Microsoft vermeidet Steuern, wo es nur geht

Veranlagt Gewinne oft in Steuerparadiesen: Microsoft (Symbolbild: Kapi)

Der US-amerikanische Softwareriese Microsoft mit Zentrale in Redmond hat offenbar Milliarden an Steuern in Grossbritannien, Australien und Neuseeland vermieden. Der Grosskonzern, der gerne darauf verweist, er respektiere überall dort, wo es tätig ist, lokale Gesetze und Vorschriften, verweigert Staaten die Zahlung von Abgaben, obwohl es seinerseits Steuergelder erhielt, sagt das Center for Corporate Tax Accountability and Research (Cictar).

VW-Tochter Cariad will in China Milliarden-Investment für KI tätigen

VW: Tochter Cariad setzt auf chinesische KI (Symbolbild: Pixabay/Dimitris Vetsikas)

Die Software-Sparte von Volkswagen, Cariad, will Medienberichten zufolge in China ein Gemeinschaftsunternehmen mit Horizon Robotics auf die Beine stellen. Horizon Robotics ist auf künstliche Intelligenz, Machine Learning und Vernetzungsplattformen für Verkehrssysteme fokussiert. Cariad will bis zu 2,4 Milliarden Euro in die Kooperation hineinbuttern und 60 Prozent der Anteile übernehmen, heisst es. Für das Joint Venture im engeren Sinn seien rund 1,3 Milliarden vorgesehen.

Intel plant grosses Stellenstreichkonzert

Intel-Headquarters im kalifornischen Santa Clara (Bild:Intel)

Der US-amerikanische Chipriese Intel mit Hauptsitz im kalifornischen Santa Clara plant gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg einen massiven Stellenabbau, der vermutlich in die Tausende gehen werde. Grund für die Kündigungen im grossen Stil sei der Abschwung auf dem Computermarkt, heisst es. Wie Gartner gestern bekannt gab, sind die Computerauslieferungen im dritten Quartal des laufenden Jahres um fast 20 Prozent eingebrochen.

Ascom zieht Millionenauftrag in Deutschland an Land

Logobild: Ascom

Die auf Telekommunikation und Service ausgerichtete Ascom mit Holding-Zentrale im innerschweizerischen Baar konnte einen Auftrag mit einem Volumen von über 3,3 Millionen Euro von einem neuen Spital in Deutschland gewinnen. Im Spital, dessen Namen und Betreiber der Technologiekonzern vorerst nicht nennt, werde das "Telligence Patient Call System" zum Einsatz kommen. Diese Lösung soll laut Mitteilung eine effiziente ambulante und stationäre medizinische Versorgung gewährleisten.

Gerichtsverhandlung um Twitter-Übernahme ausgesetzt

Twitter: Gerichtstermin wegen Übernahme durch Elon Musk ausgesetzt (Bild: Pixabay)

Im Hackhack über den Gerichtstermin zur geplanten Twitter-Übernahme durch Elon Musk hat sich der Tesla-Chef gegen den Mikroblogging-Dienst durchgesetzt. Die zuständige Richterin im US-Bundesstaat Delaware, Kathleen McCormick, ordnete an, das Verfahren bis zum 28. Oktober auszusetzen. Dies müsse genug Zeit sein, um die Übernahme über die Bühne zu bringen, so McCormick. Und sei dies nicht der Fall, müssten sich die beiden Streitparteien auf einen neuen Verhandlungstermin im November gefasst machen.

Shop Apotheke legt deutlich zu

Bild: zVg

Die Zur-Rose-Konkurrentin Shop Apotheke konnte im dritten Quartal deutlich wachsen. Laut den Angaben des im niederländischen Sevenum domizilierten Konzerns stieg der Umsatz im dritten Quartal des laufenden Jahres im Vergleich zu 2021 um 20 Prozent auf 285 Millionen Euro an. Dabei kletterte der grösste Bereich, das Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten, um 22 Prozent auf 252 Millionen Euro. Die Zahl der Kunden nahm den Infos zufolge um 0,2 Millionen zu.

Schweizer Post schnappt sich Logistiksoftwarefirma Eoscop

Logobild: Karlheinz Pichler

Die schweizerische Post hat sich die IT-Firma Eosop mit Sitz im solothurnischen Balsthal unter den Nagel gerissen. Eosop sei schon seit vielen Jahren eine Partnerin der Post gewesen, heisst es in einer Aussendung dazu. Hintergrund dazu ist, dass Eosop im Rahmen einer Nachfolgelösung bereits nach einem Käufer gesucht habe. Die Post habe daher mit heutigem Datum 100 Prozent an Eoscop übernommen. Sämtliche 20 Mitarbeitenden solle ihre Stelle behalten. Über den Kaufpreis wurde der Mantel des Schweigens gelegt.

Intel ebnet Roboterautotochter Mobileye den Weg an die Börse

Planiert den Börsengang der Autotochter: Intel (Bild:Intel)

Der US-amerikanische Chipriese Intel hat den Gang an die Börse seiner Roboterauto-Tochter Mobileye offiziell auf Schiene gebracht. Den Börsenprospekt hat Mobileye bereits bei der US-Aufsichtsbehörde SEC veröffentlicht. Daraus geht zum Beispiel hervor, dass Intel auch nach der Aktienplatzierung die Kontrolle über die israelische Firma behalten werde.

United Internet hebt Gewinnprognose an

Zentrale von United Internet im deutschen Montabaur (Bild: zVg)

Der deutsche Internetkonzern United Internet hebt für das laufende Geschäftsjahr die Gewinnprognose an. Aber nicht etwa in Erwartung besserer Geschäfte, sondern aufgrund von weniger Ausgaben, da der Netzaufbau bei der Tochter 1&1 stockt und daher der Investitionsaufwand geringer wird, wie das Unternehmen verlauten lässt. Konkret soll das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) nun auf 1,27 Milliarden Euro klettern. Bislang war United Internet von 1,26 Milliarden Euro ausgegangen.

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