Drohnen erkennen künftig Lawinengefahren

Drohne im Anflug: Bodenradar spürt potenzielle Risiken im Schnee auf (Foto: sintef.no)

Forscher des Norwegischen Geotechnischen Instituts (NGI) und der Norwegischen Strassenverkehrsbehörde zeichnen mit Spezialsensoren ausgestatteten Drohnen auf, was sich unterhalb von Schneefeldern oder sogar im Boden befindet. Der wichtigste Sensor an Bord der Fluggeräte ist das Bodenradar. Dessen Sendemodul emittiert elektromagnetische Wellen, die in Schnee und/oder Boden eindringen. Aus den reflektierten Signalen errechnet der Empfänger ein detailliertes Bild der Schichten und Strukturen unter der Oberfläche.

Smarte Drohne navigiert wie eine Fledermaus

Ultraschall-Drohne findet sich in engen Räumen zurecht (Foto: Nitin J. Sanket, wpi.edu)

Ultraschallsensoren und Künstliche Intelligenz (KI) ermöglichen es handflächengrossen Flugrobotern, mit wenig Energie und Rechenaufwand bei Such- und Rettungsaktionen trotz Nebel, Rauch oder unter anderen schwierigen Bedingungen sicher zu navigieren. Das Verfahren hat sich ein Team um Nitin J. Sanket vom Worcester Polytechnic Institute (WPI) von den Navigierkünsten der Fledermäuse abgeschaut.

"Ornithopter": Drohne flattert wie ein Vogel

Onur Bilgen (links) präsentiet seinen neuen künstlichen Vogel (Foto: soe.rutgers.edu)

Das neue Fluggerät "Ornithopter" von Forschern der Rutgers University passt sich an Seitenwinde und Böen mit smarten Flügelbewegungen nach dem Vorbild echter Vögel an. Umgesetzt wird das jedoch nicht mit schweren Motoren, deren Rotation mithilfe eines aufwendigen Getriebes in eine Flatterbewegung erfolgt. Die Experten nutzen vielmehr piezoelektrische Kristalle, die von vornherein die gewünschten und erforderlichen Bewegungen ausführen.

System wappnet Drohnen gegen Cybercrime

Landwirtschaftsdrohne: ein mögliches Gefahrenszenario (Foto: Herney Gómez, pixabay.com)

Forscher der University of Adelaide schützen Drohnen mit einem raffinierteren System gegen Cyber-Bedrohungen. Das Anwendungspotenzial ist sehr breit gefächert: "Heutige Drohnen werden nicht nur in der Kriegsführung eingesetzt, sondern auch bei Katastrophen, Infrastrukturinspektionen, in Landwirtschaft, Umweltüberwachung, Logistik und sogar für medizinische Lieferungen", sagt Entwickler Javaan Chahl.

"Firedrone" geht dahin, wo's heiss ist

Die FireDrone ist die erste Drohne, die extremer Hitze trotzt. Künftig soll sie Daten direkt aus Gefahrenzonen senden. — © Empa

Die "Firedrone" soll Echtzeitdaten aus Hochrisikobereichen liefern, die für Menschen und herkömmliche Drohnen zu gefährlich sind. Entwickelt an der Empa und weitergeführt als Spin-off, kombiniert die neue Generation der Drohne hitzeresistente Materialien mit praxisnaher Robotik – für Brandeinsätze und Industrieinspektionen bei extremen Temperaturen.

Amazon hängt Pläne für Drohnenzustellungen in Italien an den Nagel

Symbolbild: Amazon

Der US-amerikanische Online-Versandhandels- und Cloud-Riese Amazon mottet seine Pläne für Warenlieferungen per Drohne in Italien ein. "Nach einer strategischen Überprüfung haben wir beschlossen, unsere kommerziellen Drohnenlieferpläne in Italien einzustellen", gab der Konzern mit Zentrale in Seattle bekannt. Wenngleich es positive Gespräche mit den italienischen Luftfahrtbehörden gegeben habe, seien die geschäftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für so ein Unterfangen derzeit nicht gegeben.

Schmuggler nutzen Drohnen und Social Web

Zigaretten: 40 Mrd. davon werden pro Jahr nicht versteuert (Foto: Silvia, pixabay.com)

Tabakschmuggler und Schwarzmarkthändler nutzen zunehmend soziale Medien und Drohnen, um Zigaretten an Kunden in Europa zu liefern und Strafverfolgungsbehörden zu umgehen. Das zeigt ein Bericht der Wirtschaftsberatungsgruppe KPMG. Der jährlich erstellte Report, der vom weltweit zweitgrössten Tabakkonzern Philip Morris International in Auftrag gegeben wurde, untersucht den illegalen Vertrieb von Tabakwaren auf dem Kontinent, der den Unternehmen Umsatzeinbussen beschert und die Behörden Steuereinnahmen kostet.

Bezirksgericht Frauenfeld verhängt Drohnenverbot über Swift-Rechenzentrum in Diessenhofen

Darf nicht von Drohnen überflogen werden: Swift Datacentre in Diessenhofen (Bild: Kecko/CC BY-SA 2.0)

Über dem Rechenzentrum des internationalen Finanzdienstleisters Swift in Diessenhofen (TG) dürfen keine Drohnen mehr fliegen. Ein entsprechendes Verbot hat nun das Bezirksgericht Frauenfeld erlassen. Seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine steht dieses Gelände unter erhöhtem Schutz.

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