Chinesische Hacker griffen angeblich Exil-Tibeter an

Bild: Chinesische Tastatur (Foto: Archiv)

Chinesische Hacker, die eine iPhone-Sicherheitslücke ausgenutzt hatten, um Angehörige der ethnischen Minderheit der Uiguren anzugreifen, haben offenbar auch Tibeterinnen und Tibeter im Exil mit Schadsoftware überwacht. Das schreibt die kanadische Forschungsgruppe Citizen Lab in ihrem neuen Bericht. Citizen Lab zieht Vergleiche mit der Überwachung und Verfolgung der Minderheit der Uiguren und vermutet eine Verbindung der Hacker zur chinesischen Regierung. Demnach würde die Volksrepublik versuchen, ihre Überwachungsmethoden auf andere in China ansässige Minderheiten auszuweiten.

Google droht wegen "Einmischung in innere Angelegenheiten" Ungemach seitens Russland

Probleme in Russland: Google (Logo: Google)

Nach den Protesten und Massenfestnahmen in Moskau haben die russischen Medienaufseher den Internetriesen Google aufgefordert, Videos von nicht genehmigten Protesten auf seiner Plattform Youtube zu löschen. In einem Schreiben wird das Unternehmen aufgefordert, Massnahmen zu ergreifen, mit denen verhindert werden solle, dass für nicht zugelassene Proteste geworben werde, teilte die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor am Sonntag mit.

Frankreichs Nationalversammlung billigt Gesetz gegen Hass im Netz

Plenarsaal der französischen Nationalversammlung (Bild: Richard Ying u. Tangui Morlier/ CC 3.0)

Die französische Nationalversammlung hat ein neues Gesetz gegen Hass im Netz gebilligt: Die Abgeordneten stimmten in erster Lesung einer Vorlage zu, nach der Betreiber von Online-Netzwerken wie Facebook und Youtube Aufrufe zum Hass innerhalb von 24 Stunden nach einer Beschwerde löschen müssen. Tun sie dies nicht, drohen Geldbussen von bis zu 1,25 Millionen Euro. In der Nationalversammlung stimmten 434 Parlamentarier für die Vorlage, es gab 33 Gegenstimmen und 69 Enthaltungen.

Bayerns Justizminister sagt Hasskommentaren den Kampf an

Georg Eisenreich (Bild: Pressefoto, Foto: Mark Noormann)

Verfasser von Hasskommentaren sollen in Bayern in Zukunft einfacher identifiziert und juristisch verfolgt werden können. Rundfunkanbieter und Verlage sollten künftig einfacher Strafanzeige wegen beleidigender oder volksverhetzender Kommentare erstatten können, sagte Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) in München. Er kündigte für den Herbst den Start eines gemeinsamen Pilotprojektes des bayerischen Justizministeriums, der Staatsanwaltschaft München I und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) an.

USA fordern Wiederherstellung der Internetdienste in Myanmar

USA fordert Ende der Internet-Sperre in Myanmar (Symbolbild: Fotolia/ Rotschwarzdesign)

Die USA fordern ein sofortiges Ende der Internetblockade, die von der Regierung in Myanmar verfügt worden ist. Das US-Aussenministerium teilte mit, man sei zutiefst besorgt darüber, dass es in Gebieten in den Bundesstaaten Rakhine und Chin weiterhin keinen Zugang zum Netz gebe. Die Internetdienste sollten unverzüglich wieder hergestellt werden. Telekommunikationsunternehmen hatten den Zugang zum Internet am 21. Juni auf Anweisung des Kommunikationsministeriums unterbunden. Betroffen sind rund eine Million Menschen.

Russlands Behörden verlangen von Tinder Herausgabe von Nutzerdaten

Tinder soll Daten von Nutzern herausrücken (Symbolbild: Tinder)

Behörden in Russland verlangen von der Mobile-Dating-App Tinder, Nutzerdaten herauszurücken. Die Betreiber der Kennenlern-Anwendung seien verpflichtet, die Informationen mindestens ein halbes Jahr zu speichern und den Behörden auf Anfrage bereitzustellen, liess die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor heute in Moskau verlauten.

Einreise-Visum für USA nun mit Social Media-Profile

Die US-Einreseregelungen werden verkompliziert (Bild: Archiv)

Wer in die USA einreisen will, muss bei einem Visums-Antrag nun auch Social Media-Profile angeben. Die Regelung gilt laut "The Hill" sowohl bei kurzen als auch permanenten Aufenthalten in den USA. Aus einem Drop-Down-Menü müsse man nun seine Accounts angeben oder auswählen, dass man keine Social-Media-Profile hat. Die Angaben würden von den Behörden auf Richtigkeit überprüft und mit Watchlisten der US-Regierung abgeglichen. Die USA wollen damit potenzielle Terroristen oder andere "gefährliche Personen" an der Einreise hindern.

Erhöhte Internet-Sicherheit vor kanadischen Parlamentswahlen

Microsoft und Facebook sagen für die Wahlen in Kanad erhöhte Sicherheit zu (Symbolbild: Pixabay)

Bei den Wahlen in Kanada im Oktober haben Microsoft und Facebook nach Aussage eines Regierungsvertreters erhöhte Sicherheitsmassnahmen zugesagt. So wollen die Technologieriesen Falschmeldungen bekämpfen, gefälschte Konten entfernen und gegen Bots vorgehen. Beide Unternehmen seien freiwillig Verpflichtungen eingegangen, sagte Karina Gould, Ministerin für demokratische Institutionen. Damit wollen Facebook und Microsoft die Integrität der Wahlen gewährleisten, hiess es.

Grossteil der "Fake-News" zur Europawahl kommen aus EU-Ländern selbst

Symbolbild: Adobe Stock

Es klingt nach Entwarnung: Vor der Europawahl hat es nach Einschätzung der EU keine gross angelegten Manipulationskampagnen aus Russland gegeben. Doch Experten einer EU-Arbeitsgruppe gegen Desinformation sehen den Kreml bereits am Ziel: Denn das zerstrittene und gespaltene Europa mit seinen Populisten und Nationalisten macht sich demnach – nach russischem Vorbild – seine Falschinformationen längst selbst.

Keine Entwarnung zu Fake News bei Europawahl

Hält Fake-News-Gefahr für EU-Wahl nicht gebannt: EU-Juistizkommissarin Věra Jourová (Bild: Reinis Inkens Saeimas Kanceleja)

EU-Justizkommissarin Věra Jourová weiss zwar von keiner grossangelegten Fake-News-Kampagne zur Europawahl, hält die Gefahr aber nicht für gebannt. Immer wieder hatte die EU-Kommission in den vergangenen Monaten vor Fake News im Wahlkampf sowie gesteuerten Kampagnen vor allem aus Russland gewarnt. Nach Einschätzung von Experten könnten Desinformationskampagnen etwa die Debatte vor dem Brexit-Referendum in Grossbritannien und den US-Wahlkampf 2016 beeinflusst haben.

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