Datenschutz für Inder wichtiger als KI-Komfort

Künstliche Intelligenz: Starke Bedenken wegen Privatsphäre (Foto: pixabay.com, geralt)

74 Prozent der indischen KI-Nutzer finden den Schutz ihrer Privatsphäre wichtiger als die Vorteile, die der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) mit sich bringt. Laut der Umfrage "AI's Race for Responsibility and Privacy" des Datenschutz- und Sicherheitsanbieters Tsaaro mit Fractal Analytics wollen sie nicht, dass ihre persönlichen Daten von der KI erfasst werden. Über 1.000 KI-Nutzer wurden im Juni 2022 online über mehrere soziale Medien und professionelle Kanäle dazu befragt.

Bakom will Privatsphäre bei drahtlosen Geräten besser schützen

Symbolbild:IIMT

Vernetzte Geräte müssen die Privatsphäre ihrer Anwenderschaft künftig besser schützen. Neue Bestimmungen in der Verordnung des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) über Fernmeldeanlagen (VFAV) sollen die Cybersicherheit von bestimmten, auf dem Schweizer Markt erhältlichen, drahtlosen Geräten wie Smartphones, Smartwatches, Fitness-Trackern und drahtlosen Spielzeugen erhöhen. Die Revision tritt am 1. September 2022 in Kraft. Hersteller und Entwickler von Produkten, die von der Revision betroffen sind, müssen die neuen Bestimmungen gemäss Bakom-Aussendung spätestens ab dem 1.

Bei der regelemässigen Datenlöschung gibt es noch Luft nach oben

Das Thema Datenschutz ist bei den Schweizer Organisationen angekommen (Symbolbild: Fotolia/Momius)

Als Thema ist der Datenschutz in den Schweizer Organisationen angekommen. 83 Prozent der hiesigen Unternehmen verfügen über interne Dokumente mit Datenschutzvorgaben und 90 Prozent auch über Datenschutzerklärungen. Dies geht aus einer Heartbeat-Umfrage hervor, die Swiss Infosec zusammen mit der Swiss GRC durchgeführt hat, um herauszufinden, ob die Aussicht auf das Inkrafttreten des neuen Datenschutzgesetztes (NDSG) per 1. September 2023 bereits Auswirkungen darauf hat, wie in den Unternehmen mit Datenschutz umgegangen wird.

USA: Google löscht Standortdaten von Abtreibungsklinikbesuchern

Reagiert auf Abtreibungsverbot in den USA: Google (Logobild: Google)

Der US-Internetgigant Google mit Zentrale im kalifornischen Mountain View will künftig die Standortdaten von denjenigen NutzerInnen entfernen, die Abtreibungskliniken, Frauenhäuser oder andere sensible Orte im Land besucht haben. "Wenn unsere Systeme feststellen, dass jemand einen dieser Orte besucht hat, werden wir diese Einträge kurz nach dem Besuch aus dem Standortverlauf löschen", kündigte Google-Managerin Jen Fitzpatrick an.

Google mit Beschwerde europäischer Verbraucherschützer konfrontiert

Google: Verbraucherschützer legen Beschwerde ein (Logo:Google)

Europäische Verbraucherschützer nehmen den US-Technologieriesen Google wegen seiner Nutzung von persönlichen Daten in das Visier. Das teilte der Europäische Verbraucherverband (BEUC) am heutigen Donnerstag mit. Die deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) habe einen Warnbrief an die Alphabet-Tochter geschickt und sei damit den ersten Schritt in Richtung Zivilklage gegangen. Neben Deutschland hätten auch die Franzosen, Griechen, Tschechen, Norweger und Slowenen Beschwerden bei ihren jeweiligen Datenschutzbehörden eingereicht.

EDÖB hegt grosse Bedenken gegenüber europäischem Überwachungsbegehren

Symbolbild: Fotolia/Momius

Adrian Lobsiger, der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB), hegt in seinem Tätigkeitsbericht 2021/2022 grosse Bedenken gegen das europäische Überwachungsbegehren. Konkret beklagt er eine "verbreitete Gleichgültigkeit gegenüber dem Schutz von Bürgerdaten und eine wachsende Geringschätzung der Privatsphäre". Dies zeige sich unter anderem in der in Europa festzustellenden Tendenz, die Verschlüsselung von Daten als Freiheitsmissbrauch zu diskreditieren.

US-Behörden dürften nach Abtreibungsurteil bei IT-Konzernen vorstellig werden

Aufgrund des neuen Abtreibungsverbotes warnen IT-Experten vor einem Überwachungsstaat (Symbolbild: Pixabay/Geralt)

Nach dem Ende des landesweiten Rechts auf Abtreibung in den USA erwarten Technologie-Experten Forderungen von Ermittlungsbehörden nach Daten, die Hinweise auf einen Schwangerschaftsabbruch liefern könnten. Branchenvertreter sagten nach dem Urteil des Supreme Court, die jeweiligen Gesetze der Bundesstaaten könnten entsprechende Durchsuchungsbefehle erlauben.

Viele Kinder-Apps gefährden Privatsphäre

Viele Apps für Kinder verletzten die Privatsphäre (Foto: Fotolia/Syda Productions)

Viele Spiele- und Bildungs-Apps verletzen die Privatsphäre von Kindern und Jugendlichen, wie eine Untersuchung von Pixalate zeigt. Die Experten haben rund 379.000 Apps, die für Kinder gedacht sind, untersucht. Die Unternehmen hinter den Apps machen diese für Werbezwecke zugänglich. Dazu zählen Spiele wie "Angry Birds" oder auch "Candy Crush". Weitergegeben werden Standorte, IP-Adressen und andere Infos, mit denen sich Kinder identifizieren lassen.

Suva soll Auslagerung von Personendaten in Microsoft-Cloud neu evaluieren

Suva Verwaltungsgebäude in Bern, erbaut v. Architekt Otto Rudolf Salvisberg (Bild: Ginkgo GNU Free Documentation License, Version 1.2)

Der eidgenössische Datenschutzbeauftragte (EDÖB) rät der schweizerischen Unfallversicherung Suva, die Auslagerung ihrer Personendaten in eine Cloud des US-Softwarekonzerns Microsoft neu zu beurteilen. Hintergrund dazu ist, dass die Suva plante, Inhaltsdaten und Daten von Mitarbeitenden in einer von Microsoft in der Schweiz betriebenen Cloud zu speichern.

Warnung vor Sicherheitslücke „Follina“ bei MS-Office-Produkten

Fachleute warnen vor Sicherheitslücke bei Microsoft-Office-Produkten (Bild: Mohamed Hassan auf PXhere)

Fachleute für IT-Sicherheit warnen vor einer neu entdeckten Sicherheitslücke bei Microsoft-Office-Produkten. Die auf den Namen „Follina“ getaufte Schwachstelle soll ein einfaches Einschleusen von Schadsoftware mittels Word-Dateien ermöglichen. Laut dem Security-Experten Kevin Beaumont ermöglicht die erstmals aus Belarus gemeldete Sicherheitslücke, dass beim Öffnen von manipulierten Word-Dateien Schadcode aus dem Internet nachgeladen und ausgeführt wird. Besonders problematisch ist, dass die Deaktivierung von Makros umgangen wird.

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