Internet

Schlechte Klangqualität: Neil Young kritisiert IT-Konzerne

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Apple, Spotify und Co müssen sich von der kanadischen Rocklegende Neil Young massive Kritik gefallen lassen. Young wirft den IT-Konzernen und Streamingdiensten vor, Musik durch schlechte Klangqualität zu ruinieren. "Die Musik ist von monopolistischen Techkonzernen kastriert worden", so der Kanadier gegenüber der deutschen Zeitung "Welt am Sonntag". Dies sein ein Verbrechen gegen die Kunst, so Young.

Twitter verschärft Kampf gegen Spam-Accounts

Twitter sagt Internet-Trollen, gefälschten Accounts und automatisierten Programmen verstärkt den Kampf an: Der Kurzbotschaftendienst müsse gegen diejenigen verteidigt werden, "die unsere Offenheit ausnutzen wollen", kündigten die Twitter-Manager Del Harvey und Yoel Roth in einem Blog-Eintrag an. Um den Dienst vor Manipulationen zu schützen, sollen unter anderem für neu erstellte Twitter-Nutzerkonten die Angabe einer E-Mail-Adresse oder einer Telefonnummer verpflichtend werden. Die Verschärfungen werden demnach im weiteren Jahresverlauf eingeführt.

Französische Behörden zerschlugen Darknet-Plattform "Black Hand"

Der französische Zoll ist gegen einen illegalen Online-Marktplatz im sogenannten Darknet vorgegangen: Das unter dem Namen "Black Hand" ("Schwarze Hand") bekannte Forum habe seit mehr als zwei Jahren verbotene Produkte und Dienstleistungen zum Verkauf angeboten, teilte das Haushaltsministerium mit – etwa Drogen, Waffen, falsche Papiere und gestohlene Bankdaten. Bei Einsätzen in mehreren Städten wurden die Hauptadministratorin der Seite und mehrere weitere Personen festgenommen. Die Ermittler hätten auf den Server des Forums zugreifen und zahlreiche Daten sicherstellen können.

Video-on-Demand: Vodafone muss Kinox.to sperren

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Der deutsche Ableger des britischen Mobilfunkers Vodafone muss laut einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München das ehemalige Video-on-Demand-Portal Kinox.to für seine Kunden weiter unzugänglich machen. Vodafone hat das Berufungsverfahren zur dauerhaften Sperrung damit verloren. Ob das Unternehmen weiter justiziert, bleibt abzuwarten.

Online-Spielsucht wird offiziell zur Krankheit erklärt

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Exzessives Computer- oder Videospielen gilt nach einem neuen Verzeichnis der Weltgesundheitsorganisation (WHO) demnächst als Krankheit. Gaming Disorder oder Online-Spielsucht wird hinter Glücksspielsucht in den neuen Katalog der Krankheiten (ICD-11) aufgenommen, wie die WHO beschlossen hat. Der Katalog erscheint am 18. Juni.

Yahoo Messenger macht dicht

Das Chat-Urgestein Yahoo Messenger schliesst seine Pforten: Ab Mitte Juli werden Nutzer auf die Yahoo Squirrel-App umgeleitet, eine neue Anwendung für Gruppenchats. Das gab Yahoo-Besitzer Oath bekannt. Im Lauf der vergangenen zwanzig Jahre sollen "hunderte Millionen Menschen" den Yahoo Messenger benutzt haben. Die Login-Daten bleiben für andere Yahoo-Services intakt, etwa für Yahoo Mail.

Deutsche Einwanderungsgeschichte virtuell

Ein virtuelles Museum soll im Internet die Einwanderung in Deutschland zum Thema machen. Besucher sollen – etwa über eine Virtual-Reality-Brille – in eine am Computer erschaffene Stadtlandschaft eintauchen, in der 3D-Objekte, Dokumente, Videos und Tonaufnahmen zu finden sind, die die Migrationsgeschichte greifbar machen. Das Museum soll bald online gehen, voraussichtlich in zwei Wochen. Ein genaues Datum steht aber noch nicht fest.

Mugshots.com veröffentlicht US-Polizeifotos und erpresst Betroffene

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Zwei Betreiber der Website Mugshots.com wurden im US-Bundesstaat Florida festgenommen. Auf der Plattform wurden Polizeifotos von Personen veröffentlicht und erst nach Zahlung wieder entfernt. Die Staatsanwaltschaft hat vier Personen in Florida und Pennsylvania, wo sich zwei weitere mutmassliche Täter befunden haben, wegen Erpressung, Geldwäscherei und Identitätsdiebstahl angeklagt. Die Angeklagten sollen mehr als 2 Millionen US-Dollar von ungefähr 5703 Personen als Kosten für die Entfernung genommen haben.

Cambridge Analytica speicherte bis 2017 Facebook-Daten

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Die inzwischen insolvente Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica hatte Informationen über die im Skandal um Facebook betroffenen User laut einem Zeitungsbericht trotz mehrfacher Aufforderung nicht gelöscht. Erst im April 2017 – also 16 Monate nach der ersten Ermahnung durch Facebook und weit über den US-Wahlkampf hinaus – bestätigte das umstrittene Unternehmen, dass es keine "abgeleiteten Daten" von Facebook mehr aufbewahre, berichtete der britische "Guardian".