T-Mobile US zu über 48 Prozent in der Hand von Deutscher Telekom

Bild: T-Mobile US

Die Deutsche Telekom schnappt sich weitere Teile ihrer Tochter T-Mobile US. Zudem verkaufen die Bonner ihr Geschäft in den Niederlanden. Durch den Abschluss beider Transaktionen steige die Beteiligung an der US-Tochter um 5,3 Punkte auf 48,4 Prozent, teilte der Dax-Konzern am heutigen Dienstag mit. So will die Telekom mittels einer Kapitalerhöhung insgesamt rund 45 Millionen T-Mobile-US-Aktien vom japanischen Mischkonzern Softbank kaufen.

Daimler-Vorstandschef erwartet erst 2023 deutliche Entspannung der Chip-Krise

Ola Källenius beim Genfer Automobil Salon 2018 (© Matti Blume/ CC BY-SA 4.0)

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius erwartet etwas Entspannung, aber noch kein Ende der Halbleiter-Krise. Die jüngsten Corona-Lockdowns in Malaysia hätten Mercedes-Benz im laufenden Quartal getroffen, und die Situation sei volatil, sagte Källenius. Er hoffe, dass es im vierten Quartal besser werde. Aber die Nachfrage nach Halbleitern werde auch nächstes Jahr höher sein als die weltweite Produktionskapazität. Das sei ein strukturelles Problem und habe nichts mit der Pandemie zu tun. Erst 2023 erwarte er eine deutliche Entspannung.

Deutscher Bundeswirtschaftsminister will Aufschwung für Ausbau der Chipfertigung nutzen

Peter Altmaier (© Olaf Kosinsky/EU)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will auch angesichts der Lieferengpässe die Produktion wichtiger Mikrochips in Deutschland deutlich ausweiten. Ziel sei es, mehr technologische Souveränität zu erlangen und Abhängigkeiten zu verringern, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Europas Marktanteil an der weltweiten Chipproduktion solle bis 2030 auf 20 Prozent verdoppelt werden. Dies bedeute aber wegen der gleichzeitig stark steigenden weltweiten Produktion eine Verdrei- oder Vervierfachung der Produktion in Deutschland.

Silber für Xiaomi im 2. Quartal vor Apple bei Smartphone-Absatz

Der chinesische Xiaomi-Konzern hat im zweiten Quartal den Marktbeobachtern von Gartner zufolge mehr Smartphones als Apple verkauft und damit den iPhone-Hersteller vom zweiten Platz verdrängt. Dank der globalen Expansion und einer stärkeren Online-Präsenz habe Xiaomi 51 Millionen Geräte veräussert und damit rund 80 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte Gartner am heutigen Mittwoch unter Berufung auf eigene Erhebungen mit. Apple kam demnach von April bis Juni auf knapp 49,3 Millionen iPhones.

Google investiert eine Milliarde Euro in zwei neue Rechenzentren in Deutschland

Google wird in den kommenden Jahren eine Milliarde Euro in den Bau von zwei neuen Rechenzentren in Hanau und im Grossraum Berlin investieren. Das kündigte der US-Internetkonzern am heutigen Dienstag in Berlin an. Der Investitionsplan reicht bis ins Jahr 2030. Die Cloud-Anlage in Hanau sei nur 20 Kilometer vom weltgrössten Internetknoten DE-CIX entfernt, sagte Philipp Justus, Googles Zentraleuropa-Chef. Das vierstöckige Gebäude mit einer Nutzungsfläche von rund 10.000 Quadratmetern werde im kommenden Jahr voll betriebsbereit sein.

Zoom boomt - Anleger trotzdem enttäuscht

Zoom enttäuscht trotz starken Wachstums (Bild: Allie Smith auf Unsplash.com)

Der Videokonferenzdienst Zoom boomt weiter und hat im zweiten Quartal erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar beim Umsatz geknackt. In den drei Monaten bis Ende Juli verdiente das Unternehmen unterm Strich 316,9 Millionen Dollar, wie es gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Das waren über 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zoom profitierte weiter vom durch die Coronavirus-Pandemie beschleunigten Trend zum Homeoffice.

Deutschland: Amazon nimmt neues Logistikzentrum in Gera in Betrieb

Symbolbild: Pixabay

Mit einem Kernteam von rund 400 Beschäftigten ist das neue Amazon-Logistikzentrum in Gera am heutigen Montag in Betrieb gegangen. In den kommenden Wochen soll dann die Stammbelegschaft weiter aufgebaut werden, wie ein Sprecher des Online-Versandhändlers sagte. Angepeilt seien mindestens 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auch Daimler weitet nun wegen Chipmangels Kurzarbeit aus

Bild: Daimler

Angesichts der anhaltenden Chipkrise weitet der deutsche Autokonzern Daimler die Kurzarbeit an mehreren seiner Standorte kommende Woche wieder aus. In den Mercedes-Werken in Bremen, Rastatt sowie im ungarischen Kecskemet und teils in Sindelfingen werde die Produktion in der neuen Woche stillstehen, teilte der Konzern heute auf Anfrage mit. In dieser Woche ruhten die Maschinen bereits in Bremen und in Teilbereichen des Sindelfinger Werks.

Deutschland: Erneut Kurzarbeit bei VW und Audi wegen Chipmangels​

Bei VW und Audi gibt es wieder Produktionseinschränkungen (Symbolbild: Pixabay/ Aljonushka)

Wegen des Mangels an Halbleiter-Bauteilen soll die Produktion im Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg nach der Sommerpause nur eingeschränkt anlaufen. Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, soll auf allen Fertigungslinien in der kommenden Woche nur in einer Schicht produziert werden. Es werde Kurzarbeit beantragt. Wie viele Beschäftigte davon betroffen seien, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Back to the roots: Amazon plant grosse Ladengeschäfte in den USA

Drängt stärker in den stationären Handel: Amazon (Logo: Amazon)

Amazon will einem Medienbericht zufolge sein Onlineangebot stärker in den traditionellen Handel bringen. Geplant sei, mehrere grosse Geschäfte in den USA zu eröffnen, meldete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Einige der Einkaufsgeschäfte, die bis zu 2.800 Quadratmeter gross sein sollen, würden in den US-Bundesstaaten Ohio und Kalifornien entstehen.

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