Forschung & Entwicklung

"Breadbot": Roboter macht Bäcker arbeitslos

Breadbot: Brot lässt sich einfach entnehmen (Foto: wilkinsonbaking.com)

Der Roboter "Breadbot" bäckt zehn Laib Brot pro Stunde und soll bereits dieses Jahr in US-Lebensmittelgeschäften stehen. Das Gerät ist vom Unternehmen Wilkinson Baking Company entwickelt worden. Das Mixen, Kneten und Backen des Brotteigs dauert lediglich 90 Minuten. Laut Herstellern erfüllt Breadbot seinen Job genauso gut wie sein menschliches Pendant.

Supercomputer simulieren Energiesystem der Zukunft

Glühbirnen: Energiesystem der Zukunft wird simuliert (Foto: pixabay.de/ColiN00B)

Im Projekt "Metis" arbeiten Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich an einem neuen Modell, das es ermöglichen soll, das Energiesystem der Zukunft in einem bisher unerreichten Detailgrad über mehrere Jahrzehnte hinweg auf Supercomputern zu simulieren. Für das Vorhaben haben sich die koordinierenden Jülich-Forscher mit Experten des Jülich Supercomputing Centre (JSC) sowie mit Partnern der RWTH Aachen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zusammengeschlossen.

Graphen-Tinte: Elektronik zum Ausdrucken

Drucken mit Graphen-Tinte wird Realität (Symbolbild: Pixabay)

Forscher der University of Manchester haben Graphen-Tinte für 3D-Drucker entwickelt, mit der sich Elektronik direkt auftragen lässt. Als Lösungsmittel für die Graphensplitter, die Grundlage für die Graphen-Tinte, wählten die Wissenschaftler Dihydrolevogucosenone, eine biologisch abbaubare, nicht toxische Flüssigkeit. Damit sind hohe Graphenkonzentrationen möglich, sodass der elektrische Widerstand der gedruckten Elektronik sinkt.

Autotür lässt sich einfach mit Gesten öffnen

Ormrod am Steuer des Fahrzeugs mit dem neuen System (Foto: jaguarlandrover.com)

Der britische Autohersteller Jaguar Land Rover hat einen Prototypen vorgestellt, der körperlich behinderten Menschen im Alltag hilft. Einladend öffnet sich die Tür, wenn sich der Besitzer des Range Rover Sport seinem Fahrzeug nähert. Er kann das Gleiche auch mit Gesten erreichen. Wer vom Einkaufen zurückkommt und schwer bepackt ist, dürfte die Automatik ebenfalls schätzen. Die lästige Suche nach dem Schlüssel und die Nutzung der Fernbedienung entfallen.

3D-Objekte in Nanobereich geschrumpft

3D-Struktur bestehend aus dem saugfähigen Material Polyacrylat (Foto: mit.edu)

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) 3D-Objekte bis in den Nanobereich geschrumpft. Der Ansatz der Wissenschaftler basiert auf einem Gerüst, das aus Polyacrylat besteht. Dabei handelt es sich um ein aufnahmefähiges Material, wie es auch in Windeln zu finden ist. Dennoch gibt es bei dieser Technologie noch Limitationen, da die Auflösung des Endprodukts direkt mit der Grösse zusammenhängt.

Gelungener Testversuch für abhörsicheres Quantennetzwerk

Symbolbild: ictk

Ein entscheidender Schritt zur abhörsicheren Kommunikation im Internet ist offenbar österreichischen Wissenschaftlern gelungen. Ein Forscherteam um Rupert Ursin vom Wiener Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften konnte demnach erstmals vier Teilnehmer in einem Netzwerk mit Quantenverschlüsselung so miteinander verbinden, dass jeder mit jedem abhörsicher kommunizieren konnte.

Quantenverschlüsselung wird massentauglich

Aufwendiger Versuchsaufbau zur Quantenkryptografie (Foto: ait.ac.at, iqoqi.at)

"Alice" und "Bob" haben Gesellschaft bekommen, ebenfalls ein Pärchen. Alice ist in der quantenwissenschaftlichen Welt der Name eines Senders, der quantenkryptografisch verschlüsselte Botschaften verschickt, "Bob" der Empfänger, der diese entschlüsselt. Diese Methode ist absolut abhörsicher, bisher aber auf zwei Teilnehmer beschränkt und damit für das Internet mit Milliarden Teilnehmern ungeeignet.

Forscher messen Vertrauen in smarte Technik

Im Labor: Testperson mit EEG-Haube (Foto: Marshall Farthing, purdue.edu)

Forscher der Purdue University haben zwei Klassifizierungsalgorithmen entwickelt, mit denen sich das Vertrauen von Menschen in intelligente Maschinen und Technologie in Echtzeit messen lässt. Hierfür setzen sie auf eine Kombination aus Elektroenzephalografie (EEG), um die elektrische Muster im Gehirn zu erfassen, und elektrodermale Aktivität, also das kurzzeitige Absinken des Leitungswiderstandes der Haut. Bei ersten Tests erreichten beide Messvarianten eine durchschnittliche Genauigkeit von 71,22 beziehungsweise 78,55 Prozent.