Halbleiter-Umsatz für 2021 weltweit auf 551 Milliarden Dollar prognostiziert

Symbolbild: Pixabay/Chrisci

Angesichts weltweiten Chipmangels sind die Preise für die begehrten Halbleiter weltweit gestiegen: Rund um den Globus werden in diesem Jahr Halbleiter für knapp 551 Milliarden Dollar verkauft werden, schätzte der deutsche Elektronikindustrieverband ZVEI zum Auftakt der Messe Productronica in München. Das wären demnach 25 Prozent mehr als 2020. Welchen Anteil dabei jeweils höhere Preise und gestiegene Fertigungszahlen ausmachen, ist unklar – klar ist jedoch, dass Preiserhöhungen eine Rolle spielen.

EU-Kommission will europäische Chip-Produktion verdoppeln

Chip: EU will Produktion verdoppeln (Symbolbild: Pixabay/Colinoob)

Die EU-Kommission will den Marktanteil europäischer Unternehmen an der weltweiten Chip-Produktion verdoppeln. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte eine entsprechende Initiative für das erste Halbjahr 2022 an. 70 Prozent der weltweiten Produktion von Computer-Chips entfielen derzeit auf nur zwei Konzerne, die beide in Ostasien sässen, sagte von der Leyen auf dem "SZ-Wirtschaftsgipfel" in Berlin. Das sei für Europa nicht nachhaltig, sagte sie in einem Video-Grusswort.

Infineon verdreifacht Gewinn trotz Chipkrise

Verdreifacht Gewinn: Infineon (Bild: zVg)

Das Geschäft brummt beim Halbleiterkonzern Infineon. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe sich der Gewinn auf 1,17 Milliarden Euro mehr als verdreifacht und es sei der höchste Umsatz der Firmengeschichte erzielt worden, wie das Unternehmen aus Neubiberg bei München mitteilte. Auch für das kommende Jahr ist der Konzern, der derzeit vom hohen Bedarf an Chips profitiert, zuversichtlich und hat seine Prognose leicht erhöht.

TSMC erhält Staatsbeihilfe in Milliardenhöhe für japanische Chipfabrik

TSMC erhält Milliardensubventionierung von Japan (Logo: TSMC)

Japans Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge mit der Subventionierung eines neuen Werks des taiwanesischen Chip-Produzenten TSMC die inländische Halbleiterproduktion ankurbeln. Japan werde voraussichtlich die Hälfte des geschätzten Investitionsvolumens von TSMC in Höhe von 1 Billion Yen (7,63 Mrd. Euro) für den Bau einer Chipfabrik in Kumamoto, Südjapan, bereitstellen, berichtete die Zeitung Nikkei unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Audi rechnet mit chipkrisenbedingter Produktionsrückstände bis weit in nächstes Jahr

Bild: Pixabay/Webandi

Der Autobauer Audi wird laut Vorstandschef Markus Duesmann die durch die Chipkrise entstandenen Produktionsrückstände nicht völlig aufholen können. Die Probleme reichten weit bis ins nächste Jahr hinein. Er hoffe, dass Audi mit Ende des ersten Halbjahres 2022 eine Verstetigung in der Produktion und bei der Chiplieferung erreichen werde, sagte Duesmann. Die Chipkrise koste Audi ein Rekordjahr. Für die Zukunft sollen Lieferketten geprüft und umgestellt werden.

Bosch will 400 Millionen Euro in Chip-Produktion investieren

Bosch-Zentrale in Stuttgart-Gerlingen (Bild:zVg)

Der deutsche Technologiekonzern Bosch will im kommenden Jahr mehr als 400 Millionen Euro in die Mikrochip-Produktion in Deutschland und Malaysia investieren. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der grösste Teil des Bosch-Budgets für einen schnelleren Ausbau der Fabrik in Dresden verwendet werden, die der Konzern erst im Juni eingeweiht hat.

Halbleiterkrise kostet Apple Milliarden

Bekommt die Halbleiterkrise zu spüren: Apple (Bild: Pixabay/Fotocitizen)

Apple ist im vergangenen Quartal von der globalen Chipknappheit eingeholt worden. Trotz deutlicher Zuwächse verfehlte der iPhone-Konzern noch optimistischere Prognosen von Analystinnen und Analysten. Die Engpässe in der Lieferkette und Ausfälle in der Produktion hätten das Geschäft um rund sechs Mrd. Dollar gedrückt, sagte Konzernchef Tim Cook dem Sender CNBC. Die Aktie sank im nachbörslichen Handel zeitweise um vier Prozent.

Stellantis sieht bei Chipkrise Licht am Ende des Tunnels

Sieht Licht am Ende des Tunnels: Stellantis (Logobild: Stellantis)

Stellantis setzt nach einem Produktionseinbruch infolge des Halbleitermangels auf eine Besserung der Lage. Der Trend sei positiv. Stellantis sehe eine Stabilisierung beim Angebot und eine Verbesserung der Produktion im Monatsvergleich, sagte Finanzvorstand Richard Palmer bei Vorlage der Produktions- und Umsatzdaten im dritten Quartal. So werde der Produktionsausfall wegen fehlender Teile zum Jahresende nicht mehr so hoch ausfallen wie in den Monaten Juli bis September.

Intel vor Milliarden-Investitionen für Chipfabriken in Italien und Deutschland

Intel-Zentrale in Santa Clara (Bild:Intel)

Italien wirbt Insidern zufolge beim US-Konzern Intel mit einem massgeschneiderten Angebot für den Bau einer Chipfabrik. Zugleich zeichne sich Deutschland als Spitzenkandidat für eine noch grössere sogenannte Megafabrik ab. Die Regierung in Rom führe mittlerweile fortgeschrittene Gespräche mit dem US-Konzern über mögliche Investitionen, die sich ersten Schätzungen zufolge auf mehr als 4 Mrd. Euro belaufen dürften.

Renault korrigiert Produktionsausfall wegen Chipkrise nach oben

Bild: Sebastien Chiron auf Unsplash.com

Der französische Autobauer Renault befürchtet wegen des anhaltenden Mangels an Computerchips noch höhere Produktionsausfälle als bisher vorhergesagt, sagen Insider. Mindestens 300.000 Fahrzeuge rollten heuer deshalb weniger vom Band, sagten drei mit den Planungen Vertraute. Im September hatte der Konzern noch mit einem Ausfall von 220.000 Autos gerechnet. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äussern.

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