Twitter-Konflikt: Trump droht Social-Media-Plattformen mit Schließung

Der Konflikt zwischen US-Präsident Trump und Twitter eskaliert, nachdem das Onlinenetzwerk erstmals zwei Tweets des Vielschreibers einem Faktencheck unterzogen, und ihnen kein gutes Zeugnis ausgestellt hat. Jetzt schlägt Trump zurück und droht mit der Schließung von Online-Netzwerken, da "republikanische Politiker das Gefühl hätten, dass Social-Media-Plattformen konservative Stimmen komplett zum Schweigen bringen. Wir werden sie streng regulieren oder schließen, bevor wir das jemals zulassen werden", warnte Trump auf Twitter.

Donald Trump im Faktencheck von Twitter

Twitter stellt Trump-Tweet ein schlechtes Zeugnis aus (Bild: Pixabay)

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat einen Tweet von US-Präsident Donald Trump erstmals einem Faktencheck unterworfen – und ihm prompt ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Trump schrieb gestern auf Twitter, dass Briefwahl Wahlbetrug Vorschub leiste. Twitter versah den Tweet daraufhin mit einem Link mit dem Hinweis: "Erfahren Sie die Fakten über Briefwahl". Dieser Link führt zu einer Twitter-Seite, in der Trumps Behauptung als "unbegründet" zurückgewiesen wird. Twitter-Sprecher Nick Pacilio bestätigte, dass es der erste Twitter-Faktencheck eines Trump-Tweets war.

Frankreich beschliesst Gesetz gegen Hassbotschaften im Netz

Frankreich bringt ein Gesetz gegen Hassbotschaften auf Schiene (Bild: Pixabay/ Geralt)

Das französische Parlament hat einen Gesetzesentwurf zur Löschung von Hassbotschaften in Onlinenetzwerken verabschiedet. In den vergangenen Wochen sei die Anzahl hasserfüllter Inhalte nochmals deutlich gestiegen und zeige einmal mehr die Dringlichkeit der Regulierung Sozialer Netzwerke, erklärten die Unterstützer des Gesetzes in Paris. Onlinedienste und Suchmaschinen werden verpflichtet sein, offenkundig illegale Inhalte innerhalb von 24 Stunden zu entfernen. Dazu gehören die Aufstachelung zu Hass und Gewalt sowie rassistische oder religiöse Beleidigungen.

Facebook und Google müssen mit Australiens Medien Werbeeinnahmen teilen

Google muss wie Facebook die Werbeeinnahmen in Australien teilen (Bild: Google)

Die US-Technologieriesen Facebook und Google sollen künftig ihre Werbeeinnahmen mit australischen Medien teilen. Dies kündigte Finanzminister Josh Frydenberg am gestrigen Montag in Canberra an. Damit gehört Australien zu den ersten Ländern, die digitale Plattformen dazu zwingen, für Medieninhalte, die auf ihren Seiten gepostet werden, oder wie in der Suche ausschnittsweise zu sehen sind, Geld zu zahlen. Die Entscheidung sei getroffen worden, nachdem entsprechende Gespräche mit Facebook und der Google-Mutter Alphabet gescheitert seien, sagte der Politiker.

Twitter kennzeichnet von Trump weiterverbreitetes Video als "manipuliert"

Entlarvt manipulierten Tweet des Trump-Clans: Twitter (Bild: Pixabay)

Erstmals seit der Einführung neuer Regeln zu verfälschten Inhalten hat Twitter einen von US-Präsident Donald Trump geteilten Beitrag als "manipuliert" gekennzeichnet. Trump hatte über seinen Twitter-Kanal einen irreführenden Videoausschnitt von einer Wahlkampfveranstaltung des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Joe Biden weiterverbreitet. Heute fügte Twitter dem Video die Bezeichnung "manipuliertes Medium" hinzu.

Twitter sperrt 70 Konten wegen Manipulation zugunsten US-Präsidentenkandidat Bloomberg

Twitter sperrt Bloomberg unterstützende Konten (Symbolbild: Pixabay)

Twitter hat angekündigt, 70 Accounts, die Inhalte teilten, die den Präsidentschaftskandidaten Michael Bloomberg unterstützen, von seiner Plattform zu sperren. Das berichtete die "Los Angeles Times". Die Konten würden gegen die Regeln gegen Manipulation und Spam verstossen, heisst es von Seiten des Unternehmens. Mehrere von ihnen posteten zum Teil die gleichen Inhalte, dabei wurden positive Inhalte über Bloomberg verfasst.

USA bezichtigen Russland der Verbreitung von Fake News über Coronavirus auf sozialen Medien

Symbolbild: Pixabay/ Wokandapix

Die US-Regierung wirft Russland vor, hinter einer gross angelegten Desinformationskampagne rund um das neuartige Coronavirus zu stehen. Tausende von Russland gesteuerte Nutzerkonten auf Online-Plattformen verbreiteten Falschinformationen und Verschwörungstheorien rund um das Virus und behinderten damit den Kampf gegen die Epidemie, sagten US-Regierungsvertreter.

EU-Industriekommissar Breton rügt Facebook

Rügt Facebook: EU-Industriekommissar Thierry Breton (Bild: EU)

EU-Industriekommissar Thierry Breton drängt bei Facebook auf die Einhaltung von Regeln der Europäischen Union. Breton wies einen kurz zuvor von Facebook selbst veröffentlichten Entwurf für Internetregeln als unzureichend zurück. So gehe der Vorschlag des US-Konzerns nicht auf die Marktdominanz von Facebook und die Verantwortung des Unternehmens ein. Facebook hatte von der EU erwogene strengere Vorschriften als überzogen zurückgewiesen und eigene, lockerere Regeln formuliert.

Russisches Gericht büsst Facebook und Twitter wegen Datenspeicherung im Ausland

Facebook wird, wie auch Twitter, in Russland zur Kasse gebeten (Bild: Pixabay/ Geralt)

Ein russisches Gericht hat Geldstrafen gegen Facebook und Twitter verhängt, weil die beiden US-Unternehmen die Daten russischer Nutzer weiterhin im Ausland speichern. Die Internetriesen müssen deshalb jeweils vier Millionen Rubel (knapp 58.000 Euro) Strafe zahlen, wie die Staatsagentur Tass meldete. Das Gesetz schreibt vor, dass ausländische Kommunikationsunternehmen über Server in Russland verfügen müssen. Die Behörden argumentieren mit Sicherheitsbedenken. Hacker hätten es dann schwerer, an Informationen russischer Bürger zu kommen.

Grossbritannien will Facebook, Twitter & Co in die Pflicht nehmen

Die Briten wollen Social-Media-Unternehmen in die Pflicht nehmen (Bild: Pixabay/ Photomix Company)

Grossbritannien will Social-Media-Unternehmen wie Facebook, Twitter oder Snap verantwortlich für die Blockierung oder Entfernung schädlicher Inhalte auf ihren Plattformen machen. Wegen der wachsenden Bedeutung des Internets müssen die Verbraucher besser vor Schaden geschützt werden, teilten Digitalministerin Nicky Morgan und Innenministerin Priti Patel mit.

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