Wenn Algorithmen über Karrieren entscheiden

Andreas Gebesmair (Foto: Christoph Böhm)

Das neue Forschungsprojekt "Creator Careers – Umgang mit Unsicherheiten im Social Media Entertainment" an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten untersucht, wie Content-Creator:innen den Herausforderungen von Social-Media-Plattformen begegnen und welche Strategien ihnen helfen, nachhaltige künstlerische und wirtschaftliche Karrierewege aufzubauen.

Personalisierte Algorithmen gefährden Lernen

Giwon Bagh: Psychologe sieht Gefahr in personaliserten Algorithmen (Foto: giwonbahg.github.io)

Personalisierte Content-Vorschläge in sozialen Medien auf Basis zuvor konsumierter Inhalte beeinträchtigen das Lernen massiv. Das zeigt eine Studie von Forschern der Ohio State University. So neigen Studienteilnehmer dazu, ihren Fokus einzuengen und nur einen begrenzten Teil der ihnen zur Verfügung stehenden Infos zu nutzen. Das geschieht, wenn ein Algorithmus kontrolliert, welche Infos ihnen zu einem Thema angezeigt werden, über das sie bisher noch nichts wussten.

Kolonnen-Software senkt den Spritverbrauch

Straßenkreuz: Software senkt Spritverbrauch und steigert die Sicherheit (Foto: Pexels, pixabay.com)

Forscher der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST) haben mit "Ecofollower" eine Software für das Kolonnenfahren entwickelt, das nicht nur Sicherheit gegen Auffahrunfälle von dicht hintereinander fahrenden Autos bietet, sondern auf die Optimierung des Energieverbrauchs ausgelegt ist. Der Algorithmus lernt dazu mit dem Ziel, Energie einzusparen. Er versteht schnell, dass ein Vordermann, der ständig das Tempo wechselt, den Energieverbrauch in die Höhe treibt.

KI und Mensch lösen mathematische Probleme

Mathematische Formeln: KI hilft bei schwierigen Berechnungen (Bild: pixabay.com, geralt)

Künstliche Intelligenz (KI) kann Mathematikern künftig dabei helfen, komplexe Aufgaben ihres Fachbereichs zu meistern. In einer kürzlich in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlichten Arbeit zeigt ein US-amerikanisches Forscher-Team unter Mitwirkung der University of California, Berkeley, dass ein KI-basierter rechnerischer Ansatz Mathematikern helfen kann, neue spannende Entdeckungen zu machen.

ETH-Forschende entwickeln den schnellstmöglichen Fluss-Algorithmus

Symbolbild:AdobeStock

Rasmus Kyng hat den fast perfekten Algorithmus geschrieben. Dieser berechnet für Netzwerke jeglicher Art den maximalen Transportfluss mit minimalen Kosten – sei es Schiene, Strasse oder Strom – und zwar so superschnell wie das mathematisch nicht mehr zu übertreffen ist.

Billige Sensoren und raffinierte Algorithmen sorgen für staubfreie Luft

Von Staub umhüllte Baustelle: Diese lässt sich künftig entschärfen (Foto: dustscan.co.uk)

Die Quellen von Staub und anderen Verunreinigungen der Luft lassen sich künftig mit kostengünstigen Sensoren und raffinierten mathematischen Algorithmen aufdecken und in der Folge bekämpfen, sagen Forscher der University of Birmingham. Das soll helfen, Steinbrüche, Tagebaue zur Gewinnung von Kohle, Baustellen und andere Emittenten zu entschärfen. Das System hat Francis Pope von der Hochschule zusammen mit dem Unternehmen DustScanAQ entwickelt, das die Technik nun vermarktet.

Mit Algorithmen dem Weltraumschrott ausweichen

Objekte im Weltraum (Bild:Nasa)

Immer mehr künstliche Objekte umkreisen die Erde. Neben Satelliten, die für Kommunikation, Forschung oder Navigation unerlässlich sind, sind die meisten anderen unerwünscht und stellen ein Betriebsrisiko dar, denn sie erhöhen die Gefahr von Zusammenstössen. Um diese zu verhindern, werden effiziente Algorithmen benötigt, um die Objekte zu identifizieren, die sich einander gefährlich nähern. Forschende der TU Darmstadt und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) haben dafür zwei neue Ansätze entwickelt.

Europäisches Zentrum für Algorithmen-Transparenz (ECAT) in Sevilla eröffnet

Symbolbild: Fotolia/Eisenhans

Die EU hat im spanischen Sevilla das Europäische Zentrum für Algorithmen-Transparenz (ECAT) eröffnet. Hintergrund dazu ist, dass die EU zur Durchsetzung neuer Regeln gegen illegale Inhalte im Netz Algorithmen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen besser verstehen möchte. Rund 30 Mitarbeitende, unter ihnen Datenwissenschaftler, Experten für Künstliche Intelligenz und Sozialwissenschaftler, sollen die EU-Kommission dabei unterstützen, das neue Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) auf Schiene zu bringen.

Von der TU Graz entwickelter Algorithmus wird zum internationalen Kryptografie-Standard

Ein an der TU Graz entwickelter Algorithmus sorgt in Zukunft für Sicherheit im Internet of Things. Bildquelle: jamesteohart - Fotolia

Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) hat den an der TU (Techgnische Universität) Graz entwickelten Algorithmus Ascon nach einem mehrstufigen und mehrjährigen Auswahlverfahren als Standard für Lightweight Cryptography ausgewählt. Da die NIST-Standards international im Bereich Informationssicherheit grosse Bedeutung haben und praktisch überall zum Einsatz kommen, werde Ascon damit in Zukunft weltweit bei Anwendungen mit nur geringen elektronischen Ressourcen die Verschlüsselungen übernehmen, teilt die TU Graz via Aussendung mit.

KI-basierter Hightech-Spiegel wird zum Fitnesstrainer

Korrekturen aus dem Projektor: Neuer Hightech-Spiegel für Fitness-Fans (Foto: Lanza et al)

Forscher der Universität Brescia haben gemeinsam mit ABHorizon auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) eine Art Hightech-Spiegel entwickelt, der darauf trainiert ist, menschliche Bewegungen in Videoaufnahmen zu erkennen. "Dieses Gerät kann Ihnen den besten Weg zeigen, um basierend auf Ihren spezifischen Bedürfnissen zu trainieren", sagt Bernardo Lanza, Entwickler der Hochschule.

Seiten

Algorithmen abonnieren