Entwickler von autonomen Fahrzeugen füllen die Kriegskassen mit Investorengeldern

Symbolbild: Fotolia/BHT2000

Die grossen Entwickler von autonomen Fahrzeugen rüsten sich mit frischen Investorengeldern in Milliardenhöe für den Kampf um den Strassenverkehr der Zukunft. Robotaxi-Spezialist Cruise zum Beispiel erhält einen Milliardenkredit von der Konzernmutter General Motors, während die Google-Schwesterfirma Waymo 2,5 Milliarden Dollar von diversen Investoren an Land ziehen kann.

Apple angelt sich Ex-BMW-Manager für autonome E-Fahrzeuge

Apple reaktiviert Stromer-Autoprojekt (Logobils: Flickr/ Steve Künstler)

Mit Ulrich Kranz hat die iPhone-Erfinderin Apple einen ehemaligen Manager der Elektroauto-Sparte von BMW unter Vertrag genommen, um ihre Pläne für selbstfahrende Stromer weiter voranzubringen. Kranz wechselte gemäss Insiderkreisen etwa einen Monat, nachdem er als Chef von Canoo zurückgetreten war - einem Startup für selbstfahrende Elektrofahrzeugen - zu Apple. Und bevor Kranz Canoo mitbegründete, war er Senior Vice President jenes Teams, welches bei BMW die Modelle i3 und i8 entwickelte. Insgesamt stand Kranz 30 Jahre lang bei BMW in Diensten.

Audi nimmt Artemis-Projektteam für autonome Fahrzeuge unter die eigenen Fittiche

Audi will bis 2025 ein autonom fahrendes Auto ausliefern (Logobild: Flickr)

Der Ingolstädter Auto-Hersteller Audi nimmt das bisher als eigenständige GmbH operierende Artemis-Projektteam zur Entwicklung eines autonom fahrenden Elektroautos unter seine eigenen Fittiche. Das Team habe die Entwicklung des Artemis-Modells ausserhalb gelernter Strukturen und Prozesse aufgesetzt und gemeinsam mit Audi und der VW-Softwareschmiede Cariad den Grundstein für zukunftsfähige Technologien gelegt, heisst es in einer Aussendung dazu. Nun aber habe es die Verantwortung für die weitere Fahrzeugentwicklung an Audi und für die Softwareentwicklung an Cariad übergeben.

Autonome Autos setzen nun auf Prognosen

Autonomes Fahrzeug, ausgestattet mit der neuen Software (Illustration: mit.edu)

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben die Nachteile von LiDAR, einem Radar verwandten Verfahren zur Abstandsmessung auf Laserbasis für autonom fahrende Autos, beseitigt. Die Ingenieure haben eine neue Software auf Basis von maschinellem Lernen entwickelt, die sich mit einer groben 3D-Karte und einer GPS-Präzision begnügt. Tests haben gezeigt, dass die Fahrer, die zur Sicherheit in den autonomen Autos mitfahren, seltener eingreifen müssen, wenn das neue System installiert ist.

Empa: Sehtest für autonome Autos

Was sieht ein Auto? Laserscan der Empa-Teststrecke (Bild: Empa)

Autos, die autonom von A nach B navigieren, sollen in einigen Jahren Alltag sein. Doch der Weg zu einer Strassenzulassung ist noch weit. Ein wichtiger Aspekt: Wie lässt sich erkennen, ob ein selbstfahrendes Auto mit zunehmendem Alter "blind" geworden ist, die Sensoren also ausgetauscht werden müssten? Eine Empa-Forscherin sucht mit ihrem Team nach einer Lösung.

Lyft verkauft Roboterwagen-Sparte an Toyota

Verkauft Robotersparte: Lyft (Bild: Wikipedia/Praiselieghtmedia/CC BY-SA 3.0)

Der US-Fahrdienst-Vermittler Lyft gibt die Entwicklung eigener Roboterwagen-Technologie auf. Die Sparte mit dem Namen Level 5 wird für 550 Mio. Dollar an eine Tochterfirma von Toyota verkauft, wie die Unternehmen mitteilten. Der grosse Lyft-Konkurrent Uber war bereits im vergangenen Jahr aus der Entwicklung eigener Technologie zum autonomen Fahren ausgestiegen.

Mobileye möchte 2022 in Deutschland ersten selbstfahrenden Taxidienst starten

Autonomes Fahren: Mobileye testet in Deutschland (Symbolibild: Fotolia/BHT2000)

Die Intel-Tochterfirma Mobileye kann sich den Start ihres ersten Robotaxi-Dienstes in Deutschland 2022 vorstellen. Die Firma testet dort seit vergangenem Sommer selbstfahrende Autos. Im kommenden Jahr will Mobileye in Jerusalem, wo der Hauptsitz des Unternehmens liegt, einen komplett automatischen Robotaxi-Service auf die Strasse bringen.

Pizza-Kette Domino’s testet in Houston Pizza-Lieferung per Roboter

Pizza: Donino's-Kette testet Roboter-Zustellung (Bild: Pixabay/ Shutterbug75)

Domino’s will neue Wege bei der Zustellung ihrer begehrten Teigfladen beschreiten: Statt Fahrer in Autos, auf Mopeds und auf Rädern durch die Strassen zu schicken, will man die Zustellung mit kleinen, autonomen Lieferfahrzeugen erproben. Dafür arbeitet man mit dem kalifornischen Start-up Nuro zusammen. Die 2016 von zwei ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründete Firma hat sich auf diesen Bereich spezialisiert und geniesst steigendes Interesse bei Investoren. Sie wird mittlerweile mit über 5 Milliarden Dollar bewertet.

Intel-Tochter Mobileye rüstet ab 2023 autonome Lieferfahrzeuge aus

Symbolbild: Fotolia/BHT2000

Die in Jerusalem domizilierte Intel-Tochter Mobileye stattet autonom fahrende Lieferfahrzeuge, die ab 2023 den Regelbetrieb aufnehmen sollen, mit ihrer Roboterauto-Technologie aus. Konkret will der Fahrzeugentwickler Udelv bis 2028 insgesamt mehr als 35'000 seiner selbstfahrenden Transporter im Einsatz haben, wie die beiden Unternehmen bekannt gaben. Die rechteckigen Wagen sollen unter anderem auf der sogenannten letzten Meile bei Auslieferungen an Kunden eingesetzt werden.

"Project Titan": Apple gibt Hinweise auf Entwicklung von autonomen Auto

Apple gibt Einblicke in das Apple Cars (Logo: Apple/ Wikipedia/ cc by sa 2.0)

Apple-CEO Tim Cook hat am Montag im Rahmen eines Interviews Hinweise auf die Entwicklung des heiss diskutierten Apple Cars gegeben. Die Autonomie selbst sei seiner Meinung nach eine Kerntechnologie. Wenn man einen Schritt zurücktrete, sei das Auto in vielerlei Hinsicht ein Roboter. Und so gebe es eine Menge Dinge, die man mit Autonomie machen könne, erklärte er im "New York Times"-Podcast Sway.

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