Wirtschaft & Politik

Brexit: Panasonic verlegt Europa-Zentrale in die Niederlande

Aufgrund von Bedenken wegen des Austritts Grossbritaniens aus der EU ("Brexit") verlagert der japanische Elektronikriese Panasonic seine Europa-Zentrale von London nach Amsterdam. Dies erklärte eine Unternehmenssprecherin gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit auch einen Bericht der Zeitung „Nikkei“.

EU gewährt Nokia 500 Mio.-Euro-Kredit

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia hat für die Entwicklung von Technik für den neuen Mobilfunkstandard (5G) einen Kredit erhalten. Die Europäische Investitionsbank (EIB) stelle 500 Millionen Euro zur Verfügung, teilte das Unternehmen mit. Nokias schwedischer Konkurrent Ericsson hat von der EIB bereits 250 Mio. Euro erhalten – allerdings zu anderen Bedingungen. Nokia konnte kürzlich einen 3 Mrd. Euro schweren 5G-Auftrag von der Deutschen-Telekom-Tochter T-Mobile US einheimsen.

CEOs von Apple, IBM und Co üben Kritik an Trumps Einwanderungspolitik

In einem gemeinsamen Schreiben kritisieren 59 Chefs von Grosskonzernen wie etwa Apple, IBM oder American Airlines die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump. Widersprüchliche Entscheidungen würden dazu führen, dass viele Angestellte mit Ungewissheiten konfrontiert seien, heisst es in dem an Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen gerichteten Brief.

Chilenische Regierung möchte bei Gewinnen von Amazon und Co. mitnaschen

Chile will künftig am Boom von Internetdiensten mitverdienen, die nicht in dem südamerikanischen Land ansässig sind und deshalb dort keine Gewinne versteuern müssen. Auf Kreditkartenzahlungen an Unternehmen wie Netflix, Amazon oder Airbnb soll deshalb nach dem Willen der chilenischen Regierung eine Steuer in Höhe von zehn Prozent gelten, wie Finanzminister Felipe Larrain sagte.

Venezuela koppelt Landeswährung an Kryptogeld

Venezuela hat seit dem gestrigen Dienstag neue Banknoten im Umlauf: Bei der Landeswährung Bolívar fuerte werden wegen der Hyperinflation fünf Nullen gestrichen, aus einer Million Bolívar fuerte werden damit 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Dabei soll der Bolívar künftig an die neue staatliche Kryptowährung Petro gekoppelt sein. Ein Petro wird Berichten zufolge von der Regierung mit einem Wert von rund 60 US-Dollar angesetzt, beziehungsweise 3600 souveränen Bolivar.

Bitcoin-Kurs auf unter 6.000 US-Dollar gefallen

Im Handel mit Digitalwährungen haben sich die jüngsten Kursverluste fortgesetzt: Neben dem Bitcoin kam es auch zu einem Ausverkauf bei anderen bekannten Digitalwährungen wie Ether oder Ripple. Der Kurs des Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp fiel unter 6.000 US-Dollar und erreichte bei 5.880 Dollar den tiefsten Stand seit Juni. Als Ursache für die Talfahrt gilt nach wie vor die auf sich warten lassende Zulassung von börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) in den USA.

Erdogan will US-Elektronik wie etwa iPhones boykottieren

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat in einer Reaktion auf Sanktionen und Strafzölle der USA gegen sein Land nun einen Boykott elektronischer Produkte aus den USA angekündigt. Die Türkei werde in Zukunft qualitativ hochwertige Waren produzieren und diese auch exportieren. "Wir werden Amerikas elektronische Produkte boykottieren", sagte Erdogan bei einer Rede vor Anhängern seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in Ankara am Dienstag. "Wenn sie (die USA) iPhones haben, dann haben wir Samsung," so der türkische Staatspräsident.

Digitalisierung und neue Technologien im Zentrum des Arbeitsbesuches von Bundesrätin Leuthard in Shenzhen und Hongkong

Der Arbeitsbesuch von Bundesrätin Doris Leuthard vom 9. und 10. August in China diente laut Mitteilung des Uvek (Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) dazu, einen Einblick in technologisch innovative Unternehmen und Projekte zu erhalten. Die Reise führte demnach zunächst nach Shenzhen, dem chinesischen Pendant des Silicon Valley. Dort wurden Unternehmen besucht, die unter anderem in den Bereichen Digitalisierung und Elektromobilität tätig sind.

New York stoppt Zulassungen für Uber, Lyft und Co

Die Stadtväter von New York haben über Uber, Lyft und andere Online-Fahrdienstvermittler ein Zulassungsstopp für weitere Fahrzeuge verhängt. vorerst keine neuen Fahrzeuge mehr zulassen. Mit 39 zu 6 Stimmen stimmte der Stadtrat dafür, mindestens ein Jahr lang keine weiteren Autos über das derzeitige Mass hinaus zu genehmigen. Stattdessen sollen in dieser Zeit die Auswirkungen von Uber und Co auf den städtischen Verkehr und die Taxi-Industrie untersucht werden. Im Moment sind mehr als 80.000 der sogenannten "For-Hire-Vehicles" auf den Strassen New Yorks unterwegs.