Robotergesicht iCub zeigt sieben Emotionen

So sehen Emotionen beim Roboter iCub aus (Foto: Churamani et al)

Die offene Forschungs-Plattform für Kognition iCub hat ein Robotergesicht entworfen, das einem vierjährigen Kind ähnelt und sieben Empfindungen ausdrücken kann: Ärger, Ekel, Furcht, Glück, Trauer, Überraschung und Neutralität. Forscher um Stefan Wermter von der Universität Hamburg haben das mit einer Methode geschafft, die auf maschinellem Lernen beruht. Damit trainierten sie das iCub-Gesicht. Das Ergebnis wurde auf "arXiv" publiziert.

Verarbeitung und Speicherung von Daten mit minimalstem Stromverbrauch

Grafik: CSEM

Das Horizon-2020-Projekt ZeroAMP der EU verfolgt das Ziel, Datenverarbeitung und -speicherung mit extrem niedrigem Stromverbrauch zu ermöglichen. Zentral dabei sind nanomechanische Schalter, die auch extremen Umweltbedingungen standhalten. Mit an Bord ist auch das schweizerische Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM.

Hacker bringt Videos auf alte Audio-Kassetten

Kassetten-Video mit Qualitätsabstrichen (Foto: youtube.com, Kris Slyka)

Der Youtuber Kris Slyka nutzt Audio-Kassetten aus den 1980er-Jahren zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Videoinhalten. Wie der Hobby-Bastler demonstriert, ist die Qualität dieses Bewegtbilds zwar alles andere als atemberaubend - Videos laufen lediglich mit einer Auflösung von 100 mal 75 Pixeln bei fünf Bildern pro Sekunde. Die Internet-Community ist aber dennoch begeistert und feiert den innovativen Hack als "beeindruckende technische Leistung".

Lebensdauer von Akkus besser vorhersagbar

Schaltplan: Lebensdauer von Akku bestimmbar (Bild: Ricinator, pixabay.com)

Forscher der University of Cambridge haben mit Kollegen aus Newcastle eine Methode entwickelt, mit der sich das Wohlergehen von Lithium-Ionen-Akkus ermitteln lässt. Sie senden elektrische Pulse ins Innere der Batterien und registrieren die ebenfalls elektrische Antwort. Diese werten sie mit einem Algorithmus aus, der Künstliche Intelligenz nutzt.

Organischer Protonen-Akku hält Kälte stand

Keine Knopfzelle: Prototyp des neuen Akkus aus Schweden (Foto: uu.se)

Forscher der schwedischen Universität Uppsala haben einen organischen Protonen-Akku entwickelt, der gleich mehrere Vorteile gegenüber anderen Alternativen verspricht. Durch den Aufbau aus organischen Materialien soll er die Umwelt weniger belasten, während er trotz sekundenschnellem Laden lange hält. Ausserdem funktioniert die Entwicklung noch bei deutlich geringeren Temperaturen als die gängigen Lithium-Ionen-Akkus.

Smartphone-Videos erschaffen Gesichter in 3D

Visualisierter Rechenprozess: links das Endergebnis (Bild: cmu.edu)

Aus einem per Smartphone aufgenommenen Video errechnen Informatiker der Carnegie Mellon University (CMU) ein 3D-Objekt, beispielsweise einen Kopf. Er wird von mehreren Seiten aufgenommen. Das ergibt eine wahre Datenflut, die eine Software, die maschinelles Lernen nutzt, verarbeitet. Um ein 3D-Modell zu schaffen, ist normalerweise eine teure Ausrüstung nötig: Laserscanner, optimale Beleuchtung und mehrere Kameras.

Perowskit-Kristalle lösen LEDs und OLEDs ab

Doktorand Heyong Wang im Werkstofflabor (Foto: Magnus Johansson, liu.se)

Leuchtdioden auf Perowskit-Basis lösen anorganische und organische Leuchtdioden (LED/OLED) laut Forschern der Universität Linköping schon bald ab. Die Schweden haben einen Schritt in Richtung stabile Perowskit-Solarzellen gemacht. Mit Kollegen aus Grossbritannien, China und Tschechien haben sie ein neues Design entwickelt, das die Lebensdauer auf mehr als 100 Stunden verlängert. Immer noch zu wenig für den praktischen Einsatz, denn LEDs und OLEDs schaffen zehntausende Stunden.

MIT-Simulationssystem trainiert fahrerlose Autos

MIT-System: Auch Grenzfälle werden simuliert (Foto: csail.mit.edu)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben ein Simulationssystem für fahrerlose Autos entwickelt, das es diesen erlaubt, zuerst ihre Fahrkünste in einer fotorealistischen Umgebung zu trainieren. "Vista" ("Virtual Image Synthesis and Transformation for Autonomy") soll vor allem auch in Grenzfällen, wie einem Beinahe-Crash, bei unvorhergesehenen Spurwechseln oder einem Abkommen von der Fahrbahn funktionieren und dafür sorgen, dass autonome Fahrzeuge sicher ans Ziel kommen.

"Spin-Kondensator" soll Festplatten ersetzen

Versuchsaufbau: grosses Gerät für kleinen Durchbruch (Foto: leeds.ac.uk)

Forschern unter der Leitung von Physikern der University of Leeds ist ein Durchbruch gelungen, der energiesparendere Elektronik mit geringerer Hitzeentwicklung in Aussicht stellt. Sie haben einen "Spin-Kondensator" entwickelt, der erstmals den Spin von Elektronen festlegen und über mehrere Stunden halten kann. Das könnte speziell für die Datenspeicherung einen regelrechten Quantensprung bedeuten.

Seiten

Forschung & Entwicklung abonnieren