Vodafone will jede siebte Filiale zusperren

Auf Sparkurs: Vodafone (Logo: Vodafone)

Der britische Mobilfunk-Riese Vodafone will jede siebte seiner weltweit 7700 Filialen schliessen. Immer mehr Kunden kauften im Internet und hätten andere Erwartungen an den Besuch eines Ladens, sagte Vodafone-Vorstandschef Nick Read in Düsseldorf. Vodafone setze in den Filialen mehr auf "Erlebnisse" als auf das Standardangebot. Die Art und Weise, wie Apple und Amazon ihre Kunden bedienten, habe die Erwartungshaltung geändert, sagte Read.

Millionen-Investition von SAP in neuen Berliner Standort

SAP investiert massiv in Berliner Standort (Bild: zVg)

Der Softwarekonzern SAP steckt mehr als 200 Millionen Euro in eine neue Basis in der Hauptstadt. Unweit des Berliner Hauptbahnhofs im "Quartier Heidestrasse" mietet SAP für einen Digital-Campus mehr als 30.000 Quadratmeter, wie der Softwarekonzern am Dienstag mitteilte. Rund 1200 Mitarbeiter sollen dort bis Ende 2022 Platz finden, die Büros in der Rosenthaler Straße sollen dann aufgegeben werden. Die mehr als 200 Millionen Euro plant der Softwarekonzern für Mieten, Betriebskosten und Abschreibungen für zehn Jahre ein.

Deutsche Telekom dampft Grosskundensparte ein

T-Systems will Tausende Mitarbeiter abbauen (Bild: T-Systems)

Die kriselnde Grosskundensparte der Deutschen Telekom soll deutlich zusammengestutzt werden: T-Systems werde in der neuen Aufstellung Umsätze von rund 4 Milliarden Euro erzielen und sich nur noch auf IT und digitale Angebote fokussieren, sagte Spartenchef Adel Al-Saleh vor Mitarbeitern des Unternehmens. 2018 hatte T-Systems Erlöse von knapp 7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Neu sei auch, dass die Betreuung der Firmenkunden künftig von der Konzernmutter wieder selbst verantwortet werde.

"Tod durch Amazon"

Amazon treibt viele Unternehmen in den Ruin (Bild: Archiv)

Amazons Marktmacht trifft zahlreiche Branchen, vor allem für den Einzelhandel hat der Vorstoss des US-Konzerns desaströse Konsequenzen. Während Amazon schwarze Zahlen schreibt, musste in den USA der Kleiderkonzern Macy's von 2005 bis 2016 Verluste von rund 30 Milliarden Dollar einstecken. Der US-Marktanalyst Bespoke Investment Group hat aus diesem Grund einen "Tod durch Amazon"-Index erstellt, bei dem der Börsenwert von 54 bedrohten Unternehmen, primär aus dem Einzelhandel, seit 2012 beobachtet wird.

Chip-Umsatz für 2019 im Zehn-Jahres-Tief

Das Geschäft mit Chips harzt (Bild: Flickr/ Yuri Samoilov)

Die Chip-Industrie steht nach Schätzungen des Beratungshauses Gartner weltweit vor dem schlechtesten Jahr seit 2009. Das US-Unternehmen erwartet, dass der Umsatz mit Halbleitern in diesem Jahr um 9,6 Prozent auf 429 Mrd. Dollar schrumpfen wird, wie Gartner am gestrigen Montag in Stamford im US-Bundesstaat Connecticut mitteilte.

BMW und Tencent spannen bei selbstfahrenden Autos zusammen

BMW partnert mit Tencent (Foto: Karlheinz Pichler)

BMW und der chinesische Internetriese Tencent bauen ein grosses Datenzentrum für selbstfahrende Autos in China: Nach der Unterzeichnung des Abkommens über die künftige Kooperation sagte BMW-China-Chef Jochen Goller in Peking, in China betreibe BMW mit mehr als 1.000 Ingenieuren an drei Standorten bereits die grössten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen ausserhalb von München. Mit Tencent, das auch die weltweit populäre Handyplattform Wechat betreibt, habe der Autobauer einen passenden Partner.

Rosenblatt Securities rät zum Verkauf von Apple-Aktien

Rosenblatt Securities rät zum Verkauf von Apple-Aktien (Logo: RS)

Es gibt zwei Perspektiven auf das aktuelle Geschäft bei Apple: Einerseits erzielt das Unternehmen noch immer jedes Quartal Milliardengewinne. Gleichzeitig ist aber unübersehbar, dass die Zeiten des ungebremsten Wachstums auch beim iPhone-Hersteller langsam zu Ende gehen dürften. Dafür verantwortlich sind nicht zuletzt schwächelnde Smartphone-Absätze, und dieses Problem dürfte sich noch verstärken, wenn man den Einschätzungen der Analysten von Rosenblatt Securities glaubt.

Baidu partnert mit Toyota und Geely bei autonomen Fahren

Partnert mit Toyota und Geely: Baidu (Logobild: Archiv)

Toyota und der chinesische Autokonzern Geely wollen in einem Bündnis mit dem Google-Rivalen Baidu selbstfahrende Autos schneller auf die Strasse bringen. Beide Autohersteller schlossen sich einer Plattform des Tech-Konzerns zum autonomen Fahren an, wie die Unternehmen mitteilten. Baidu stelle Toyota eine Software für selbstfahrende Busse zur Verfügung und arbeite mit dem japanischen Konzern bei weiteren Einsatzmöglichkeiten autonomer Fahrtechnologien zusammen. Auch mit Geely wolle Baidu beim Einsatz Künstlicher Intelligenz kooperieren.

BMW und Daimler unterzeichnen Vertrag für autonomes Fahren

BMW arbeitet mit Daimler zusammen (Foto: Karlheinz Pichler)

Die beiden deutschen Autokonzerne Daimler und BMW haben ihre Kooperationspläne für den Bereich automatisiertes Fahren besiegelt. Vertreter der Unternehmen unterschrieben am gestrigen Donnerstag einen Vertrag über die langfristige, strategische Zusammenarbeit auf diesem Gebiet, wie BMW und Daimler in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten.

Foxconn will Werk mit 3.000 Arbeitsplätzen in Vietnam bauen

Foxconn investiert in Vietnam (Logo: Foxconn)

Angesichts der Handelsstreits zwischen China und den USA erwägt der Elektronikteile-Hersteller Foxconn eine Verlagerung seiner Produktion nach Vietnam. Das staatliche Online-Portal Vnexpress berichtete unter Berufung auf vietnamesische Behörden, dass Foxconn ein Werk mit etwa 3.000 Arbeitsplätzen in der Nähe von Halong City bauen will, etwa 175 Kilometer östlich der Hauptstadt Hanoi.

Seiten

Wirtschaft & Entwicklung abonnieren