IT-Security

Datenskandal: Grossbritannien brummt Facebook Geldstrafe auf

Die britische Datenschutzbehörde ICO will dem weltgrössten Sozialen Netzwerk Facebook im Skandal um millionenfach weitergegebene Nutzerdaten eine Geldbusse in Höhe von 500'000 Pfund (rund 658'000 Schweizer Franken) auferlegen. Facebook habe die Daten seiner Mitglieder nicht geschützt und so gegen das Gesetz verstossen, betont die Behördenchefin Elizabeth Denham. Auch habe es keine Transparenz darüber gegeben, wie Daten der Plattform von Dritten abgefischt worden seien.

Twitter sammelt viele Metadaten über seine Nutzer

Wie aus einer aktuellen Studie des University College Londons und des Alan Turing Institutes hervorgeht, speichert der Kurznachrichtendienst Twitter viel mehr Daten über seine Nutzer, als den meisten bewusst ist. Neben den eigentlichen Tweets soll die Plattform mit Zentrale in San Francisco so viele Metadaten sammeln, dass einzelne Nutzer aus einer Gruppe von 10.000 Probanden mit einer Wahrscheinlichkeit von 96,7 Prozent genau identifiziert werden konnten - egal, wie sehr sich diese um Anonymität bemühten, berichtet "Wired".

Fitness-App verrät geheime Daten über Soldaten

Bild: Polar

Weil sensible Daten von Soldaten und Geheimdienstmitarbeitern im Internet aufgetaucht sind, hat die finnische Fitness-App "Polar" nun ihre Standortbestimmungsfunktion deaktiviert. „Wir können westliche Militärangehörige in Afghanistan über die Polar-Seite finden“, lässt Sicherheitsexperte Foeke Postma in einem Blogbeitrag nach einer Recherche mit der niederländischen Nachrichtenseite De Correspondent wissen.

Bitdefender kombiniert mehrschichtigen Endgeräteschutz mit EDR-Funktionalität

Bitdefender-Hauptsitz in Bukarest (Bild:Bitdefender)

Die rumänische Sicherheitsspezialistin Bitdefender hat mit Gravityzone Ultra eine neue Lösung lanciert, die mehrschichtigen Endgeräteschutz (Endpoint Protection Platform, EPP) und EDR-Funktionalität (Endpoint Detection and Response) miteinander kombiniert. Mit der Software adressiert die Herstellerin mit Hauptsitz in Bukarest Unternehmen ab eintausend Anwendern, deren IT-Abteilungen mit dem Aufwand eines umfassenden Security-Stacks und dem Prüfen einer Vielzahl von Alarmmeldungen überfordert wären.

Sydney: Qantas Airways testet Gesichtserkennung

Passagiere der australischen Fluggesellschaft Qantas Airways werden am Flughafen Sydney dazu eingeladen, an einem Test der Gesichtserkennung teilzunehmen. Automatisches Check-in, Gepäckaufgabe, Zugang zur Lounge und das Boarding sollen so künftig vereinfacht und schneller werden. Die Behörden bezeichnen das Projekt als die "fortschrittlichste Biometrie-Studie" aller Zeiten.

Cybersicherheit-Kompetenzzentrum: Schweizerischer Akademie der Technischen Wissenschaften gehen geplante Massnahmen zu wenig weit

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Der schweizerische Bundesrat hat zu Beginn dieser Woche Grundsatzentscheide zum Aufbau eines Kompetenzzentrums Cybersicherheit gefällt. Das Advisory Board Cybersecurity der Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW begrüsst die Entscheide zum Aufbau eines Kompetenzzentrums, zur Einsetzung einer Mrs. bzw. eines Mr. Cyber und zum geplanten Ausschuss mit Vorstehern des EFD, VBS und EJPD.

EU-Parlament bremst Urheberrechtsreform vorerst aus

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Das EU-Parlament in Strassburg hat den umstrittenen Plänen zur Reform des EU-Urheberrechts mit Uploadfiltern und einem Leistungsschutzrecht vorerst eine Absage erteilt. Die Abgeordneten stimmten mit 318 Stimmen gegen 278, bei 31 Enthaltungengegen, gegen eine nächste Runde unter Einbeziehung der Mitgliedsstaaten. Nun will sich das Parlament nach dem Sommer wieder mit den Plänen befassen, wobei der Ausgang völlig offen scheint. Reformgegner feiern die Entscheidung als Sieg für das freie Internet. Die Debatte hatte sich zuletzt deutlich zugespitzt.

Betrügerische Anrufe bei Firmen häufen sich wieder

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In den letzten Tagen mehren sich wiederum Anrufe bei potenziellen Opferfirmen, in denen sich Angreifer als Bankmitarbeiter ausgeben. Die Anrufer bitten um die Ausführung von Zahlungen oder geben vor, ein Update beim E-Banking durchführen zu müssen, das anschliessend getestet werden soll, wie die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) warnt.

Bundesrat verstärkt Anstrengungen im Bereich Cyber-Sicherheit

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Der Bund intensiviert seine Anstrengungen bei der Prävention und der Bekämpfung von Cyber-Risiken. Im Hinblick auf den Aufbau eines entsprechenden Kompetenzzentrums hat der Bundesrat an seiner Sitzung erste Grundsatzentscheide gefällt und verschiedene Aufträge erteilt. Definitiv entscheiden will er Ende des laufenden Jahres.