Drohne "BentiX" erkundet Unterwasserwelt

Prototyp der neuartigen Unterwasserdrohne "BentiX" beim Tauchgang (Foto: bit.ly/3ruu7CT)

Das 1.000 Dollar teure Unterwassergefährt "BentiX" von Entwickler Nicolas Boraccino von der Universität Lille ist 30 Zentimeter lang, 25 Zentimeter breit und 15 Zentimeter hoch. Das Gerät wiegt fünf Kilogramm. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter versucht der Ingenieur derzeit, ein Startkapital in Höhe von 50.000 Euro einzusammeln.

Neue KI-Modelle lernen bald an Edge-Geräten

Modell für maschinelles Lernen auf Edge-Geräten: ermöglicht Anpassung an neue Daten (Bild: mit.edu)

Dank einer neuen Technik lernen KI-Modelle künftig kontinuierlich aus neuen Daten auf intelligenten Edge-Geräten wie Smartphones und Sensoren. Damit lassen sich Energiekosten und Datenschutzrisiken verringern. Die Technik entwickeln Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und des MIT-IBM Watson AI Lab. Details werden in wenigen Wochen an der "Conference on Neural Information Processing Systems" präsentiert.

Passgenaue Sensoren per 3D-Druck erstellt

Roboter: Sensoren für künftige Maschinen effizienter herstellbar (Bild: pixabay.de/TheDigitalArtist)

Mit einem neu entwickelten 3D-Druckverfahren lassen sich bald massgeschneiderte Sensoren für Roboter, Herzschrittmacher und andere Geräte herstellen. Diese lassen sich zur günstigen Fertigung passender elektronischer "Maschinen" in Insektengrösse nutzen, die neue Anwendungen in der Robotik, medizinischen Geräten und anderen Bereichen ermöglichen. Das Verfahren kann den Forschern der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) zufolge die Herstellung kundenspezifischer mikroelektromechanischer Systeme (MEMS) auf Chipbasis grundlegend verändern.

3D-Druck von Salzgerüsten für Industriezwecke

3D-gedruckte Leichtbauteile aus verschiedenen Materialien (Foto: Daniel Winkler Fotografie, ethz.ch)

Forscherinnen der ETH Zürich (ETHZ) haben ein neues 3D-​Druckverfahren zur Herstellung von hochporösen Leichtmetall-​Bauteilen für eine industrielle Nutzung weiterentwickelt. Laut dem in "Advanced Materials" publizierten Fachbeitrag konnte das Verfahren so modifiziert werden, dass sich nun noch komplexere Salzgerüste mit feineren Poren erzeugen lassen. Die Porengrösse sinkt damit von 0,5 auf 0,1 Millimeter.

Lithium-Schwefel-Batterien in greifbarer Nähe

Pyrit oder Katzengold: Das ist eine Quelle für Schwefel (Foto: Stefan Schweihofer, pixabay.com)

Forscher um Jong-Sung Yu vom Daegu Gyeongbuk Institute of Science and Technology (DGIST) sind leistungsfähigen und vor allem stabil funkltionierenden Lithium-Schwefel-Batterien einen Schritt näher gekommen. Sie haben das Reagieren von Polysulfid - einer Schwefelverbindung, die sich beim Laden und Entladen der Batterie bildet - mit Lithium, das die Kathode schnell aufzehrt, verhindert.

Weltweit erste autonome Fähre legt ohne Steuermann ab

Milliampere 2: Kleine Hightech-Fähre ist bereit zum Ablegen (Foto: Kai T. Dragland, ntnu.edu)

Die weltweit erste autonom fahrende, elektrisch angetriebene Personenfähre "Milliampere 2" transportiert Menschen über den Hauptkanal der norwegischen Stadt Trondheim. Entwickelt worden ist sie von Forschern der Norwegian University of Science and Technology (NTNU). Die Fähre bietet 20 Passagieren Platz, darf aber derzeit nur zwölf Personen befördern. Sie ist Nachfolgerin der viel kleineren Fähre "Milliampere 1", deren Betrieb die technische Ausrüstung der Nachfolgerin entscheidend beeinflusst hat.

Bakterienwachstum liefert sichere Kodierung

So sieht ein von künstlichen Bakterien verschlüsselter Buchstabe aus (Bild: bme.duke.edu)

Ein neues Verschlüsselungsverfahren von Forschern um Lingchong You von der Duke University nutzt simuliertes Bakterienwachstum, basierend auf spezifischen Anfangsbedingungen. Jeder Buchstabe und jedes Zeichen wird demnach einem Bild zugeordnet, das einem QR-Code ähnelt. Nur Empfänger, die die spezifischen Anfangsbedingungen kennen, können derart verschlüsselte Botschaften entziffern.

Platin gegen den Stromhunger von Chips

So nutzt der Strom die 'Trittsteine' aus Platin (Illustration: international.postech.ac.kr)

Die Schalteffizienz von Oxid-Halbleiter-Bauelementen lässt sich durch Platin-Nanopartikel maximieren und damit der Stromverbrauch entscheidend senken, wie Forscher um Junwoo Son und Minguk Cho vom Institut für Materialwissenschaften der Pohang University of Science & Technology (Postech) sagen. Son vergleicht die Technik mit Trittsteinen, die in Bächen liegen, um Fussgängern das Überqueren mit trockenen Füssen zu ermöglichen. Die Nanopartikel seien die Trittsteine, die den Elektronen, also dem elektrischen Strom, den Weg erleichtern und damit den Energieverbrauch senken.

Papier-Drucksensor nach Origami-Art gebaut

Die Innereien des neuartigen Drucksensors aus Papier (Bild: Neha Sakhuja, cense.iisc.ac.in)

Drucksensoren zur optimalen Steuerung vieler Prozesse lassen sich statt aus Metallen und Kunststoffen auch aus Papier herstellen, wie ein Team um Navakanta Bhat vom Centre for Nano Science and Engineering (CeNSE) in zeigt. Der Sensor besteht aus gewellten Papierstreifen, die mit Zinnmonosulfid (SnS) beschichtet und zu einer mehrschichtigen Architektur aufgestapelt sind. SnS ist ein Halbleiter, der unter bestimmten Bedingungen Strom leitet.

Ein Drohnenschwarm für Bauarbeiten und Reparaturen

Bild: Empa

Ein internationales Forschungsteam um den Drohnenexperten Mirko Kovac von der Empa (Schweiz) und vom "Imperial College London" hat sich Bienen zum Vorbild genommen, um einen Schwarm kooperativer Drohnen zu entwickeln. Unter menschlicher Kontrolle drucken die Flugroboter in Teamarbeit 3D-Materialien für den Bau oder die Reparatur von Strukturen, wie die Wissenschaftler in der Titelgeschichte der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" berichten.

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