3D-Druck von Salzgerüsten für Industriezwecke

3D-gedruckte Leichtbauteile aus verschiedenen Materialien (Foto: Daniel Winkler Fotografie, ethz.ch)

Forscherinnen der ETH Zürich (ETHZ) haben ein neues 3D-​Druckverfahren zur Herstellung von hochporösen Leichtmetall-​Bauteilen für eine industrielle Nutzung weiterentwickelt. Laut dem in "Advanced Materials" publizierten Fachbeitrag konnte das Verfahren so modifiziert werden, dass sich nun noch komplexere Salzgerüste mit feineren Poren erzeugen lassen. Die Porengrösse sinkt damit von 0,5 auf 0,1 Millimeter.

CSEM an Entwicklung 3D-gedruckter Rohre für Detektoren des Cern und Internationale Raumstation beteiligt

© CSEM

Das Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM (Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique) koordiniert ein prestigeträchtiges EU-Projekt zur Optimierung von Temperaturregelungssystemen mithilfe intelligenter, per 3D-Druck hergestellter Rohre. Diese instrumentierten Rohre sollen neue Möglichkeiten für die Grundlagenforschung am Cern und für die europäische Raumfahrtindustrie eröffnen, aber auch für eine ganze Reihe von Anwendungen genutzt werden, die von industriellen Heiz- und Kühlanlagen bis hin zu Bewässerungssystemen 4.0 reichen.

3D-Drucker erzeugen aus Marsstaub Ersatzteile

Marsoberfläche: Aus dem Staub lassen sich Ersatzteile herstellen (Foto: Wikilimages, pixabay.com)

Forscher der Washington State University setzen bei Ersatzteilbedarf für Raketen und Werkzeuge auf dem Mars auf additive Fertigung. Sie nutzen eine Mischung aus Regolith, ein Material, das auch auf dem Mars in grossen Mengen vorhanden ist, und einer Titanlegierung. Die Regolith-Anteile schwanken zwischen fünf und 100 Prozent.

Größter industrieller Delta-3D-Drucker gebaut

Druckkopf schwebt über der Druckplatte, befestigt an drei Armen (Foto: jacobs-university.de)

Forscher der Jacobs University Bremen haben den grössten industriellen Delta-3D-Drucker der Welt entwickelt. Der vier Meter hohe Apparat soll den Bau von Prototypen effizienter, kostengünstiger, schneller und flexibler machen. Der neue Drucker erlaubt es laut den Wissenschaftlern, durch das additive Fertigungsverfahren kostengünstig komplexe Einzelteile für Prototyen herzustellen, die sich noch in der Testphase befinden. So lasse sich deren Design bei Bedarf flexibel und ökonomisch den Testergebnissen anpassen und erneuern.

Bioinspirierte Herzklappen per 3D-Drucker

3D-gedruckte künstliche Herzklappe mit hochpräzisen Fasermustern (Foto: Andreas Heddergott, tum.de)

Gerüste für künstliche Herzklappen aus dem 3D-Drucker: Das haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) entwickelt. Diese Gerüste sollen im Patienten neues Gewebe aus körpereigenen Zellen bilden. Zur Herstellung mittels "Melt Electrowriting" hat das Team eine neuartige Produktionsplattform geschaffen.

Gläserne Optiken künftig aus dem 3D-Drucker

Selbst hochkomplexe Produkte sind jetzt leicht herstellbar (Foto: Adam Lau, Berkeley Engineering)

Kleine Objekte aus Glas lassen sich künftig innerhalb von Minuten herstellen, dazu noch mit höchster Oberflächenglätte. Das Gerät, benannt nach dem fiktiven "Replikator" aus der "Star Wars"-Serie, der beliebige Objekte herstellen konnte, haben Forscher der University of California, Berkeley und des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) entwickelt. Die "Computed Axial Lithography" (CAL)-Technologie ist von der Computertomografie inspiriert.

Zeiss und Siemens Energy wollen bei 3D-Druck-Verfahren kooperieren

Kooperiert mit Siemens Energy: Zeiss (Bild: Zeiss)

Der Optikkonzern Zeiss mit Zentrale im deutschen Oberkochen und Siemens Energy planen ein gemeinsames Unternehmen zur Herstellung von Teilen im 3D-Druck-Verfahren. Dabei handle es sich um ein Bündnis zwischen der Sparte IQR (Industrial Quality and Research) von Zeiss und des Münchner Konzerns Siemens Energy.

3D-Druck: System soll gefährliche Druckfehler verhindern

Forscher am 3D-Drucker: Fehlervermeidung für Praxis wichtig (Foto: Pixabay)

Ingenieure und Materialwissenschaftler an der University of Arizona arbeiten mit Industriepartnern daran, mithilfe von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und einem ausgeklügelten Sensorsystem, das Wärmebild- und Hochgeschwindigkeitskameras umfasst, Fehlstellen in kritischen 3D-gedruckten Bauteilen, etwa für die Luftfahrt, ganz zu verhindern. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa finanziert die Entwicklung mit 750.000 Dollar.

Personalisierte Knieprothesen aus dem 3D-Drucker

Symbolbild:Hrslandenblog

Das Tessiner Orthopädieunternehmen Medacta hat eine neue Knieprothese vorgestellt, die personalisiert auf den jeweiligen Patienten im 3D-Druck-Verfahren hergestellt wird. Laut Mitteilung werde zunächst mit Hilfe einer Computertomographie eine 3D-Rekonstruktion des Gelenks des Patienten erstellt, die dann verwendet werde, um die Positionierung einer neuen Knieersatzprothese exakt zu planen.

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