Miniroboter mit Erinnerungsvermögen

Künstlicher Wasserläufer nutzt geschickt die Oberflächenspannung des Wassers (Foto: wsu.edu)

Forscher der Washington State University (WSU) haben zwei Roboter nach dem Vorbild eines Käfers und eines Wasserläufers gebaut. Sie sind eigenen Angaben nach die kleinsten und schnellsten der Welt. Angesichts des zunehmenden Insektenmangels sollen sie künftig Pflanzen bestäuben, bei Unfällen Suchaktionen starten, die Umwelt überwachen sowie in der Mikrofertigung und der Mikrochirurgie eingesetzt werden. Der Mini-Käfer wiegt nur acht Milligramm, während der Wasserläufer 55 Milligramm auf die Waage bringt.

Elektrische Energie per Kaffeetasse erzeugen

Mit dem Arm Strom erzeugen: Ein neuer flexibler TEG ermöglicht das (Foto: nieuws.kuleuven.be/en)

Forscher der Katholischen Universität Löwen um Francisco Molina-Lopez haben einen thermoelektrischen Generator (TEG) gebauen, der flexibel wie ein Band ist und sich um eine Tasse mit heissem Kaffee oder den warmen Arm eines Menschen legen kann. Bisher waren Geräte dieser Art vollkommen starr, sodass sie zerbrachen, wenn sie auch nur ein bisschen verbogen wurden.

Mit KI-gestütztem MIT-Verfahren globale Ernteerträge vorhersagen

Mit Google-Street-View-Bildern fing die Forschungsarbeit an (Fotos: google.com/streetview, mit.edu)

Die weltweiten Ernteerträge lassen sich dank eines neuen Verfahrens von Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) künftig einfacher und genauer ermitteln als bisher. Das ist wichtig für die Planung etwa von Nahrungsmittelhilfen für Länder, die von Dürren oder anderen Naturkatastrophen heimgesucht werden. Nun lassen sich Pflanzenarten, die auf den Feldern wachsen, bestimmen, ohne dass Flugzeuge oder Drohnen mit Kameras losgeschickt werden respektive Menschen vor Ort nachschauen müssen, was auf den Äckern wächst.

Quantenverschränkung trotzt auch der Schwerelosigkeit

In der Schwerelosigkeit (© novespace)

Dass Quantenverschränkung auch der Schwerelosigkeit trotzt, konnten jetzt Forscher der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der TU Wien bei einem Flug mit der Europäischen Weltraumagentur erfolgreich nachweisen. Ihr Quantensystem war so robust gebaut, dass selbst wechselnde Gravitation und Vibrationen währende des Fluges keine Auswirkungen auf die Quantenverschränkung hatten.

Kurzkommentare entlarven Fake News besser

Wahr versus falsch: Korrekturen können vor Fake News warnen (Bild: OpenClipart-Vectors, pixabay.com)

Knapp gehaltene, korrigierende Kommentare von Fremden können Social-Media-Nutzern dabei helfen, falsche Informationen zu erkennen. Das haben Forscher der University of Exeter, der Universität Zürich und Experten der US-Hochschulen Davidson College und dem University of Utah nachgewiesen.

Forscher drucken massgeschneiderte Knorpel

Logo der Technischen Universität Wien aus Knorpelzellkügelchen (Foto: tuwien.at)

Forscher der Technischen Universität Wien haben mithilfe eines Präzisions-3D-Druckverfahrens winzige, poröse Kügelchen aus biologisch verträglichem und abbaubarem Kunststoff erzeugt, in denen sie Knorpelzellen ansiedeln. Diese Kügelchen mit einem Durchmesser von nur einem Drittel Millimeter lassen sich in beliebiger Geometrie anordnen - angepasst an das Gelenk, das geheilt werden soll. Es entsteht ein lückenloses lebendes Gewebe, heisst es aus der österreichischen Hauptstadt.

Sensortechnologie macht Schatten zum Gamechanger

Eric Grenet (links) und Edoardo Franzi erhielten den CSEM Inventor Award 2024 für ihre Erfindung der 'Spacecoder-Technologie' (© CSEM)

Wo Licht ist, findet sich auch Schatten – ein Umstand, den sich Forschende des CSEM (Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique) mit Hauptsitz in Neuenburg auf innovative Art und Weise zunutze machen. Mit der sogenannten "Spacecoder"-Technologie haben sie ein ausgeklügeltes System entwickelt, das massgeschneiderte Algorithmen und einen optischen Sensor verwendet, der das Licht registriert, das durch eine speziell angefertigte Schattenmaske fällt.

Wandverkleidungen per 3D-Druck herstellen

Gedruckte Elemente für die Architektur: Sie kommen nun aus dem 3D-Drucker (Foto: chalmers.se)

Raumteiler, Jalousien, Akustikelemente zur Schalldämpfung und Wandverkleidungen im Trockenbau lassen sich künftig energiesparend aus nachwachsenden Rohstoffen und zwar per 3D-Druck herstellen. Malgorzata Zboinska von der Technischen Universität Chalmers hat mit ihrem Team das 3D-Druckverfahren und die zugehörige Tinte entwickelt, aus der die Elemente entstehen. Konkret wurden Nanozellulosefasern aus Abfällen von Sägewerken und Papierfabriken, Wasser und das algenbasierte Material Alginat für die Tinte vermischt.

Autonomer Roboter saniert Erdgas-Pipelines

Erdgas-Pipeline-Roboter bei der nun kostengünstigen Inspektionsarbeit (Foto: cmu.edu)

Forscher der Carnegie Mellon University (CMU) haben ein neues autonomes Robotersystem zur Sanierung betagter Erdgas-Pipelines entwickelt, mit dem Reparaturen zu einem Bruchteil der heute üblichen Kosten möglich sind. Bisher müssen bei Lecks oder anderen Schäden Rohrabschnitte aufwendig freigelegt werden, um die löchrigen Segmente auszutauschen. Umgerechnet 5,75 Mio. Euro pro Kilometer kommen da schnell zusammen.

Drohnenkamera dreht Filme notfalls alleine

Drohne mit neuem Kamerasystem bei der Filmarbeit (Foto: Laurent Schmidt, pixabay.com)

Regisseure und Naturschützer haben jetzt neue Möglichkeiten, Drohnen mit Kameras zu nutzen. Sie werden mit einer Software ausgestattet, die Regie-Anweisungen versteht und umsetzt. Das Steuerprogramm "CineMPC" haben Forscher der Universität Saragossa und der Stanford University entwickelt. Es basiert auf einer völlig autonomen Drohne mit Filmkamera, die mehrere Ziele autonom filmen und dennoch den Anweisungen eines Regisseurs folgen kann.

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