Forschung & Entwicklung

Phasenwechselmaterial schlägt Flash-Speicherchips um Welten

Forscher bei der Arbeit am Toftof-Flugzeitspektrometer (Foto: S. Mast, tum.de)

Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben zusammen mit Kollegen aus den USA neuartige Phasenwechselmaterialien entwickelt, die 1.000 Mal schneller und dabei erheblich langlebiger sein sollen als bisherige Flash-Speicherchips. Phasenwechselspeicher sichern Daten, indem sie den Aggregatszustand der einzelnen Bits zwischen flüssig, glasartig und kristallin ändern.

Kamera-Positioniersystem digitalisiert alte Meister

Kamera-Positioniersystem im Kunsthistorischen Museum Wien (Foto: khm.at)

Forscher der Technischen Universität Wien (TU Wien) haben ein computergesteuertes Kamera-Positioniersystem entwickelt, das Gemälde automatisch abrastert und eine Serie von Bildern aufnimmt, die sich dann zu einer hochauflösenden digitalen Reproduktion zusammensetzen lassen. In Auftrag gegeben wurde das System vom Kunsthistorischen Museum Wien, wo es zur Vorbereitung der aktuellen grossen Pieter-Bruegel-Ausstellung eingesetzt wurde.

Netzwerk trickst Googles "Inception" aus

3D-Objekte: Forscher haben Position nur leicht verändert (Foto: auburn.edu)

Ein von Forschern der Auburn University trainiertes neuronales Netzwerk hat Googles bestes Bilderkennungssystem "Inception" hinters Licht geführt. Die Wissenschaftler haben Objekte mittels Rotation in spezielle Positionen gebracht, wodurch es zur Falscherkennung gekommen ist. Lediglich 3,09 Prozent der 3D-Objekte konnte die Google-Engine korrekt identifizieren.

Superrechner projiziert 3D-Video-Hologramme

3D-Hologramm: 'HORN-8' soll endlich den Durchbruch bringen (Foto: Tomoyoshi Ito)

Experten der japanischen Chiba University haben eine neue Version des Supercomputers "Horn-8" entwickelt, der hochqualitative 3D-Video-Hologramme wiedergeben kann. Der Rechner ist bereits der achte Prototyp in einer Reihe von Hochgeschwindigkeits-Computern, deren erstes Modell inzwischen 25 Jahre alt ist. Die aktuellste Variante, die über den grössten integrierten FPGA-Schaltkreis der Welt verfügt und damit der derzeit schnellste Computer für Hologramme ist, soll der Video-Holografie spätestens in fünf bis zehn Jahren zum Durchbruch verhelfen.

ETH-Spin-off entwickelt Hochpräzise Navigation für Autos und Drohnen

Haben mit ihrem kleinen Gerät Grosses vor: Lukas Meier und Zhenzhong Su. (Bild: Florian Bachmann / ETH Zürich)

Das ETH-Spin-off Fixposition stellt Echtzeit-Navigationssysteme her – für selbst fahrende Autos, Roboter oder industrielle Drohnen. Dank der Verbindung von satellitenbasierten Positionierungssystemen wie GPS mit Bilderkennungstechnologien erreichen die Jungunternehmer eine bislang unerreichte Präzision.

Lichtwellenleiter aus dem Drucker

Inspektion von 3D-gedruckten Wellenleitern (Foto: en.ifmo.ru/en)

Wellenleiter, in denen Laserpulse Daten mit Lichtgeschwindigkeit übertragen, sollen jetzt mit Tintenstrahldruckern hergestellt werden - zumindest wenn es nach Forschern der ITMO University geht. Die Vorteile: Man benötigt keine komplexe Ausrüstung, um diese Bauteile herzustellen. Und man kann sie mit genau den Spezifikationen produzieren, die im Einzelfall gefragt sind.

"Freie Radikale" lassen OLEDs heller leuchten

Organische Elektronik aus Cambridge (Foto: Richard Friend)

Die nächste Generation von Displays und Leuchtmitteln auf der Basis von organischen Leuchtdioden (OLEDs) basiert möglicherweise auf Halbleiter-Molekülen, die ein freies Elektron besitzen. In der Chemie werden diese Moleküle Radikale genannt. Sie sind besonders reaktionsfreudig. Emrys Evans und Richard Friend von der Cambridge University haben die quantenmechanischen Spin-Eigenschaften der Moleküle genutzt, um die Effektivitätsbegrenzungen zu überwinden, denen andere Materialien unterworfen sind.

Roboter springt wie Delfin aus dem Wasser

Simples Design: Forscher zeigen Prototyp (Foto: Sunghwan Jung, cornell.edu)

Wissenschaftler der Cornell University arbeiten an der Entwicklung eines Roboters, der wie ein Delfin aus dem Wasser springen kann. Um dabei die durch den Übergang von Wasser in Luft auftretenden physikalischen Widerstände zu überwinden und eine möglichst hohe und elegante Springbewegung auszuführen, haben sie das natürliche Verhalten von verschiedenen Tieren detailgetreu studiert und Unmengen von Daten ausgewertet. Ergebnis ist der Prototyp eines Roboters, der sich mittels eines Scharniergelenks in seiner Mitte tatsächlich selbständig in die Luft katapultieren kann.