KI-basierte akademische Plattform unterstützt Autoren

Der Open-Access-Verlag Hindawi hat den Einsatz des Digital Science-Portfoliounternehmens Writefull (eine KI-basierte Sprachplattform, die Autoren für die Einreichung von Manuskripten nutzen können) erfolgreich getestet, um Grammatik, Rechtschreibung und die spezifische wissenschaftliche Sprache in ihrer Arbeit zu verbessern.

Zehn Projekte für Houskapreis 2020 nominiert

Die B&C Privatstiftung verleiht heuer zum 15. Mal den Houskapreis, den größten privaten Forschungspreis und eine renommierte Auszeichnung für Spitzenforschung aus Österreich. Mit einer Dotierung von 500.000 Euro ist er heuer Österreichs größter Preis für anwendungsnahe Forschung. Eine internationale Experten-Jury hat in einem zweistufigen Verfahren je fünf Forschungsprojekte in den Kategorien „Hochschulforschung“ und „Forschung und Entwicklung in KMU“ für die Auszeichnung nominiert.

Künstliche Intelligenz übersetzt Keilschrift auf antiken Tontafeln

Keilschrift-Inschrift am Tor der Völker in Persepolis (Bild: Nickmard Khoey/ CCO 2.0)

Bislang ist das Entziffern antiker Stein- und Tontafeln weitgehend mühsame Handarbeit. Doch Forscher an der University of Chicago (UoC) arbeiten mit "Deepscribe" an einem KI-System (künstliche Intelligenz), das automatisiert zumindest eine Rohübersetzung liefert. In Tests hat es bei elamitischer Keilschrift rund 80 Prozent Genauigkeit erreicht. Das scheint gut genug, um die Analyse antiker Standardtexte deutlich zu erleichtern und zu beschleunigen.

Amazons Alexa lokalisiert Sprecher exakt

Amazon Echo: Sprachassistent Alexa lokalisiert Sprecher (Foto: amazon.com)

Forscher an der University of Illinois haben mit "Voloc" ein System entwickelt, mit dem Amazons Sprachassistent Alexa die Position des Sprechers relativ genau erfassen kann. Mithilfe von Alexas Mikrofonen wird die Richtung der Echos der Sprecherstimme lokalisiert. Das von Sheng Shen und seinem Team konzipierte Verfahren setzt hierbei auf die sogenannte Triangulation. Die gleiche Technik wird beispielsweise bei der Ortung von Funktelefonen verwendet.

Maschinelles Lernen: Kreislaufversagen voraussagen

Mit der neuen Methode liesse sich die Anzahl der Alarmen auf einer Intensivstation auf einen Zehntel reduzieren (Symbolbild). (Bild: Kiryl Lis / Adobe Stock)

Forschende der ETH Zürich und des Inselspitals Bern entwickelten eine Methode, mit der Kreislaufversagen von PatientInnen auf der Intensivstation mit hoher Zuverlässigkeit vorhergesagt werden kann. Medizinisches Personal kann so früher intervenieren. Dem Ansatz zugrunde liegt die Auswertung umfangreicher Patientendaten durch Methoden des maschinellen Lernens.

Künstliche Intelligenz macht Drohnenpiloten überflüssig

Drohne: KI macht Flugobjekt autonom (Symbolbild: Impssible Aero)

Forscher an der Universität Aarhus und der Technischen Universität Dänemark haben eine Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, die Drohnen selbstständig steuert. Die Flugobjekte können dadurch autonom Gelände scannen und vermessen. Sie arbeiten weitaus schneller und kostengünstiger als Drohnen, die von Menschen gesteuert werden.

Indoor-Solarzellen fürs Internet der Dinge

Farbstoffsolarzelle: Gut geeignet für Innenräume (Foto: Marina Freitag)

Forscher der Universität Uppsala haben Solarzellen etwickelt, die, anders als ihre Bezeichnung vermuten lässt, Strom aus künstlichem oder indirektem natürlichem Licht produzieren. Dahinter steckt die Idee, Einwegbatterien von Sensoren wie Bewegungsmeldern bei Alarmanlagen zu ersetzen, deren Strombedarf gering ist. Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), das privat wie gewerblich immer weitere Kreise zieht, könnte so mit Strom versorgt werdent.

Wissenschaftler lernen Chip das Sehen von Objekten

Bildsensor lernt das Sehen (Bild: TU Wien)

Einen neuartigen Bildsensor, der in Sekundenbruchteilen Objekte erkennen kann, haben Wiener Forscher entwickelt. Das Besondere an dem Chip ist, dass das Erkennen nicht durch aufwendige nachträgliche Analyse von Bildern am Computer erfolgt, sondern dass die Wissenschaftler ihren auf Basis eines ultradünnen Materials entwickelten Chip direkt auf jene Strukturen hin trainieren, die er identifizieren soll.

Aus alten Handys werden neue Lithium-Akkus

Alvaro Caballero (links) und Fernando Luna im Labor (Foto: uco.es)

Forscher der Universität Córdoba (UCO) und der National University of San Luis hauchen alten Lithium-Akkus gebrauchter Handys wieder neues Leben ein. Hierfür greifen sie auf das in den Batterien verbaute Graphit zurück, das in gebrauchtem Zustand Unreinheiten aufweist. Diese werden durch eine grundlegende Restrukturierung des Materials ausgemerzt, um eine bessere Akkuleistung und längere Lebensdauer für eine Wiederverwendung zu erzielen.

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