Deutschland: Robert Koch-Institut lanciert neues Zentrum für KI

Symbolbild: UTSA.edu

Das Robert Koch-Institut (RKI) bekommt einen Standort in Brandenburg. Seit Januar werde in Wildau ein Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Forschung über öffentliche Gesundheit gebaut, teilte das RKI mit. Bereits in den nächsten Monaten soll es demnach bezugsfertig sein. Rund 100 Stellen seien geplant, hiess es, ein Leiter werde derzeit gesucht.

Denkende Chips: Neuartiger Speicherkonzepte für neuromorphic Computing

Fraunhofer IPMS präsentiert Entwicklung neuartiger Speicherkonzepte für neuromorphic Computing (Bild: zVg)

Geschwindigkeit, Leistungsfähigkeit, Miniaturisierung und Energieeffizienz werden zunehmend wichtiger, wenn es darum geht, Anwendungen im Bereich Big Data und Künstlicher Intelligenz (KI) zu ermöglichen. Einen vielversprechenden Lösungsansatz bietet das sogenannte Neuromorphic Computing, bei dem die selbstorganisierende und selbstlernende Natur des Gehirns nachgebildet werden soll. Das Fraunhofer IPMS entwickelt hierfür Materialien und Hardware.

Origami-Antenne für Nanosatelliten

Faltkunst: Hightech-Lösung ist dieser nachempfunden (Foto: Shuky/ pixabay.com)

Forscher der Universität Busan und der University of Alabama haben eine von Origami inspirierte, sehr flexibel einsetzbare Antenne für Nanosatelliten entwickelt. Wie ähnliche Ansätze lässt sich diese kompakt zusammengefaltet, etwa mit einem Cubesat, in den Weltraum schiessen. Doch soll das neue Konzept auch damit punkten, dass sich die Antenne leicht für unterschiedliche Kommunikationsaufgaben rekonfigurieren lässt.

Roboter erkennt Berührungen über Schatten

Roboter: Interaktion des Users nur noch über Berührung (Foto: cornell.edu)

Forscher der Cornell University haben eine kostengünstige Methode entwickelt, mit der Roboter verschiedene Gesten und Berührungen richtig erfassen und interpretieren können. Direkter physischer Kontakt zwischen Mensch und Maschine ist nicht nötig. "Shadowsense" erkennt dank integrierter USB-Kamera über den Schatten, den eine Hand auf der "Haut" des Roboters wirft, ob dieser berührt wird und was der Nutzer damit ausdrücken will.

Schweine spielen mit dem Rüssel Computer

Schwein beim Gamen (Foto: Eston Martz, psu.edu)

Schweine werden wahrscheinlich nie fliegen, aber eine Studie unter der Leitung der Purdue University hat gezeigt, dass einige Arten der Gattung Sus über einen äusserst flexiblen Geist verfügen. Vier Schweine haben ein einfaches Videospiel mit einem Joystick gespielt. Jedes Tier wies ein konzeptionelles Verständnis auf - und das trotz der eingeschränkten Fingerfertigkeit bei Aufgaben, die normalerweise nichtmenschlichen Primaten zur Analyse der Intelligenz gestellt werden.

Informatiker tricksen Deepfake-Erkennung aus

Gesicht: Digitales Tricksen kann Erkennung umgehen (Foto: geralt, pixabay.com)

Deepfake-Detektoren, die manipulierte Videos erkennen sollen, lassen sich durch passende Veränderungen von Video-Frames gut austricksen. Dies haben Informatiker der University of California, San Diego (UCSD) in einer Studie erstmals nachgewiesen. Das gilt demnach auch, wenn ein Angreifer die Funktionsweise der Erkennungssoftware nur grob kennt. Der Ansatz der Informatiker funktioniert zudem selbst dann, wenn Videos komprimiert und dekomprimiert werden.

"Laserfactory" fertigt funktionsfähige Drohne

Schneid-Druckkopf: übernimmt komplette Fertigung (Foto: csail.mit.edu)

Forscher am Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des Massachusetts Institute of Technology haben mit der "Laserfactory" ein System entwickelt, dass die Fertigung von Geräten wie Drohnen leicht macht. Nutzer basteln in der Software des Systems aus vorgegebenen Komponenten ihr Design. Die Hardware übernimmt dann den Zuschnitt per Laser-Cutter, den Zusammenbau sowie den Druck von Leiterbahnen. Ein Demo-Video zeigt, wie eine gefertigte Drohne direkt aus der Laserfactory startet.

Neuer Piezokristall für tragbare Elektronik

Kristalle bilden sich, wenn die Flüssigkeit verdampft (Foto: ntu.edu.sg)

Den mit weitem Abstand leistungsfähigsten piezoelektrischen Kristall haben Forscher an der Nanyang Technological University (NTU) entwickelt. Er ist 40 Mal flexibler als ein herkömmlicher Kristall dieser Art, wenn eine elektrische Spannung angelegt wird. Umgekehrt erzeugt er sehr viel mehr Strom, wenn er verbogen wird. Zum einen lässt er sich als Aktuator verwenden, etwa zum Öffnen und Schliessen eines Ventils, zum anderen als Stromversorger von tragbaren Kleingeräten.

Grashüpfer als Vorbild für Exoskelett-Gelenke

Grashüpfer: Exoskelett von Natur aus (Foto: pixabay.com,Anrita1705)

Forscher der Xi'an Jiaotong University haben ein neues Konzept für Exoskelette entwickelt, das diese nicht nur stabiler und widerstandsfähiger machen soll, sondern gleichzeitig auch freiere und natürlichere Bewegungen erlaubt. Möglich wird das durch den Einsatz spezieller neu designter Verbindungsgelenke, für die sich ihre Erfinder von Gliederfüssern wie Grashüpfern, Spinnen oder Krabben inspirieren liessen. Diese verfügen über ein natürliches Aussenskelett und gegliederte Beine.

Standard-PCs werden zu Supercomputern

James Knight (links) und Thomas Nowotny mit GPUs (Foto: sussex.ac.uk)

Forscher der University of Sussex verwandeln herkömmliche Desktop-PCs in Supercomputer. Hierfür greifen sie auf die neueste Generation von Grafikprozessoren (GPUs) zurück, welche die Leistung eines Standardgeräts relativ kostengünstig auf das Level eines Rechners hebt, der ansonsten zig Millionen Euro kosten würde. Bei Praxistests nutzten sie derart aufgemotzte Computer, um ein Cutting-Edge-Modell des visuellen Cortex von Makaken zu simulieren.

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