Forschung & Entwicklung

Zwei japanische Roboter landen auf Asteroiden

Foto: Twitter/Jaxa

Wie die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa bekannt gegeben hat, sind zwei kleine Roboter der japanischen Raumsonde „Hayabusa2“ rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Die Roboter haben ein trommelförmiges Aussehen und sollen vor dem für Oktober geplanten Aufsetzen der deutsch-französischen Landeeinheit "Mascot" Aufnahmen von der Oberfläche des Himmelskörpers machen und die Temperatur auf dem Asteroiden messen, heisst es.

Forscher verwandeln Videos in 3D-Skultpuren

Ballerina: Tanz als komplexe Bewegung druckbar (Foto: mosculp.csail.mit.ed)

Wissenschaftler des zum Massachusetts Institute of Technology (MIT) gehörenden Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) haben mit "Mosculp" ein System entwickelt, das Bewegungsabläufe aus einem simplen 2D-Video in detailgenaue 3D-Skulpturen verwandelt. Dahinter steht ein Algorithmus, der automatisch wichtige Schlüsselpunkte eines Körpers wie die Hüfte oder das Knie erfasst und diese zu vollständigen 3D-Skeletten zusammenfügt, die dann an einen 3D-Drucker geschickt werden können.

Neuer Nanotransistor hält grösster Hitze stand

So ist das Transistormodell konkret aufgebaut (Grafik: Zahra Hemmat, uic.edu)

Ein Sandwich der besonderen Art haben Ingenieure an der University of Illinois (UIC) entwickelt: Ein Transistormodell im Nanobereich, das seine Wärme effektiv an eine Siliziumschicht abführt, auf der es aufgebaut ist. Die untere Schicht ist dreidimensional und besteht aus Silizium. Darauf ist eine ebenfalls zweidimensionale Schicht aus Siliziumoxid. Als nächstes kommt eine zweidimensionale Lage aus Carbid. Abgedeckt wird er von einer ultradünnen Schicht aus Aluminiumoxid.

Einmal Nevada und zurück

Symbolbild: Fotolia/Ar1303405

Auch abgelegene Gebiete der Erde sollen in Zukunft stabile Versorgung mit Breitbandinternet bekommen. Zu diesem Zweck, sowie als potenzielle Hilfe bei Naturkatastrophe, entwickelt die Firma Loon ein Verbindungssystem, das über Ballons läuft, die auf 20 Kilometer Höhe in der Stratosphere schweben. Nun ist dem einst unter dem Dach von Google X gestarteten Projekt ein neuer Meilenstein geglückt: Nachdem man es zuvor geschafft hat, einen Ballon über dem peruanischen Luftraum fast 200 Tage schweben zu lassen, gelang nun ein neuer, eigener Rekord in Sachen drahtloser Versorgungsreichweite.

Roboter "HAL" trainiert Kinderärzte in spe

Roboter 'HAL' simuliert komplizierte Körperfunktionen (Foto: gaumard.com)

Der neue Kinder-Roboter "HAL" hilft beim Training von Ärzten und dem Pflegepersonal. Der Humanoid wurde vom in Florida ansässigen Unternehmen Gaumard Scienific entwickelt. HAL deckt ein breites Spektrum an Krankheiten ab und soll angehendes medizinisches Personal unter realistischen Bedingungen ausbilden. Der Roboter verfügt nicht nur über menschenähnliche Körperfunktionen, sondern ahmt auch menschliche Geräusche nach.

Mathematiker der TU Wien lassen Roboter "String Art" produzieren

Ein Roboter der TU Wien als Künstler (Bild: TU Wien)

In der "String Art" werden Fäden zwischen Nägel so gespannt, dass daraus kunstvolle Bilder oder Objekte entstehen. An der Technischen Universität (TU) Wien haben Forscher nun einen Industrie-Roboter zum Fadenkünstler gemacht und mussten dafür mathematische Herausforderungen meistern. Ihr Ziel sind aber keine Galerien, sondern die digitale Fabrik, für die sie Methoden entwickeln wollen. Mit Hilfe eines zwischen Nägel gespannten Fadens lassen sich nicht nur geometrische Muster produzieren, sondern durch ausgeklügelte Fadenführung auch Bilder erzeugen.

Boden-Laser laden fliegende Drohnen auf

Silent Falcon im Flug: Laser am Boden lädt Akkus (Foto: silentfalconuas.com)

Der Forschungsarm der U.S. Army, die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), will Akkus von Drohnen künftig während des Fluges laden. Die Unterseite des Fluggerätes wird dazu mit Hochleistungs-Solarzellen ausgestattet. Am Boden steht ein leistungsstarker Laser, der sichtbares Licht auf diese Zellen schiesst. Diese wandeln das Licht in Strom um, sodass die Batterien aufgeladen werden. Der Laser ist so ausgelegt, dass er den Flugbewegungen der Drohne folgt.

ETH-Forscher entwickeln smarte Software für Bushersteller

Der aussergewöhnliche Trolleybus auf Zürichs Strassen ähnelt von aussem einem Tram (Bild: ETH Zürich)

Auf Zürichs Strassen verkehrt seit einiger Zeit ein aussergewöhnlicher Trolleybus. Dabei handelt es sich um einen Elektrobus mit hybri­dem Antriebssystem. Er kann Energie sowohl aus der Strom-Oberleitung als auch aus einem eingebauten Batteriespeicher ziehen. Ausserdem ist der Bus ziemlich smart: Weil eine integrierte Software automatisch Streckeninformationen sammelt, weiss der Bus stets, was als Nächstes passiert – ob es beispielsweise bergab geht oder ob eine Leitung unterbrochen ist.