Forschung & Entwicklung

Superschneller "Lichtschalter" für künftige Autos und Computer

Optisches Netzwerk mit elektrooptomechanischen Schaltern: Je nach Spannung lenken die Schalter einen Lichtstrahl entweder um 90 Grad ab (vorne links) oder lassen ihn ungestört im Wellenleiter passieren (vorne rechts). (Bild: Christian Haffner et al.)

Lichtstrahlen schnell zu schalten, ist in vielen technischen Anwendungen wichtig. ETH-​Forschende haben jetzt einen "elektrooptomechanischen" Schalter für Lichtstrahlen entwickelt, der deutlich kleiner und schneller ist als heutige Modelle. Bedeutsam ist das für selbstfahrende Autos und optische Quantentechnologien.

Mini-Chip spart Energie dank "Winterschlaf"

Chip: "Winterschlaf" spart Strom (Foto: D. Baillot/jacobsschool.ucsd.edu)

Forscher der University of California in San Diego haben einen winzigen Chip entwickelt, mit dem sich Module in Geräten in eine Art "Winterschlaf" versetzen lassen, aus dem sie nur dann "aufwachen", wenn sie geweckt werden. In Haushalten, die mit vernetzten Geräten ausgestattet sind, wird das Kommunikationsmodul des Kühlschranks beispielsweise erst dann aufgeweckt, wenn eine Bestellung nötig ist. Das spart Strom und verlängert die Betriebszeiten der Geräte.

Mehr als 100 organische Transistoren gedruckt

So sehen gedruckte organische Schaltkreise aus (Foto: Thor Balkhed)

Forscher der Linköping University haben zusammen mit Kollegen der Research Institutes of Sweden (RISE) elektronische Schaltkreise mit mehr als 100 organischen Transistoren gedruckt. "Das ist ein entscheidender Schritt für eine Technik, die vor mehr als 17 Jahren an der Linköping University entwickelt worden ist", sagt Magnus Berggren, Professor für organische Elektronik und Direktor des Labors für organische Elektronik (LOE) an der Hochschule.

Neues Josef Ressel Zentrum zum Thema Blockchain an der FH St. Pölten eröffnet

Das neue Josef Ressel Zentrum in St. Pölten fokussiert das Thema Blcokchain (Bild: Fotolia/ Enzozo)

An der Fachhochschule St. Pölten ist das neue Josef Ressel Zentrum für Blockchain-Technologien & Sicherheitsmanagement eröffnet worden. Die Einrichtung soll künftig Aspekte der IT-Sicherheit rund um den Einsatz von Blockchains erforschen sowie neue Anwendungsfelder für die Technik entwickelt. Darüber hinaus sollen und Unternehmen bei der Blockchain-Einführung beraten werden. Die FH St. Pölten koordiniert das Zentrum, FirmenpartnerInnen sind die Unternehmen SEC Consult, Capacity Blockchain Solutions und CPB Software (Austria).

Auf dem Weg zu intelligenten Mikrorobotern

Laura Heyderman (links) und Tian-Yun Huang (Mitte) betrachten ein Modell des Origami-Vogels, während Jizhai Cui den echten Mikroroboter unter einem Mikroskop beobachtet. Was er dort sehen kann, zeigt das Video, das die Forschenden gemacht haben. (Foto: Paul Scherrer Institut/Mahir Dzambegovic)

Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und der ETH Zürich haben eine Mikromaschine entwickelt, die unterschiedliche Aktionen ausführen kann. Dafür werden zuerst Nanomagnete in Bauteilen des Mikroroboters magnetisch programmiert und die verschiedenen Bewegungen dann durch Magnetfelder gesteuert. Solche nur wenige Mikrometer messende Maschinen könnten beispielsweise im menschlichen Körper eingesetzt werden, um kleine Operationen durchzuführen.

EPFL-System spart 4.000 Kilowattstunden

Droople-Sensor für Wasser-Management 2.0 (Foto: epfl.ch, Alain Herzog)

Ein neues Wasser-Management-System spart Energie und Geld, so Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Um es zu vermarkten, haben die Experten das Startup Droople gegründet, das bereits einen Kunden hat. Das Montreux Jazz Café, das die EPFL auf dem Campus betreibt, hat mit dem System seinen Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung um jährlich 4.000 Kilowattstunden reduziert.

Neuer Laufroboter bewegt sich synchron zum Menschen

Laufroboter: Imitiert menschliche Bewegung (Foto: youtube.com, João Luiz Ramos)

Forscher der University of Illinois und dem Massachusetts Institute of Technology haben mit "Little Hermes" einen Laufroboter entwickelt, der in Echtzeit die Bewegungen eines Menschen imitiert. Indem der Mensch physisches Feedback erhält, wenn der Roboter berührt wird, sind seine Bewegungen komplett synchron mit denen der Maschine. Dadurch erhält der Roboter menschenartige Reflexe und kann die Balance besser halten.

Gesichtserkennung versagt bei Transgender

Scan: Frauen werden am besten erkannt (Foto: colorado.edu, M. Klaus Scheuerman)

Mit Transgender-Personen, deren Geschlechtsidentität und äusserliche Merkmale sich oft nicht eindeutig als männlich oder weiblich charakterisieren lassen, haben die Gesichtserkennungs-Programme gravierende Probleme. Solche Menschen werden im Schnitt in mehr als einem Drittel der Fälle nicht korrekt erkannt, wie eine Studie von Forschern der University of Colorado Boulder aufzeigt. Schuld sind "veraltete Stereotype", wie deren Autoren kritisieren.

Bio-Chip misst Verletzungen von Gewebe

Neuer Bio-Chip der TU Wien für individualisierte Medizin (Foto: tuwien.at)

Forscher der Technische Universität Wien (TU Wien) haben eine inzwischen patentierte Methode entwickelt, Gewebe in scheckkartengrossen Bio-Chips zu züchten und auf genau definierte Weise mechanischem Stress auszusetzen. Das ermöglicht nicht nur wichtige Grundlagenforschung über Gewebsverletzungen, es öffnet auch die Tür zu besserer individualisierter Medizin: Im Laborversuch lässt sich etwa ausprobieren, welche Medikamente für eine bestimmte Person am besten sind.