Bundesrat will breite Diskussion zur Regulierung von Kommunikationsplattformen

Symbolbild: Pixabay

Nach Meinung des Bundesrates erfordert die Notwendigkeit, die Bevölkerung vor Hassrede und Desinformation im Internet zu schützen, auch in der Schweiz eine breite Diskussion. Deshalb habe er das Uvek beauftragt, ihm bis Ende 2022 in einem Aussprachepapier aufzuzeigen, ob und wie Kommunikationsplattformen reguliert werden könnten. Dies auch mit Blick auf die Stärkung der Nutzerrechte und den Umgang mit intransparenten Geschäftspraktiken. Er stütze sich dabei auf einen Bericht des Bakom (Bundesamt für Kommunikation) zu den Chancen und Risiken von Facebook, Youtube und Google.

Reddit eröffnet Niederlassung in Berlin

Bild: Brett Jordan auf Unsplash.com

Der US-amerikanische Social-News-Aggregator mit Diskussionsforum, Reddit, hat eine eigene Niederlassung in Berlin eröffnet. Der Deutschlandstart sei der erste Schritt für ein langfristiges lokales Engagement und die Expansion über englischsprachige Länder hinaus, begründete Steve Huffman, CEO von Reddit, den Schritt. Wer das Büro in der Spree-Metropole künftig als General Manager leiten soll, werde in den nächsten Monaten entschieden, so Reddit.

Wütende Kunden unzufrieden mit Chatbots

Chat mit Bot: Weniger Menschlichkeit besser (Foto: mohamed_hassan, pixabay.com)

Unternehmen setzen im Kundenservice zunehmend auf menschenähnlich gestaltete Chatbots. Doch gerade im Umgang mit wütenden Kunden geht das leicht nach hinten los, so eine Studie von Forschern der University of Oxford. Denn die Bots können sich negativ auf Kundenzufriedenheit, Firmenbewertung und weitere Kaufabsicht auswirken. Das hängt der im "Journal of Marketing" erschienenen Studie zufolge damit zusammen, dass Anthropomorphismen zu gesteigerten Erwartungen führen, die menschenänliche Chatbots aber nicht mehr erfüllen können als klassische.

Google Meet testet Übersetzungs-Untertitel

Bitte auf Spanisch: Untertitel gegen Sprachbarrieren (Foto: google.com)

In der aktuellsten Beta-Version von Google Meet ist ein neues Feature implementiert, das besonders internationale Videokonferenzen reibungsloser machen soll. Denn damit können sich Anwender mancher Meet-Versionen nun in Echtzeit Übersetzungs-Untertitel einblenden lassen. Zunächst einmal funktioniert das allerdings nur, wenn im Meeting Englisch gesprochen wird. Aber immerhin, die Echtzeit-Übersetzung erfolgt dabei unter anderem auf Deutsch.

Internet allein macht noch keine Polit-Trolle

Vorsicht: Trolle sind im WWW leichter bemerkbar (Foto: Mark König, unsplash.com)

Im Internet kann man kaum über Politik diskutieren, ohne dass Trolle auftauchen. Das schiebt auch die Forschung oft auf die Anonymität des Internets und dadurch fehlende Empathie. Doch diese Erklärung stimmt gar nicht, so eine Studie der Universität Aarhus. Die gefühlt grosse Feindseligkeit in Online-Diskussionen rührt demnach eher daher, dass das Internet ohnehin zu aggressiven Worten neigende Menschen für andere einfach sichtbarer macht.

Whatsapp: Fotos zur nur einmaligen Ansicht

© Pixabay

Der mit der Programmiersprache Erlang entwickelte Instant-Messaging-Dienst Whatsapp ermöglicht es künftig, Fotos zu übermitteln, die vom Empfänger nur einmal angesehen werden können. Laut dem zu Facebook gehörenden Chatdienst könne dies beispielsweise sinnvoll sein, wenn man mit jemandem vertrauliche Informationen wie ein WLAN-Passwort teilten wolle. Angekündigt wurde die neue Funktion bereits vor Wochen nach der Kontroverse um die neuen Nutzungsbedingungen.

Smartphones lassen Teenager vereinsamen

Einsamkeit: Problem bei Schülern nimmt zu (Foto: Wokandapix, pixabay.com)

Das Einsamkeitsgefühl von Jugendlichen weltweit ist in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. Das ist das Ergebnis der Studie eines Teams um Jean Twenge, Psychologieprofessor an der San Diego State University. Ursache könnte die Nutzung von Smartphones sein. In 35 von 37 Ländern, darunter die meisten Länder der EU, registrierte Twenge zwischen 2012 und 2018 eine klare Zunahme des Einsamkeitsgefühls bei Teenagern. Bei Mädchen war der Effekt stärker als bei Jungen.

Gespräche mit Computern werden alltäglich

Computer-Stimme am anderen Ende: wird zum Alltag (Bild: pixabay.com, GJackson)

Telefonieren mit einem Sprachcomputer wird künftig zur Normalität, davon sind zwei Drittel der von der Schweizer Sprachsystemspezialistin Spitch befragten 100 Fachleute im aktuellen "Sprachsystem-Report 2021" überzeugt. Weitere 29 Prozent räumen diesem Szenario immerhin eine gewisse Wahrscheinlichkeit ein.

Whatsapp verschiebt Ultimatum ein weiteres Mal

Bild: Pixabay

Zwar sind die umstrittenen Nutzungsregeln von Whatsapp am 15. Mai in Kraft getreten, dennoch ist der Instant-Messaging-Dienst auch ohne Zustimmung zu den neuen Bestimmungen noch einige Wochen weiter nutzbar. Denn das Ultimatum, die Regeln zu akzeptieren, wurde nochmals verlängert. Betroffene Konten würden noch nicht gelöscht oder entfunktionalisiert, sondern man werde die Anwender in Whatsapp in den kommenden Wochen weiterhin daran erinnern, heisst es seitens Whatsapp.

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