Neue Software verwandelt Formeln in Bilder

Darstellungsarten mathematischer Formeln dank "Penrose" (Grafik: cmu.edu)

Mit der Software "Penrose" von Forschern der Carnegie Mellon University lassen sich mathematische Formeln in "schöne und lehrreiche Illustrationen umsetzen". Der Name des Programms erinnert an den britischen Physiker und Mathematiker Roger Penrose, der berühmt war für die Verwendung von Diagrammen und Zeichnungen, um die Komplexität der Mathematik verständlicher zu machen.

3D-Druck: Strom macht Bauteile hochpräzise

Dirk Bähre (links) und ein Mitarbeiter (Foto: uni-saarland.de, Oliver Dietze)

Forscher der Universität des Saarlandes verwandeln mit ihrer neuen Fertigungsmethode Metallbauteile aus dem 3D-Drucker berührungslos in hochpräzise technische Spezialanfertigungen. So lassen sich den Experten nach auf einen Tausendstel Millimeter genau komplizierte Bauteile aus hochbelastbaren, aber leichten Metallen formen. Hierfür wurden der 3D-Druck und das elektrochemische Abtragen miteinander kombiniert.

Sensor, der nur aus elf Atomen besteht

Nanoskalig: Elf Atome als Sensor (Foto: tudelft.nl)

Forscher der TU Delft haben einen Sensor entwickelt, der nur elf Atome gross ist und doch Antenne, Speichereinheit, Reset-Knopf sowie eine Möglichkeit zum Auslesen bietet. Damit kann dieser magnetische Wellen einfangen. Das soll helfen, deren Verhalten besser zu verstehen. Der Sensor dient damit zwar zunächst der Grundlagenforschung - doch könnte er dazu beitragen, grünere IKT dank Spintronik Realität werden zu lassen.

Selfies: KI liest Charakter besser als der Mensch

Selfie: Fotos geben Aufschluss über Persönlichkeit (Foto: pixabay/ Foto Rieth)

Computer können die Persönlichkeitsmerkmale von Menschen anhand von Selfies besser abschätzen als Personen, die auf diese Art der Beurteilung trainiert sind. Zwar liegt die Erfolgsquote bei nur 58 Prozent, doch Menschen schaffen weniger. Für eine endgültige Beurteilung müsste das Verfahren noch verbessert werden, so Forscher der National Research University Higher School of Economics und das Start-up Bestfitme.

Tübingen will Hotspot für KI-Forschung werden

Künstliche Intelligenz (KI) soll ein Forschungsschwerpunkt in Tübingen werden (Bild: UTSA.edu)

Baden-Württemberg hat in Tübingen 2016 mit akademischen und industriellen Partnern das "Cyber Valley" gegründet und ein Ökosystem aus miteinander vernetzten Instituten geschaffen. Der Forschungsverbund versteht sich als Tummelplatz für Nachwuchshoffnungen und internationale Wissenschaftler-Elite. Auch damit will das Land dem "Brain Drain" entgegenwirken – der Abwanderung Hochqualifizierter.

Optischer Chip: Übertragungsrekord mit 44,2 Terabit pro Sekunde

Neuer Chip überträgt gigantische Datenmengen (Symbolbild: CCO Public Domain)

Forscher der Monash und RMIT University haben mit Kollegen der Swinburne University of Technology dank einem neuen optischen Chip einen Weltrekord bei der Datenübertragungsrate aufgestellt. Mit dem Frequenz-Mikrokamm genannten Gerät wurden 44,2 Terabit pro Sekunde erreicht. Das genügt, um 1.000 HD-Kinofilme in Sekunden zum Empfänger zu transportieren. Der Mikrokamm ersetzt 60 herkömmliche Laserdioden, die kodierte Infos in Lichtwellenleiter einspeisen.

Smarter Materialmix "heilt" von ganz allein

Neues Polymer: zerschnitten, aber voll funktionsfähig (Foto: hcii.cmu.edu)

Forscher der Carnegie Mellon University (CMU) haben ein smartes Kompositmaterial entwickelt. Selbst wenn es mehrfach durchgeschnitten wird, lässt es sich später zusammensetzen und "heilt" wieder, ohne eine sichtbare Nahtstelle zu hinterlassen oder seine Funktionalität zu verlieren. Die besonderen Selbstheilungskräfte verdankt der innovative Werkstoff einem speziellen Mix aus Polyborsiloxan (PBS), einem selbstheilenden Polymer und vielwandigen Kohlenstoff-Nanoröhren. Diese eröffnet neue Perspektiven in der Elektronik und anderen Anwendungsbereichen.

Soft-Roboter bekommt flexiblen Muskel verpasst

Aufbau und Test eines flexiblen Sensors im Labor (Foto: Nakajima et al.)

Forscher an der University of Tokyo haben einen Sensor für Soft-Roboter entwickelt, dessen Seele ein Gummischlauch ist. Er ist mit Kohlenstoffpartikeln angereichert, sodass er eine geringe elektrische Leitfähigkeit hat. Umhüllt ist er von einem Geflecht aus Draht. Wenn dieses Gebilde gestreckt beziehungsweise zusammengedrückt wird, wie es bei künstlichen Muskeln geschieht, verändert sich der elektrische Widerstand des Schlauchs. Dies lässt sich nutzen, um den Muskel zu steuern, sodass er möglichst wenig belastet wird und sich an die Umgebung anpasst.

Spitzenforschung in Österreich: Motor für Innovation und Konjunktur

Das Investitionsvolumen des Wissenschaftsfonds FWF von zuletzt 237 Millionen Euro im Jahr 2019 macht die Grundlagenforschung zu einer der Säulen für Österreichs Innovationskraft. Im letzten Jahr konnten über 700 neue Projekte beim Wissenschaftsfonds reüssieren. Insgesamt arbeiten aktuell in 2.400 FWF-Projekten rund 4.200 Forschende, darunter knapp 2.000 Doktorandinnen und Doktoranden sowie 1.400 Postdocs.

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