Datenübertragung: US-Forschernetz macht 46 Terabits pro Sekunde

Weltumspannende Datenautobahn ist jetzt noch schneller (Grafik: lbl.gov)

Mit einer Übertragungsrate von schier unvorstellbaren 46 Terabits pro Sekunde ist die neueste Generation des Hochleistungsnetzwerks des US-Energieministeriums, genannt "ESnet6", die mit Abstand schnellste der Welt. Zum Vergleich: 25 Megabit pro Sekunde werden für Ultra-HD-Qualität empfohlen, also die Übertragung von Filmen in höchster Auflösung.

"Wunder-Keramik" kühlt Chips im Mobiltelefon

Prototyp eines Keramik-Kühlkörpers (Foto: Matthew Modoono, northeastern.edu)

Ein sich in beliebige Formen pressendes keramisches Material hat Randall Erb von der Northeastern University entwickelt, allerdings eher aus Versehen. Gemeinsam mit seinem Doktoranden Jason Bice hat er im Rahmen eines Hyperschallprojekts für einen Industriekunden mit einer experimentellen keramischen Verbindung auf Basis von Bornitrid experimentiert. Das Material liess sich plötzlich bei mässiger Hitze beliebig formen. Kühlt es auf Raumtemperatur ab, ist es so fest wie konventionelle Keramik.

Welt der Funksensoren nun auf einer Plattform

Swarmy-V2 erfasst Messdaten und kann Messrichtung anpassen (Foto: Volker Mai, izm.fraunhofer.de)

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM haben für dezentrale Systeme, die bisher aus verschiedensten Funksensoren bestanden haben, nun eine Plattform namans "Swarmy" entwickelt, die sich modular an die jeweiligen Anforderungen anpassen lässt und somit viel Zeit und Geld spart.

Topologische Materialien werden umschaltbar

Illustration der gegenseitigen Auslöschung zweier topologischer Quasiteilchen (Bild: tuwien.at)

Forscher der Technischen Universität Wien (TU Wien) haben sogenannte topologische Zustände bei einem Material erstmals gezielt ein- und ausgeschaltet. Verwendet wurde dafür ein spezielles Material aus Cer, Bismut und Palladium. In diesem Material wurde exotisches topologisches Verhalten nachgewiesen, indem die elektrischen oder thermischen Eigenschaften des Materials genau gemessen wurden.

Natrium-Metall-Batterien vor dem Durchbruch

Algen: Naturmaterial soll den Weg zu besseren Batterien ebnen (Foto: Ronile, pixabay.com)

Forscher der University of Bristol machen Natrium-Metall-Batterien stabiler, indem sie Dendriten-Bildung an der Anode verhindern. Konkret halten sie die Dendriten mit einem Separator aus Nanomaterialen in Schach, die sie aus Makroalgen gewinnen, die wiederum aus Zellulose bestehen. Dieser wird mit einem Verfahren namens Elektrospinnen hergestellt, das für eine präzise parallele Ausrichtung der Fasern sorgt. Der so hergestellte Separator stoppt nicht nur das Wachstum der Dendriten, sondern verbessert auch noch die elektrischen Eigenschaften.

Hafen Rotterdam setzt bei Verschlüsselung auf Quantenphysik

Erasmusbrücke in Rotterdam: sichere Kommunikation im Hafen (Foto: Neufal54, pixabay.com)

Die Unternehmen in Rotterdams Hafen, dem grössten in Europa, werden künftig via Internet kommunizieren, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass Unbefugte mithören und -lesen. Das wird möglich mit "Q*Bird", dem ersten Verschlüsselungssystem, das auf Quantenphysik basiert. Es ermöglicht die Vernetzung mehrerer Benutzer über einen Center-Hub, eine Internetverbindung, die sich nicht hacken lässt. Das System haben Forscher der Technischen Universität Delft und der Forschungsorganisation TNO entwickelt.

Drohne "BentiX" erkundet Unterwasserwelt

Prototyp der neuartigen Unterwasserdrohne "BentiX" beim Tauchgang (Foto: bit.ly/3ruu7CT)

Das 1.000 Dollar teure Unterwassergefährt "BentiX" von Entwickler Nicolas Boraccino von der Universität Lille ist 30 Zentimeter lang, 25 Zentimeter breit und 15 Zentimeter hoch. Das Gerät wiegt fünf Kilogramm. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter versucht der Ingenieur derzeit, ein Startkapital in Höhe von 50.000 Euro einzusammeln.

Neue KI-Modelle lernen bald an Edge-Geräten

Modell für maschinelles Lernen auf Edge-Geräten: ermöglicht Anpassung an neue Daten (Bild: mit.edu)

Dank einer neuen Technik lernen KI-Modelle künftig kontinuierlich aus neuen Daten auf intelligenten Edge-Geräten wie Smartphones und Sensoren. Damit lassen sich Energiekosten und Datenschutzrisiken verringern. Die Technik entwickeln Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und des MIT-IBM Watson AI Lab. Details werden in wenigen Wochen an der "Conference on Neural Information Processing Systems" präsentiert.

Passgenaue Sensoren per 3D-Druck erstellt

Roboter: Sensoren für künftige Maschinen effizienter herstellbar (Bild: pixabay.de/TheDigitalArtist)

Mit einem neu entwickelten 3D-Druckverfahren lassen sich bald massgeschneiderte Sensoren für Roboter, Herzschrittmacher und andere Geräte herstellen. Diese lassen sich zur günstigen Fertigung passender elektronischer "Maschinen" in Insektengrösse nutzen, die neue Anwendungen in der Robotik, medizinischen Geräten und anderen Bereichen ermöglichen. Das Verfahren kann den Forschern der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) zufolge die Herstellung kundenspezifischer mikroelektromechanischer Systeme (MEMS) auf Chipbasis grundlegend verändern.

3D-Druck von Salzgerüsten für Industriezwecke

3D-gedruckte Leichtbauteile aus verschiedenen Materialien (Foto: Daniel Winkler Fotografie, ethz.ch)

Forscherinnen der ETH Zürich (ETHZ) haben ein neues 3D-​Druckverfahren zur Herstellung von hochporösen Leichtmetall-​Bauteilen für eine industrielle Nutzung weiterentwickelt. Laut dem in "Advanced Materials" publizierten Fachbeitrag konnte das Verfahren so modifiziert werden, dass sich nun noch komplexere Salzgerüste mit feineren Poren erzeugen lassen. Die Porengrösse sinkt damit von 0,5 auf 0,1 Millimeter.

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