Forschung & Entwicklung

Roboter springt wie Delfin aus dem Wasser

Simples Design: Forscher zeigen Prototyp (Foto: Sunghwan Jung, cornell.edu)

Wissenschaftler der Cornell University arbeiten an der Entwicklung eines Roboters, der wie ein Delfin aus dem Wasser springen kann. Um dabei die durch den Übergang von Wasser in Luft auftretenden physikalischen Widerstände zu überwinden und eine möglichst hohe und elegante Springbewegung auszuführen, haben sie das natürliche Verhalten von verschiedenen Tieren detailgetreu studiert und Unmengen von Daten ausgewertet. Ergebnis ist der Prototyp eines Roboters, der sich mittels eines Scharniergelenks in seiner Mitte tatsächlich selbständig in die Luft katapultieren kann.

ETH-Forscher: Millimeterwellen für die letzte Meile

Die letzte Meile zum heimischen Internetanschluss ist zugleich die aufwendigste. Eine Alternative bietet ein neuentwickelter Modulator, mit dem sich durch Millimeterwellen übermittelte Daten (rote Pfeile) direkt in optische Pulse für die Glasfaser (gelb) umwandeln lassen. (Grafik: Salamin Y et al. Nature Photonics 2018)

ETH-Forscher haben einen Modulator entwickelt, mit dem durch Millimeterwellen übertragene Daten direkt in Lichtpulse für Glasfasern umgewandelt werden können. Dadurch könnte die Überbrückung der "letzten Meile" bis zum heimischen Internetanschluss deutlich schneller und billiger werden.

Wissenschaftler lassen Gedanken sprechen

Scan: Computer kann Gedanken lesen (Foto: pixelio.de, Rike)

Forscher der Columbia University haben zusammen mit Kollegen der gemeinnützigen Organisation Northwell Health ein Verfahren entwickelt, um elektrische Impulse des Gehirns in Worte umzuwandeln. Lähmungen und neurologische Erkrankungen wie ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) degenerieren jene Neuronen, die für den physischen Akt des Sprechens zuständig sind.

Deutsche Post testet in Japan neuen Zustellroboter

Die Deutsche Post testet in Japan (Logobild: DP)

Vor rund einem Jahr hatte die Deutsche Post einen sechswöchigen Praxistest im osthessischen Bad Hersfeld erfolgreich beendet und danach ein "sehr positives Fazit" gezogen. Das Gerät habe sich als zuverlässig und sicher erwiesen. Der Roboter-Einsatz habe zudem wichtige Erkenntnisse gebracht: Es geht darum, wie die Mitarbeiter bei der körperlich anstrengenden Arbeit entlastet werden können. Der "Postbot" ist ein vierrädriges, 1,50 Meter hohes Gefährt, das dem Zusteller auf Schritt und Tritt folgt. Er kann Postsendungen mit einem Gewicht von bis zu 150 Kilogramm tragen.

Schweizer Forscher am Aufbau der ersten globalen Vegetationsdatenbank beteiligt

Bild: zVg

Die erste globale Vegetationsdatenbank enthält über 1,1 Millionen Vegetationsaufnahmen. Damit können die Folgen des Klima- und Landnutzungswandels künftig besser vorhergesagt werden, wie eine internationale Studie mit Beteiligung von Forschenden der ZHAW, der WSL sowie der Universität Zürich in der Fachzeitschrift "Nature Ecology & Evolution" zeigt.

Phantomarm-Modell für Prothesensteuerung

Arm-Simulation: Das lässt die Bewegungen erahnen (Foto: utwente.nl)

Ein Team unter Leitung der University of Twente hat einen neuen Ansatz entwickelt, um Armprothesen per Gedanken zu steuern. Die Forscher setzen darauf, den Phantomarm zu modellieren und zu beurteilen, wie die Muskelsignale des verbliebenen Stumpfes diesen bewegen würden. Das soll Amputierten ermöglichen, Prothesen quasi ganz natürlich zu nutzen, statt diese wie bei auf Maschinenlernen beruhenden Ansätzen mühsam trainieren zu müssen.

Cloud verlängert Akku-Power um 60 Prozent

eerer Akku: könnte der Vergangenheit angehören (Foto: rawpixel, unsplash.com)

Wissenschaftler der britischen Aston University haben die Akku-Lebensdauer von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets um bis zu 60 Prozent verlängert. Möglich wird dies durch eine ausgeklügelte Kombination von mobilem und Cloud Computing. Dabei wird eine Technik namens "Code-Offloading" eingesetzt, bei der die energiehungrigsten Teile von mobilen Applikationen automatisch identifiziert und gewissermassen in die Cloud ausgelagert werden, um den Akku zu schonen.

Britische Armee startet Robo-Manöver

Symbolbild: Archiv

Die britischen Streitkräfte führen eine vierwöchige Übung durch, bei der mehr als 70 Prototypen autonomer Systeme wie Flugdrohnen und robotische Fahrzeuge getestet werden. Das hat Gavin Williamson, Verteidigungsminister des Vereinigten Königreichs, bekannt gegeben. Ein Schwerpunkt der Übung "Autonomous Warrior" ist, wie diese Technologien die "letzte Meile" von Versorgungsketten sicherer und zuverlässiger machen könnten.

EPFL-Spin-off entwickelt Laser-Ladegerät für fliegende Drohnen

Einfaches Aufladen der Akkus einer fliegenden Drohne (Animation: epfl.ch)

LakeDiamond, ein Spin-off der Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL), hat ein Ladegerät entwickelt, das zivile Drohnen noch während des Fluges mit Strom versorgt. Es ähnelt dem der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), dem Forschungsinstitut der US-Streitkräfte, die es allerdings für militärische Drohnen entwickelt hat.

Perowskit-Display macht OLEDs Konkurrenz

Display aus Perowskit-Halbleitern bietet extreme Leuchtkraft (Foto: cam.ac.uk)

Displays aus organischen Leuchtdioden (OLEDs) bekommen Konkurrenz. Denn Forscher der University of Cambridge haben einen Monitor auf Basis von Perowskit-Halbleitern entwickelt, der äusserst farbgetreu ist und sich preiswerter herstellen lässt als OLEDs. Perowskit ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das auch Calciumtitanat oder Calciumtitanoxid genannt wird. Es wird bereits in Solarzellen genutzt, allerdings noch nicht kommerziell, weil die Lebensdauer noch zu wünschen übrig lässt.