Forschung & Entwicklung

Vierbeiniger Roboter macht Rückwärtssaltos

Roboter und Forscher: kleines Gerät für grosse Tricks (Foto: Bryce Vickmark, MIT)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben mit dem "Mini Cheetah" den laut Hochschule ersten vierbeinigen Roboter vorgestellt, der einen Rückwärtssalto stehen kann. Das kompakte, eigentlich sehr robuste Modell soll aber nicht nur mit akrobatischen Fähigkeiten punkten, sondern auch mit seinem modularen Aufbau. Der macht es nämlich leicht, den Roboter wieder auf Vordermann zu bringen, wenn er bei einem Stunt doch mal zu Schaden kommt.

Handschuh steuert tausende Kilometer entfernte Roboterhand

Teleoperation: Handschuh steuert Roboterhand (Foto: shadowrobot.com)

Bewegungen lassen sich neu mittels haptischem Handschuh in höchster Präzision auf eine Roboterhand übertragen. Das soll selbst dann problemlos funktionieren, wenn die Entfernung tausende Kilometer beträgt, wie aus einem aktuellen Forschungsbericht hervorgeht. Der Ansatz ist vom Unternehmen HaptX in Zusammenarbeit mit den beiden Firmen Shadow Robot und Syntouch entwickelt worden.

"Horizon 2020": EU unterstützt vier Pilotprojekte im Bereich Cybersicherheit

Cybersicherheit: EU unterstützt vier Pilotprojekte (Bild:Eset)

Die EU investiert im Forschungsprogramm "Horizon 2020" mehr als 63,5 Millionen Euro in vier Pilotprojekte im Bereich Cybersicherheit. Damit sollen die Grundlagen für den Aufbau eines europäischen Netzwerks von Cybersecurity-Zentren geschaffen und die Forschung in diesem Bereich gestärkt werden, teilte die EU-Kommission mit. Die vier Projekte (Concordia, Echo, Sparta, Cybersec4Europe) sollen eng zusammenarbeiten und sich koordinieren.

Forscher entwickeln "Wunderhaut" für Roboter

Konzept: neue Haut ist dehnbar und stark zugleich (Foto: ncsu.edu)

Forscher der North Carolina State University haben eine elastische Haut für Roboter entwickelt. Das Material besteht aus Fäden, die im Inneren einen Kern aus Gallium-Metall tragen, umgeben von einer Polymerschicht. Unter Stress haben die Fäden die Stärke des Kerns. Bricht das Metall dagegen, so absorbiert die Polymerschicht die Verrenkungen in den Brüchen. Dadurch funktioniert die Haut ähnlich wie der menschliche Körper bei Knochenbrüchen.

Schallwellen unterstützen Quantenkommunikation

Beobachtung: Röntgenbilder der Schallwellen aufgenommen (Foto: anl.gov)

Forscher der University of Chicago haben mit Kollegen des Argonne National Laboratory verschiedene Quantentechnologien mithilfe von Schallwellen kommunizieren lassen - ein Schritt, um die Technologie der Realität näherzubringen. Eine anhaltende Herausforderung besteht vor allem im Informationstransfer zwischen verschiedenen Arten von Technologien wie etwa Quantenspeichern und Quantenprozessoren.

Sub-Terahertzwellen leiten fahrerlose Autos

So sieht der Sub-Terahertzwellen-Chip im Inneren aus (Foto: mit.edu)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben fahrerlose Autos mit einem zusätzlichen Erkennungssystem ausgestattet, das auf Sub-Terahertzwellen basiert. Deren Frequenzen liegen zwischen Infrarot und Mikrowelle im elektromagnetischen Spektrum. Sie durchdringen mühelos selbst den dichtesten Nebel oder andere Hindernisse, die Radarwellen nicht zuverlässig erkennen, sagen die Forscher.

Ameisenroboter braucht kein Navi mehr

Antbot": Vorbild ist die Wüstenameise (Foto: Julien Dupeyroux, CNRS, AMU)

"Antbot" ist der weltweit erste laufende Roboter, der nicht auf Satellitennavigation wie GPS oder Glonass angewiesen ist, um seinen Weg zu finden. Forscher am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und der Aix-Marseille University (AMU) haben den Sechsbeiner entwickelt. Als Vorbild diente "Cataglyphis", hierzulande als Wüstenameise bekannt. Sie kann hunderte Meter weit laufen, um Futter zu finden. Danach kehrt sie auf direktem Weg zu ihrem Nest zurück, ohne auch nur den kleinsten Umweg zu machen.

Kinder sprechen nur noch mit dem Handy

Symbolbild: Fotolia/Syda Productions

Kinder verbringen doppelt so viel Zeit mit dem Smartphone wie mit Elterngesprächen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Erhebung des britischen Unternehmens CensusWide, die vom Audio-Streaming-Dienstleister Roxi in Auftrag gegeben wurde. Insgesamt verbringen Kinder täglich in etwa drei Stunden und 18 Minuten mit ihren persönlichen Devices. Unterhaltungen mit den Eltern nehmen lediglich eine Stunde und 43 Minuten in Anspruch.

OLEDs: Billiges Kupfer statt teures Iridium

Blau strahlende organische Leuchtdiode (Foto: Mark E. Thompson, usc.edu)

Teures Iridium lässt sich in organischen Leuchtdioden (OLEDs) künftig durch preiswertes Kupfer ersetzen. Das wird den Bau von Displays auf OLED-Basis, wie sie vor allem in hochpreisigen Smartphones von Apple, Samsung und anderen Herstellern sowie in Fernsehern verwendet werden, verbilligen. Und das ohne Einbusse an Bildqualität, so Forscher der University of Southern California (USC).