Quantenchip, in dem der Speicher mitschwingt

Der neue Quantenchip der ETH-Physikerin Yiwen Chu enthält sogenannte mechanische Resonatoren – winzige Bauteile, die beim Speichern von Informationen zu schwingen beginnen. Der Chip ist rund 7,5 Millimeter lang, 2,5 Millimeter breit und 1 Millimeter hoch und etwa so breit wie ein kleiner Fingernagel. (Bild: Hybrid Quantum Systems Group / ETH Zürich)

Beim Sichern stossen Quantencomputer noch an Grenzen. Forschende der ETH Zürich setzen nun auf mechanische Schwingungen statt auf elektromagnetische Speicher. Ihr neuer, schwingender Arbeitsspeicher kann auf kleinerem Raum deutlich mehr Information speichern. Dank passender Rechnerarchitektur lassen sich damit auch schwierige Aufgaben gut lösen.

Ferroelektrische Materialien erhöhen Potenzial der Datenspeicherung

Martí Checa: ORNL-Wissenschaftler sieht viele neue Anwendungsbereiche (Foto: ornl.gov)

Das Potenzial für Datenspeicherung erhöht sich künftig dank ferroelektrischer Materialien. Diese Entdeckung vermelden Forscher des Oak Ridge National Laboratory (ORNL), die mit speziellen Werkzeugen Materialien auf atomarer Ebene untersucht und Defekte an der Oberfläche ferroelektrischer Materialien analysiert haben. Ihre Studie ist in "ACS Nano" publiziert.

Forscher speichern Daten per Gen-Codierung

Schematische Darstellung der neuen DNA-basierten Datenspeicherung (Illustration: Li et al.)

Forscher der Southern University of Science and Technology und der Shanghai Jiao Tong University wollen mit dem genetischen Code des Menschen, der aus den vier Buchstaben "A", "T", "G" und "C" besteht, die gigantischer werdende Datenflut bändigen. Sie ist so gross, dass es schwieriger wird, sie in digitaler Form zu speichern, also als Folge der Ziffern "Eins" und "Null". Der genetische Code bietet mit seinen vier Buchstaben statt zwei Ziffern ungleich mehr Kombinationsmöglichkeiten.

Datenspeicherung frisst bald weniger Strom

Künstlerische Darstellung der neuen Datenspeicherung (Illustration: twin-cities.umn.edu)

Rechenzentren, Smartphones und Laptops brauchen künftig deutlich weniger Strom, wenn sich eine Innovation von Forschern der University of Minnesota durchsetzt. Sie haben eine Legierung aus Wolfram und Nickel (Ni4W) entwickelt, die erheblich weniger Energie benötigt, um Bits einzuschreiben und auszulesen als mit bisherigen Speichermaterialien. Die Bits werden gespeichert, indem winzige Regionen des Speichermaterials mit einem Spin versehen wird, einer gerichteten Magnetisierung. Beim Löschen wird die Richtung umgekehrt. Diese Prozesse benötigen in dem neuen Material weniger Energie.

Keilschriftprinzip vervierfacht Datenspeichervolumen

Keilschrift: Sie inspirierte zu einer neuen Datenspeichertechnik (Foto: flinders.edu.au)

Die vor rund 6.000 Jahren im vorderen Asien erstmals genutzte Keilschrift hat Forscher der Flinders University zur Entwicklung einer neuen Speichertechnik inspiriert. Der Clou: Das Verfahren übertrifft die aktuell technologisch mögliche Datendichte deutlich. Das Prizip ähnelt dem einer Compact Disc, die Philips und Sony zunächst zur Speicherung von Musik entwickelt hat und 1979 auf den Markt brachte.

Blitzschnelle Datenverschlüsselung auf DNA-Strängen

DNA: Epi-Bit-Speicher könnte bald Wirklichkeit werden (Bild: pixabay.com, swiftsciencewriting)

Ein internationales Team aus Molekularbiologen, Informatikern und Physikern hat einen Weg gefunden, brauchbare digitale Daten 350 Mal schneller auf DNA-Stränge zu kodieren als mit herkömmlichen Methoden. In ihrer in "Nature" erschienenen Studie hat die Gruppe die epigenetische Veränderung der DNA genutzt, um ihr schnelles Datenspeichermedium zu schaffen. Mitgewirkt haben auch Forscher des 2nd Physics Institut der Universität Stuttgart und das Max-Planck-Institut for Solid State Research.

Digitale Infos in Bernstein-Ersatz gespeichert

DNA, eingelagert in den neuen Bernstein-Ersatz (Illustration: mit.edu)

DNA lässt sich künftig in einem bernsteinartigen Polymer für viele Jahre konservieren. Genauer gesagt ist es ein duroplastisches Polymer, bekannt als vernetztes Polystyrol. Das Verfahren haben Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt. Sie haben sich dabei von dem Film "Jurassic Parc" inspirieren lassen, in dem Wissenschaftler aus Dinosaurier-DNA, die in Bernstein eingehüllt war, die vor Millionen Jahren ausgestorbenen Tiere wieder zum Leben erweckten.

Neue SLC SD- und MicroSD-Karten von Swissbit

Swissbit Industrial Card S 600 (Bild: zVg)

Während zahlreiche Hersteller Speicherkarten mit SLC-NAND aus ihrem Portfolio streichen, hat Swissbit mit der Serie S-600 eine neue Generation von SD- und MicroSD-Karten vorgestellt, die auf Single-Level-Cell-Flash setzt. Denn nach Ansicht des Unternehmens mit Zentrale im schweizerischen Bronschhofen sei die Technologie mit nur einem gespeicherten Bit pro Zelle nach wie vor konkurrenzlos, wenn es um Zuverlässigkeit, Datenintegrität und Datenerhalt gehe.

Pure Storage – noch immer auf der Überholspur bei Speicherlösungen

Logo-Bild: Pures Storage

Während in den USA und besonders in der Technologiebranche über nachlassende Umsätze und Gewinne infolge von Pandemie, Inflation und Auswirkungen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine diskutiert wird, verzeichnen einige Startups noch immer positive Kennzahlen. Zu ihnen gehört Pure Storage, 2009 gegründet und nach wie vor mit starkem Wachstum – allerdings noch immer nicht in der eigentlichen Gewinnzone angekommen.

Nachhaltige Datenspeicherung: Überflüssige Daten reduzieren und dadurch grüner werden

Auf die Qualität der Daten kommt es an (Bild: Fotolia/Nicoeinino)

Wer seine Speicher, ob nun On-Premise oder in der Cloud mit überflüssigen Informationen überlädt, verschwendet Energie, denn Daten speichern kostet vor allem Energie. Zu einer nachhaltigen Unternehmensstrategie gehört deshalb auch eine nachhaltige Datenstrategie.

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