Wirtschaft & Politik

Deutscher Finanzminister will globale Mindeststeuer für Digitalkonzerne

Digitalkonzerne sollen eine globale Mindeststeuer errichten (Symbolbild: Fotolia/Bluedesign)

Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz hat einen weltweiten Mindeststeuersatz gefordert, den kein Staat unterschreiten dürfe. Das solle Abhilfe schaffe gegen die Steuertricksereien von Grosskonzernen, insbesondere aus dem Bereich der Digitalwirtschaft. Er habe deshalb eine Initiative für die Schaffung internationaler Standards angestossen, die dem Steuerdumping einzelner Staaten ein Ende bereiten sollen. Die derzeitigen Regeln in der EU seien bisher keine Lösung, sondern eher Ursache unerwünschter Gewinnverlagerungen. Wie hoch der Steuersatz sein sollte, führte Scholz nicht aus.

Youtube-Chefin ruft zu Protesten gegen mögliche Upload-Filter der EU auf

Ruft zum Protest gegen Uploadfilter auf: Youtube Chefin Susan Wojcicki (Bild: Wikipedia/Flickr/Techcrunch - Licensed under the creative commans attribution 2.0 generic)

Die Chefin des Video-Portals Youtube mit Zentrale im kalifornischen San Bruno, Susan Wojcicki, ruft die Anbieter von Videoinhalten auf der Plattform der Google-Tochter dazu auf, in der Debatte um die EU-Urheberrechtsreform gegen mögliche Uploadfilter zu protestieren.

EU stellt Verfahren gegen Irland im Apple-Steuerkonflikt ein

Steuer-Streit mit Apple: EU stellt Verfahren gegen Irland ein (Bild: Fotolia/Bluedesign)

Die EU-Kommissione hat in der Auseinandersetzung über illegale Steuervergünstigungen für Apple das Verfahren gegen Irland eingestellt. Vorausgegangen war die Hinterlegung von mehr als 14 Milliarden Euro auf ein Treuhandkonto durch die iPhone-Erfinderin. Mit dieser Zahlung gleiche sich die Wettbewerbsverzerrung aus, liess die Kommission verlauten.

Staatliche US-Investmentfonds verlangen Abberufung von Mark Zuckerberg

Chefs von US-Investmentsfonds verlangen Rückzug von Mark Zuckerber (Foto: Fotolia/Photocreatief)

In den Vereinigten Staaten verlangen vier staatliche Investmentfonds die Abberufung von Mark Zuckerberg als Aufsichtsratschef von Facebook. Konkret handelt es sich um die Chefs der Investmentfonds der Bundesstaaten Illinois, New York, Pennsylvania und Rhode Island. Diese postulierten heute, dass durch die Einsetzung eines unabhängigen Aufsichtsratschefs die Unternehmensführung und Transparenz bei Facebook verbessert werden könnte.

EU-Wettbewerbshüter winken Github-Übernahme durch Microsoft durch

Github: EU winkt Übernahme durch Microsoft durch (Logo-Bild: Pixabay/Openclipart-Vectors)

Die EU-Wettbewerbshüter werden Insidern zufolge grünes Licht für die Übernahme der weltgrössten Software-Entwickler-Plattform Github durch Microsoft geben. Der 7,5 Milliarden US-Dollar schwere Kauf werde ohne Auflagen genehmigt, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die EU-Kommission, die bis zum 19. Oktober entscheiden muss, war zunächst nicht erreichbar. Microsoft wollte keine Stellung nehmen.

Frankreich fordert Einigung zu Digitalsteuer bis Jahresende

Steuer: Frankreich fordert EU-Einigung zur Digitalsteuer (Symbolbild: Fotolia/Bluedesign)

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire hat eine Lösung zur Digitalsteuer gefordert. Es sei "unfair, dass einige Unternehmen Steuern zahlen und andere nicht, im Grunde genommen ist es so simpel", sagte Le Maire vor der Eurogruppe in Luxemburg. "Keine Einigung ist keine Option." Nächsten Monat müsse es "wirklichen Fortschritt" geben, um bis spätestens Jahresende einen Deal zu haben. Europa stehe vor einer Probe in diesen Zeiten, betonte Le Maire. "Was jetzt auf dem Spiel steht, ist ganz klar die Zukunft Europas." Populisten seien in ganz Europa im Aufschwung.

Kalifornien führt Netzneutralität wieder ein

Symbolbild:Pixabay/Geralt

Kalifornien geht bei der sogenannten Netzneutralität auf Konfrontation mit der US-Regierung. Gouverneur Jerry Brown unterschrieb am Sonntagabend ein Gesetz, mit der die Netzneutralität in seinem Bundesstaat wieder eingeführt werden soll. Das US-Justizministerium kündigte umgehend Klage gegen den Schritt an. Die US-Aufsichtsbehörde FCC hatte die unter der Regierung von Barack Obama erlassene Vorschrift im Dezember 2017 gekippt. Die Regelung hatte das Internet in den USA als öffentliche Dienstleistung eingestuft, die allen gleichberechtigt zur Verfügung gestellt werden müsse.

Italien erwartet 5,5 Mrd. Euro aus Auktion von 5G-Mobilfunklizenzen

5G: Italien erwartet Rekordeinnahmen bei der Versteigerung der Frequenzen (Bild:Archiv)

Der italienische Staat rechnet dank der Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G mit Rekordeinnahmen. Insgesamt 5,5 Mrd. Euro bieten die fünf Mobilfunkbetreiber, die sich an der Versteigerung beteiligen, zusammen. Das liegt deutlich über den 2,5 Mrd. Euro, mit denen die Regierung noch vor einigen Monaten gerechnet hatte. Bis zu 1,6 Mrd. Euro haben Telecom Italia (TIM), Vodafone und Wind 3 bisher für die 5G-Frequenzen geboten.

DDoS-Angriff auf RWE: Website in die Knie gezwungen

Ein DDoS-Angriff legte die Website der RWE lahm (Bild: Fotolia/Ileezhun)

Offenbar Aktivisten haben die Internetseite des Energiekonzerns RWE in die Knie gezwungen. Die Website des Unternehmens war gemäss deutscher Medienberichte am Montag zeitweise gar nicht oder nur noch schwer zu erreichen. Der Energiekonzern habe Strafanzeige gegen unbekannt gestellt, heisst es. Bei der Attacke handelte es sich demnach um einen sogenannten Distributed Denial-of-Service-Angriff (DDoS), bei dem massenhaft Anfragen an Internet-Server geschickt werden, um diese zum Zusammenbruch zu bringen. Die Cyber-Aktion habe lediglich der Internetseite gegolten, so RWE.

US-Strafzölle auf chinesische Produkte befeuern Grafikkarten-Preise

Grafikkarten könnte durch die Strafzölle Trumps deutlich teurer werden (Symbolbild:Sapphire AMD GPro 6200)

Die neuen Strafzölle, die die USA unter Donald Trump auf chinesische Produkte verhängen, werden sich in den USA auch auf die Preise für zahlreiche IT-Produkte wie Computerchips auswirken. Davon betroffen sind unter anderem die in den vergangenen Monaten stark schwankenden Preise für Grafikkarten. Wie die Seite Wccftech basierend auf Marktinformationen berichtet, werden US-Kunden beispielsweise für Nvidias jüngste Modelle RTX 2080 Ti und RTX 2080 um rund 80 Dollar bzw. 50 Dollar mehr zahlen müssen als laut UVP veranschlagt.