VR-Welten: Seile simulieren haptisches Erlebnis

Seile an den Fingern erzeugen immersivere VR-Erfahrung (Foto: hcii.cmu.edu)

Wissenschaftler der Carnegie Mellon University (CMU) haben einen Weg gefunden, um die User-Experience bei Virtual-Reality-(VR)- Systemen deutlich immersiver zu gestalten. Diese sollen künftig nicht nur realistische visuelle Erfahrungen ermöglichen, sondern auch ein haptisches Gefühl der virtuellen Umgebung vermitteln. Hierfür setzen die Forscher auf mehrere Seile, die an den Fingern und der Hand der Nutzer angebracht werden, um etwa Berührungen von Wänden oder schweren Objekten zu simulieren.

"Conduct-A-Bot": Drohnen mit Gesten steuern

Hindernis-Durchflug: klappt mit Gestensteuerung (Foto: csail.mit.edu)

Forscher am Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben mit "Conduct-A-Bot" ein System entwickelt, das eine Gestensteuerung von Drohnen erlaubt. Möglich machen das an den Armen getragene Sensoren. Damit soll die Steuerung natürlicher und intuitiver werden. "Uns schwebt eine Welt vor, in der Maschinen den Leuten mit physischen und kognitiven Aufgaben helfen und sich dazu an die Menschen anpassen statt umgekehrt", sagt CSAIL-Leiterin Daniela Rus.

Mini-Roboter denkt Fortbewegung komplett neu

SQuad" beim Überwinden eines hohen Hindernisses (Foto: Kalin et al)

"Squad" heisst ein neuer geländegängiger Roboter auf vier hakenartigen Beinen von Forschern der Bilkent University. Er besteht aus flexiblem Strukturmaterial, sodass selbst hohe Hindernisse in freier Wildbahn kein Problem sind. "Obwohl es bei Mini-Robotern grosse Fortschritte gegeben hat - sie sind immer billiger geworden, benötigen weniger Material und können auf engstem Raum manövrieren - ist einer ihrer Hauptnachteile die mangelnde Fähigkeit, sich auf unebenem Terrain fortzubewegen", so Entwickler Onur Özcan.

Handy-Aufsatz für rasche Virentests

Erster Protoyp des Virentesters: unsexy, aber effektiv (Foto: Brian Cunningham)

Ein Team um Forscher der University of Illinois at Urbana-Champaign (U. of I.) hat einen neuen Smartphone-Aufsatz entwickelt, der in nur 30 Minuten Viren und Bakterien in einem Nasenabstrich nachweist. Der Prototyp ist zwar zum Nachweis von Atemwegserkrankungen bei Pferden gedacht, doch sollte der Ansatz auch bei menschlichen Krankheiten funktionieren. Das 50-Dollar-Geräte könnte bei Pandemien als schnelle Alternative zu Labortests zum Einsatz kommen. An einer Umsetzung für Covid-19 wird bereits gearbeitet.

Hydrogel kühlt Batterien und erzeugt Strom

Kühlendes Hydrogel (Foto: Nano Letters 2020, DOI: 10.1021/acs.nanolett.0c00800)

Künftig lassen sich Laptops, Smartphones und Co mit einem Hydrogel kühlen, das gleichzeitig Strom erzeugt. Der dünne Film besteht aus einem Kunststoffgerüst, in dem Wasser eingelagert ist. Er wird direkt auf die Batterie gelegt. Das System hat ein Team um Xuejiao Hu von der Wuhan University entwickelt. Die chinesischen Forscher stellen es in der Fachzeitschrift "Nano Letters" vor.

Unterwasser-Roboter ähnelt Schlangensternen

'Patrick': Robo-Forscher erkundet die Tiefen (Foto: cmu.edu, Patterson)

Forscher der Carnegie Mellon University (CMU) haben mit "Patrick" einen autonomen Unterwasser-Roboter entwickelt, dessen äussere Erscheinung und Verhalten dem natürlichen Vorbild von Schlangensternen ähnelt. Er besteht aus wasserdichtem weichem Silikon und speziellen Formgedächtnislegierungen, die ihm eine flexible Bewegung auch in schwierigem Terrain ermöglichen, um selbständig unterschiedliche Missionen zu erledigen.

"MegaX" die schnellste Kamera der Welt

Prototyp der MegaX-Kamera (Foto: EPFL)

Mit "MegaX" hat Forscher Edoardo Charbon an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) gemeinsam mit dem japanischen Hersteller Canon die mit grossem Abstand schnellste Kamera der Welt entwickelt. Sie macht einzelne Lichtteilchen sichtbar, die für das Auge nicht zu sehen sind. Diese werden erst sichtbar, wenn sie einen Strom bilden, wie es ein Laserpointer tut.

Günstiges Lidar für autonome Autos bis 2023

Selbstfahrende Autos: Lidar wird günstiger (Grafik: julientromeur, pixabay.com

Forscher der Stanford University um Jelena Vuckovic wollen die hohen Herstellungskosten von Lidar-Systemen zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung bei selbstfahrenden Autos durch Miniaturisierung der Technik bis zum Jahr 2023 auf nur einem Chip radikal senken. Bisher schlagen Lidar-Geräte pro Stück zwischen 8.000 bis 30.000 Dollar zu Buche.

Lichtblick für die Chip-Industrie

Nanodrähte aus Germanium-Silizium-Legierung mit hexagonalem Kristallgitter können Licht erzeugen. Für Photonik-Chips könnten sie direkt in die gängigen Prozesse der Silizium-basierten Halbleitertechnologie integriert werden. Bild: E. Fadaly / TU/e

Seit 50 Jahren suchen Forschende in aller Welt nach einer Möglichkeit, Laser aus Silizium oder Germanium zu bauen. Einem Team der Technischen Universität Eindhoven (TU/e) und der Technischen Universität München (TUM) ist es nun gelungen, eine Legierung aus Germanium und Silizium zu entwickeln, die Licht emittieren kann. Einen Siliziumlaser zu entwickeln, der in aktuelle Chips integriert werden kann, rückt damit erstmalig in greifbare Nähe.

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