Forschung & Entwicklung

3D-Druck: Schallwellenverfahren verarbeitet Materialien zu Tröpfchen

Kleiner Tropfen: Hier ist eine präzise Formgebung möglich (Foto: harvard.edu)

Forscher der Harvard University haben ein neues Druckverfahren entwickelt, das Schallwellen nutzt, um Tropfen aus zähflüssigen Materialien und Metall herzustellen. Mithilfe dieser Methode lassen sich Biopharmazeutika, Kosmetika, Lebensmittel sowie optische und leitende Materialien produzieren. Die Schallwellen dienen dazu, Tropfen aus Düsen zu gewinnen und in die passende Grösse zu bringen und zu lenken.

IFA 2018: "Smart Speaker" der Deutschen Telekom funktioniert auch bei Lärm

Neuer "Smart Speaker" der Deutschen Telekom (Foto: telekom.de)

Audioexperten des Fraunhofer IDMT haben die Audiotechnologie für den "Smart Speaker" der Deutschen Telekom entwickelt. Konkret geht es dabei um das optimale Zusammenspiel von Lautsprechern und Mikrofonen für die Sprachsteuerung auch bei lauter Umgebung oder sogar laufender Musikwiedergabe. Das Produkt ist jetzt erstmals auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zu sehen.

Prototyp für Bionik-Auge aus dem 3D-Drucker

Forscher der University of Minnesota haben einen Prototypen für ein bionisches Auge per 3D-Druck hergestellt. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten die Wissenschaftler zunächst einen Weg finden, elektronische Bauteile auf einer kurvenförmigen Oberfläche zu drucken. Möglich wurde dies durch den Einsatz eines speziell angepassten 3D-Druckers und einer Tinte aus Silberpartikeln. Der neue Ansatz soll blinden und sehbehinderten Menschen eines Tages wieder zur uneingeschränkten Sicht verhelfen, hofft das Projektteam.

Flüssigpolymere machen Transistoren stärker

Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben polymere ionische Flüssigkeiten zur verbesserten Schaltleistung von Transistoren entwickelt. Die polymeren ionischen Flüssigkeiten gehören zu den vielversprechendsten Materialen in der Elektrochemie. Sie wurden als dünne Schicht im Feldeffekttransistor aufgebracht.

Neue Roboter haben Heuschreckenbeine

Innovativer Roboter aus 3D-gedruckten Kohlefasersegmenten (is.mpg.de)

Forscher Matthew Woodward vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS) hat einen Heuschrecken-inspirierten Roboter entwickelt, dem das Ausrutschen egal ist. Laut dem in "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlichten Paper hat sich der Ingenieur beim Bau des Roboters an der Wüstenheuschrecke Schistocerca gregaria orientiert. An deren Füssen befinden sich eine Art nasse, klebrige Ballen sowie Stacheln, die es ihr ermöglichen, schnell von jeder Oberfläche zu springen.

Neue Lithium-Batterie kann nicht mehr explodieren

Mit einem raffinierten Trick verhindern Gabriel Veith vom Oak Ridge National Laboratory und seine Kollegen von der University of Rochester, dass Lithium-Ionen-Batterien Feuer fangen oder explodieren, wenn sie mechanisch beschädigt werden. Bei einem derartigen Ereignis gibt es oft einen Kurzschluss - wenn sich die beiden Elektroden berühren, die nur durch einen flüssigen Elektrolyten getrennt sind. Die gespeicherte Energie entlädt sich dann blitzartig.

Swisscom startet Forschungsprojekt mit MIT Sloan School of Management

Swisscom hat eine Partnerschaft mit dem MIT Sloan unterzeichnet und will gemäss einer Aussendung ihre neuesten Forschungsmethoden in der Prozess- und Datenanalyse anwenden. Die Forschung wird demnach vorangetrieben von Professor Steven Eppinger, dem MIT-Experten für Produktdesign und -entwicklung, von Michael Baeriswyl, Leiter Data, Analytics & AI bei Swisscom, und von Peter Fregelius, Leiter TV & Entertainment bei Swisscom.

Die Verwischung der Grenzen zwischen Mensch und Maschine

Von den 35 Must-Watch-Technologien, die im "Emerging Technologies Hype Cycle 2018" des Research- und Beratungsunternehmens vertreten sind, haben Forscher von Gartner fünf Megatrends identifiziert, welche die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verwischen sollen. Gerade Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) spielen demnach eine entscheidende Rolle dabei, dass Unternehmen flächendeckend, immer verfügbar und mit Unternehmens-Ökosystemen verbunden sind, um in naher Zukunft bestehen zu können.

"Livetag" macht Alltagsgegenstände "smart"

Forscher haben auf papierartige Substrate gedruckte Metall-Tags entwickelt, durch die jeder Alltagsgegenstand "smart" wird. "Unser Ziel ist es, das Internet der Dinge über Smartphones, Smartwatches und andere High-End-Geräte hinaus zu erweitern", sagt Xinyu Zhang, Professor for Elektro- und Computertechnik an der University of California, San Diego. Die neuen Tags sind Berührungssensoren und dabei komplett passiv: Sie kommen ohne eigene Stromversorgung aus und nutzen reflektierte WLAN-Signale.

Cern verlängert Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft mit Oracle

Das Entwicklungs- und Forschungsprogramm Cern der Europäische Organisation für Kernforschung (Cern) verlängert seine Partnerschaft mit Oracle um weitere drei Jahre. Diese Partnerschaft werde durch ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm des Laboratoriums namens "Cern openlab" realisiert. Das Programm biete einen bislang einmaligen Forschungsrahmen, in dem Wissenschaftler und IT-Unternehmen zusammenarbeiten können, heisst es in der Aussendung dazu.