Smartes Exoskelett macht Gelähmte mobil

Versuchsanordnung: Test des neuen Roboters an einem Dummy (Foto: harvard.edu)

Forscher der Harvard University geben Schlaganfall-Patienten oder jenen mit Amyotropher Lateralskelrose (ALS) mit einem tragbaren weichen Exoskelett ihre motorischen Fähigkeiten zurück. Damit sind ihnen wieder alltägliche Verrichtungen wie das Zähneputzen, Haarekämmen oder Essen möglich. Dass Gerät kann sogar Therapien unterstützen, mit denen Patienten ihre Beweglichkeit zurückgewinnen sollen, heisst es.

Software entlarvt Propaganda auf Telegram

Telegram: Tool entlarvt Propaganda auf der Plattform schneller (Foto: Victoria, pixabay.com)

Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Max-Planck-Instituts für Sicherheit und Privatsphäre haben einen automatisierten Detektionsmechanismus zur Erkennung von Propaganda auf Telegram mit einer Trefferrate von 97,6 Prozent programmiert. Dieser ist eigenen Angaben nach um 11,6 Prozent besser als ein Mensch, vorausgesetzt, dieser stösst zufällig auf einen entsprechenden Post.

KI-basierte Methode sorgt für optimal gefüllte Lager

Früchte: Neue Lagersoftware optimiert den Einkauf (Foto: Elizabeth Ekman, pixabay.com)

Forscher der Mercatory-Universität und der Universität Neapel Federico II modellieren mit einer neuen KI-gestützten Methode die Veränderungen von Lagerbeständen - wenn weder die Kundennachfrage noch der Nachschub durch Lieferanten vorhersehbar sind und entgangene Umsätze nicht ausgeglichen werden können. Der Ansatz liefert genauere Schätzungen als gängige Faustregeln der Branche und könnte Unternehmen helfen, kostspielige Ladenhüter und Engpässe zu vermeiden.

HSLU entwickelt KI-Maschine, die hochpräzise zählt

Symbolbild: Pixabay/Justdiy Team

Ob bei Diamanten oder teuren Hanfsamen: Wer sich hier verzählt, verliert schnell viel Geld. Die Hochschule Luzern (HSLU) entwickelt deshalb eine Maschine, die mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) hochpräzise zählt – und dabei viermal schneller ist als das menschliche Auge.

Softroboter löst Nierensteine auf

So werden Nierensteine per Roboter entschärft (Bild: UW/Advanced Healthcare Materials)

Weiche Roboter können künftig Nierensteine auflösen, indem sie per Katheter in die Blase oder den Harnleiter des Patienten eingefügt werden. Entwickelt von Forschern der University of Waterloo (UW), enthalten sie magnetisierbare Partikel, die es ermöglichen, sie von aussen mit einem Magnetfeld zu bewegen. Der Minimalinvasiv-Chirurg lenkt die soften Roboter auf diese Weise zum zu entfernenden Stein. Die Route, die er nehmen muss, erkennt er durch Ultraschall-Bildgebung. Die Forschungsergebnisse sind jüngst im Fachjournal "Advanced Healthcare Materials" erschienen.

KI beschleunigt die Katastrophenhilfe massiv

Drohne vor dem Start am Strand: Fluggeräte liefern Basis für KI-Schadensanalyse (Foto: tamu.edu)

Das KI-Tool "Clarke" von Forschern der Texas A&M University um Tom Manzini und Robin Murphy soll die Katastrophenhilfe revolutionieren. Es ermittelt binnen Minuten anhand von Drohnenbildern den Grad der Zerstörung von Häusern etwa nach einem Erdbeben oder einer Flutkatastrophe. Darauf basierend können die Rettungskräfte weitaus gezielter vorgehen als bisher und dort mit der Suche nach Verschütteten beginnen, wo die Chancen, noch Menschen zu finden, am grössten ist.

Datenspeicherung frisst bald weniger Strom

Künstlerische Darstellung der neuen Datenspeicherung (Illustration: twin-cities.umn.edu)

Rechenzentren, Smartphones und Laptops brauchen künftig deutlich weniger Strom, wenn sich eine Innovation von Forschern der University of Minnesota durchsetzt. Sie haben eine Legierung aus Wolfram und Nickel (Ni4W) entwickelt, die erheblich weniger Energie benötigt, um Bits einzuschreiben und auszulesen als mit bisherigen Speichermaterialien. Die Bits werden gespeichert, indem winzige Regionen des Speichermaterials mit einem Spin versehen wird, einer gerichteten Magnetisierung. Beim Löschen wird die Richtung umgekehrt. Diese Prozesse benötigen in dem neuen Material weniger Energie.

Präzise Motif-Roboterhand greift sicher und nimmt Wärme wahr

Sensoren verteilen sich auf Handfläche (rechts) und Handrücken (Bild: Zhou et al/arXiv)

Kaum weniger geschickt und empfindlich als eine menschliche ist die neue Motif-Hand, die Forscher an der University of Southern California (USC) entwickelt haben. Das Kürzel steht für "Multimodal Observation with Thermal, Inertial, and Force sensors" (Multimodale Beobachtung mit Wärme-, Trägheits- und Kraftsensoren) und passt genau. Es gibt wohl keine Roboterhand, die mit annähernd so vielen unterschiedlichen taktilen Sensoren ausgestattet ist.

KI-Chatbot "o1" hat metalinguistische Skills

User: KI-Chatbots holen immer mehr auf (Foto: pixabay.com, Gerd Altmann)

KI-Chatbots können Sätze wie ein ausgebildeter Linguist analysieren, zeigt eine Studie der UC Berkeley. Sie liefert Einblicke in die Entwicklung von KI-Modellen und stellt zudem die Vorstellung infrage, dass nur Menschen über die Fähigkeit verfügen, über Sprache nachzudenken. Der von von OpenAI entwickelte Bot "o1" habe sich dabei laut "IEEE Transactions on Artificial Intelligence" als eindeutig überlegen erwiesen.

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