Schnelle Datenspeicherung mit Laserblitzen

So ist die Festplatte der Zukunft aufgebaut (Grafik: Y.L.W. van Hees)

Forscher an der Technischen Universität Eindhoven haben ein optisches Speicherverfahren entwickelt, das extrem schnell und dazu noch äusserst präzise ist. Als Lichtquelle dient ein Laser, der Blitze aussendet, die nur Billiardstel Sekunden lang sind. Die Ausrichtung der Spins dauert jeweils ein paar Billionstel Sekunden.

Datenspeicher der Zukunft aus "Narrengold"

Pyrit-Kristall aus dem Labor wird zum Magneten (Foto: twin-cities.umn.edu)

Forscher der University of Minnesota haben im Labor hergestelltes Pyrit durch Anlegen einer Spannung zum Magneten gemacht - ein Prozess, der umkehrbar ist. Damit erfüllt er die Voraussetzungen für eine Nutzung als elektronischer Datenspeicher. "Die meisten Leute, die sich mit Magnetismus auskennen, würden wahrscheinlich sagen, dass es unmöglich ist, ein nichtmagnetisches Material elektrisch in ein magnetisches umzuwandeln", sagt Forscher Chris Leighton.

DB und TU Chemnitz partnern bei Bahnfahren der Zukunft

Die Deutsche Bahn partnert mit der TU Chmenitz für ein digitales Bahn-Testfeld (Logo: DB)

Die Deutsche Bahn (DB) und die Technische Universität (TU) Chemnitz wollen im Erzgebirge das Bahnfahren der Zukunft erforschen: Entlang der von der Erzgebirgsbahn betriebenen Trasse zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg soll dafür das "Digitale Testfeld Bahn" aufgebaut werden, wie die Bahn mitteilte. Der Bund stelle dafür 15 Millionen Euro Fördermittel bereit. Unter anderem sollen Funkmasten entlang der 24 Kilometer langen Strecke aufgebaut und Triebfahrzeuge als Testzüge angeschafft oder umgebaut werden.

Microbots dank Origami-Technik extrem variabel

Test eines Origami-Microbots im Labor (Foto: Robert Coelius, umich.edu)

Mikroroboter, die weniger als einen Zentimeter gross sind, passen sich in ihrer Form an die jeweilige Aufgabe an. Forscher der University of Michigan fanden die Anregung zu ihrer Innovation in der japanischen Papierfaltkunst Origami. "Wir haben eine neue Methode zum Entwerfen, Herstellen und Bewegen von Mikrobots entwickelt", so Evgueni Filipov, Assistenzprofessor für Bau- und Umweltingenieurwesen.

Neuer Algorithmus erkennt Deepfake-Videos

So veranschaulichen die indischen Forscher ihr System (Grafik: SPIE)

Forscher des Thapar Institute of Engineering and Technology und des Indraprastha Institute of Information Technology haben ein Verfahren entwickelt, das Deepfake-Videos zuverlässig erkennt. Sie nutzen hierzu die gleiche Technik, mit der die Fälschungen hergestellt wurden: Künstliche Intelligenz. Die Erfolgsquote lag bei 98,21 bis 99,62 Prozent - und das bei einer kurzen Trainingszeit.

EPFL realisiert Tastgefühl bei virtuellen Objekten

Haptik-Aktuator vermittelt verblüffend echtes Tasterlebnis (Foto: epfl.ch)

Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) haben eine Möglichkeit gefunden, das Gefühl in der Hand zu simulieren, das man beim Ergreifen von realen Gegenständen hat, wenn sie nur virtuell vorhanden sind. Das Team um Herbert Shea hat einen Aktuator entwickelt, der haptisches Empfinden möglich macht. Shea nutzte dabei seine langjährige Erfahrung mit Muskeln und Motoren auf Silikonbasis.

Hightech-Drohne flattert wie ein Mauersegler

Yao-Wei Chin mit dem Prototypen der Mauersegler-Drohne (Foto: nus.edu.sg)

Eine Drohne, die so schnell ist wie ein Mauersegler und auch dessen akrobatischen Flugkünste beherrscht, haben Forscher aus Australien, Singapur, China und Taiwan entwickelt. Der per Flügelschlag angetriebene Ornithopter wiegt nur 26 Gramm, kann schweben, in den Sturzflug gehen, gleiten und abrupt die Richtung wechseln. Weil er so leicht ist, kann er Menschen kaum gefährden und ist daher auch in Regionen einsetzbar, in denen sich viele Passanten bewegen.

Sensor-Armband erkennt komplexe Handgesten

'FingerTrak' bei ersten wissenschaftlichen Tests im Labor (Foto: scifilab.org)

Wissenschaftler der Cornell University und der University of Wisconsin, Madison, haben mit "Fingertrak" ein neuartiges Sensor-Armband entwickelt, mit dem sich die Hand vollständig dreidimensional erfassen lässt. Das kleine, leichte Gerät verfügt über vier winzige Lowres-Wärmebildkameras, die Konturen des Handgelenks wahrnehmen und dadurch jede noch so komplizierte Position und Geste des Körperteils detailgenau registrieren können - inklusive der 20 Fingergelenke.

Wissenschaftler präsentieren bislang grösste 3D-Karte des Universums

Bild: Universität Waterloo

Wissenschaftler haben die bisher grösste 3D-Karte des Universums vorgestellt. Vorangegangen ist eine zwanzigjährige wissenschaftliche Zusammenarbeit mehrerer Hundert Forschender aus rund 30 Instituten und mit starker Beteiligung der Ecole Polytechnique Federale de Lausanne (EPFL). Jean-Paul Kneib, der das Laboratorium für Astrophysik (Lastro) an der EPFL leitet, ist sogar der Initiator und war mehrere Jahre lang der Hauptforscher. Mithilfe eines Teleskops haben die Wissenschaftler mehrere Millionen Galaxien und Quasare analysiert.

Protein Lanmodulin gewinnt Metalle aus E-Müll

Modell des Proteins Lanmodulin (Grafik: Thomas Reason/LLNL)

Forscher am Lawrence Livermore National Laboratory haben einen nachhaltigen Weg gefunden, Metalle der Seltenen Erden zu gewinnen, indem sie ein Protein namens Lanmodulin bei Elektronikmüll einsetzen. Diese Metalle, darunter Neodym, Cer und Yttrium, sind wichtig für die Produktion von Computern, Smartphones, Windturbinen und Solarpanels.

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