EU-Wettbewerbshüter untersuchen Googles Umgang mit Daten

Google: Umgang mit Daten auf dem EU-Prüfstand (Logo: Google)

Die EU-Wettbewerbshüter nehmen Googles Umgang mit Daten genauer unter die Lupe: Geprüft werde, wie und warum der Internetriese Daten sammle, bestätigte die EU-Kommission. Die Kommission habe im Rahmen einer vorläufigen Untersuchung der Praktiken von Google in Bezug auf die Erhebung und Verwendung von Daten durch Google Fragebögen verschickt, die Untersuchung laufe noch.

Berliner Datenschutzbehörde nimmt Zalandos "Zonar" unter die Lupe

Datenschutz: Zalandos Bewertungsapp Zonar im Visier der Behörden (Bild: Fotolia/ Momius)

Die interne Bewertungsapp "Zonar" sorgt weiter für Aufregung beim Online-Modehändler Zalando: Während das Unternehmen in der Software, in der sich Mitarbeiter gegenseitig Punkte geben, einen Beitrag zu einer "offenen Feedbackkultur" und Transparenz sieht, beurteilen Gewerkschaftsvertreter es als Massnahme, die zur Überwachung beiträgt und auch Gehaltsdruck auf die Angestellten ausübt. Zonar spielt jedenfalls eine Rolle, wenn es um die beruflichen Chancen von den rund 2000 Mitarbeitern am Berliner Firmensitz geht, wo das Tool seit 2017 im Einsatz ist.

Berliner Immobilienvermieter muss Millionenbusse wegen Datenschutzverstoss berappen

Datenschutz: Millionenbusse für 'Deutsche Wohnen' (Bild: Fotolia/ Momius)

Die Immobilienvermieterin "Deutsche Wohnen" muss wegen der unerlaubten Speicherung von Mieterdaten eine Strafe von 14,5 Millionen Euro bezahlen. Die Berliner Datenschutzbehörde habe bei Prüfungen im Juni 2017 und im März 2019 bemerkt, dass Daten zu persönlichen und finanziellen Verhältnissen von Mietern archiviert worden seien, obwohl dies nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nicht erlaubt sei, teilte die Behörde mit.

EU-Kommission sieht Mängel im Rechtsrahmen für Datenaustausch mit USA

Symbolbild: Pixabay

Zur besseren Umsetzung der Datenschutz-Vereinbarung zwischen der EU und den USA fordert die EU-Kommission Nachbesserungen von Washington. So müssten die Verfahren zur Aufnahme neuer Firmen in das "Privacy Shield" kürzer werden, verlangte die Brüsseler Behörde in einem jährlichen Bericht. Mit Blick auf den Umgang mit Personaldaten sollten zudem weitere Leitlinien für Unternehmen entwickelt werden. Auch müsse die US-Handelsbehörde ihre Untersuchungen zur Einhaltung des Datenschutzschilds intensivieren.

Stasi 2.0: China-App erlaubt Totalüberwachung

Symbolbild: May-Britt Nyberg Chromy

Die von der Kommunistischen Partei Chinas Anfang dieses Jahres gestartete App "Study the Great Nation" ("Lerne über die grosse Nation") spioniert mehr als 100 Mio. Android-User aus. Laut einem Bericht des deutschen Cybersecurity-Unternehmens Cure53 erlaubt die Anwendung der chinesischen Regierung den kompletten Zugang zu den Smartphones der Nutzer.

Deutsches Bundesverwaltungsgericht ruft in Sachen Vorratsdatenspeicherung EuGH an

Vorratsdatenspeicherung: Deutschland ruft EuGH an (Bild: Fotolia/ Nikoendres)

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) muss sich mit der in Deutschland umstrittenen Vorratsdatenspeicherung befassen: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig rief den EuGH an, um die Vereinbarkeit der deutschen Regelung mit dem Unionsrecht zu klären. Die Luxemburger Richter hatten zwar 2016 in Hinblick auf die Vorschriften in Schweden und Grossbritannien die anlasslose Speicherung von Telekommunikationsdaten für unzulässig erklärt. Das Bundesverwaltungsgericht sieht aber weiteren Klärungsbedarf.

EuGH urteilt über Entfernung von sensiblen Links bei Internet-Suchen

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (Bild: Wikipedia/ Cedric Puisney/ CC)

Der Europäische Gerichtshof urteilt am heutigen Dienstag über die Pflichten von Betreibern wie Google, heikle Informationen auf Antrag der Betroffenen bei Internet-Suchen zu unterdrücken. Der EuGH hatte schon 2014 festgelegt, dass Bürger unter bestimmten Umständen die Löschung von Links aus Ergebnislisten von Suchmaschinen verlangen können. In Frankreich hatten mehrere Bürger bei Google beantragt, bestimmte Informationen bei Suchen nach ihrem Namen nicht mehr anzuzeigen.

Delivery Hero in Deutschland zu 195.000 Euro Busse verdonnert

Delivery Hero gebüsst (Bild: Wikimedia/ Benoit Prieur/ CC)

Die deutsche Datenschutzbehörde hat eine Strafe gegen den Lieferdienstanbieter Delivery Hero verhängt: Die Firma muss rund 195.000 Euro zahlen, da sie gleich mehrfach gegen Datenschutzvorgaben verstossen hat, heisst es in einer Pressemitteilung des Berliner Beauftragten für Datenschutz, Maja Smoltczyk. Die Entscheidung ist rechtskräftig, bei der Strafe handelt es sich um die bisher höchste in Deutschland.

Youtube droht Millionenstrafe wegen fehlendem Kinder-Datenschutz

Youtube droht eine hohe Strafe (Bild: Archiv)

Nach Facebook dürfte sich die Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission ) den nächsten Tech-Riesen vorgenommen haben: Laut "New York Times" und "Politico" soll die FTC entschieden haben, Google zu einer Geldstrafe von 150 bis 200 Millionen US-Dollar zu verurteilen. Im Gegenzug würden Ermittlungen gegen dessen Tochterunternehmen Youtube wegen Datenschutzverfehlungen gestoppt werden.

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