Forschung & Entwicklung

Neuer KI-Bot sucht nach Galaxien im Weltall

Weltall: 'Claran' sucht nach Galaxien (Foto: s.kunka, pixelio.de)

Wissenschaftlerinnen der University of Western Australia (UWA) haben einer Künstlichen Intelligenz (KI), die eigentlich zur Gesichtserkennung auf Facebook eingesetzt wird, beigebracht, fremde Galaxien zu suchen. Resultat ist das selbstlernende Computerprogramm "Claran", das Fotoaufnahmen von verschiedenen Radioteleskopen systematisch durchforsten und dabei auch verlässlich solche Galaxien aufspüren kann, die bei bislang verfügbaren Methoden meist übersehen wurden. Mit der neuen Technologie könnten nun insgesamt 70 Mio. Galaxien gefunden und beobachtet werden, schätzen die Forscherinnen.

Satya Nadella in Zürich: Microsoft, ETH und EPFL festigen Forschungszusammenarbeit

Microsoft-CEO thematisierte in Zürich Satya Nadella unter anderem die Hyperscale Datacenter, die Microsoft hier eröffnen will (Bild: Screenshot Microsoft-Video)

Neben den bereits angekündigten Hyperscale Datacentern in den Regionen Zürich und Genf investiert Microsoft weiter in die langjährige Zusammenarbeit mit den beiden führenden Schweizer Bildungs- und Forschungsinstitutionen ETH und EPFL. Neben der Weiterführung des Swiss Joint Research Centers, einer langjährigen Forschungszusammenarbeit mit ETH und EPFL, arbeitet Microsoft eng mit der ETH zusammen, um im Mixed Reality & AI Zurich Lab Forschung im Bereich Computer Vision zu betreiben.

Kompaktes Eye-Tracking-System passt auf eine Brille

Kompakt-Verfolgung: Umgebungslicht reicht aus (Foto: DartNets Lab)

Forscher am Dartmouth College haben ein Eye-Tracking-System entwickelt, das ohne Akku auskommt und auf eine normale Brille passt. "Das ist ein spannender Forschritt für Gamer, Entwickler und andere Nutzer von Smart-Brillen", meint Projektleiterin Xia Zhou. Denn die kompakte Lösung könnte realistischere Augmented Reality (AR) und eine präzisere Steuerung ermöglichen.

Smarte Scheinwerfer nutzen Maschinenlernen

Smarte Scheinwerfer: akzentuierte Beleuchtung (Foto: duke.edu)

Forscher der Duke University entwickeln zusammen mit Kollegen von Hasco Vision Technology smarte Scheinwerfer, die auf Basis von Maschinenlernen funktionieren. "Ich arbeite mit Industriepartnern an smarten Scheinwerfern, die jedes Pixel individuell steuern und automatisch verschiedene Bereiche vor dem Fahrzeug nach Erkennung der Umwelt unterschiedlich beleuchten", erklärt Xin Li von der Duke University.

EU-Quantenforschung mit Beteiligung der ETH Zürich

An der ETH Zürich arbeitet ein Netzwerk von 18 Forschungsgruppen in verschiedenen Departementen im Bereich Quantentechnologie. (Bild: iStock)

Die Europäische Kommission lancierte Mitte 2017 ein Flaggschiff-Projekt im Bereich Quantentechnologie. Das "Quantum Flagship" ist nach dem "Human Brain Project" und dem "Graphene Flagship" das dritte grosse Forschungsprogramm, mit dem die EU besonders zukunftsweisende Technologien in Europa fördert (Future and Emgerging Technologies). Unter den nun ausgewählten Teilprojekten finden sich sechs mit ETH-Beteiligung.

Personenwahrnehmung hängt eng mit Nutzung digitaler Geräte zusammen

Kennenlernen: Erster Eindruck ist beeinflussbar (Foto: rawpixel, unsplash.com)

Der erste Eindruck, den eine Person von jemand anderem bekommt, ist stark damit verbunden, wie viel Zeit der Bewertende alltäglich mit digitalen Geräten verbringt. Forscher der Rice University haben einen Zusammenhang zwischen Medien-Multitasking und der Einschätzung von fremden Personen festgestellt.

Drohne zieht das 40-Fache ihres Gewichts

'FlyCroTug' nach Landung auf einer Oberfläche (Foto: Kurt Hickman, stanford.edu)

Zwei kleine Drohnen, "Flycrotug" genannt, können eine Türklinke betätigen und ein Hindernis aus dem Weg schaffen. Die eine legt eine Schlinge um die Klinke und rollt den Draht mit einer kleinen Winde auf, die zweite zieht an der Tür, sodass diese sich öffnet. Sie können überall landen, selbst auf einem Türblatt, und daran hochklettern, denn sie sind mit Haftsystemen ausgestattet, die nach dem Vorbild der Gecko-Füsse gestaltet sind. Diese Tiere können sich sogar an der Decke festhalten, weil ihre Fusssohlen adhäsive Kräfte haben und sich gewissermassen am Untergrund festsaugen.

Massenproduktion von Mikro-Robotern

Graphen bricht an den runden Stresslinien (Foto: Felice Frankel, mit.edu)

Roboter, nicht grösser als menschliche Zellen, lassen sich künftig in Massen produzieren. Die dazu nötige Technik haben Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt. Die sogenannten "Syncells" mit eigener Stromversorgung könnten eingesetzt werden, um das Innere von Öl- und Gaspipelines zu kontrollieren oder Krankheiten zu erkennen, während sie mit dem Blut durch den Körper treiben.

Halbleitertechnik: Protein-Drähte machen Silizium Konkurrenz

Derek Lovley in seinem mikrobiologischen Labor (Foto: umass.edu)

Silizium bekommt nach Graphen und den sogenannten III/IV-Halbleitern neue Konkurrenz. Forscher an der University of Massachusetts kombinieren nanometerdicke Leitungen aus Proteinen, die aus Aminosäuren bestehen, mit einem Kunststoff, der Halbleiterfähigkeiten hat. Es entsteht flexible und "grüne" Elektronik, die zu einem umweltgerechteren Einsatz in der Biomedizin und in der Umweltmesstechnik führen kann, sagen der Mikrobiologe Derek Lovley und der Kunststoffspezialist Todd Emrick.