Wirtschaft & Politik

Tim Cook befürchtet Wettbewerbsnachteil durch US-Zölle

Tim Cook prangert Wettbewerbsnachteil durch Trumps Zölle an (Bild: Wikipedia/ CC)

Apple-Chef Tim Cook hat ein Abendessen mit US-Präsident Donald Trump genutzt, um einen Wettbewerbsnachteil für seinen Konzern durch die US-amerikanischen Zusatzzölle auf Waren aus China anzuprangern. Cook habe sich besorgt gezeigt, dass der südkoreanische Rivale Samsung dadurch einen Vorteil bekomme, erklärte Trump vor Journalisten. Der Apple-Chef traf sich am Freitag zum Essen mit Trump in dessen Golfclub in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey.

Trump verschiebt Zölle auf chinesische Smartphones und Notebooks

Symbolbild: Wikimedia Images

Die US-Regierung hat die für Anfang September geplanten zusätzlichen Zölle auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar für bestimmte Warengruppen auf den 15. Dezember verschoben. Zu den betroffenen Produkten zählen auch viele IT-Geräte wie etwa Mobiltelefone, Laptops, Videospielkonsolen, bestimmte Spielzeuge sowie Computermonitore.

Mobile Android-Geräte von Huawei erhalten weiterhin Updates und Support

Bild: Huawei

Die vom US Bureau of Industry and Security ausgestellte temporäre Lizenz für Android-Geräte des auf eine Schwarze Liste gesetzten chinesischen Herstellers Huawei läuft am Montag, den 19. August, aus. In diesem Zusammenhang macht der Konzern mit Zentrale in Shenzhen darauf aufmerksam, dass sich auch nach diesem Stichtag nichts ändern werde. "Alle Huawei Smartphones, Tablets und Laptops, die verkauft wurden und aktuell auf dem Markt verkauft werden, werden weiterhin Sicherheitspatches, Android-Updates und Microsoft-Support erhalten," schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Frankreich: Amazon will Digitalsteuer Drittanbietern aufhalsen

Amazon will Digitalsteuer anderen aufbürden (Bild: Archiv)

Der US-amerikanische Online-Versandhandelsriese Amazon will die Kosten für die neue französische Digitalsteuer auf die Drittanbieter seiner Plattform Marketplace abschieben. Angesichts der "massiven Investitionen" in neue Dienstleistungen für Amazon-Kunden und Drittanbieter könne Amazon eine "zusätzliche Besteuerung" nicht stemmen, liess der Konzern verlauten.

"Like Button": EuGH nimmt Websites in die Pflicht

Daumen hoch: Webseiten brauchen Einwilligung (Foto: pixabay.com, Mizter_x94)

Webseiten mit einem integrierten "Like Button" von Facebook, der die IP-Adresse von Usern überträgt, benötigen vorab eine Einwilligung des Nutzers. Zu diesem Urteil kommt der Europäische Gerichtshof (EuGH). Die Richter nehmen mit ihrer Entscheidung folglich die Betreiber von Webseiten mit in die Pflicht, wobei es hierbei jedoch lediglich um die Erhebung sowie Übertragung der Daten geht. Denn die folgende Verarbeitung dieser Infos fällt alleinig in den Verantwortungsbereich von Facebook. Auch andere ähnlich funktionierende Plug-ins sind von der EuGH-Entscheidung betroffen.

Uber stoppt vorübergehend sämtliche Dienste in Österreich

Uber stoppt Aktivitäten in Österreich (Logo: Uber)

Der US-amerikanische Online-Fahrdienstvermittler Uber stoppt vorübergehend sämtliche Dienste in Österreich ein. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil, demzufolge Uber eine Niederlassung sowie Gewerbeberechtigung benötige, um seine Services anbieten zu dürfen. Dem werde man nachkommen, bis dahin werde das Angebot eingestellt, erklärte Uber. Das Unternehmen geht davon aus, Anfang August wieder verfügbar zu sein.

Scharfe Kritik des US-Finanzministers an Amazon

Wettert gegen Amazon: Steven Mnuchin (Bild: Offizielles Bild des US-Treasury Office)

Der US-amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin haut den weltgrössten Onlinehändlere Amazon verbal mächtig in die Pfanne. "Sie haben den Einzelhandel in den Vereinigten Staaten zerstört," warf er in einem Interview mit dem TV-Sender CNBC dem von Jeff Bezos geführten Internetriesen vor. Es bestehe deshalb kein Zweifel, dass der Konzern den Wettbewerb eingeschränkt habe.

Facebook und US-Aufsichtsbehörde einigen sich auf Milliardenvergleich

Facebook stimmt Milliardenvergleich mit US-Aufsicht zu (Bild: HDW)

Das weltgrösste soziale Netzwerk Facebook hat einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge einem milliardenschweren Vergleich mit der US-Aufsichtsbehörde zugestimmt. Die Federal Trade Commission (FTC) werde heute bekanntgeben, dass der Konzern als Teil der Vereinbarung einen Vorstandsausschuss für Datenschutz einrichten werde, so Reuters mit Verweis auf Insiderkreise.

G7-Finanz-Chefs beraten in Frankreich über Internetsteuer und Facebook-Kryptogeld

Bild vom G7-Summit 2017 im italienischen Taormina (Bild: Italian G7 Presidency 2017)

In Chantilly, das in der Nähe von Paris liegt, tagen ab heute die Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten, um sich unter anderem über die Mindestbesteuerung von Unternehmen zu beraten. Frankreich ist gerade mit einer dreiprozentigen Internetsteuer vorgeprescht, die vor allem US-Konzerne wie Google, Apple, Facebook und Amazon treffen dürfte. Das könnte das G7-Treffen überschatten und im US-Handelsstreit mit Europa eine neue Bresche schlagen. Denn die Regierung von US-Präsident Donald Trump prüft bereits Gegenmassnahmen.