Online-Servicedienste in Deutschland boomen

Lieferdienste für Online-Bestellungen sind im Vormarsch (Bild:Lieferando)

Deutsche Restaurants und Kneipen sind seit Monaten wieder gut besucht – trotzdem ist ein Ende des Bestellbooms bei Lieferdiensten nicht in Sicht. Der Trend zu Onlinebestellungen halte an, auch nach Wiedereröffnung der Gastronomie, teilte etwa der Marktführer Lieferando mit. Demnach hätten Konsumenten im Sommer zwischen Juli und September rund zehn Millionen zusätzliche Bestellungen über die Plattform aufgegeben. Das entspricht einem Wachstum von 35 Prozent gegenüber dem Corona-Sommer 2020 und einer Verdoppelung der Bestellungen gegenüber dem Vorkrisen-Niveau im dritten Quartal 2019.

Mobilfunk-Anbieter Freenet erwartet operativen Gewinn und mit optimistischem Ausblick

Freenet-Zentrale in Hamburg (Bild: Freenet)

Freenet wird angesichts eines guten dritten Quartals optimistischer. Das Management erwartet seine Jahresergebnisse nun am oberen Ende der prognostizierten Spannen, teilte das Unternehmen im deutschen Büdelsdorf mit. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet das Management seit der anlässlich der Halbjahreszahlen bereits angehobenen Prognose bei 430 bis 445 Millionen Euro. Im dritten Quartal konnte das operative Ergebnis um 2,1 Prozent auf 117,6 Millionen Euro gesteigert werden.

T-Mobile US erhöht Jahresziele trotz Gewinneinbruchs

Bild: T-Mobile US

Die Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile US hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient, seine Jahresziele aber dennoch erhöht. Der Nettogewinn sank gegenüber dem Vorjahreswert um knapp 45 Prozent auf 691 Millionen US-Dollar, wie T-Mobile gestern nach US-Börsenschluss in Bellevue mitteilte. Grund für den Rückgang seien vor allem Belastungen von 707 Millionen Dollar im Zusammenhang mit der Fusion mit dem Rivalen Sprint gewesen.

Audi rechnet mit chipkrisenbedingter Produktionsrückstände bis weit in nächstes Jahr

Bild: Pixabay/Webandi

Der Autobauer Audi wird laut Vorstandschef Markus Duesmann die durch die Chipkrise entstandenen Produktionsrückstände nicht völlig aufholen können. Die Probleme reichten weit bis ins nächste Jahr hinein. Er hoffe, dass Audi mit Ende des ersten Halbjahres 2022 eine Verstetigung in der Produktion und bei der Chiplieferung erreichen werde, sagte Duesmann. Die Chipkrise koste Audi ein Rekordjahr. Für die Zukunft sollen Lieferketten geprüft und umgestellt werden.

Niederlande: Shop Apotheke erwartet für 2021 nur verhaltenes Wachstum

Sitz der Shop-Apotheke im niederländischen Veno (Bild: zVg)

Der im niederländischen Venlo domizillierte Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke wird nach einem operativen Verlust im dritten Quartal etwas vorsichtiger für das laufende Jahr. Für 2021 werde nun ein Umsatzwachstum von rund 10 Prozent erwartet, was am unteren Ende der bislang in Aussicht gestellten Spanne von 10 bis 15 Prozent liege, teilte Shop Apotheke in Venlo bei der Vorlage ausführlicher Quartalszahlen mit.

Bytedance sortiert sich neu

Bytedance ist die Eigentümerin von Tiktok (Bild: Pixabay/Viarami)

Der chinesische Tiktok-Eigner Bytedance sortiert sich neu: Tiktok-Chef Shou Zi Chew, der bisher auch als Finanzchef von Bytedance agierte, werde sich nur noch auf die Führung des Kurzvideodienstes konzentrieren, hiess es in einem internen Schreiben. Zugleich will das Unternehmen sechs neue Geschäftsbereiche gründen – darunter Tiktok und die chinesische Version Douyin wie auch die Geschäftseinheit Byteplus und die Spielesparte Nuverse.

Bosch will 400 Millionen Euro in Chip-Produktion investieren

Bosch-Zentrale in Stuttgart-Gerlingen (Bild:zVg)

Der deutsche Technologiekonzern Bosch will im kommenden Jahr mehr als 400 Millionen Euro in die Mikrochip-Produktion in Deutschland und Malaysia investieren. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der grösste Teil des Bosch-Budgets für einen schnelleren Ausbau der Fabrik in Dresden verwendet werden, die der Konzern erst im Juni eingeweiht hat.

Halbleiterkrise kostet Apple Milliarden

Bekommt die Halbleiterkrise zu spüren: Apple (Bild: Pixabay/Fotocitizen)

Apple ist im vergangenen Quartal von der globalen Chipknappheit eingeholt worden. Trotz deutlicher Zuwächse verfehlte der iPhone-Konzern noch optimistischere Prognosen von Analystinnen und Analysten. Die Engpässe in der Lieferkette und Ausfälle in der Produktion hätten das Geschäft um rund sechs Mrd. Dollar gedrückt, sagte Konzernchef Tim Cook dem Sender CNBC. Die Aktie sank im nachbörslichen Handel zeitweise um vier Prozent.

Stellantis sieht bei Chipkrise Licht am Ende des Tunnels

Sieht Licht am Ende des Tunnels: Stellantis (Logobild: Stellantis)

Stellantis setzt nach einem Produktionseinbruch infolge des Halbleitermangels auf eine Besserung der Lage. Der Trend sei positiv. Stellantis sehe eine Stabilisierung beim Angebot und eine Verbesserung der Produktion im Monatsvergleich, sagte Finanzvorstand Richard Palmer bei Vorlage der Produktions- und Umsatzdaten im dritten Quartal. So werde der Produktionsausfall wegen fehlender Teile zum Jahresende nicht mehr so hoch ausfallen wie in den Monaten Juli bis September.

Werbeeinnahmen verleihen Spotify Flügel

Spotify-Sitz in Stockholm (© Erik Stattin/ CC BY-SA 3.0)

Der Musikstreaming-Marktführer Spotify erntet die ersten Früchte seiner Podcast-Offensive: Im vergangenen Quartal sprangen die Werbeerlöse im Jahresvergleich um 75 Prozent auf 323 Millionen Euro. Ihr Anteil am gesamten Spotify-Geschäft stieg damit von gut neun auf rund 13 Prozent. Spotify hatte in den vergangenen Monaten mit Zukäufen und Exklusivdeals viel in den Ausbau des Podcast-Angebots investiert.

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