US-Regierung will Halbleiterindustrie mit Staatshilfe unterstützen

Symbolbild: Pixabay

In den USA zeichnet sich staatliche Hilfe in Milliardenhöhe für die Halbleiterindustrie und Chipforschung im Lande ab. Das Repräsentantenhaus legte einen Gesetzesentwurf vor, der unter anderem 52 Milliarden Dollar dafür vorsieht. Das ist die gleiche Summe, die der Senat bereits in einer eigenen Vorlage für ähnliche Aufgaben vorgesehen hat.

Infineon prognostiziert Ende der Chipkrise binnen eines Jahres

Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon rechnet in den nächsten zwölf Monaten mit einem Ende der Chipkrise in der Automobilindustrie. Er gehe davon aus, dass Infineon den Bedarf gut abdecken könne, sagte Infineons Automotive-Chef Peter Schiefer der "Automobilwoche" in einem am Sonntag verbreiteten Interview. Schiefer kündigte zugleich eine deutliche Erweiterung der Produktion an.

Intel will in Ohio bis zu 100 Milliarden in neue Chipproduktion investieren

Mitten in der Chipkrise will Intel seine Produktionskapazitäten mit dem Bau einer riesigen Anlage im US-Bundesstaat Ohio erweitern. Es würden bis zu 100 Milliarden Dollar investiert, kündigte der grösste US-Chipkonzern an. Die Ankündigung ist Teil der Bemühungen von Intel-Chef Pat Gelsinger, die frühere Dominanz wiederzuerlangen und die Abhängigkeit der USA von asiatischen Herstellern wie TSMC und Samsung zu verringern.

Halbleiter-Nachfrage lässt TSMC abheben

Logobild:TSMC/Flickr

Die hohe Nachfrage nach Halbleitern für Smartphones, Laptops und anderen technischen Geräten hat dem weltgrössten Chipauftragsfertiger TSMC zu einem Rekordgewinn verholfen. Das Nettoergebnis kletterte von Oktober bis Dezember um rund 16 Prozent auf 166,2 Milliarden Taiwan-Dollar (umgerechnet 5,29 Milliarden Euro), wie der Apple- und Qualcomm-Zulieferer am heutigen Donnerstag mitteilte. Das war mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um etwa 24 Prozent.

Deutschland: Brand im Berliner ASML-Werk könnte Lieferengpässe bei Halbleitern verschärfen

Brand in Berliner ASML-Werk könnte Lieferengpässe bei Halbleitern verstärken (Bild: ASML-Zentrale in Veldhoven/NL, CC BY-SA 3.0/A.Ansems)

Ein Brand im Berliner Werk des Technologieunternehmens ASML hat die Anleger an den Börsen verunsichert. Der Anbieter von Komponenten für die Mikrochip-Herstellung musste zeitweise kräftige Kursverluste hinnehmen. Es gab die Befürchtung, dass sich Lieferengpässe bei Halbleitern verschärfen könnten. ASML teilte mit, man werde erst in einigen Tagen Aussagen darüber treffen können, ob der Brand in dem Werk im Stadtteil Britz Folgen für die Jahresproduktion habe.

Lockdown in Xi’an bremst Chipproduzenten

Nach Samsung warnt nun auch der US-Chiphersteller Micron wegen des Coronavirus-Lockdowns in der chinesischen Stadt Xi’an vor Unterbrechungen in seiner Produktion. Die Einschränkungen könnten zu Verzögerungen in der Versorgung mit DRAM-Speicherchips führen, teilte Micron in der Nacht auf heute mit. Diese werden etwa in Rechenzentren eingesetzt. Durch die strengeren Massnahmen sei das Personal in der Chipfabrik ausgedünnt.

Kooperationen mit Chipproduzenten sichern BMW Millionen von Speicherchips zusätzlich

Kooperiert eng mit Chip-Herstellern: BMW (Bild: Kapi)

BMW sichert sich einen längerfristigen Zugang zu Mikrochips. Der Autokonzern hat mit dem Münchener Halbleiterhersteller Inova Semiconductors und dem US-Chipproduzenten Globalfoundries eine Partnerschaft abgeschlossen und bekommt von ihnen jährlich mehrere Millionen Speicherchips geliefert, wie BMW mitteilte. Das erhöhe die Planungssicherheit und Transparenz über die benötigten Mengen und sichere den Bedarf nachhaltig, sagte Vorstandsmitglied Andreas Wendt.

Halbleiter-Knappheit: 50 Prozent der Automobil-OEMs werden bis 2025 eigene Chips designen

Symbolbild: Pixabay

Die Halbleiter-Knappheit und der Elektrifizierungs- und Autonomie-Trend werden die Hälfte der Top-10-Automobil-OEMs (Original Equipment Manufacturer) dazu bewegen, ihre eigenen Chips zu entwickeln. Dies sagt das Research- und Beratungsunternehmen Gartner voraus. Dadurch könnten diese ihre Produkt-Roadmap und Lieferketten selbst kontrollieren, so Gartner.

US-Handelsbehörde FTC klagt gegen Kauf von Chipdesigner Arm durch Nvidia

Soll ARM nicht übernehmen dürfen: Nvidia (Logo: Nvidia)

Die US-Regierung will einen Milliardendeal um den Chipdesigner Arm verhindern, dessen Technik in praktisch allen Smartphones steckt. Die geplante Übernahme der britischen Firma durch den Grafikkartenspezialisten Nvidia könne Innovationen bremsen, begründete die Handelsbehörde FTC ihre Klage. Der US-Konzern Nvidia hatte bereits im September 2020 zum rund 40 Milliarden Dollar schweren Kauf von Arm angesetzt. Unter anderem auch in Europa wird das Geschäft unter die Lupe genommen. Es wäre die grösste Übernahme in der Halbleiterbranche.

Samsung plant angeblich 17 Milliarden Dollar teure Chip-Fabrik in Texas

Samsung plant teure Chipfabrik in Texas (Bild: Kote Puerto on Unsplash.com)

Der südkoreanische Technologieriese Samsung will einem Zeitungsbericht zufolge in den USA eine neue Chipfabrik bauen. Samsung plane eine 17-Milliarden Dollar teure Halbleiterfabrik in der Stadt Taylor, im US-Bundesstaat Texas, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der texanische Gouverneur Greg Abbott werde am heutigen Dienstag eine "wirtschaftliche Ankündigung" machen.

Seiten

Halbleiter abonnieren