Forschung & Entwicklung

Sub-Terahertzwellen leiten fahrerlose Autos

So sieht der Sub-Terahertzwellen-Chip im Inneren aus (Foto: mit.edu)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben fahrerlose Autos mit einem zusätzlichen Erkennungssystem ausgestattet, das auf Sub-Terahertzwellen basiert. Deren Frequenzen liegen zwischen Infrarot und Mikrowelle im elektromagnetischen Spektrum. Sie durchdringen mühelos selbst den dichtesten Nebel oder andere Hindernisse, die Radarwellen nicht zuverlässig erkennen, sagen die Forscher.

Ameisenroboter braucht kein Navi mehr

Antbot": Vorbild ist die Wüstenameise (Foto: Julien Dupeyroux, CNRS, AMU)

"Antbot" ist der weltweit erste laufende Roboter, der nicht auf Satellitennavigation wie GPS oder Glonass angewiesen ist, um seinen Weg zu finden. Forscher am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und der Aix-Marseille University (AMU) haben den Sechsbeiner entwickelt. Als Vorbild diente "Cataglyphis", hierzulande als Wüstenameise bekannt. Sie kann hunderte Meter weit laufen, um Futter zu finden. Danach kehrt sie auf direktem Weg zu ihrem Nest zurück, ohne auch nur den kleinsten Umweg zu machen.

Kinder sprechen nur noch mit dem Handy

Symbolbild: Fotolia/Syda Productions

Kinder verbringen doppelt so viel Zeit mit dem Smartphone wie mit Elterngesprächen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Erhebung des britischen Unternehmens CensusWide, die vom Audio-Streaming-Dienstleister Roxi in Auftrag gegeben wurde. Insgesamt verbringen Kinder täglich in etwa drei Stunden und 18 Minuten mit ihren persönlichen Devices. Unterhaltungen mit den Eltern nehmen lediglich eine Stunde und 43 Minuten in Anspruch.

OLEDs: Billiges Kupfer statt teures Iridium

Blau strahlende organische Leuchtdiode (Foto: Mark E. Thompson, usc.edu)

Teures Iridium lässt sich in organischen Leuchtdioden (OLEDs) künftig durch preiswertes Kupfer ersetzen. Das wird den Bau von Displays auf OLED-Basis, wie sie vor allem in hochpreisigen Smartphones von Apple, Samsung und anderen Herstellern sowie in Fernsehern verwendet werden, verbilligen. Und das ohne Einbusse an Bildqualität, so Forscher der University of Southern California (USC).

Graphen und die Frage der Sicherheit

Symbolbild: Wikipedia/CCO

Graphen gilt als eines der interessantesten und vielseitigsten Materialien der Gegenwart. Die Anwendungsmöglichkeiten, auch in IT-affinen Gebieten, begeistern sowohl Forschung als auch Industrie. Die grosse Frage aber ist, ob Produkte, die Graphen enthalten, auch sicher für Mensch und Umwelt sind. Ein umfassender Review, entstanden im Rahmen des europäischen Graphen-Flagship-Projekts mit Beteiligung von Empa-Forschenden, ging dieser Frage nach.

Softroboter erhalten Wahrnehmungssystem

Roboterfinger als innovatives Wahrnehmungssystem (Foto: ucsd.edu)

Forscher der University of California San Diego haben ein neues Wahrnehmungssystem für Softroboter entwickelt, das dem Verfahren der menschlichen Informationsverarbeitung ähnelt. Inkludiert sind ein Motion-Capturing-System, Softsensoren, ein neuronales Netzwerk sowie ein Roboterfinger. Das Ziel der Wissenschaftler besteht darin, ein System zu bauen, das Roboterbewegungen und den internen Zustand ohne externe Sensoren bestimmt.

CSEM: Erste Handprothese, die Empfindungen übermittelt

Foto: Max Ortiz Catalan

In einem europäischen Projekt wurde die erste klinisch taugliche Handprothese entwickelt, die Empfindungen übermittelt und ihren Trägern auch anspruchsvolle Bewegungen ermöglicht. Diese Medizintechnologie gilt als eine wegweisende Errungenschaft für die Wiederherstellung der Handfunktion nach Amputationen. Das Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM hat mit seiner Ultra-Low-Power-Verarbeitungs- und -Kommunikationstechnologie zu dieser Novität beigetragen

Mobile Game unterstützt das Lernen von Fremdsprachen

Lerngruppe: Game kann locker machen (Foto: StockSnap, pixabay.com)

Ein auf kleine Gruppen ausgelegtes Mobile Game kann Studenten dabei unterstützen, Fremdsprachen zu erlernen, so Forscher der Concordia University. Das hat ein im Journal "Language Learning & Technology" beschriebenes Experiment mit Studenten belegt. Im Unterricht nach einer Spielsitzung haben die Mobile-Gamer demnach besser abgeschnitten als ihre Kommilitonen. Das spassige Spiel hilft den Studenten, Ängste zu überwinden und die korrekte Aussprache einer Fremdsprache zu üben.

Avatare haben zuwenig Präsenz, um Verhalten von VR-Nutzern zu beeinflussen

Virtual Brother is watching: Das tangiert eigentlich keinen (Foto: ubc.ca)

Virtual Reality (VR) ist als Werkzeug im Kommen, um das Verhalten von Menschen zu erforschen und vorherzusagen. Die Reaktionen von Piloten in Extremsituationen sind ein Klassiker. Es gibt auch die Idee, mit VR einzuschätzen, wie Fussgänger auf selbstfahrende Autos reagieren werden. "VR zu nutzen, um zu beurteilen, wie Menschen im realen Leben denken und sich verhalten, könnte zu Schlüssen führen, die fundamental falsch sind", warnt jetzt aber Alan Kingstone, Psychologieprofessor an der University of British Columbia (UBC).

Piezokristalle aus dem 3D-Drucker realisiert

Piezoelektrisches Gitter aus dem 3D-Drucker (Foto: H. Cui/Zheng Lab)

Forscher an der Virginia Polytechnic Institute and State University haben piezoelektrisches Material per 3D-Druck hergestellt. Xiaoyu "Rayne" Zheng, Assistenzprofessor für Mechanik, hat den Durchbruch gemeinsam mit seinem Team erzielt. Die gedruckten Kristalle wandeln Bewegungen, Stösse und Druck aus beliebigen Richtungen in elektrische Energie um.