Drohne bringt Defibrillator zum Patienten

Notfall: Defibrillator wird von einer Drohne abgelegt (Foto: everdrone.com)

Der schwedische Drohnenhersteller Everdrone wird dank erweiterter Genehmigungen der Zivilluftfahrtbehörde (CAA) im Land der Elche bald mehr Einwohner mit Haustürlieferungen erreichen als jedes andere Unternehmen der Welt. Das Unternehmen aus Göteborg transportiert per Drohne automatische Defibrillatoren, die Menschen mit Herzstillstand oder Kammerflimmern vor dem Tod bewahren können.

Autonomere Drohnen dank 5G-Berechnungen

Drohne: viel bessere Navigation durch Edge (Foto: pixabay.com, Free-Photos)

Mit geringer Rechenleistung ausgestattet, nutzen kommerzielle Drohnen bislang Kameras wie Augen, um zu navigieren. Das kostet sie Tempo und Beweglichkeit. Samira Hayat, Forscherin am Institut für Informationstechnologie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, hat nun mit Kollegen anderer Institute und der Deutschen Telekom festgestellt, dass es je nach Datenvolumen sinnvoller ist, einen Teil der Berechnungen an die Edge auszulagern.

Ultraleichte Drohnen sollen Blüten bestäuben

Prototyp der insektengrossen Drohne (Foto: Kevin Yufeng Chen, mit.edu)

Drohnen einer neuen Generation sind so klein wie Insekten und manövrieren ähnlich artistisch. Entwickelt hat sie ein Team um Kevin Yufeng Chen, Assistenzprofessor für Ingenieurs- und Computerwissenschaften am Massachusetts Institute of Technology (MIT). In einer Zeit, in der Insekten immer seltener werden, könnten sie beispielsweise eingesetzt werden, um Blüten zu bestäuben.

"Flying Blanket" verbindet Drohnen zu Schwärmen

'Flying Blanket' im flexibel planbaren Einsatz (Foto: carloratti.com/flyfire.io)

Das Design-Studio Carlo Ratti Associati (CRA) und der Drohnen-Spezialist Flyfire haben ein modulares, skalierbares System entwickelt, mit dem sich Schwärme von Drohnen steuern lassen. Möglich wird das mithilfe einer "Flying Blanket", einer halbelastischen Struktur, über die sich die Fluggeräte sowohl mechanisch als auch elektrisch miteinander verbinden lassen. Sie kann bequem in einem Koffer transportiert werden und Formationen von bis zu 10.000 Einheiten steuern.

"Powercell": Drohnen auftanken in zehn Minuten

Vielseitig nutzbar: Konzept taugt nicht nur für Drohnen (Foto: aura.aero)

Das Startup Aura Aerospace hat mit der "Powercell" einen Energiespeicher für Drohnen vorgestellt, der sich in nur zehn Minuten aufladen lässt. Zugleich verspricht er für kommerzielle Senkrechtstarter mehr Leistung für schnelle Starts. Möglich ist das, weil es sich nicht um einen klassischen Akku, sondern einen Superkondensator handelt. Die Powercell hält zudem laut Hersteller sagenhafte 250.000 Ladezyklen aus und sei für eine Hybrid-Energieversorgung in Kombination mit einer Brennstoffzelle attraktiv.

"Laserfactory" fertigt funktionsfähige Drohne

Schneid-Druckkopf: übernimmt komplette Fertigung (Foto: csail.mit.edu)

Forscher am Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des Massachusetts Institute of Technology haben mit der "Laserfactory" ein System entwickelt, dass die Fertigung von Geräten wie Drohnen leicht macht. Nutzer basteln in der Software des Systems aus vorgegebenen Komponenten ihr Design. Die Hardware übernimmt dann den Zuschnitt per Laser-Cutter, den Zusammenbau sowie den Druck von Leiterbahnen. Ein Demo-Video zeigt, wie eine gefertigte Drohne direkt aus der Laserfactory startet.

Drohnen lernen von Bienen punktgenaues Landen

Experiment: Drohne umfliegt Hindernisse mit Bravour (Foto: MAVLab/TU Delft)

Forscher der Technischen Universität Delft und der Westfälischen Hochschule lassen sich von kleinen Insekten wie Bienen inspirieren, um die Flugfähigkeiten von Drohnen zu verbessern. Diese sollen künftig ganz wie die natürlichen Vorbilder eine Art "optischen Fluss" nutzen, um die Entfernung zu anderen Objekten in ihrem Sichtfeld und deren Geschwindigkeit schneller und genauer abzuschätzen. So soll ein KI-gestützter maschineller Lernprozess Flugrobotern ein rasches, punktgenaues Landen ermöglichen.

Drohnen sehen mit Laser-Sonar unter Wasser

Versuchsobjekt und Bild: 'PAS'" sieht unter Wasser (Foto: Aidan Fitzpatrick)

Um fliegende Drohnen besser unter Wasser sehen zu lassen, arbeiten Forscher der Stanford University am "Photoacoustic Airborne Sonar System" (Pass). Dieses fotoakustische System beschiesst die Wasseroberfläche mit einem Laser, um Schallwellen zu erzeugen. Diese dienen dann unter Wasser als Sonar, dessen reflektiertes Signal in der Luft stark genug bleibt, dass es die Drohne auffangen kann. Noch klappt das zwar nur in einem Aquarium, doch könnte es auf Dauer die Erforschung der Weltmeere erleichtern.

Drohnen-Anti-Kollisionssystem ahmt Eulen nach

Eule: Vorbild Natur inspiriert die Wissenschaft (Foto: pixabay.com, Dominic Blair)

Forscher der Shanghai Jiaotong University (SJTU) haben ein Anti-Kollisionssystem entwickelt, das fliegende Roboter und Drohnen auch in besonders schwierigen dynamischen Umgebungen sicher ans Ziel bringt. Als Inspiration diente ihnen die Art und Weise, wie Eulen Objekte in ihrer Nähe wahrnehmen: Sie können ihren Kopf soweit verdrehen, dass sie quasi auch nach hinten sehen. Die technische Lösung setzt dasselbe Prinzip mittels Servomotor und Stereokamera um, die auf den Rumpf des Roboters montiert werden.

Marine-Drohne fliegt endlos mit Wasserstoff

Startsequenz der neuen Wasserstoff-Drohne der TU Delft (Foto: tudelft.nl)

Forscher der Technischen Universität Delft (TU Delft) haben mit der niederländischen Marine und Küstenwache eine Drohne der Superlative entwickelt. Sie kann senkrecht starten, ist für den Einsatz an Land und auch zum Überfliegen des Meeres geeignet. Den Entwicklern nach kann sie länger in der Luft bleiben als alle Drohnen dieser Grösse und belastet die Umwelt nicht.

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