Prädiabetes jetzt per Smartphone erkennbar

Elektronischer Teststreifen für den Prädiabetes-Test (Foto: Raymond C. Smith, cs.washington.edu)

Smartphone-Nutzer können Prädiabetes künftig über ein neues elektronisches Diagnosegerät von Forschern des Paul G. Allen School of Computer Sciences and Engineering selbst diagnostizieren. In Vorstadien von Diabetes mellitus liegen ein erhöhter Nüchtern-Blutzucker oder eine gestörte Glukosetoleranz vor. Unbehandelt wächst sich diese Vorerkrankung bei 25 Prozent der Betroffenen nach drei bis fünf Jahren zu einer manifesten Diabetes aus. Nach zehn Jahren liegt der Prozentsatz bei rund 50 Prozent. In den USA wissen 80 Prozent nicht Bescheid über ihre Prädiabetes - mit verheerenden Folgen.

"Mader" verhindert fatale Drohnenkollisionen

Drohnenschwarm bei einem Antikollisionstest in einer Versuchshalle des MIT (Foto: mit.edu)

Die neue Software "Mader" von Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) verhindert in Kombination mit einem Navigations- und Kommunikationssystem effektiv unbeabsichtigte Zusammenstösse zwischen Drohnen. Jedes im Schwarm operierende Fluggerät informiert die anderen Mitglieder ständig über den Kurs, der gerade eingeschlagen wurde.

Hightech-Chip 2.0 ermöglicht neue Turbo-KI

Wafer mit Chips der neuen Bauart für KI-Anwendungen (Foto: Joshua Yang, usc.edu)

Joshua Yang von der University of Southern California und Forscherkollegen vom Massachusetts Institute of Technology haben eine neue Generation von Chips für anspruchsvolle Berechnungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) entwickelt. Die neuen Chips haben die höchste Speicherdichte, die laut den Experten je erreicht worden ist. In gleicher Bau- und Materialart haben sie auch Prozessoren geschaffen, in denen das Rechnen stattfindet. Beide elektronische Bauteile befinden sich in einem Chip, daher sind die Wege zwischen Speicher und Datenverarbeitung extrem kurz.

Elektronische Haut nach Art des Tintenfischs

Funktionsprinzip: Neue E-Haut reagiert auf Reize mit E-Signalen und Farbänderung (Bild: Wang et al.)

Forscher Wenbin Niu von der Dalian University of Technology hat die Haut des Tintenfischs als Vorbild für die Entwicklung einer vielseitig nutzbaren elektronischen Haut ausgewählt. Das Ergebnis ist hochflexibel, widerstandsfähig, hält hohe und niedrige Temperaturen aus und besitzt sogar antibakterielle Eigenschaften. Im letztgenannten Aspekt übertrifft sie das Original, so der Experte.

Nano-Tinte schützt Gebäude oder elektronische Geräte vor Überhitzung

Phasenwechseltinten in verschiedenen Ausführungen (Foto: Mohammad Taha, study.unimelb.edu.au)

Mit einer aufsprühbaren Tinte, die Forscher der University of Melbourne entwickelt haben, lassen sich Gebäude und Autos im Sommer vor Überhitzung und im Winter vor Auskühlung schützen. Damit wird Energie gespart. Auch alte Gebäude können so energetisch saniert oder zumindest optimiert werden sowie auch Laptops und andere elektronische Geräte vor Überhitzung bewahrt werden. Es handelt sich um sogenannte Phasenwechselmaterialien, also Werkstoffe, die zwischen den Zuständen Fest und Flüssig pendeln.

Grössere Reichweite für drahtlose Sensoren

Feldtest im Weinbau: Projekt LoRaBridge - grössere Reichweiten für drahtlose Sensoren (© FH St. Pölten/Henri Ruotsalainen)

Smart Homes, Häuser mit unterstützender Technik, verwenden eine Vielzahl an Sensoren für unterschiedlichste Aufgaben. So manche beabsichtigte Funktion scheitert aber an der Reichweite der verwendeten drahtlosen Sensoren. Ein Forschungsprojekt der Fachhochschule St. Pölten arbeitet an einer Technik, um die Reichweiten zu erhöhen.

KI reduziert Abgas und Kosten im Straßenbau

austelle: KI koordiniert den Einsatz von Straßenbaumaschinen (Foto: Siggy Nowak, pixabay.com)

Mittels Künstlicher Intelligenz (KI) wollen Computerwissenschaftler des norwegischen Forschungszentrums Sintef und drei skandinavische Industrieunternehmen die Kosten bei Strassenbau massiv senken und gleichzeitig die Umwelt entlasten. Baumaschinen stehen 40 bis 60 Prozent der Zeit, in der sie im Einsatz sind, mit laufenden Motoren nutzlos herum, so Schätzungen der norwegischen Strassenbau-Industrie. Wenn sie plötzlich benötigt werden, müssen sie umgehend in Aktion treten. Bei grossen Strassenprojekten werden bis zu 200 Maschinen gleichzeitig eingesetzt.

Forscher erzeugen Superstahl per 3D-Druck

Luftbild der APS, die Röntgenstrahlen erzeugt: Superstahl nun druckbar (Foto: anl.gov)

Erstmals ist es Forschern der University of Wisconsin-Madison gelungen, per 3D-Druck komplexe Bauteile aus besonders festem und korrosionsbeständigem Edelstahl herzustellen, der unter dem Kürzel "17-4-PH" bekannt ist. Dieses Material wird für besonders stark belastete Bauteile im Maschinen- und Schiffbau verwendet. Bisher lassen sich nur Formen verwirklichen, die mit klassischen Bearbeitungsmethoden wie Fräsen, Schleifen und Bohren erreichbar sind. Im 3D-Druck, auch additive Fertigung genannt, werden dagegen beliebige Formen möglich.

Gehirnwellen steuern vierbeinigen Roboter

Gehirnwellengesteuerter Roboter im militärischen Einsatz (Foto: army.gov.au)

Mit einem neuartigen Biosensor steuern Forscher der University of Technology Sydney und des Australian Army and Defence Innovation Hub elektronische Geräte allein mit den Gedanken des Nutzers. Tastaturen, Touchscreens und andere Eingabegeräte, einschliesslich Sprachsteuerung, werden überflüssig. Chin-Teng Lin und Francesca Iacopi von der Hochschule lenken auf diese Weise einen vierbeinigen Laufroboter.

Low-Budget-Satellit räumt im Weltall auf

Schleppsegel aus Kapton-Polyimidfolie beschleunigt Satelliten-Rückkehr (Foto: brown.edu)

Ingenieurstudenten der Brown University haben mit "SBUDNIC" einen neuen Satelliten gebaut, der Weltraummüll reduziert und dabei mit 48 Energizer-AA-Batterien und einem 20-Dollar-Mikroprozessor auskommt. Vor etwa zehn Monaten schickten sie ihn an Bord der SpaceX-Rakete von Elon Musk ins Weltall. Der Satellit besteht nur aus Materialien, die in den meisten Baumärkten erhältlich sind.

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