendungsmöglichkeiten in der Tarnung, Kunst, Robotik und im Nanobioingenieurwesen.

Ionen-Autobahnen in Lithium-Akkus integriert

Prinzipskizze des Baus von "Ionen-Autobahnen" (Illustration: kaist.ac.kr)

Wenige Tage nach der Vorstellung eines neuen Elektrolyten für eine Lithium-Metall-Festkörperbatterie meldet sich die Konkurrenz des Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) mit einem eigenen Konzept. Statt wie die Schweizer ein intelligent verdichtetes Material (Li₆PS₅Cl) einzusetzen, haben die Südkoreaner einen herkömmlichen Festelektrolyten mit Ionen-"Autobahnen" ausgestattet.

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