Forschung & Entwicklung

Wearable-Displays werden gut waschbar

Textil-Display: Feuchtigkeit ist kein Problem (Foto: KAIST)

Für in Kleidung integrierte Wearable-Elektronik ist der Waschtag oft ein Problem, da weder Schaltkreise noch Batterien Feuchtigkeit mögen. Forscher am Korea Advanced Institute of Science and Technology (Kaist) haben dieses Problem jetzt gelöst. Ihre smarten Kleidungsstücke versorgen sich selbst mit Energie und sind waschbar. Kyung Cheol Choi, Professor für Elektrotechnik am Kaist, hat in normale Textilien Kunststoff-Solarzellen und organische Leuchtdioden (OLEDs) integriert. Der Stoff wird zum Display.

Neues Verfahren ermöglicht perfekte Quantenpunkte

So stellen sich Künstler das neue Prüfverfahren vor (Grafik: Ella Marushchenko)

Niederländische und amerikanische Forscher haben eine neue Technik entwickelt, mit der sich das Innenleben sogenannter Quantenpunkte überprüfen lässt. Quantenpunkte bestehen typischerweise aus 1.000 bis 10.000 Atomen eines Halbleiters, der in einen anderen eingebettet ist. Sie gelten als Nachfolger der Mikroelektronik, genauer des Transistors. Mit Quantenpunkten werden sich weit kleinere elektronische Schaltungen realisieren lassen als mit der heutigen Elektronik.

3D-Druck von Teilen aus zwei Materialien

Digitale Vorlage (links) und spätere 3D-Druck-Produkte (Foto: Boydston/Schwartz)

US-Chemiker A.J. Boydston von der University of Wisconsin-Madison und seine Doktorandin Johanna Schwartz haben ein neues Verfahren entwickelt, mittels dem ein 3D-Drucker Teile aus zwei Materialien herstellt. Hierzu wird Licht in unterschiedlichen Frequenzen zum Aushärten der jeweiligen Region genutzt. Die verwendete Druckertinte enthält zwei unterschiedliche Kunststoffe. Der eine härtet aus, wenn er von ultraviolettem Licht getroffen wird, der andere reagiert so auf sichtbares Licht.

Roboterbein lernt selbstständiges Laufen

Neuartiger Katzenroboter mit selbstlernenden Beinen (Foto: Matthew Lin)

Forscher der Ingenieurschule an der University of Southern California haben ein Roboterbein entwickelt, das selbstständig lernt, wie es sich bewegen muss. Dazu setzten sie auf Künstliche Intelligenz und elastische Bänder, die tierischen Sehnen - ähnlich denen bei Giraffen - nachempfunden sind. In dieser Kombination lernt das Roboterbein, das Gleichgewicht wiederzufinden, wenn es gestolpert ist. Die Bewegungen, die dazu nötig sind, waren zuvor nicht einprogrammiert worden. Das Bein bringt es sich selbst bei.

Schwarmdenken für Roboter durch Hybridchips

Computer mit Schwarmintelligenz im Test (Foto: Allison Carter, gatech.edu)

Ein Chip, der extrem wenig Strom verbraucht und der Funktionsweise des menschlichen Gehirns ähnelt, verleiht kleinen Robotern die Fähigkeit, im Team zu arbeiten und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Laut Arijit Raychowdhury vom Georgia Institute of Technology und seinem Team können Roboter, die mit diesem Chip sowie stromsparenden Sensoren, Motoren und anderen Geräten ausgestattet sind, stundenlang zusammenarbeiten statt wie bisher nur einige Minuten lang.

Graphen als Basis smarter Kleidung

Intelligente Kleidung gefällt auch Mountainbikern (Symbolbild: Pixabay/Alexas Fotos)

Forscher der University of Manchester haben Garne auf Basis von Graphen hergestellt. Graphen ist eine Folie, die nur so dick ist wie ein einziges Kohlenstoffatom. Diese sind bienenwabenförmig angeordnet. Das Material ist fester als alles andere, was es auf der Welt gibt. Es ist Ausgangsmaterial für elektronische Schaltkreise, extrem flexibel und widerstandfähig gegen die meisten Chemikalien.

Vierbeiniger Roboter macht Rückwärtssaltos

Roboter und Forscher: kleines Gerät für grosse Tricks (Foto: Bryce Vickmark, MIT)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben mit dem "Mini Cheetah" den laut Hochschule ersten vierbeinigen Roboter vorgestellt, der einen Rückwärtssalto stehen kann. Das kompakte, eigentlich sehr robuste Modell soll aber nicht nur mit akrobatischen Fähigkeiten punkten, sondern auch mit seinem modularen Aufbau. Der macht es nämlich leicht, den Roboter wieder auf Vordermann zu bringen, wenn er bei einem Stunt doch mal zu Schaden kommt.

Handschuh steuert tausende Kilometer entfernte Roboterhand

Teleoperation: Handschuh steuert Roboterhand (Foto: shadowrobot.com)

Bewegungen lassen sich neu mittels haptischem Handschuh in höchster Präzision auf eine Roboterhand übertragen. Das soll selbst dann problemlos funktionieren, wenn die Entfernung tausende Kilometer beträgt, wie aus einem aktuellen Forschungsbericht hervorgeht. Der Ansatz ist vom Unternehmen HaptX in Zusammenarbeit mit den beiden Firmen Shadow Robot und Syntouch entwickelt worden.

"Horizon 2020": EU unterstützt vier Pilotprojekte im Bereich Cybersicherheit

Cybersicherheit: EU unterstützt vier Pilotprojekte (Bild:Eset)

Die EU investiert im Forschungsprogramm "Horizon 2020" mehr als 63,5 Millionen Euro in vier Pilotprojekte im Bereich Cybersicherheit. Damit sollen die Grundlagen für den Aufbau eines europäischen Netzwerks von Cybersecurity-Zentren geschaffen und die Forschung in diesem Bereich gestärkt werden, teilte die EU-Kommission mit. Die vier Projekte (Concordia, Echo, Sparta, Cybersec4Europe) sollen eng zusammenarbeiten und sich koordinieren.