Schon vor KI gerieten Arbeitsplätze in Gefahr

Arbeitsplatzabbau: begann schon weit vor KI (Bild: Rosy, pixabay.com)

Der technologiebedingte Verlust von Arbeitsplätzen begann lange vor dem Aufkommen Künstlicher Intelligenz (KI), deren prominentester Vertreter ChatGPT ist. Das zeigt eine Analyse von Nick O'Donovan von der Keele University Business School. Der Ersatz qualifizierter Arbeitskräfte durch Technologie begann danach bereits vor fast zwei Jahrzehnten.

Intel sagt Chip-Werk in Magdeburg ab und entlässt 25'000 Mitarbeitende

Intel-Hauptsitz in Santa Clara (Bild: Coolcaesar/ CC BY-SA 4.0)

Intel-Chef Lip-Bu Tan plant aufgrund der neuerlichen Milliardenverluste des von ihm geführten einst grössten Prozessoren-Herstellers mit Zentrale im kalifornischen Santa Clara eine neuerliche Rosskur. So soll die für Magedburg geplante Chip-Fabrik definitiv nicht gebaut werden. Ausserdem will er rund ein Viertel der insgesamt 100'000 Beschäftigen Intels auf die Strasse stellen.

Microsoft streicht erneut Tausende von Stellen

Jobabbau geht weiter: Microsoft (Foto: Kapi)

Beim US-amerikanischen Software-Giganten Microsoft geht der Jobabbau weiter. Der Konzern mit Zentrale in Redmond im Bundesstaat Washington will eigenen Angaben zufolge weltweit mehrere tausend weitere Stellen streichen. Die Gesamtzahl liege bei "weniger als vier Prozent der Belegschaft", was in etwa 9.000 der insgesamt rund 228.000 Mitarbeitenden des Konzerns entspricht.

Gratiszeitung "20 Minuten" gibt es künftig nur noch digital

Logobild: Mbee83/ CC BY-SA 4.0

Die Gratis-Zeitung "20 Minuten" stellt per Ende Jahr ihre Printausgabe ein und erscheint ab dann nur noch digital. Der Schritt erfolge "aufgrund der sich rasch wandelnden Mediennutzung und sinkender Erträge im Printgeschäft", heisst es in einer Medienmitteilung der Pendlerzeitung, die zur TX Group gehört. Die Umstellung führt auch zu einem Stellenkahlschlag. Insgesamt sollen an die 80 Vollzeitstellen abgebaut werden.

Panasonic streicht 10.000 Stellen

Logobild: Panasonic

Der japanische Elektronikriese Panasonic will 10.000 Jobs streichen. Gemäss einer Mitteilung der Konzernholding soll der Personalabbau bei den konsolidierten Firmen hauptsächlich im laufenden Geschäftsjahr vorgenommen werden. Die Hälfte der geplanten Stellenstreichungen erfolge in Japan, der Rest in Übersee, so Panasonic. In das aktuell laufende Geschäftsjahr 2026 (per Ende März) würden daher Restrukturierungskosten in Höhe von 130 Milliarden Yen (795 Millionen Euro) miteingerechnet, heisst es.

Computerspielhersteller EA streicht hunderte Jobs und stoppt Game

EA-Gebäude in Reedwoodshores (Bild: EA/ CC BY-SA 3.0)

Der US-Computerspiele-Publisher Electronic Arts (EA) will "einige gezielte Team-Anpassungen" vornehmen, was gleichbedeutend damit ist, dass zwischen 300 und 400 Arbeitsplätze gestrichen werden, wie Bloomberg berichtet. Dazu gehören auch 100 Jobs beim Spieleentwickler Respawn und die Stornierung eines noch nicht angekündigten "Titanfall"-Games. Nachdem EA bereits 2023 geschätzte 1.130 Jobs eingespart hatte, wurden 2024 nochmals fünf Prozent der Belegschaft gekündigt.

Intel will weitere 20'000 Mitarbeitende auf die Strasse stellen

Sitz von Intel im kalifornischen Santa Clara (Bild: Coolcaesar/ CC BY-SA 3.0)

Nachdem Intel bereits im vergangenen Jahr ankündigte, 15 Prozent der Belegschaft abzubauen, will der neue CEO Lip-Bu Tan, der am 18. März bei Intel das Ruder übernommen hat, nun weitere 20.000 Beschäftigte auf die Strasse stellen. Insgesamt will Intel ein Fünftel seiner Beschäftigten entlassen und dies im Laufe der Woche bekannt geben, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezug auf Bloomberg berichtet. Per Ende 2024 beschäftigte Intel laut eigenen Angaben noch rund 108.000 Leute.

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