Hightech-Roboter-Hund unterstützt US-Soldaten

Neuer Vierbeiner: Roboter-Hund für Spezialeinsätze (Foto: U.S. Army/T'Jae Ellis)

Forscher des U.S. Army Combat Capabilities Development Command (CCDC) haben einen autonomen Roboter mit vier Beinen entwickelt, der künftig Soldaten bei besonders heiklen Einsätzen begleiten soll. Das System namens "Legged Locomotion and Movement Adaption" erinnert optisch an einen Hund und soll etwa Spezialeinheiten das Tragen schwerer Lasten in schwierigem Terrain abnehmen und so die Mobilität des Teams verbessern oder durch seine hochsensible Sensortechnik frühzeitig auf Gefahren und Feinde hinweisen.

Körber-Preis 2019 für Bernhard Schölkopf

Bernhard Schölkopf (Bild: Körber Stiftung/ Friedrun Reinhold)

Bernhard Schölkopf, Direktor des Max‐Planck‐Instituts für Intelligente Systeme und affiliierter Professor der ETH Zürich, ist für seine Forschungstätigkeit im Bereich des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft ausgezeichnet worden.

Neue Robohand arbeitet per Doppelsteuerung

Testlauf: Roboterhand beim Ergreifen einer Flasche (Foto: epfl.ch, Alain Herzog)

Eine künstliche Hand, die Amputierte über Nervensignale steuern, haben Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Luzern (EPFL) an mehreren Probanden getestet. Die Nervensignale liefern allerdings nur einen von zwei Steuerbefehlen. Der zweite kommt von einem integrierten Mikroprozessor, der wie ein Verstärker wirkt und es dem Amputierten ermöglicht, mit seinen Fingern fester zuzupacken und die Hand gezielter zu bewegen.

Computer verwandelt Text in Bewegungen

Strichmännchen: Animation auf Basis von Texten (Foto: cmu.edu)

Experten der Carnegie Mellon University (CMU) haben ein Computermodell entwickelt, das geschriebene Sprache in physische Animationen verwandelt. Hierfür setzen sie auf ein selbstlernendes neurales System namens "Joint Language-to-Pose" (JL2P). Dieses erkennt in Texten automatisch Passagen, die Bewegungen beschreiben, und "übersetzt" sie in einfache computergenerierte Trickfilme. Mit der Methode liessen sich künftig zum Beispiel Filme einfach direkt aus Drehbüchern generieren.

3D-Drucker stellt fertige Elektronik her

Modellflugzeug mit gedrucktem Elektronik-Flügel (Foto: Felice Frankel, mit.edu)

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine Tinte entwickelt, die in einem Arbeitsgang Geräte mit interner Elektronik produziert. Flugzeugflügel zum Beispiel, die aus diesem Material gedruckt werden, könnten durch Lichtemission direkt anzeigen, wenn sich feine, aber dennoch gefährliche Risse bilden.

"Wundertinte" verleiht Objekten Chamäleon-Effekt

Schuhe bekommen dank 'Wunderfarbe' komplett neuen Look (Foto: csail.mit.edu)

Forscher des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) haben eine "Wundertinte" entwickelt, durch die Objekte wie ein Chamäleon jederzeit die Farbe oder das Design wechseln können. Möglich wird das mithilfe des Systems "Photochromeleon", das einen speziellen Mix aus fotochromer Farbe verwendet, deren Aussehen sich programmieren lässt und die sich verändern kann, wenn sie Licht mit unterschiedlicher Wellenlänge ausgesetzt wird.

Russlands Roboter Fedor weltraumuntauglich

Roboter Fedor (Bild: EPA/Roscosmosspace Center Yuzhnytsenki)

Der russische Roboter Fedor, der erst kürzlich aus dem All zurückgekehrte ist, ist offenbar für Weltraummissionen ungeeignet und kann nicht wie geplant langfristig Menschen auf riskanten Weltraumspaziergängen ersetzen. "Er wird nicht mehr dorthin fliegen. Es gibt für ihn dort nichts mehr zu tun, er hat seine Mission erfüllt", erklärte der russische Entwickler Jewgeni Dudorow dazu.

Beinprothese mit Gespür verbessert die Gesundheit

Screenshot aus ETH Zürich  Video/ Stanisa Raspopovic

Erstmals spüren zwei Personen mit Beinamputation oberhalb des Knies ihren künstlichen Fuss und ihr künstliches Bein in Echtzeit. Ermöglicht wird dies durch eine neuartige bionische Prothese mit Sensoren, die mit den Nerven im Oberschenkel verbunden sind. Dank dem Neurofeedback leiden Patienten weniger unter Phantom­schmerzen.

Hightech-Chips dank MOFs immer kleiner

MOF-Material füllt die Räume zwischen den Leiterbahnen (Grafik: Rob Ameloot)

Mikroprozessoren und andere Halbleiter-Bauelemente benötigen künftig weniger Strom und sind kleiner als jene, die es heute gibt. Das soll mit einer neuen Isolationstechnik gelingen, die Forscher an der Katholischen Universität Löwen entwickelt haben. Sie nutzen sogenannte Metallorganische Gerüstverbindungen (MOF). Das sind hochporöse "Legierungen" aus Metall und organischem Material, das als Bindemittel fungiert.

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