Wirtschaft

Temenos wächst, enttäuscht aber die Börsianer

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Der Gruppenumsatz der westschweizerischen Bankensoftware-Spezialistin Temenos hat im dritten Quartal des laufenden Jahres im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 229,1 Millionen US-Dollar zugelegt. Um Wechselkurseinflüsse bereinigt wäre er um 12 Prozent gestiegen. Der operative Gewinn Ebit verbesserte sich in derselben Zeit um 16 Prozent auf 79,1 Millionen Dollar. Unter dem Strich verblieb je Aktie ein Gewinn (EPS) von 90 US-Cents nach 76 Cents im Vorjahr.

Umsatz und Gewinn von IBM weiterhin rückläufig

IBM enttäuscht (Logo: IBM)

Der US-IT-Riese IBM meldet für das dritte Quartal des laufenden Fiskaljahres im Jahresvergleich einen weiteren Umsatzrückgang um vier Prozent auf 18,0 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft brach um 38 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar ein. Anleger reagierten enttäuscht und straften Big Blue an der Börse ab. Der Aktienkurs segelte zeitweise um rund sechs Prozent nach unten, obwohl die Prognosen beim Gewinn sogar noch übertroffen wurden. Seit Jahresbeginn stieg der Kurs des Papiers allerdings auch schon um 25 Prozent.

Netflix mit Zuwächsen auf allen Ebenen

Netflix mit gutem Quartal (Bild: Pixabay)

Der kalifornische Streamingdienst Netflix kann auf ein gutes drittes Quartal zurückblicken. Der Gewinn kletterte im Jahresvergleich von 403 Millionen auf 665 Millionen Dollar (rund 662,5 Mio. Schweizer Franken) und damit deutlich stärker als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte um kräftige 31 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar zu. Dank Hitserien wie "Stranger Things" konnte Netflix auch viele Neukunden gewinnen. Unterm Strich stieg die Anzahl der Bezahlabos in den drei Monaten bis Ende September weltweit um 6,8 Millionen, wie der Onlinevideodienst wissen lässt.

ASML fährt höheren Gewinn ein als erwartet

ASML-Hauptsitz in Veldhoven (Bild: Wikipedia/ A. Ansems/ CC)

Der niederländische Chipausrüster ASML hat im dritten Quartal einen höheren Gewinn eingefahren als erwartet: Mit 627 Mio. Euro lag das Ergebnis zwar unter dem Vorjahreswert von 680 Mio. Euro, übertraf aber die von Experten vorhergesagten 609 Millionen. Der Umsatz kletterte auf knapp drei Mrd. Euro von zuvor 2,78 Milliarden. Im Schlussquartal werde ein Umsatz von rund 3,9 Mrd. Euro erwartet, teilte der Konzern mit. ASML kündigte zudem die Ausschüttung einer Zwischendividende in Höhe von 1,05 Euro je Aktie an.

Financial Times-Bericht schickt Wirecard-Aktie in den Keller

Wirecard-Hauptsitz in Aschheim bei München (Bild: zVg)

Ein kritischer Zeitungsbericht in den Financial Times (FT) löst Börsianern zufolge einen erneuten Ausverkauf bei Wirecard aus: Die Aktien des Onlinezahlungsabwicklers fielen um bis zu 23 Prozent auf ein Sechsmonatstief von 107,80 Euro. Das ist der zweitgrösste Kurssturz des Jahres. Händler verwiesen auf einen Bericht in der Onlineausgabe der Financial Times, dem zufolge das Unternehmen Umsatz und Gewinn bei einigen Auslandstöchtern aufgebläht und womöglich die eigenen Wirtschaftsprüfer hinters Licht geführt hat.

Intel will Teile seiner Funkchip-Sparte an Apple verkaufen

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Intel will nach dem geplanten Verkauf seines Smartphone-Modem-Geschäfts an Apple offenbar Jobs abbauen. Einem Intel-Sprecher zufolge gibt es nur für "rund 70 Prozent" der Angestellten der Communication and Devices Group (CDG) eine klare Perspektive – sie wechseln entweder zu Apple oder bleiben bei dem Chiphersteller. Rund 30 Prozent der CDG-Mitarbeiter könnten also offenbar ihren Job verlieren.

UPC-Deal: Liberty Global will sich an Sunrise beteiligen

Sunrise: überraschende Wende im UPC-Deal (Foto: Kapi)

Überraschung im Poker von Sunrise in Bezug auf die UPC-Übernahme: Der US-Kabelkonzern Liberty Global reagiert auf den Widerstand gegen den Verkauf der Tochter UPC an das Schweizer Mobilfunkunternehmen Sunrise und beteiligt sich entgegen den bisherigen Plänen mit bis 500 Millionen Franken oder 7,8 Prozent an Sunrise. Die Beteiligung solle aufgebaut werden, indem die Amerikaner im Zuge der Sunrise-Kapitalerhöhung Bezugsrechte kaufen, heisst es. Zudem solle Liberty einen Sitz im Sunrise-Verwaltungsrat erhalten.

Auch Ebay und Mastercard kehren Libra-Association den Rücken

Rückschläge für Facebooks Digitalwährung Libra (Bild: Pixabay/ Geralt)

Nach Paypals Ausstieg aus dem Libra-Projekt von Facebook gibt es jetzt den nächsten Rückschlag für die vom weltgrössten Sozialen Netzwerk geplante Kryptowährung. Denn auch EBay und der Onlinebezahldienst Stripe steigen aus der für den Aufbau des weltweiten Digitalgeldes gegründeten Libra Association aus, wie beide Firmen gestern mitteilten. "Wir respektieren die Vision der Libra Association sehr, dennoch hat Ebay beschlossen, als Gründungsmitglied nicht weiterzumachen," heisst es in einem Aussand der Online-Auktionsplattform.

UPC / Sunrise-Deal steht auf der Kippe

Sunrise: Übernahme von UPC auf der Kippe (Foto: Kapi)

Die 6,3 Milliarden Franken schwere Übernahme des Schweizer Kabelnetzbetreibers UPC durch den Telekomkonzern Sunrise steht auf der Kippe. Neben einigen grossen Aktionären hat sich nun auch der einflussreiche Stimmrechtsberater ISS gegen den Deal ausgesprochen. ISS empfiehlt den Aktionären, die für den Zukauf geplante milliardenschwere Kapitalerhöhung abzulehnen. Das geht aus einem Reuters vorliegenden Dokument hervor. Offiziell will ISS seine Empfehlung erst heute veröffentlichen. Bereits zuvor galt die Zustimmung der Eigentümer zu der Geldspritze als ungewiss.