Chip-Boom treibt Taiwans Exporte weiter an

Prozessoren beflügeln Taiwans Exporte (Symbolbild: Pixabay/Colin)

Die weltweit starke Nachfrage nach Technologieprodukten wie Mikrochips lässt Taiwans Exporte immer weiter steigen. Sie wuchsen im Februar bereits den 20. Monat in Folge, und zwar um 34,8 Prozent zum Vorjahresmonat auf 37,45 Milliarden US-Dollar, wie das Finanzministerium am gestrigen Dienstag mitteilte. Das Plus fiel damit mehr als doppelt so stark aus wie von Ökonomen vorhergesagt.

Litauen und Taiwan eröffnen gemeinsames Zentrum für Halbleiter und Materialwissenschaften

Symbolbild: Pixabay

Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen Litauen und China hat das baltische EU-Land ein gemeinsames Halbleiterprojekt mit Taiwan gestartet. So wurde in Vilnius soeben das taiwanesisch-litauische Zentrum für Halbleiter und Materialwissenschaften eröffnet. Dies teilte die taiwanesische Vertretung in Litauen mit. Erstes Vorhaben sei die Entwicklung eines neuartigen Lasers, von dem der Präzisionsmaschinenbau und die Halbleiterindustrie profitieren solle.

ARM plant für 2023 IPO an der Börse

Plant Börsengang: ARM (Bild: ARM)

Chips, in denen ARM-Technik steckt, werden täglich benutzt: Smartphone, Auto, PC, Notebook, Router, NAS, Kaffeemaschine, elektrische Zahnbürste. ARM-Rechenkerne kommen vom billigen 50-Cent-Mikrocontroller bis hin zum weltweit stärksten Supercomputer zum Einsatz. Prominent sind Apples ARM-kompatible M1-Prozessoren. Mehr als die Hälfte des ARM-Umsatzes bringen Smartphone-Chips wie Qualcomm Snapdragon und Samsung Exynos.

Intel übernimmt Tower Semiconductor

Intel-Headquarters im kalifornischen Santa Clara (Bild:Intel)

Intel setzt seinen weltweiten Expansionskurs mit der Übernahme des Chipkonzerns Tower Semiconductor fort. Der Kaufpreis liege bei 5,4 Milliarden Dollar, teilten beide Unternehmen heute mit. Der US-Konzern will mit dem Zukauf seine Auftragsfertigung ausbauen und sein Portfolio erweitern. Aktuell wird die Auftragsfertigung, in die Intel verstärkt einsteigen will, von asiatischen Anbietern wie TSMC und Samsung Electronics dominiert.

USA warnen Chipbranche vor Engpässen durch Russland-Konflikt

Chip: USA warnen vor Engpässen (Bild: Pixabay/Colin)

Die USA haben Insidern zufolge die bereits unter Lieferschwierigkeiten leidende Chipindustrie vor möglichen Engpässen im Falle einer Eskalation im Konflikt mit Russland gewarnt. Russland könne als Vergeltungsmassnahme Liefersperren für bestimmte Materialien verhängen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Deswegen solle die Branche versuchen, ihre Lieferketten zu diversifizieren und Alternativen zu suchen.

Mercedes-Benz trotz Chipmangels mit starkem Ergebnis

Starkes viertes Quartal: Mercedes Benz (Foto: Karlheinz Pichler)

Autohersteller Mercedes-Benz übertraf mit einem starken vierten Quartal die Prognose für die Profitabilität im Automobilbau, wie der DAX-Konzern heute überraschend anhand von Eckdaten mitteilte. Dabei halfen die hohen Autopreise bei Neu- und Gebrauchtwagen sowie der Fokus auf teure Modelle wie die S-Klasse und Maybach.

Chip-Produktion: Vereinigte Staaten müssen 500 Milliarden Dollar investieren

Dollarnoten: Halbleiterbranche braucht viel Geld (Foto: pixabay.com)

Wesentlich mehr als die 52 Milliarden Dollar, die Präsident Joe Biden der angeschlagenen Chip-Branche als Subventionspaket in Aussicht gestellt hat, sind nötig, um die US-amerikanische Halbleiterproduktion anzukurbeln und längerfristig gegen Lieferengpässe abzusichern. Zu diesem Ergebnis kommen Experten des Potomac Institute for Policy Studies. Ihren Berechnungen nach würde die Erreichung dieses Ziels mehr als 500 Milliarden Dollar verschlingen - also fast zehnmal mehr als die versprochenen Fördergelder.

EU forciert "EU Chips Act"

EU will mehr Unabhängigkeit bei Computerchips (Bild: Pixabay/ Colin 008)

Die Europäische Union (EU) will offenbar einen zweistelligen Milliardenbetrag in eine eigene Chipindustrie investieren und ihren Anteil an der weltweiten Produktion auf 20 Prozent verdoppeln. Wie der EU-Kommissar für Industrie, Binnenmarkt und Dienstleistungen, Thierry Breton, vor Journalisten sagte, habe die weltweite Chip-Knappheit die Risiken der Abhängigkeit von asiatischen und US-amerikanischen Lieferanten aufgezeigt.

US-Regierung will Halbleiterindustrie mit Staatshilfe unterstützen

Symbolbild: Pixabay

In den USA zeichnet sich staatliche Hilfe in Milliardenhöhe für die Halbleiterindustrie und Chipforschung im Lande ab. Das Repräsentantenhaus legte einen Gesetzesentwurf vor, der unter anderem 52 Milliarden Dollar dafür vorsieht. Das ist die gleiche Summe, die der Senat bereits in einer eigenen Vorlage für ähnliche Aufgaben vorgesehen hat.

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