Graphit schützt Smartphones vor dem Hitzetod

So flexibel sind die neuen Graphitfilme (Foto: kaust.edu.sa/en, Xavier Pita)

Graphit nimmt Wärme auf und gibt sie an die Umgebung ab. So werden viele elektronische Bauteile gegen Überhitzung geschützt. Die Herstellung der Kohlenstofffilme ist aber sehr zeit- und energieaufwendig, weil die dabei erreichten Temperaturen bei bis zu 3.200 Grad Celsius liegen. Forscher an der King Abdullah University of Science and Technology (Kaust) haben jetzt ein günstiges Produktionsverfahren entwickelt.

Autonom fahrende Autos lernen sprechen

So könnten autonome Fahrzeuge mit Menschen kommunizieren (Grafik: tue.nl)

Forscher an der Technischen Universität Eindhoven (TUE) bringen autonom fahrende Autos untereinander zum Sprechen, um auch Konflikte, die sich mit der Strassenverkehrsordnung nicht lösen lassen, auszuräumen. Die Sprache sollen auch Fussgänger verstehen, die, weil sie keinen Fahrer sehen, nicht sicher sein können, ob das Fahrzeug am Zebrastreifen tatsächlich anhält. Die Autos sollen Tonfolgen, Lichtzeichen oder auch mechanische Signale von sich geben. An einer solchen Mensch-Maschine-Schnittstelle arbeitet Debargha Dey.

"Robotermaterial" ändert Form, Grösse und Härte

Wunderstoff bei Laborversuchen: vielfach nutzbar (Foto: yale.edu)

Forscher der Yale University haben ein neues "Robotermaterial" entwickelt, das auf Knopfdruck seine Form, Grösse und Festigkeit ändert. Möglich wird das mithilfe eines Metall-Epoxid-Kompositwerkstoffs, der in Form von dünnen Fasern in verschiedene Trägermaterialien eingearbeitet wird. Die Erfinder sprechen von einem "Durchbruch in der Materialforschung", der viele Anwendungen ermöglicht - von adaptiver Kleidung bis hin zu verstaubaren Flugzeugflügeln.

Nanokanäle: Lithium-Akkus laden schneller

est-Akkus: Diese zeigen die Gangbarkeit des Ansatzes (Foto: utwente.nl)

Die richtigen Nanokanäle auf Anoden aus Niob-Wolfram-Oxid versprechen besonders schnell ladende Lithium-Ionen-Akkus, wie Forscher der Universität Twente (UT) in Zusammenarbeit mit der Wuhan University of Technology zeigen. Der Ansatz ist besonders für Anwendungen wie Ökostrom-Zwischenspeicher, wo es vor allem auf Lade- und Entladegeschwindigkeit ankommt, interessant.

Hauchdünner Fotodetektor sieht alles

Modell eines ultradünnen Hochleistungs-Fotodetektors (Grafik: rmit.edu.au)

Forscher an der RMIT University haben einen neuen Fotodetektor mit einem grösseren Spektrum entwickelt, als menschliche Augen jemals erfassen könnten. Es reicht von Infrarot bis Ultraviolett. Zudem ist die Innovation noch 100 Mal dünner als ein herkömmliches Gerät. Einsetzbar ist er in Spielekonsolen, der Glasfaserkommunikation, der medizinischen Bildgebung, Bewegungsmeldern und anderen Anwendungen. So ausgestattete Geräte werden deutlich kleiner.

EPFL-Forscher entwickeln schnelles Unterwasser-WLAN

Luma: blaues Licht zur Datenübertragung genutzt (Foto: epfl.ch, Alain Herzog)

Ein kleines optisches Modem namens "Luma", das auch in Wassertiefen von bis zu 6.000 Metern noch eine schnelle WLAN-Verbindung herstellt, haben Forscher der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) http://epfl.ch entwickelt. Das über das eigens gegründete EPFL-Spin-off Hydromea vertriebene Gerät setzt auf blaue Lichtimpulse, über die Daten ausgesandt und empfangen werden. Bei ersten Tests im Pazifik liessen sich Übertragungen über eine Distanz von über 50 Metern realisieren.

Flugroboter ändert rasant Form und Grösse

Hooman Hedayati und sein 'Pufferbot' (Foto: colorado.edu)

Forscher der University of Colorado Boulder und der University of Calgary haben mit "Pufferbot" einen fliegenden Roboter entwickelt, der blitzartig seine Form und Grösse verändern kann. Er orientiert sich am natürlichen Vorbild des Kugelfisches und kann sich dank einer speziellen Konstruktion rapide ausdehnen und grösser machen, wenn er mit Objekten in seiner Umgebung kollidiert. Die Technologie soll künftig bei Drohnen eingesetzt werden, um die Sicherheit zu verbessern.

Ein elektronisches Material massschneidern

Thorsten Schmitt (links) und Milan Radovic an ihrer Experimentierstation an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS. Hier haben sie ihre Messungen an dünnen Filmen aus Strontium-Iridium-Oxid durchgeführt. (Foto: Paul Scherrer Institut/Markus Fischer)

Forschende des PSI (Paul Scherrer Institut) haben grundlegende Erkenntnisse über ein vielversprechendes Material gewonnen, das sich für zukünftige Anwendungen in der Datenspeicherung eignen könnte. In ihren Experimenten mit dem Strontium-Iridium-Oxid Sr2IrO4 untersuchten sie gleichzeitig den Magnetismus sowie die elektronischen Eigenschaften von dünnen Materialfilmen und analysierten, wie sich diese Eigenschaften durch Verzerrung der Filme gezielt einstellen lassen. Möglich machte diese Studie eine Röntgentechnik, bei der das PSI zur Weltspitze gehört.

Handy-betriebener Smart-Suit hilft Athleten

Sensor-Anzug und Handy: sollen Höchstleistung ermöglichen (Foto: nus.edu.sg)

Forscher der National University of Singapore (NUS) haben einen akkulosen Smart-Suit entwickelt, der einfach via Smartphone mit Strom versorgt wird. Die darin verbauten Sensoren sammeln physiologische Daten zu Haltung, Lauf und Gang. Das System soll zunächst Sportlern helfen, eben diese zu verbessern und so einerseits die Leistung zu steigern und andererseits Verletzungen vorzubeugen. Auch weitere, klinische Anwendungen sind denkbar.

Hohlfaser überträgt Signale ohne Rauschen

Skizze des optischen Hohlfaserleiters in neuem Design (Grafik: A. Iyer, ucf.edu)

Forscher der University of Central Florida haben einen hohlen, luftgefüllten Lichtwellenleiter entwickelt, der das Rauschen deutlich reduziert. Damit gemeint sind Störungen, die das Signal überlagern und es verfälschen. Beim Empfänger kommt dann nur noch Datensalat an. Um das zu verhindern, werden die Signale nach einer gewissen Laufstrecke verstärkt. Wird das Rauschen weitgehend unterdrückt, müssen die Signale seltener verstärkt werden.

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