"Roboballett" beschleunigt Produktion enorm

Mit RoboBallett trainierte Roboter bei der Interaktion (Foto: ucl.ac.uk)

Roboter, die wie die Tänzer eines Balletts zusammenarbeiten und ihre Bewegungen exakt aufeinander abstimmen, sollen die Produktion revolutionieren - zumindest wenn es nach Forschern des University College London, Google Deepmind und Intrinsic geht. Ihr KI-System "Roboballet" ermöglicht es einer grossen Zahl von Roboterarmen, in geschäftigen Industrieumgebungen schneller und intelligenter zusammenzuarbeiten.

Roboter bewegt Objekte mit gesamtem Körper

Punyo: Roboter bei der teils schweren Arbeit im Warenlager (Foto: bostondynamics.com)

Forscher des Toyota Research Institute haben den von Boston Dynamics zur Verfügung gestellten Roboter "Punyo" darauf trainiert, grosse Objekte mit seinem gesamten Körper zu handhaben, ähnlich wie ein Mensch. Für diesen ist es ein Leichtes, etwas Schweres auf die Schulter oder eine grosse Kiste auf den Rücken zu hieven, vorausgesetzt er hat die Kraft dazu. Er nutzt nicht nur seine Hände, sondern auch andere Körperteile wie Oberarme, Hüfte und Oberschenkel als Stützen und Hebel.

Empa-Roboter liefert grössten offenen Datensatz für Batterieforschung

Mit der Aurora-Roboterplattform erzeugt die Empa hochwertige, standardisierte Batteriedaten für die internationale Forschung. — © Empa

Forschende der Empa (Eidgenössische Materialprüfungsanstalt) haben gemeinsam mit internationalen Partnern den bislang grössten offenen Batterie-Datensatz in einem neuen Datenformat veröffentlicht. Die Daten von der Aurora-Roboterplattform der Empa sollen neue Massstäbe für Qualität, Nachvollziehbarkeit und Zusammenarbeit in der internationalen Batterieforschung setzen und diese entsprechend erheblich beschleunigen.

Weicher Roboter kann nun kraftvoll springen

Beispiele für die Sprungtechnik des Roboters (Illustration: hanyang.ac.kr)

Forscher der Hanyang Universität verbinden feste Materialien so miteinander, dass sie aufgrund ihrer Form Energie speichern, die sich entlädt, wenn das Objekt mit UV-Licht bestrahlt wird. Damit ausgestattet kann ein Roboter hochspringen oder sich auf bestimmte Ziele zubewegen. Das Objekt muss verbogen werden, damit es Energie speichert, um plötzlich eine kraftvolle Bewegung auszuführen. Zu viel Steifigkeit schränkt die Biegung ein und zu viel Weichheit schwächt die gespeicherte Kraft.

Neue Roboter verzeihen menschliche Fehler

Probelauf des rücksichtsvollen Roboters im Labor der Forscher (Foto: Casey Cass, colorado.edu)

Forscher der University of Colorado Boulder arbeiten an Robotern, die ihre Entscheidungen bei der Erledigung vorgegebener Aufgaben an menschliches Verhalten anpassen. Das Team um Morteza Lahijanian und seiner Doktoranden Karan Muvvala und Qi Heng Ho hat hierzu einen Algorithmen entwickelt, der Robotern helfen soll, aus Situationen, die mit Unsicherheit und Risiken verbunden sind, das Bestmögliche zu machen, ohne Menschen dabei zu gefährden.

KI macht das Innere von Vulkanen sichtbar

Vulcano: Jetzt gibt es ein Modell des Inneren (Foto: Douglas Stumpp, unige.ch)

Ein grosser Schritt Richtung Vorhersage von Vulkanausbrüchen ist Forschern der Universität Genf (UNIGE) in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) gelungen. Sie haben ein 3D-Modell des Inneren des Vulkans Vulcano auf der gleichnamigen Insel vor der Nordküste Siziliens erstellt - unter Zuhilfenahme seismischer Daten, die zuvor gesammelt worden waren und mittels Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet wurden.

Im Attosekunden-Blitzer offenbaren Elektronen ihre Händigkeit

Trifft drehendes Licht auf chirale Moleküle, werden Elektronen bevorzugt vorwärts oder rückwärts emittiert. Mit Attosekundenpulsen (blau) und Infrarotpulsen (rot) lässt sich die Richtung steuern und umkehren.  (Bild: Alexander Blech / FU Berlin)

Chemiker:innen der ETH Zürich konnten mit extrem kurzen, drehenden Lichtblitzen erstmals die ungleichen Bewegungen von Elektronen in spiegelbildlichen Molekülen vermessen und steuern. Damit zeigten sie, dass die Händigkeit vom Molekülen nicht nur ein strukturelles, sondern auch ein elektronisches Phänomen ist.

Photodiode lässt Robos wie Menschen sehen

Vergleich von menschlichem und neuem maschinellem Sehen (Illustration: Nature Nanotechnology)

Eine neuartige Photodiode, die sich an der Technik der Bildgebung der Netzhaut im Auge orientiert, soll die Mängel bisheriger Sensoren dieser Art überwinden. Den Durchbruch gaschafft haben Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS), des Sino-Danish Center for Education and Research und anderer Institute.

Hochsensible Roboterhaut agiert gefühlvoll

Roboter: sehende und fühlende elektronische Haut entwickelt (Foto: pixabay.com, Thor_Deichmann)

Forscher des Japan Advanced Institute of Science and Technology haben eine neue hochsensible Roboterhaut entwickelt, die einen Greifer namens "Protac" umhüllt. Sie kann nicht nur fühlen, sondern auch sehen. Das soll Menschen, die mit ihm zusammenarbeiten oder sich von ihm bedienen oder pflegen lassen, grobe Schubser und festes Zupacken dort verhindern, wo es weh tut. Langfristig könnte dies zu neuen Ganzkörper-Sensorsystemen für humanoide Roboter beitragen.

Neue Generation von Mikrorobotern arbeiten in wässrigen Umgebungen zusammen

3D-modularer Mikroroboter: Smartlet auf einer Fingerspitze (Foto: Jacob Müller, tu-chemnitz.de)

Forscher der Technischen Universität Chemnitz haben mit den sogenannten "Smartlets" eigenen Angaben nach eine neue Generation autonomer Mikroroboter entwickelt, die in wässrigen Umgebungen kommunizieren, agieren und zusammenarbeiten können. Details sind in "Science Robotics" nachzulesen.

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