Forscher setzen auf Holz für biegsame Elektronik

Flexibel: Mikrowellenverstärker auf Holzbasis (Foto: wisc.edu, Huilong Zhang)

Wissenschaftler der University of Wisconsin-Madison haben einen überraschenden Werkstoff entdeckt, mit dem sich biegsame elektronische Bauteile für die Technik von morgen realisieren lassen: Holz. Dieses wird im Labor in hauchdünne Nanofasern zerlegt, die als Ausgangsmaterial für Mikrowellenkomponenten und -schaltkreise dienen. Das ist nicht nur kostengünstig, sondern auch besonders umweltfreundlich.

Lithium-Ionen erschaffen den Super-Akku

So wird Silizium mit Lithium-Ionen angereichert (Grafik: kist_school.kist.re.kr)

Lithium-Ionen-Batterien mit einer Anode aus Silizium speichern Energie als Akkus mit einer Anode aus Graphit. Doch wenn sie zu ersten Mal geladen wird, gehen 20 Prozent der Lithium-Ionen dauerhaft im Silizium verloren und stehen für die Energiespeicherung nicht mehr zur Verfügung. Um das zu verhindern haben Forscher des Korea Institute of Science and Technology (KIST) eine neue Technik entwickelt. Sie reichern das Silizium vor der Montage der Batterie mit Lithium-Ionen an, sodass die Anode beim ersten Laden des Speichers keine zusätzlichen Ionen benötigt.

Virtual Reality (VR)-Lab der IMC FH Krems beschleunigt Digitalisierung

Einer der sechs Knotenpunkte des digitalen Netzwerkes in Niederösterreich ist die FH Krems, die mit dem österreichweit einzigartigen Virtual Reality (VR)-Lab ein neues Highlight in der heimischen Digitalisierungslandschaft bietet. Ziel des Netzwerkes ist es, das im Land vorhandene Digitalisierungs-Know-how zu verknüpfen und für alle zugänglich und nutzbar zu machen.

Smarte E-Haut erleichtert Bewegungserkennung

Neues Konzept: Information läuft am Handgelenk zusammen (Foto: kaist.edu/en)

Forscher des Kaist und der Seoul National University haben eine lernende E-Haut entwickelt, dank der das Erfassen von Bewegungen deutlich einfacher werden könnte. Denn statt eines kompletten Sensorhandschuhs reicht ein einzelner Streifen am Handgelenk, um komplexe Fingerbewegungen in Echtzeit zu erfassen. "Unser System kann auf andere Körperteile übertragen werden", betont Kaist-Informatikprofessor Sungho Jo.

Software digitalisiert Hunde für Filme und Spiele

Motion Capture: Hunde lassen sich günstig digital vermessen (Foto: bath.ac.uk)

Wissenschaftler der University of Bath haben eine innovative Motion-Capture-Technologie entwickelt, mit der sich leicht und kostengünstig digitale Abbilder von Hunden für Filme und Videospiele erstellen lassen. Der Clou: Das neue Verfahren kommt ohne teure Motion-Capture-Anzüge aus und benötigt lediglich eine simple RGBD-Kamera. Eine spezielle Software berechnet aus den Fotos dann detailgetreu unterschiedliche Posen und Bewegungsmodelle der Tiere.

Metaoberflächen stechen klassische Kameralinsen aus

So wird die innovative Metalinse im Labor hergestellt (Grafik: chalmers.se)

Forscher der Technischen Universität Chalmers haben ein Verfahren entwickelt, dass Kameralinsen der Zukunft tausend Mal dünner als jene heute in Fotoapparaten, Laptops und Smartphones integrierte Bauteile macht. Sie bestehen nicht aus gewölbtem Glas oder Kunststoff, sondern sind Metoberflächen, die in der Natur nicht vorkommen.

Gabriele Kotsis neue Präsidentin der Association for Computing Machinery (ACM)

Mit Gabriele Kotsis wurde eine renommierte österreichische Informatik-Forscherin zur Präsidentin der Association for Computing Machinery (ACM) gewählt, die eine der weltweit größten Einrichtungen für informatische Bildung und Wissenschaft ist. Trotz der starken Dominanz von US-Forschern setzte sich Kotsis gegen die ebenfalls nominierte Google-Vizepräsidentin Elisabeth Churchill durch.

ETH-Forscher entwickeln erste intuitive Programmiersprache für Quantencomputer

ETH-​Informatiker haben die erste Programmiersprache für Quantencomputer formuliert, die auch komplexe Rechenaufgaben elegant, einfach und sicher lösen kann. (Bild: ETH Zürich)

Auf dem Weg zu leistungsfähigen Quantencomputern sind in jüngster Zeit einige technische Fortschritte erzielt worden. Nun haben Informatiker der ETH Zürich im Bereich der Programmierung einen wichtigen Durchbruch erzielt: Ihre Quantenprogrammiersprache ist die erste, die so elegant, einfach und sicher ist wie man das von klassischen Computersprachen kennt.

Biogel für weiche Elektronik an der Johannes Kepler Universität Linz entwickelt

Ein Forscherteam der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) hat ein biologisches Gel entwickelt, aus dem weiche Roboterbestandteile gebaut werden können. Das elastische Material, das sich aus einem nicht umweltschädlichen Mix aus Gelatine und anderen essbaren Zutaten zusammensetzt, wurde im Fachblatt "Nature Materials" vorgestellt. Das Besondere an dem neuen Biogel ist, dass es dehn- und biegbar sowie ausreichend stabil ist, um mit elektronischen Bauteilen kombiniert zu werden. Das eröffnet auch neue Wege bei der Entwicklung von weichen Robotern.

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