Messenger "Encrochat" geknackt - Hunderte Festnahmen in ganz Europa

Von Polizeibehörden geknackt: Chatdienst Encrochat (Bild: Encrochat)

Der Polizei in den Niederlanden und Frankreich gelang es, mehr als 20 Millionen geheimer Nachrichten abzuschöpfen, wie die europäische Justizbehörde Eurojust in Den Haag mitteilte. Das Eindringen in die technische Infrastruktur des Anbieters von verschlüsselten Kurznachrichten Encrochat habe Schockwellen durch organisierte Verbrecherbanden quer durch Europa geschickt. Zahlreiche Verbrechen konnten unterbunden werden, so Eurojust – darunter Mordversuche und Drogentransporte. In den Niederlanden wurde demnach Bargeld in Höhe von fast 20 Millionen Euro beschlagnahmt.

USA wollen sichere Chat-Verschlüsselung abschaffen

Die Vereinigten Staaten wollen die Datenverschlüsselung aushebeln (Bild: Shtuterstock)

In den USA ist ein Gesetzesentwurf auf dem Weg in den Senat, der in der IT-Branche für Fassungslosigkeit sorgt. Das geplante Gesetz zum Zugriff von Strafverfolgern auf verschlüsselte Daten stellt alle Regeln auf den Kopf, die seit 25 Jahren im Internet gelten. Verschlüsselte Chats und Datensicherung für ein breites Publikum dürften demnach nur noch angeboten werden, wenn der Provider über Nachschlüssel verfügt. Das wäre das Aus für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2E) von Signal, Whatsapp und anderen.

Amazons Geschäftspraktiken auf dem Prüfstand von US-Bundesstaaten

Amazons Geschäftspraktiken auf dem Prüfstand (Logobild: Christian Wiediger auf Unsplash)

Amazon wird von den US-Bundesstaaten Kalifornien und Washington genauer unter die Lupe genommen, das geht aus Berichten der New York Times und des Wall Street Journals hervor. Untersucht werden die Geschäftspraktiken des Online-Riesen und wie er mit den Drittanbietern auf seiner Plattform umgeht. Dabei soll insbesondere geprüft werden, ob Amazon gesammelte Daten über Anbieter verwendet, um auf seiner Handelsplattform gegen sie zu konkurrieren. Die Prüfung ähnelt jener, die vor einem Jahr von der EU in die Wege geleitet wurde.

Deutschland: Gesetz gegen Hasskriminalität im Netz kommt

Deutschland will ein Gesetz gegen Hasskriminalität im Netz auf Schiene bringen (Bild: Fotolia/ Arahan)

Hass und Hetze werden in Deutschland künftig stärker verfolgt und bestraft: Das von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) vorgelegte Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität soll am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden. Die Rechtspolitiker der Koalition und das Justizministerium seien sich einig.

Internetbasierte Plattformarbeit in der Schweiz kaum existent

Plattformdienstleistungen in der Schweiz nach Tätigkeit (Grafik: BFS)

In der Schweiz haben im vergangenen Jahr gerade einmal 0,4 Prozent der Bevölkerung angegeben, in den letzten 12 Monaten internetbasierte Plattformarbeit geleistet zu haben. Dabei wird die dienstleistende Person via eine Internetplattform mit einem Kunden verbunden und die Bezahlung erfolgt (in der Regel) über die Plattform. Nach Tätigkeitsbereich betrachtet haben 0,1 Prozent der Bevölkerung Taxidienste geleistet und 0,3 Prozent andere Dienstleistungen (Programmierung, Essenlieferdienste, Reinigungsarbeit, usw.) ausgeführt, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) wissen lässt.

Grossbritannien und USA warnen vor Cyberattacken auf Gesundheitsorganisationen

Gesundheitsorganisationen drohen schwere Cyberangriffe (Bild: Fotolia)

Grossbritannien und die USA haben inmitten der Coronavirus-Pandemie vor gross angelegten Cyberattacken auf Gesundheitsorganisationen gewarnt. Die Netzsicherheitsbehörden beider Ländern erklärten, zuletzt habe es Online-Angriffe gegen nationale und internationale Gesundheitsorganisationen, Pharmaunternehmen und Forschungseinrichtungen gegeben. Die Behörden machten deutlich, dass sie hinter den Attacken Hacker mit Verbindungen zu staatlichen Stellen in Ländern wie China, Russland, Nordkorea und dem Iran vermuten.

IWay lanciert 10-Gigabit-Internet

Symbolbild: Pixabay/ Geralt

Der in Zürich domizilierte Internet Service Provider (ISP) iWay bietet ab sofort Highspeed-Internet mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) an. Als Zielgruppen nehmen die Limmatstädter gemäss Mitteilung zum einen ambitionierte Surfer und Gamer, die kurze Reaktionszeiten für Spiele und schnelle Downloads für Installationen, Updates und ultrahochauflösende 4K-Videos benötigen, ins Visier. Zum anderen aber auch Geschäftskunden, die auf hohe Geschwindigkeiten und Stabilität angewiesen seien.

Icann unterbindet Verkauf von ".org"-Registry

Sitz der Icann in Los Angeles (Bild: Wikipedia/ Coolcaesar/ CCO)

Die Verwaltung der Top-Level-Domain ".org" wird nicht kommerzialisiert. Nach anhaltender Kritik hat der Icann-Vorstand die Zustimmung verweigert. Rund einer Milliarde US-Dollar wurde dem gegenwärtigen Eigentümer ISOC (Internet Society) angeboten. Als potenzieller Käufer agierte die neu gegründete Investmentgesellschaft Ethos Capital, die mit der .org-Registry Geld verdienen wollte. Daraus wird aber nichts, was als Sieg für die Zivilgesellschaft verbucht werden kann.

Fujitsu lanciert neues Online-Konfigurationstool für Channel-Partner

Lanciert den 'Webarchitect' für Online-Konfigurationen: Fujitsu (Logo: Fujitsu)

Mit dem "Webarchitect" hat Fujitsu ein neues, verbessertes Online-Konfigurationstool für seine Channel-Partner lanciert. Es soll die Partner dazu befähigen, die Produktpalette von Fujitsu kunden- beziehungsweise anwendungsspezifisch zu konfigurieren. Das bisher in Betrieb gewesene Werkzeug "Systemarchitect" wird damit gemäss Mitteilung abgelöst.

Amazon will Betrügern per Video-Konferenz auf die Schliche kommen

Amazon will Betrüger entlarven (Bild: Pixabay)

Der US-amerikanische E-Commerce-Gigant Amazon will die Authentizität seiner unabhängigen Händler per Videokonferenz prüfen und so Betrüger entlarven. Verkäufer sollen dem Unternehmen zu digitalen Interviews bereitstehen und dadurch beweisen, dass sie keine Abzocke betreiben. Vor allem aufgrund des Coronavirus setzt Amazon auf Videokonferenzen als Organisations-Tool.

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