IBM will bis 2023 einen Quantencomputer mit mehr als 1000 Qubits fertig haben

IBM Quantum (© Michael Kiess)

Auf dem aktuell stattfindenden IBM Quantum Summit hat Big Blue konkrete Pläne für die nächsten Entwicklungsschritte bei seinen Quantencomputer vorgestellt: Bis in drei Jahren werde ein System mit dem Projektnamen IBM Quantum Condor mit mehr als 1000 Qubits verfügbar sein, so der IT-Riese. Das System befinde sich bereits in der Entwicklung und werde mit seinen voraussichtlich 1121 Qubits das leistungsstärkste seiner Art sein, heisst es in einem Communiqué dazu.

3D-Stadtmodell hilft bei Naturkatastrophen

Digitales Stadtmodell: Hilft bei Katastrophen (Foto: TU Eindhoven)

Forscher an der Technischen Universität Eindhoven haben ein digitales dreidimensionales Stadt-Modell namens "PS-Crimson" entwickelt, das bei der Organisation von Rettungsmassnahmen im Fall von Naturkatastrophen hilft. Das Modell stellt schnell den genauen Ort eines Zwischenfalles fest und berechnet seine Auswirkungen. Testläufe fanden bereits in Eindhoven und Vancouver statt, wo ein Erdbeben simuliert wurde.

Neue Methode schützt Quantencomputer vor Ausfällen

Neu entwickelte Techniken sorgen dafür, dass der Verlust von einzelnen Qubits den Quantencomputer nicht aus dem Tritt bringt (© Uni Innsbruck/Harald Ritsch)

Quanteninformation ist fragil, weshalb Quantencomputer in der Lage sein müssen, Fehler zu korrigieren. Was aber, wenn ganze Qubits verloren gehen? Forscher der Universität Innsbruck präsentieren in Zusammenarbeit mit Kollegen der RWTH Aachen und der Universität Bologna in der Fachzeitschrift Nature nun eine Methode, mit der Quantencomputer auch dann weiterrechnen können, wenn sie einige Qubits verlieren.

Computer-Tool lernt Holzanatomie hochpräzise

Holz-Querschnitt: Originalbilder (oben) und Computer-Sicht (Fotos: LIACS)

Für die Strafverfolgung illegaler Abholzung bedarf es einer genauen Identifikation von Hölzern. Doch entsprechende Experten, sogenannte Holzanatomen, sind rar. Daher arbeiten Informatiker des Leiden Institute of Advanced Computer Science (LIACS) mit dem Naturalis Biodiversity Center und internationalen Experten an einem Computer-Tool, das Holzanatomie lernt, um dann Hölzer präziser als je zuvor zu bestimmen.

Bewerbungsgespräch auf Zoom und Co unfair

Video-Call: Für Jobanwärter ist das oft ein Nachteil (Foto: pixabay.com, Tumisu)

Arbeitgeber bewerten Jobanwärter schlechter, wenn sie anstelle eines persönlichen Treffens in einem virtuellen Bewerbungsgespräch mit ihnen reden. In Zeiten der Coronavirus-Krise finden Job-Interviews häufig auf Video-Chat-Apps wie Zoom oder Microsoft Teams statt. Laut einer Studie der Missouri University of Science and Technology ist das aber ein Nachteil für Bewerber.

US-Forscher machen Papier zum Keyboard oder Keypad

Simples Interface: Normales Papier wird zum Keyboard (Foto: purdue.edu)

Wissenschaftler der Purdue University verwandeln ein ganz normales Stück Papier in ein simples Mensch-Maschinen-Interface, wie zum Beispiel in ein Keyboard oder Keypad. Möglich macht dies eine spezielle Beschichtung aus hochfluorierten Molekülen. Diese erlauben es, mehrere Lagen mit Schaltkreisen auf das Papier zu drucken. Eine externe Batterie benötigt das Interface dabei nicht, die erforderliche Energie wird beim Kontakt mit dem Nutzer generiert.

Forscher realisieren winzigen Optik-Modulator

Skizze des optoelekronischen Wandlers (Grafik: Michael Osadciw, rochester.edu)

Einen besonders kleinen Modulator, der elektrische in optische Signale umwandelt, haben Forscher an der University of Rochester gebaut. Damit ebnen sie den Weg für die optische Datenübertragung in Computern und anderen elektronischen Geräten. Bisher scheiterte diese Form der Verarbeitung an der Grösse der Wandler. Optoelektronik ist nicht nur schneller als Elektronik, sondern auch weit weniger energieintensiv.

Gemeine E-Mails im Job stressen dauerhaft

Unhöfliche Mails stressen bei der Arbeit (Foto: pixavay/ Startup Stock Photo)

Unhöfliche E-Mails am Arbeitsplatz sorgen bei Mitarbeitern für dauerhaften Stress und können sogar zur Schlaflosigkeit führen. Das trifft sowohl zu, wenn eine Nachricht explizit beleidigend ist, als auch, wenn ein Kollege eine Mail einfach ignoriert. An vielen Angestellten nagen solche Behandlungen längerfristig, wie eine Studie der University of Illinois at Chicago zeigt.

Memristoren reduzieren Energieverbrauch von KI-Systemen massiv

Energiesparwunder: Siliziumwafer voller Memristoren (Foto: ucl.ac.uk)

Forscher am University College London (UCL) haben eine Technik präsentiert, die den Energieverbrauch von Systemen mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf weniger als eine Tonne CO2 reduziert. Schlüsselelemente sind Memristoren, elektronische Bauelemente, die die Eigenschaften eines Datenspeichers und eines Transistors vereinen. Da das rechnende Element nicht mehr vom Speicher getrennt ist, entfallen die Wege zwischen beiden, bei denen Verluste auftreten.

Forscher recyceln Akkus mit Orangenschalen

Recycling von Batterieschrott mit Orangenschalen (Foto: ntu.edu.sg)

Forscher der Nanyang Technological University (NTU) haben ein umweltschonendes Recyclingverfahren für Lithium-Ionen-Akkus entwickelt. Um die darin enthaltenen Wertstoffe zurückzugewinnen, werden biologische Abfälle genutzt, genauer gesagt Orangenschalen und Zitronensäure. Um die Wärmezufuhr kommen Dalton Tay und sein Team jedoch nicht herum. Der Energieaufwand ist allerdings geringer als bei anderen Recyclingverfahren.

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