EPFL-System spart 4.000 Kilowattstunden

Droople-Sensor für Wasser-Management 2.0 (Foto: epfl.ch, Alain Herzog)

Ein neues Wasser-Management-System spart Energie und Geld, so Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Um es zu vermarkten, haben die Experten das Startup Droople gegründet, das bereits einen Kunden hat. Das Montreux Jazz Café, das die EPFL auf dem Campus betreibt, hat mit dem System seinen Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung um jährlich 4.000 Kilowattstunden reduziert.

Neuer Laufroboter bewegt sich synchron zum Menschen

Laufroboter: Imitiert menschliche Bewegung (Foto: youtube.com, João Luiz Ramos)

Forscher der University of Illinois und dem Massachusetts Institute of Technology haben mit "Little Hermes" einen Laufroboter entwickelt, der in Echtzeit die Bewegungen eines Menschen imitiert. Indem der Mensch physisches Feedback erhält, wenn der Roboter berührt wird, sind seine Bewegungen komplett synchron mit denen der Maschine. Dadurch erhält der Roboter menschenartige Reflexe und kann die Balance besser halten.

Gesichtserkennung versagt bei Transgender

Scan: Frauen werden am besten erkannt (Foto: colorado.edu, M. Klaus Scheuerman)

Mit Transgender-Personen, deren Geschlechtsidentität und äusserliche Merkmale sich oft nicht eindeutig als männlich oder weiblich charakterisieren lassen, haben die Gesichtserkennungs-Programme gravierende Probleme. Solche Menschen werden im Schnitt in mehr als einem Drittel der Fälle nicht korrekt erkannt, wie eine Studie von Forschern der University of Colorado Boulder aufzeigt. Schuld sind "veraltete Stereotype", wie deren Autoren kritisieren.

Bio-Chip misst Verletzungen von Gewebe

Neuer Bio-Chip der TU Wien für individualisierte Medizin (Foto: tuwien.at)

Forscher der Technische Universität Wien (TU Wien) haben eine inzwischen patentierte Methode entwickelt, Gewebe in scheckkartengrossen Bio-Chips zu züchten und auf genau definierte Weise mechanischem Stress auszusetzen. Das ermöglicht nicht nur wichtige Grundlagenforschung über Gewebsverletzungen, es öffnet auch die Tür zu besserer individualisierter Medizin: Im Laborversuch lässt sich etwa ausprobieren, welche Medikamente für eine bestimmte Person am besten sind.

Das Quanteninternet kommt langsam in Reichweite

Am Walther-Meissner-Institut (WMI) entwickelter Quantenschaltkreis, mit dem verschränkte Mikrowellen-Zustände erzeugt werden können (Foto: Andreas Baltenberg/ TU München)

Einem internationalen Team, angeführt von Physikern der Technischen Universität München (TUM), ist es erstmals gelungen, eine sichere Quantenkommunikation im Mikrowellenbereich in einem lokalen Quanten-Netzwerk experimentell zu realisieren. Die neue Architektur soll ein entscheidender Schritt hin zu verteiltem Quantenrechnen darstellen, heisst es.

Suchdrohnen setzen auf "Insektenalgorithmus"

Erkundung: Schwarm agiert autonom (Foto: Guus Schoonewille, mavlab.tudelft.nl)

Ein Team unter Leitung des MAVLab der TU Delft hat einen Schwarm kompakter Suchdrohnen vorgestellt, die eine unbekannte Umgebung autonom erkunden können. Dabei setzen die Fluggeräte auf einen "Insektenalgorithmus" für eine sehr einfache Navigation. Derartige Schwärme könnten für die Katastrophenhilfe interessant sein, wie ein Test mit dem Schwarm gezeigt hat. Dieser konnte schnell zwei Opfer-Puppen in einem Bürogeschoss finden.

Google verkündet Durchbruch bei Quantencomputern

Im Bereich Quanten-Computing reklamiert Google einen Durchbruch für sich (Bild: ictk)

Ein Team von Google hat heute Mittwoch verkündet, das Rennen um den Quantencomputer und damit auch die "Quantenüberlegenheit" ("quantum supremacy") für sich entschieden zu haben. Wie das Fachjournal "Nature" berichtet, brauchte das Quantensystem für die Berechnung einer Aufgabe 200 Sekunden, für die ein klassischer Computer etwa 10.000 Jahre benötigt hätte.

Roboter "Archimedes" feinfühlig wie ein Mensch

Pham Quang Cuong (links) und Roboter 'Archimedes' (Foto: eurekarobotics.com)

Den wohl feinfühligsten Roboter der Welt haben Ingenieure von Eureka Robotics in Singapur entwickelt. "Archimedes" kann feinste optische Linsen zart ergreifen und sie zur Weiterbearbeitung positionieren, etwa um deren Oberfläche zu behandeln oder sie in ein optisches Gerät zu integrieren. Das junge Unternehmen ist aus der Nanyang Technological University Singapore (NTU) heraus entstanden.

Forscher entwickeln strickbares E-Garn

Wissenschaftler der Drexel University verwandeln normales zellstoffbasiertes Garn in hochleitfähiges, beständiges E-Garn. Möglich macht das eine Beschichtung mit einem 2D-Material aus der Gruppe der MXene. Das Ergebnis ist ein Faden, der sich in normalen Strickmaschinen verarbeiten lässt und gut waschbar ist. Da das genutzte Material unter anderem auch als Stromspeicher geeignet ist, könnte das praktische E-Kleindung ermöglichen.

Seiten

Forschung & Entwicklung abonnieren