Kunststoff-Elektronik passt sich Körper an

Herstellung und Verwendung der Elektronik aus Kunststoff (Illustration: Nature Electronics)

Implantierbare Geräte wie Herzschrittmacher und Sensoren passen sich dank neuer Kunststoff-Elektronik von Forschern der Kyung Hee University, der Sungkyunkwan University und anderer Institute in Südkorea dem Körper künftig besser an. Sie haben einen organischen Transistor vorgestellt, der dehnbar und biokompatibel ist. Er besteht aus extrem dünnen halbleitenden Kunststofffasern und einem biokompatiblen elastischen Verbundmaterial.

Exoskelett passt Bewegung an Umgebung an

Funktionsprinzip: So steuert KI das neue Riken-Exoskelett (Illustration: riken.jp/en)

Forscher des japanischen Instituts Riken haben ein neues Exoskelett zur Unterstützung von Menschen mit Lähmungen oder Muskelschwäche entwickelt, das beim Gehen intelligent unterstützt. Bisher werden solche Gehhilfen mit voreingestellten Bewegungsabläufen und oft auch mit Kontakten zu noch verblieben Muskeln ausgestattet. Nutzer konnten sie mit auf diese Weise mit ihrem Willen lenken.

KI-Tool ermöglicht individuelle Krebstherapien

Künstliches neuronales Netz: KI hilft, beste Krebstherapie zu finden (Foto: kalhh, pixabay.com)

Ein neues KI-basiertes Tool des Max Delbrück Centers soll Krebserkrankten und ihren Ärzten künftig den Weg zur besten Behandlung weisen. Denn jedes Jahr kommen neue Therapien heraus und erschweren die Auswahl. Der Algorithmus arbeitet mit tiefen neuronalen Netzen und kann multimodale Daten auswerten. Details sind in "Nature Communications" publiziert.

Menschen als Verkäufer von Avataren nicht zu schlagen

Test-Avatare, die als Verkäufer fungieren: Menschen sind effektiver (Quelle: Yanwen Wang, ubc.ca)

Menschen überzeugen im Verkauf von Waren in Online-Shops mehr als virtuelle Avatare. Das haben Forscher der University of British Columbia festgestellt. Das Team unter der Leitung von Yanwen Wang hat die Verkaufsdaten eines beliebten Modehändlers auf Tmall in China untersucht. Verglichen worden sind die Verkäufe von 328 Produkten vor und nach der Einführung digitaler Streamer durch den Händler. Davon wurden 72 von digitalen Streamern beworben, 74 von menschlichen Streamern und 182 ohne Streamer.

Forscher speichern Daten per Gen-Codierung

Schematische Darstellung der neuen DNA-basierten Datenspeicherung (Illustration: Li et al.)

Forscher der Southern University of Science and Technology und der Shanghai Jiao Tong University wollen mit dem genetischen Code des Menschen, der aus den vier Buchstaben "A", "T", "G" und "C" besteht, die gigantischer werdende Datenflut bändigen. Sie ist so gross, dass es schwieriger wird, sie in digitaler Form zu speichern, also als Folge der Ziffern "Eins" und "Null". Der genetische Code bietet mit seinen vier Buchstaben statt zwei Ziffern ungleich mehr Kombinationsmöglichkeiten.

Überwachungskameras werden durch KI-Software zu Feuermeldern

Brand löschen: KI sorgt für schnelleren Einsatz der Feuerwehr (Foto: pixabay.com)

Eine neue Bildauswertungs-Software der NYU Tandon School of Engineering nutzt Aufnahmen von Überwachungskameras auf Strassen und in Gebäuden zur frühzeitigen Erkennung von Bränden. Damit lassen sich Tausende Menschenleben retten und Milliarden einsparen, glauben die Entwickler. Laut den Forschern Prabodh Panindre und Sunil Kumar sterben allein in den USA jedes Jahr fast 3.700 Menschen bei Bränden. Die Schäden lägen bei 23 Mrd. Dollar.

Software ermittelt schärfste Konkurrenten in einer Region

Hotellobby: Software ermittelt schärfste Hotel-Konkurrenz (Symbolbild: Pixabay/Pitzel)

Forscher der University of Maryland (UMD) erfassen mit dem Verfahren "Conditional Sure Independence Screening" (CSIS) erstmals die Konkurrenzsituation von Unternehmen. Auf diese Weise lassen sich die ärgsten Konkurrenten in der gleichen Region ermitteln, Hoteliers beispielsweise. Diese haben zwar ein Gespür dafür, wer ihnen im Zweifel die Gäste wegschnappt, doch sicher können sie bisher nicht sein.

"Roboballett" beschleunigt Produktion enorm

Mit RoboBallett trainierte Roboter bei der Interaktion (Foto: ucl.ac.uk)

Roboter, die wie die Tänzer eines Balletts zusammenarbeiten und ihre Bewegungen exakt aufeinander abstimmen, sollen die Produktion revolutionieren - zumindest wenn es nach Forschern des University College London, Google Deepmind und Intrinsic geht. Ihr KI-System "Roboballet" ermöglicht es einer grossen Zahl von Roboterarmen, in geschäftigen Industrieumgebungen schneller und intelligenter zusammenzuarbeiten.

Roboter bewegt Objekte mit gesamtem Körper

Punyo: Roboter bei der teils schweren Arbeit im Warenlager (Foto: bostondynamics.com)

Forscher des Toyota Research Institute haben den von Boston Dynamics zur Verfügung gestellten Roboter "Punyo" darauf trainiert, grosse Objekte mit seinem gesamten Körper zu handhaben, ähnlich wie ein Mensch. Für diesen ist es ein Leichtes, etwas Schweres auf die Schulter oder eine grosse Kiste auf den Rücken zu hieven, vorausgesetzt er hat die Kraft dazu. Er nutzt nicht nur seine Hände, sondern auch andere Körperteile wie Oberarme, Hüfte und Oberschenkel als Stützen und Hebel.

Empa-Roboter liefert grössten offenen Datensatz für Batterieforschung

Mit der Aurora-Roboterplattform erzeugt die Empa hochwertige, standardisierte Batteriedaten für die internationale Forschung. — © Empa

Forschende der Empa (Eidgenössische Materialprüfungsanstalt) haben gemeinsam mit internationalen Partnern den bislang grössten offenen Batterie-Datensatz in einem neuen Datenformat veröffentlicht. Die Daten von der Aurora-Roboterplattform der Empa sollen neue Massstäbe für Qualität, Nachvollziehbarkeit und Zusammenarbeit in der internationalen Batterieforschung setzen und diese entsprechend erheblich beschleunigen.

Seiten

Forschung & Entwicklung abonnieren