Empa entwickelt Papierbatterie mit Wasserschalter

Papierbatterie besteht aus zwei in Reihe geschalteten elektrochemischen Zellen (Foto: empa.ch)

Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben eine durch Wasser aktivierbare Einwegbatterie aus Papier entwickelt. Damit liesse sich eine breite Palette von kleinen Einweg-Elektronikgeräten mit geringem Stromverbrauch betreiben, etwa intelligente Etiketten zum Tracking von Objekten, Umweltsensoren oder medizinische Diagnosegeräte.

Tote Spinnenbeine werden zu Robotergreifern

Spinne: Tiere sind auch nach dem Tod noch nützlich (Foto: lolaclinton, pixabay.com)

Spinnenbeine lassen sich als mechanische Greifer von Soft-Robotern nutzen, wie Daniel Preston und Faye Yap von der Rice University festgestellt haben. Prestons Labor ist auf weiche Robotersysteme spezialisiert, die nicht-traditionelle Materialien verwenden, im Gegensatz zu harten Kunststoffen, Metallen und Elektronik. "Wir verwenden alle Arten von interessanten neuen Materialien wie Hydrogele und Elastomere, die von chemischen Reaktionen, Pneumatik oder Licht bewegt werden können", sagt er.

Attosekunden-Messung an Elektronen in Wasser-Clustern

Attosekunden-Messung an Elektronen in Wasser-Clustern (© ETH Zürich/ H.J. Wöhrer)

Forschende an der ETH Zürich haben eine Methode entwickelt, mit der nur wenige Attosekunden dauernde Elektronenbewegungen in Wasser-​Clustern zeitlich aufgelöst werden können. Die Technik kann sowohl zur genaueren Erforschung von Wasser als auch für schnellere Elektronik benutzt werden.

Briten bauen Drohnen-Autobahn "Skyway"

Drohnen über der Stadt: Jeder soll Drohnen gefahrlos nutzen können (Foto: goskyway.com)

Grossbritannien "baut" eine 165 Meilen (265,5 Kilometer) lange Drohnen-Autobahn. Der "Skyway" soll Städte und Gemeinden verbinden und zunächst zur Überwachung von Infrastrukturen wie Strassen und Häfen eingesetzt werden, später zum Transport von Menschen und Waren. Das Projekt werde sich auf die Stadt Reading konzentrieren und andere Städte in der Region einbeziehen, darunter Oxford, Cambridge und Milton Keynes, heisst es. Der in Reading angesiedelte britische Drohnen-Spezialist Altitude Angel führt die Initiative an.

Autonome Drohnenflotte hilft Schiffbrüchigen

Startvorbereitung für eine Aufklärungsdrohne (Foto: Millie Skoglund, chalmers.se)

Forscher der TU Chalmers um Tomas Grönstedt haben ein Drohnensystem entwickelt, das völlig autonom unterwegs sein kann. Es handelt sich um einen Quadrocopter, Starrflügler und Marinedrohnen, ein vollautomatisches System für Such- und Rettungseinsätze. Es stützt sich auf wasser- und luftgestützte Drohnen, die zusammenarbeiten und ein Kommunikationssystem verwenden, um ein Gebiet selbstständig zu durchsuchen, Behörden auf Menschen in Not aufmerksam zu machen und Hilfe zu leisten, bevor bemannte Rettungsfahrzeuge eintreffen.

Unterwasser-Greifer wie beim Tintenfisch

Neuer Octa-Handschuh im Test (Foto: Alex Parrish/vt.edu)

Einem Forscherteam um Michael Bartlett von der Virginia Polytechnic Institute and State University (Virgina Tech) ist es gelungen, einen elektronischen Handschuh nach Vorbild der Saugnäpfe des Tintenfisches zu entwickeln. Gegenstände unter Wasser sicher zu erfassen und zu manipulieren, ist keine Stärke des Menschen, wohl aber des Oktopus. Was er einmal gepackt hat, lässt er so leicht nicht mehr los. Das inspirierte die Wissenschaftler zu ihrem Greifer, der mit Gummisaugern und ausgeklügelter Sensortechnik ausgestattet ist, die das Muskel- und Nervensystem des Meeresbewohners nachahmt.

Schnellere Tsunami-Warnungen aufgrund von GPS-Störungen

Tsunamis richten verheerende Schäden an (Foto: pixabay.com, Wikilmages)

Warnungen vor Tsunamis, die durch Unterwasser-Erdbeben ausgelöst werden, kommen künftig früher als bisher. Eine Forschungsgruppe der Nagoya University wertet mit Kollegen des National Institute of Information and Communications Technology und der University of Electro-Communications atmosphärische Störungen aus. Diese werden von Wellen in der Luft ausgelöst uns verursachen verheerende Tsunami-Fluten.

EPFL: Drohnen finden Gründe für Staus

Einsatz von Datensammel-Drohnen in Nairobi (Foto: Dan Muniu/werobotics.org)

Mit Scharen von Drohnen mit Kameras lösen Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ein bisher unlösbar scheinendes Problem. Sie spüren die Ursachen von Verkehrsstörungen nahezu in Echtzeit auf, sodass diese schnell beseitigt werden können. Angesichts der Fülle an moderner Technologie – Strassenkameras, Big-Data-Algorithmen, Bluetooth- und RFID-Verbindungen sowie Smartphones in fast jeder Tasche – sollten Verkehrsingenieure eigentlich in der Lage sein, den Stadtverkehr genau zu messen und dessen Entwicklung genau vorherzusagen.

Krypto-Algorithmus auch für Quantencomputer unknackbar

Sicher verschlüsseln mit Krypto-Algorithmus (Bild: TU Graz)

Extrem leistungsfähige Rechner der Zukunft verlangen alternative Verschlüsselungs- und Signaturmethoden. Die US-amerikanische Bundesbehörde Nist (National Institute of Standards and Technology) hat nun in einem sechsjährigen Prozess vier Post-Quanten-Algorithmen zum Standard erhoben – einer davon trägt die Handschrift der TU Graz.

Computermodell für rasche Alzheimer-Diagnose

Alzheimer: künftig mit Online-Tool zu diagnostizieren (Foto: pixabay.com, geralt)

Es braucht viel Zeit und Geld, um eine Alzheimer-Diagnose zu erstellen. Forscher der Boston University haben jetzt ein neues Tool entwickelt, das diesen Vorgang automatisieren und schliesslich online durchführbar machen könnte. Das mit maschinellem Lernen ausgestattete Berechnungsmodell kann eine kognitive Beeinträchtigung mittels der Tonaufzeichnungen von neuropsychologischen Tests erkennen. Ein persönlicher Termin ist dafür nicht notwendig. Die Forschungsergebnisse wurden in "Alzheimers Disease & Dementia" veröffentlicht.

Seiten

Forschung & Entwicklung abonnieren