BMW kann wegen Halbleitermangel über 10.000 Autos nicht bauen

Foto: Kapi

Der Chipmangel macht nun auch dem bayerischen Autobauer BMW zu schaffen. In fast allen deutschen Werken, im Mini-Werk im britischen Oxford sowie bei Auftragsfertigern komme es in dieser und in der kommenden Woche zu Produktionsausfällen, sagte eine Sprecherin. Betroffen seien die Werke Regensburg, Dingolfing, Leipzig, Oxford sowie die Produktionsstätten von Magna Steyr in Graz und VDL.

TSMC erhöht Chip-Ausstoß für Autobranche um 30 Prozent

Bild: Flickr/CC

Der taiwanesische Halbleiterhersteller TSMC steigerte seinen Chip-Ausstoss für Automobilbranche im letzten Halbjahr um gleich 30 Prozent. Dies gab CEO CC Wei bei der Präsentation der Finanzzahlen für das zweite Fiskalquartal bekannt. Bis Ende des Jahres soll der Output sogar fast 60 Prozent höher sein als im Jahr 2020, Wei.

Deutscher Autoverband VDA senkt Produktionsprognose wegen Halbleiterkrise erneut

Halbleiter: Mangel könnte deutscher Autobranche noch länger zusetzen (Symbolbild: Pixabay/Chrisci)

Der Mangel an Halbleitern bleibt ein Bremsklotz für die deutschen Autobauer: Der Verband der Automobilindustrie (VDA) senkte am gestrigen Montag erneut seine Jahresprognose für die Pkw-Produktion auf 3,6 Millionen Fahrzeuge. Das wäre gegenüber der von Corona-Lockdowns gedämpften Vorjahresproduktion nur noch ein Plus von drei Prozent. Vor zwei Monaten hatte der VDA die Wachstumsprognose erst von 20 auf 13 Prozent gekappt.

Skoda muss Produktion wegen Chipmangels einbremsen

Symbolbild: Pixabay/Mirano23

Die mittlerweile notorischen Lieferengpässe bei Halbleitern führen nun auch zu einem Produktionsstau bei der zum Volkswagenkonzern gehörenden tschechischen Volkswagen-Marke Skoda. Man habe sich mit der Metallgewerkschaft Kovo auf eine eingeschränkte Fertigung in der kommenden Woche geeinigt, teilte eine Skoda-Sprecherin auf Nachfrage mit. Betroffen seien die tschechischen Standorte Mladá Boleslav, Kvasiny und Vrchlabí.

Globalfoundries buttert Milliarden in neue Chip-Fabrik in Singapur

Globalfoundris Chipfabrik in Dresden (© Globoalfoundries/ CC BY-SA 3.0)

Der IT-Auftragsfertiger Globalfoundries investiert im Wettlauf um den Ausbau der Halbleiterproduktion einen Milliardenbetrag in eine neue Fertigungsanlage. Diese soll am bisherigen Firmenstandort Singapur die Kapazitäten um nahezu die Hälfte auf rund 1,5 Millionen Wafer mit 300 Millimeter Durchmesser erhöhen, wie das Unternehmen verlauten lässt. Insgesamt will Globalfoundries mehr als vier Milliarden US-Dollar für die neue Farbrik in die Waagschale werfen.

Intel spricht sich für Staatshilfen in der Halbleiterproduktion aus

Intel-Zentrale in Santa Clara (Bild:Intel)

Der US-amerikanische Chip-Riese Intel mit Konzernsitz im kalifornischen Santa Clara hat sich erneut für Staatshilfen in der Halbleiterproduktion ausgesprochen. "Es sollte ein günstiges Umfeld geschaffen werden, das es den Chipherstellern ermöglicht, mit einer Fertigung in Europa wettbewerbsfähig zu sein", betonte Intels Deutschlandchefin Christin Eisenschmid gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Halbleitermangel könnte laut Intel-Chef Pat Gelsinger noch Jahre anhalten

Intel-Chef Pat Gelsinger (Bild: zVg)

Die Lieferengpässe bei Halbleitern könnten nach Einschätzung von Intel-Chef Pat Gelsinger noch lange anhalten. Zwar habe die Industrie inzwischen die kurzfristigen Beschränkungen in Angriff genommen, jedoch könne es mehrere Jahre in Anspruch nehmen, um Antworten auf Knappheiten bei der Auftragsfertigung, einzelnen Komponenten und Schichtträgern zu finden, sagte Gelsinger am heutigen Montag.

Bosch eröffnet in Dresden neue Halbleiterfabrik

Bosch investiert in die Herstellung von Chips für IoT und Autoindustrie (Bild: Bosch)

Bosch will am 7. Juni in Dresden seine neue Halbleiterfabrik im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) offiziell eröffnen. Künftig will das Unternehmen am Standort vor allem Chips für das Internet der Dinge und die Autoindustrie bauen und investiert rund eine Milliarde Euro – die grösste Einzelinvestition in der 130-jährigen Firmengeschichte. Aktuell beschäftigt Bosch rund 250 Mitarbeiter in Dresden – bis zu 700 sollen es später einmal sein.

Frankreich und Deutschland forcieren Chip-Allianz

Symbolbild: Pixabay/ Geralt

Deutschland und Frankreich wollen angesichts von Engpässen bei der Versorgung mit Elektronikbauteilen eine geplante europäische Halbleiter-Allianz vorantreiben. Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire bezeichnete Halbleiter als das "neue Erdöl". Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte nach einem digitalen deutsch-französischen Wirtschafts- und Finanzrat, es sei intensiv diskutiert worden, wie ein gemeinsames europäisches Projekt auf die Beine gestellt werden könne.

Samsung will bis 2030 rund 125 Milliarden Euro in Chip-Technologie investieren

Halbleiterwerk von Samsung in Hwaseong in Südkorea (Bild:Samsung)

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung will angesichts der globalen Halbleiterknappheit seine Milliarden-Investitionen in die Chip-Technologie kräftig aufstocken. Bis 2030 sollen 171 Billionen Won (rund 125 Milliarden Euro) in das Geschäft mit modernen Chip-Prozessoren und der Auftragsfertigung investiert werden, wie der weltweit grösste Hersteller von Speicherchips mitteilte.

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