Huawei zahlt Mitarbeitern Boni für Alternativen zu US-Komponenten

Zahlt Boni an findige Mitarbeitende: Huawei (Bild: Archiv)

Der chinesische Netzwerkausrüster Huawei hat seinen Mitarbeitern zwei Milliarden Yuan (rund 285 Millionen Franken) gezahlt, um technologisch unabhängiger von den USA zu werden. Die Summe wurde an Mitarbeiter ausgezahlt, die mitgeholfen haben, Alternativen zu US-Komponenten zu finden und zu entwickeln. Das geht aus einer Nachricht der Huawei-Personalabteilung an die Mitarbeiter hervor. Zudem wurde der Lohn einmalig für fast alle 190.000 Mitarbeiter verdoppelt, sagte ein Firmen-Sprecher.

VW gründet Tochtergesellschaft für autonomes Fahren

VW forciert Entwicklung autonomer Fahrzeuge (Symbolbild: Pixabay/ Aljonushka)

Der deutsche Volkswagen-Konzern treibt die Entwicklung von selbstfahrenden Autos voran und gründet dazu eine eigene Tochtergesellschaft. Ziel sei ein Technologiestandard, der von allen Marken des Konzerns eingesetzt werden könne, teilte Volkswagen mit. Ihren Sitz soll die Volkswagen Autonomy GmbH in München und Wolfsburg sowie bei einer Tochtergesellschaft im Silicon Valley in den USA haben. 2021 solle in China eine weitere Gesellschaft hinzukommen.

„Quantum Dot“ - Samsungs jüngstes Milliardenprojekt

Samsung investiert Milliarden (Symbolbild: Emma)

Der südkoreanische Samsung-Konzern steckt elf Milliarden Dollar (9,9 Mrd. Franken) in die Entwicklung einer neuen Displaytechnologie. Das Geld solle in den kommenden fünf Jahren dafür verwendet werden, die „Quantum Dot“-Technologie für den Massenmarkt tauglich zu machen, teilte die Konzerntochter Samsung Display mit.

Vodafone will jede siebte Filiale zusperren

Auf Sparkurs: Vodafone (Logo: Vodafone)

Der britische Mobilfunk-Riese Vodafone will jede siebte seiner weltweit 7700 Filialen schliessen. Immer mehr Kunden kauften im Internet und hätten andere Erwartungen an den Besuch eines Ladens, sagte Vodafone-Vorstandschef Nick Read in Düsseldorf. Vodafone setze in den Filialen mehr auf "Erlebnisse" als auf das Standardangebot. Die Art und Weise, wie Apple und Amazon ihre Kunden bedienten, habe die Erwartungshaltung geändert, sagte Read.

Millionen-Investition von SAP in neuen Berliner Standort

SAP investiert massiv in Berliner Standort (Bild: zVg)

Der Softwarekonzern SAP steckt mehr als 200 Millionen Euro in eine neue Basis in der Hauptstadt. Unweit des Berliner Hauptbahnhofs im "Quartier Heidestrasse" mietet SAP für einen Digital-Campus mehr als 30.000 Quadratmeter, wie der Softwarekonzern am Dienstag mitteilte. Rund 1200 Mitarbeiter sollen dort bis Ende 2022 Platz finden, die Büros in der Rosenthaler Straße sollen dann aufgegeben werden. Die mehr als 200 Millionen Euro plant der Softwarekonzern für Mieten, Betriebskosten und Abschreibungen für zehn Jahre ein.

Deutsche Telekom dampft Grosskundensparte ein

T-Systems will Tausende Mitarbeiter abbauen (Bild: T-Systems)

Die kriselnde Grosskundensparte der Deutschen Telekom soll deutlich zusammengestutzt werden: T-Systems werde in der neuen Aufstellung Umsätze von rund 4 Milliarden Euro erzielen und sich nur noch auf IT und digitale Angebote fokussieren, sagte Spartenchef Adel Al-Saleh vor Mitarbeitern des Unternehmens. 2018 hatte T-Systems Erlöse von knapp 7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Neu sei auch, dass die Betreuung der Firmenkunden künftig von der Konzernmutter wieder selbst verantwortet werde.

"Tod durch Amazon"

Amazon treibt viele Unternehmen in den Ruin (Bild: Archiv)

Amazons Marktmacht trifft zahlreiche Branchen, vor allem für den Einzelhandel hat der Vorstoss des US-Konzerns desaströse Konsequenzen. Während Amazon schwarze Zahlen schreibt, musste in den USA der Kleiderkonzern Macy's von 2005 bis 2016 Verluste von rund 30 Milliarden Dollar einstecken. Der US-Marktanalyst Bespoke Investment Group hat aus diesem Grund einen "Tod durch Amazon"-Index erstellt, bei dem der Börsenwert von 54 bedrohten Unternehmen, primär aus dem Einzelhandel, seit 2012 beobachtet wird.

Chip-Umsatz für 2019 im Zehn-Jahres-Tief

Das Geschäft mit Chips harzt (Bild: Flickr/ Yuri Samoilov)

Die Chip-Industrie steht nach Schätzungen des Beratungshauses Gartner weltweit vor dem schlechtesten Jahr seit 2009. Das US-Unternehmen erwartet, dass der Umsatz mit Halbleitern in diesem Jahr um 9,6 Prozent auf 429 Mrd. Dollar schrumpfen wird, wie Gartner am gestrigen Montag in Stamford im US-Bundesstaat Connecticut mitteilte.

BMW und Tencent spannen bei selbstfahrenden Autos zusammen

BMW partnert mit Tencent (Foto: Karlheinz Pichler)

BMW und der chinesische Internetriese Tencent bauen ein grosses Datenzentrum für selbstfahrende Autos in China: Nach der Unterzeichnung des Abkommens über die künftige Kooperation sagte BMW-China-Chef Jochen Goller in Peking, in China betreibe BMW mit mehr als 1.000 Ingenieuren an drei Standorten bereits die grössten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen ausserhalb von München. Mit Tencent, das auch die weltweit populäre Handyplattform Wechat betreibt, habe der Autobauer einen passenden Partner.

Rosenblatt Securities rät zum Verkauf von Apple-Aktien

Rosenblatt Securities rät zum Verkauf von Apple-Aktien (Logo: RS)

Es gibt zwei Perspektiven auf das aktuelle Geschäft bei Apple: Einerseits erzielt das Unternehmen noch immer jedes Quartal Milliardengewinne. Gleichzeitig ist aber unübersehbar, dass die Zeiten des ungebremsten Wachstums auch beim iPhone-Hersteller langsam zu Ende gehen dürften. Dafür verantwortlich sind nicht zuletzt schwächelnde Smartphone-Absätze, und dieses Problem dürfte sich noch verstärken, wenn man den Einschätzungen der Analysten von Rosenblatt Securities glaubt.

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