Supraleiter stillt Energiehunger von Rechenzentren

Supraleitung, die selbst Magnetfeldern widersteht (Illustration: Riccardo Arpaia, chalmers.se)

Ein neuer Hochtemperatur-Supraleiter von Forschern der Technischen Universität Chalmers im schwedischen Göteborg transportiert Strom ohne elektrischen Widerstand und behält seine supraleitenden Fähigkeiten auch in einem Magnetfeld bei. Im Normalfall bricht die Supraleitung in einem solchen Fall schlagartig zusammen. Ebenso schlagartig nimmt dann der Stromverbrauch zu, sodass das Stromnetz im Extremfall kollabiert. Die Lösung ist vor allem für Rechenzentren interessant, die bereits bis zu zwölf Prozent des Stroms verbrauchen, der weltweit produziert wird - Tendenz stark steigend.

Roboter versteht dank KI Gesten und Sprache

Erfolgreicher Test mit Sprache und Gestik im Labor (Illustration: Tellex Lab, brown.edu)

Robotiker der Brown University verbessern die Kommunikation mit humanoiden Robotern, indem sie zuvor erteilte Befehle mit Gesten bei der Suche nach Objekten unterstützen, die nicht so leicht zu identifizieren sind. Die Erfolgsquote steigt mit dieser Methode deutlich an, so Doktorandin Ivy He, die sich auf die Interaktion zwischen Mensch und Computer spezialisiert hat.

Robo-Radler flitzt, springt, tanzt und macht Salti

Radel-Robo: Diese Maschine schafft sogar einen Salto (Bild: rai-inst.com)

Einen agilen zweirädrigen Roboter hat das Robotics and AI Institute (RAI) entwickelt. Das "Ultra Mobility Vehicle" (UMV) hüpft auf dem Hinterrad, springt auf einen Tisch, sprintet davon und bremst abrupt, um dann auf der Stelle zu balancieren - und er schafft sogar einen Salto. Der "Fahrer" ist ein Mikroprozessor.

Robo-Greifer nach dem Vorbild des Neunauge-Saugnapfes

Neunauge-Saugnapf: Original und technische Adaption (Illustration: Cyborg and Bionic Systems)

Der Saugnapf des fernöstlichen Bachneunauges (Lethenteron reissneri) ist Vorbild für ein neues Gerät von Forschern der Peking-Universität. Es kann schwergewichtige Objekte festhalten, damit sie sich von einem Ort zum anderen transportieren lassen. Das von einem Team um Junzhi Yu entwickelte Greifsystem kann das 850-Fache seines Eigengewichts festhalten.

Robotertraining mit künstlichen Katzenpfoten

Natürliche Sensoren und technische Nachbildungen (Illustration: Cyborg and Bionic Systems)

Forscher des King's College London orientieren sich an einigen der bekanntesten "Sensoren" der Natur wie Katzenpfoten und Elefantenrüssel, um noch ausgereiftere technische Sensoren mit einem menschenähnlichen Tastsinn zu entwickeln. In Kombination mit Arbeiten zum Training dieser Sensoren in einer Weise, die das taktile Gedächtnis des Menschen widerspiegelt, sollen Zeitaufwand und Kosten zur Herstellung von Robotern der nächsten Generation drastisch sinken.

Zeolithe als "Kühlschränke" für Rechenzentren

Server: Zeolithe senken den Stromverbrauch um mehr als 75 Prozent (Foto: pixabay.com, BrianPenny)

Forscher der NYU Tandon nutzen dank Zeolith die Abwärme aus Fabriken zum Kühlen von Rechenzentren. Dieser saugt Feuchtigkeit aus der Luft an und speichert sie. Dabei kühlt das Material ab. Ein Luftstrom, der darüber streicht, verliert ebenfalls an Temperatur und lässt sich nutzen, um in die Kühlsysteme von Rechenzentren eingespeist zu werden. Der Zeolith wird in Form von kleinen Kügelchen eingesetzt, durch die sich Luft mit geringem Widerstand leiten lässt.

Zusätzliche "Augen" für selbstfahrende Autos

Ashutosh Sabharwal (links) und Kun Woo Cho mit 'EyeRadar'-Bauteilen (Foto: Jared Jones, rice.edu)

Mit zusätzlichen "Augen" von etwa der Grösse einer Orange, die an verkehrstechnisch wichtigen Punkten angebracht sind und kaum Strom verbrauchen, könnten selbstfahrende Autos künftig wichtige Infos über den umgebenden Verkehr erhalten. Kun Woo Cho von der Rice University nennt das Forschungsprojekt "EyeDAR".

MIT-Forscher drucken Elektromotor einfach aus

Vier Extruder für den Druck von Elektromotoren: MIT schafft breite Anwendungspalette (Foto: mit.edu)

Luis Fernando Velásquez-García und sein Team vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Drucker entwickelt, der die für Elektromotoren unterschiedlichen Werkstoffe in die entsprechende Form bringt. Die Forscher haben als erstes einen kompletten Linearmotor hergestellt, für den magnetische, elektrisch leitende Materialien wie Kupfer und Stahl erforderlich sind.

Forscher trainieren selbstfahrende Autos mit KI

Autonom fahrendes Auto: Forscher machen es mithilfe von KI sicherer (Foto: Julián Amé, pixabay.com)

Forscher der Dublin City University haben mit Kollegen der University of Birmingham ein virtuelles und zugleich KI-basiertes Testgelände für selbstfahrende Autos entwickelt, um seltene, besonders risikobehaftete Fahrszenarien zu erstellen, aus denen Fahrzeuge lernen können, wie sie darauf am besten reagieren.

Seiten

Forschung & Entwicklung abonnieren