Forschung & Entwicklung

Schallwellen treiben neuen Mikroroboter an

Größenvergleich: Mikroboter neben US-Penny (Foto: Allison Carter, gatech.edu)

Gerade einmal so gross wie die weltweit kleinste Ameise ist ein ganz besonderer Roboter, den Forscher am Georgia Institute of Technology mit einem 3D-Drucker hergestellt haben. Er bewegt sich ohne interne Energieversorgung, also ohne Batterie oder sonstige Speicher. Alleinig Vibrationen sind seine Energiequelle, die etwa von Tönen aus einem kleinen Lautsprecher kommen.

Autopilot mit "Augen" landet erstmals Flugzeug

Blickwinkel des Autopiloten: Automatische Landung (Foto: TU Braunschweig)

Ein Forschungsteam an der Technischen Universität München (TUM) hat einen Flugzeug-Autopiloten entwickelt, der mit optischer Unterstützung automatisch landen kann. Er braucht dabei keine Hilfe von bodengebundenen Systemen. Mit Kameras sieht der Autopilot die Landebahn, gleicht die visuellen Informationen mit GPS-Daten ab und schafft eine präzise Landung. "Gerade für zukünftige Aufgaben der Luftfahrt ist eine automatische Landung essentiell", sagt Martin Kügler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Flugsystemdynamik der TUM.

Eye-Tracking-Brille fokussiert automatisch

Die Autofocals-Brille bei ersten Testversuchen (Foto: Stanford University)

Forscher der Stanford University haben eine neuartige Brille entwickelt, die die Augenbewegungen ihres Trägers registrieren und dabei jederzeit automatisch jene Objekte scharfstellen kann, die gerade betrachtet werden. Das Gerät, das den Namen "Autofocals" trägt, soll in Zukunft all jenen Menschen eine Hilfe sein, denen es schwer fällt, abwechselnd Objekte in der Nähe und in der Ferne scharf zu sehen. Diese Augenschwäche, die Ärzte als Presbyopia bezeichnen und die sich durch bifokale Brillen nur teilweise beheben lässt, betrifft weltweit über eine Mrd. Menschen.

Jellyfishbot: Winziger Roboter ahmt Qualle nach

Jellyfishbot (Bild: Max-Planck-Institut)

Ein Roboter, der wie eine Qualle aussieht und sich auch so bewegt, ist von einem Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart rund um Metin Sitti vorgestellt worden. Der fünf Millimeter kleine "Jellyfishbot" ist nicht kabelgebunden und verfügt wie sein natürliches Vorbild über eine schirmförmige Glocke und nachziehende Tentakel.

Mikro-Motor baut sich selbst zusammen

'Gehender' Motor: Setzt sich selbst zusammen (Foto: Will Langford/MIT)

Ein Forschungsteam des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat ein Set von winzigen Roboterteilen entwickelt, die sich selbst zu verschiedenen Werkzeugen zusammensetzen können. Unter anderem formen sie einen "gehenden" Motor, der sich über Oberflächen bewegen und Maschinen antreiben kann. Die verschiedenen Konfigurationen der Teile sind in der Lage, unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen und ihre Form beliebig zu verändern.

Universität Innsbruck nimmt an "IBM Q Network" teil

Haupteingang der Universität Innsbruck (Bild: Wikipedia/ Machno/ CC)

Die Universität Innsbruck kooperiert mit dem Quantencomputer-Netzwerk von IBM (IBM Q Network). Sie ist eine von mehreren europäischen Unis und Forschungseinrichtungen, die neue Partner der Initiative sind. Die Innsbrucker Physiker planen, im Netzwerk u.a. an Quantenalgorithmen, Quantencomputern, Quantenoptimierung, Simulationen und Quantennetzwerken zu arbeiten, teilte IBM mit.

Forscher nutzen künstliche Intelligenz zur Krebs-Prognose

Das imCMS Modell (Bild: Universitätsspital Zürich)

Für die molekulare Tumorklassifizierung und die Prognose bei Patienten mit Dickdarmkrebs setzen Forscher des Universitätsspitals Zürich künftig auf künstliche Intelligenz. Zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Oxford haben sie eine Methode entwickelt, bei der Computer digitale Gewebebilder analysieren und Informationen über den molekularen Subtyp des Tumors liefern.

Neuronales Netzwerk macht täuschend echte Bilder

GANpaint: Links das Original, rechts wurden Fenster eingebaut (Foto: mit.edu)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben gemeinsam mit IBM ein neuronales System entwickelt, das Fotos manipulieren und dabei trotzdem noch realistisch aussehen lassen kann. Die Anwendung namens "GANpaint Studio" kann einem Foto Objekte hinzufügen oder die Grösse von bestehenden Objekten verändern, ohne dass man die Bearbeitung auf den ersten Blick erkennt.

Forscher züchten Mini-Gehirne im Labor

Mini-Gehirne: im Labor gezüchtet (Foto: kyoto-u.ac.jp/en)

Forscher der Kyoto University haben Mini-Gehirne im Labor gezüchtet. Das generierte Gewebe verfügt über funktionale neuronale Netzwerke. Zum Einsatz kamen pluripotente Stammzellen. Diese besitzen die Fähigkeit, sich zu Zellen der drei Keimblätter - Ektoderm, Entoderm und Mesoderm - sowie der Keimbahn eines Organismus zu entwickeln.