Hohlfaser überträgt Signale ohne Rauschen

Skizze des optischen Hohlfaserleiters in neuem Design (Grafik: A. Iyer, ucf.edu)

Forscher der University of Central Florida haben einen hohlen, luftgefüllten Lichtwellenleiter entwickelt, der das Rauschen deutlich reduziert. Damit gemeint sind Störungen, die das Signal überlagern und es verfälschen. Beim Empfänger kommt dann nur noch Datensalat an. Um das zu verhindern, werden die Signale nach einer gewissen Laufstrecke verstärkt. Wird das Rauschen weitgehend unterdrückt, müssen die Signale seltener verstärkt werden.

Glasscheibe wird zum Öko-Lautsprecher

Ammos: Lautsprecher mit klingender Scheibe (Foto: tudelft.nl/en)

Industriedesigner der Technischen Universität Delft haben mit "Ammos" ein Home-Audio-System mit weltweit einmaligen Lautsprechern realisiert. Diese bestehen aus gerahmten Glasscheiben, die in einer liegenden dreieckigen Säule stecken. Die Scheibe schafft ein Frequenzspektrum von 200 bis 20.000 Hertz. Damit auch die tiefen Töne gut wiedergegeben werden, haben die Studenten den Lautsprechern noch konventionelle Subwoofer spendiert, die für die Frequenzen zwischen 20 und 200 Hertz zuständig sind.

Deutsche Cyberagentur fährt Arbeit langsam hoch

Die neue Cyberagentur des Bundes fährt in Halle langsam ihre Arbeit hoch. Im September habe der erste Mitarbeiter seinen Job angetreten, sagte Forschungsdirektor Christoph Igel. Die nächsten sollen zeitnah folgen. Bis Jahresende könnten im besten Fall 20 der geplanten 100 Stellen besetzt sein. Dabei sucht die Agentur für Innovationen in der Cybersicherheit nicht nur nach Ingenieuren. Auch Theologen, Philosophen oder Hacker seien willkommen, sagte Igel.

Flache MIT-Linse ermöglicht Panoramabilder

Panoramabilder mit einer flachen Linse werden möglich (Symbolbild: mit.edu)

Eine hauchdünne, völlig flache gläserne Linse, mit der sich 180-Grad-Panoramabilder machen lassen, haben Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt. Normalerweise sind derartige Fischaugenobjektive sperrig und dick, weil sie aus vielen Linsen mit unterschiedlichen Brechungsindizes bestehen. Da sie so komplex aufgebaut sind, ist die Herstellung sehr teuer.

Weltweit kleinster Ultraschalldetektor entwickelt

Siliziumchip mit Detektoren (Foto: Roman Shnaiderman, helmholtz-muenchen.de)

Den weltweit kleinsten Ultraschalldetektor auf Basis miniaturisierter optischer Schaltkreise, die auf der Oberfläche eines Siliziumchips angebracht sind, haben Forscher des Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München entwickelt. Der Silizium-Wellenleiter-Etalon-Detektor (SWED) ist 100 Mal kleiner als ein durchschnittliches menschliches Haar und visualisiert deutlich kleinere Details, als dies zuvor möglich war. Das ermöglicht eine ultrahochauflösende Bildgebung.

IBM will bis 2023 einen Quantencomputer mit mehr als 1000 Qubits fertig haben

IBM Quantum (© Michael Kiess)

Auf dem aktuell stattfindenden IBM Quantum Summit hat Big Blue konkrete Pläne für die nächsten Entwicklungsschritte bei seinen Quantencomputer vorgestellt: Bis in drei Jahren werde ein System mit dem Projektnamen IBM Quantum Condor mit mehr als 1000 Qubits verfügbar sein, so der IT-Riese. Das System befinde sich bereits in der Entwicklung und werde mit seinen voraussichtlich 1121 Qubits das leistungsstärkste seiner Art sein, heisst es in einem Communiqué dazu.

3D-Stadtmodell hilft bei Naturkatastrophen

Digitales Stadtmodell: Hilft bei Katastrophen (Foto: TU Eindhoven)

Forscher an der Technischen Universität Eindhoven haben ein digitales dreidimensionales Stadt-Modell namens "PS-Crimson" entwickelt, das bei der Organisation von Rettungsmassnahmen im Fall von Naturkatastrophen hilft. Das Modell stellt schnell den genauen Ort eines Zwischenfalles fest und berechnet seine Auswirkungen. Testläufe fanden bereits in Eindhoven und Vancouver statt, wo ein Erdbeben simuliert wurde.

Neue Methode schützt Quantencomputer vor Ausfällen

Neu entwickelte Techniken sorgen dafür, dass der Verlust von einzelnen Qubits den Quantencomputer nicht aus dem Tritt bringt (© Uni Innsbruck/Harald Ritsch)

Quanteninformation ist fragil, weshalb Quantencomputer in der Lage sein müssen, Fehler zu korrigieren. Was aber, wenn ganze Qubits verloren gehen? Forscher der Universität Innsbruck präsentieren in Zusammenarbeit mit Kollegen der RWTH Aachen und der Universität Bologna in der Fachzeitschrift Nature nun eine Methode, mit der Quantencomputer auch dann weiterrechnen können, wenn sie einige Qubits verlieren.

Computer-Tool lernt Holzanatomie hochpräzise

Holz-Querschnitt: Originalbilder (oben) und Computer-Sicht (Fotos: LIACS)

Für die Strafverfolgung illegaler Abholzung bedarf es einer genauen Identifikation von Hölzern. Doch entsprechende Experten, sogenannte Holzanatomen, sind rar. Daher arbeiten Informatiker des Leiden Institute of Advanced Computer Science (LIACS) mit dem Naturalis Biodiversity Center und internationalen Experten an einem Computer-Tool, das Holzanatomie lernt, um dann Hölzer präziser als je zuvor zu bestimmen.

Bewerbungsgespräch auf Zoom und Co unfair

Video-Call: Für Jobanwärter ist das oft ein Nachteil (Foto: pixabay.com, Tumisu)

Arbeitgeber bewerten Jobanwärter schlechter, wenn sie anstelle eines persönlichen Treffens in einem virtuellen Bewerbungsgespräch mit ihnen reden. In Zeiten der Coronavirus-Krise finden Job-Interviews häufig auf Video-Chat-Apps wie Zoom oder Microsoft Teams statt. Laut einer Studie der Missouri University of Science and Technology ist das aber ein Nachteil für Bewerber.

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