Neuartiger Stromleiter könnte Elektronik neu aufmischen

Forschungsarbeit im Labor: neues Material revolutioniert Elektronik (Foto: John Zich, uchicago.edu)

Mit einem neuartigen Material, das formbar ist wie Kunststoff und leitfähig wie Metall, wollen Forscher der University of Chicago die Welt der Elektronik aufmischen. Die darin befindlichen molekularen Fragmente sind keineswegs wohlgeordnet, sondern völlig chaotisch verteilt. Das verstösst zwar gegen alle Regeln, die als Voraussetzung für Leitfähigkeit bekannt sind, aber es funktioniert. "Es ist eine ganz neue Klasse von Materialien", sagt Materialforscher John Anderson.

Chirurgische Hightech-Nadel kriegt jede Kurve

Mikroskopische Aufnahme der neuen innovativen ARC-Nadel (Foto: epfl.ch)

Über eine neuartige ARC-Nadel mit steuerbarer Spitze können Chirurgen ihre Ziele im menschlichen Körper künftig noch präziser ansteuern. Gleichzeitig reduziert sich laut den Entwicklern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und der Universität Strassburg das Risiko für die Patienten durch Verletzungen durch eine Nadel, die vom richtigen Weg abweicht. Die Nadel ist für den Einsatz in der bildgeführten Chirurgie vorgesehen, also minimalinvasiven OPS, bei denen der Chirurg mithilfe von Röntgenbildern den Weg der Nadel verfolgt.

Mini-Infrarot-Detektor passt auf einen Chip

Laser macht Strahlen von der Faser in den Lichtwellenleiter und Reflexion sichtbar (Foto: empa.ch)

Wissenschaftler unter der Leitung des Empa-Forschers Ivan Shorubalko haben ein kostengünstiges Miniaturisierungsverfahren für IR-Spektrometer auf Basis eines Quantenpunkt-Photodetektors entwickelt. Der Clou: Die Lösung lässt sich auf einem einzigen Chip integrieren. Details wurden in "Nature Photonics" publiziert.

Seecontainer wird zur smarten Hightech-Box

Unit One-Container und klassische Boxen im direkten Vergleich (Foto: aeler.com)

Schweizer Ingenieure machen herkömmliche Seecontainer zu Hightech-Boxen. Laut David Baur, Gründer und CEO des Startups Aeler, sowie Anastasios Vassilopoulos und Véronique Michaud von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), sind bereits 60 "Unit One-Container" auf den Weltmeeren unterwegs.

"Wundermaterial" passt sich an Umwelt an

So sieht das mechanische neuronale Netzwerk aus (Foto: flexible.seas.ucla.edu)

Wie ein Pianist, der lernt, sein Instrument zu spielen, ohne auf die Tasten zu schauen, verhält sich eine neue Klasse von Materialien, die Maschinenbauingenieure der University of California, Los Angeles entwickelt haben. Diese Materialien erlernen Verhaltensweisen, mit der sie auf äussere Einflüsse reagieren und entwickeln eine Art "Muskelgedächtnis", das eine Echtzeitanpassung an sich ändernde äussere Kräfte ermöglicht.

Essbarer Erkennungs-Code für Kekse gedruckt

Unterschiedliche Codes, fertige Kekse und ausgelesene Muster (Fotos: Miyatake et al., osaka-u.ac.jp)

Forscher der Osaka University haben einen originelleren, da essbaren Code entwickelt, der nicht nur fälschungssicher ist, sondern auch die Umwelt durch Papiersparen entlastet. Er ist speziell für Kekse und ähnliches gedacht. Weil er aus dem gleichen Teig besteht wie das Gebäck, wird er einfach mitgegessen.

Augmented Reality verbessert Team-Arbeit

imulation einer Anlage für die Abwasseraufbereitung als Team-Aufgabe (Foto: rub.de))

Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben am Beispiel der Produktionsbranche die Vorteile des Einsatzes von Augmented-Reality-Lösungen (AR) demonstriert. Den Experten nach vereinfachen diese Tools das Zusammenspiel von separat an einem Projekt arbeitender Personen und reduzieren dabei den Zeitaufwand erheblich.

Hochaufgelöste Hightech-Netzkarte für Flüsse erstellt

Entfernung von jedem Flussabschnitt bis zur Mündung: größere Entfernungen hell (Bild: igb-berlin.de)

Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Yale University haben eine Karte von Flusssystemen weltweit entwickelt, die eigenen Angaben nach so hochaufgelöst ist wie keine zuvor. Sie biete eine Grundlage für genauere Analysen darüber, was flussgebundene Lebensräume ausmacht und wie sie zusammenhängen, heisst es.

Blitzschnelles 3D-Mikrodrucken mit zwei Lasern

Mit rotem und blauem Laserlicht werden Objekte gedruckt (Foto: Vincent Hahn, kit.edu)

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben zusammen mit Kollegen der Universität Heidelberg und der Queensland University of Technology ein Laserdruckverfahren entwickelt, mit dem sich mikrometergrosse Teile innerhalb eines Wimpernschlags drucken lassen. Details sind in "Nature Photonics" nachzulesen.

Roboterstiefel: Hightech-Gehhilfe passt sich dem Träger an

Stanford-Doktorandin Ava Lakmazaheri beim Testgehen (Foto: Kurt Hickman, stanford.edu)

Gehbehinderte ältere Menschen sollen von einem neuen Exoskelett von Forschern der Stanford University profitieren. "Dieses Exoskelett ist individuell auf den Nutzer abgestimmt und führt zu aussergewöhnlichen Verbesserungen der Gehgeschwindigkeit. Auch reduziert es die Anstrengungen beim Gehen", sagt Steve Collins, Leiter des Stanford-Biomechatronik-Labors.

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