Datenschutz

Das Imperium schlägt zurück: Facebook klagt deutsches Kartellamt

Facebook wehrt sich und klagt deutsches Kartellamt (Logo: FB)

Facebook geht vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gegen das deutsche Bundeskartellamt vor: Der US-Konzern habe eine Beschwerde gegen die Wettbewerbshüter eingelegt, sagte eine Sprecherin des Gerichts. Diese hatten Facebook weitreichende Beschränkungen für die Verarbeitung von Nutzerinformationen auferlegt. Der US-Konzern missbrauche seine beherrschende Stellung beim Sammeln und Verwerten von Daten, hatte Kartellamtschef Andreas Mundt gesagt. Facebook hatte dies kritisiert, durch die Beschwerde könnte sich die Umsetzung der Auflagen des Kartellamts verzögern.

Facebook droht in den USA Milliarden-Strafe

Facebook könnte in den Staaten kräftig zur Kasse gebeten werden (Bild: Pixabay)

Wegen den massiven Datenschutz-Verletzungen droht dem weltgrössten Sozialen Netzwerk Facebook in den USA ein Bussgeld in Milliardenhöhe. Laut einem Bericht der "Washington Post" verhandeln die US-Handelsaufsicht und der Internetgigant derzeit über eine Einigung in dem Streit über die Weitergabe der Daten von 87 Millionen Nutzern an die inzwischen aufgelöste britische Beratungsfirma Cambridge Analytica.

Deutschland: Kartellamt weist Facebook in die Schranken

Das deutsche Kartellamt geht gegen Facebook vor (Bild: Pixabay)

Dem weltgrössten sozialen Netzwerk Facebook droht in Deutschland weiter Ungemach. Der Chef des dortigen Kartellamtes, Andreas Mundt, wirft dem US-Internet-Riesen vor, auf dem deutschen Markt für soziale Netzwerke marktbeherrschend zu sein und diese Stellung beim Sammeln und Verwerten von Daten zu missbrauchen. Deswegen habe man Facebook "weitreichende Beschränkungen" bei der Verarbeitung von Nutzerdaten auferlegt. Die Mark-Zuckerberg-Company wiederum kündigte umgehend an, Beschwerde vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gegen den Beschluss der Behörde einzulegen.

Sieben Verfahren gegen Facebook in Irland anhängig

In Irland sind sieben Datenschutz-Verfahren gegen Facebook anhängig (Symbolbild: Fotolia/Momius)

Die irische Datenschutzbehörde untersucht derzeit sieben Verfahren gegen Facebook. Insgesamt gebe es 16 Verfahren gegen Technologie-Unternehmen wie Twitter, Apple und Linkedin, sagte die Datenschutzbeauftragte Helen Dixon in einem Interview mit dem Finanzdienst Bloomberg. Dixon zählte nicht die einzelnen Facebook-Untersuchungen auf, bekannt ist aber ein Verfahren, das nach Bekanntgabe einer Sicherheitslücke mit bis zu 50 Millionen betroffenen Nutzern eingeleitet worden war. Facebook korrigierte die Zahl potenziell Betroffener auf 30 Millionen.

Irische Datenschützer haben Facebooks Chat-Pläne im Visier

Facebook will Chat-Dienste wie Messenger und Whatsapp zusammenlegen (Logo: FB)

Die irische Datenschutzbehörde fordert bei Facebook mehr Informationen zur möglichen Zusammenlegung der technischen Infrastruktur hinter Chat-Diensten wie Whatsapp und Messenger ein. Auf jeden Fall könne das Online-Netzwerk solche Pläne in Europa nur umsetzen, wenn dabei die Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung erfüllt werden, betonte die Behörde. Sie ist in der Europäischen Union federführend für Facebook zuständig. Man werde die Pläne des Online-Netzwerks genau verfolgen, kündigten die Datenschützer an.

Singapur: Tausende Namen und Daten von HIV-Patienten geleakt

HIV- nfiziert: Tausende Daten von Betroffenen in Singapur geleakt (Symbolbild:Vittore Buzzi/ Unsplash)

In Singapur sind durch ein Datenleck die Namen und persönlichen Angaben von mehr als 14.000 HIV-infizierten Patienten an die Öffentlichkeit gelangt. Darunter sind auch die Daten von 8.800 Ausländern, wie das Gesundheitsministerium des südostasiatischen Stadtstaats bestätigte. Demnach wurden die Daten von einem 33-jährigen US-Amerikaner, der mit einem 36 Jahre alten Arzt aus Singapur zusammen war, gestohlen und ins Internet gestellt. Zum Motiv wurde zunächst nichts bekannt.

Weiterentwicklung der kantonalen Datenschutzgesetzgebung

Symbolbild: Fotolia/Momius

Mit einer Teilrevision des Öffentlichkeits- und Datenschutzgesetzes sollen zwei für die Schweiz verbindliche europäische Datenschutzübereinkommen im kantonalen Recht umgesetzt werden. Zudem sollen die Instrumente des Datenschutzes ausgebaut und die Leitplanken für die staatlichen Datenbearbeitungstätigkeiten in einem zunehmend digitalisierten Umfeld verstärkt werden, wie es in einer Aussendung des Kantons Schwyz heisst.

Google beruft gegen Datenschutzstrafe in Frankreich

Legt in Frankreich Berufung ein: Google (Logo: Google)

Der US-amerikanische Internetgigant Google legt in Frankreich Einspruch gegen die Datenschutzstrafe von 50 Millionen Euro ein. Die Alphabet-Tochter begründet die Berufung damit, dass man hart an einem Zustimmungsverfahren für personalisierte Werbung gearbeitet habe, das möglichst transparent sein sollte und auf Empfehlungen der Regulierer basierte.

Datenchutz-Niveau in EU und Japan auf Augenhöhe

Datenschutz in EU und Japan auf vergleichbarem Level (Bild: Fotolia/Momius)

Daten zwischen der EU und Japan können ab sofort ungehindert hin und her fliessen. Das Datenschutz-Niveau in dem asiatischen Land ist nach einem Beschluss der EU-Kommission mit dem der EU vergleichbar. Dadurch sei der weltweit grösste Raum für sicheren Datenverkehr geschaffen worden, sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourova in Brüssel. Vor allem die Wirtschaft soll von einem reibungslosen Datenverkehr mit dem 127-Millionen-Einwohner-Land profitieren. Der entsprechende Beschluss wurde am gestrigen Mittwoch nach Angaben der EU-Kommission auch von Japan angenommen worden.

Facebook im Fokus von deutschem Bundeskartellamt

Deutsche Kartellbehörde will Facebook das Sammeln von Nutzerdaten verbieten (Bild:HDW)

Das deutsche Bundeskartellamt will Facebook einem Zeitungsbericht zufolge das Sammeln von Nutzerdaten in Deutschland teilweise verbieten. Ein entsprechender Beschluss solle dem US-Konzern in den nächsten Wochen zugestellt werden, wie die "Bild am Sonntag" ohne nähere Quellenangabe im Voraus berichtete. Konkret gehe es dabei um den Datenaustausch mit Drittanbietern. Darunter würden Twitter, Spiele-Apps und Webseiten-Betreiber fallen, aber auch die Facebook-Töchter Whatsapp und Instagram.