85 Prozent der Schweizer Unternehmen rechnen damit, Opfer eines Cyberangriffs zu werden

Rangliste der fünf grössten Bedrohungen nach Region (Bild: Trend Micro)

Das Cyberrisiko für die Schweiz hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 verringert und wird nun als "moderat" eingestuft, wie im "Cyber Risk Index" (CRI) des japanischen Sicherheitsanbieters Trend Micro zu lesen ist. Laut dem Index reduziert sich auch das globale Cyberrisiko zum ersten Mal von "erhöht" auf "moderat".

EU will Cybersecurity-Regeln für Google und Co. verschärfen

Symbolbild: Pixabay

Für US-amerikanische Cloud-Anbieter will die EU-Kommission künftig strengere Sicherheitsregeln aufstellen. Gemäss einem entsprechenden EU-Entwurf sollen US-Tech-Giganten wie Amazon, Google und Microsoft fortan nur noch durch eine Beteiligung an einem EU-Unternehmen ein EU-Cybersicherheitssiegel für den Umgang mit sensiblen Daten erhalten.

Farbcode schützt Stromnetz vor Cyber-Attacke

Strommast: Farbcode soll Gefahren für Stromnetze bannen (Foto: DeSa81, pixabay.com)

Peter Fuhr vom Oak Ridge National Laboratory (ORNL) will mit einer Technik auf Basis der sogenannten Synästhesie Cyber-Angriffe auf Stromnetze verhindern. Synästhesie bezeichnet die Kopplung zweier oder mehrerer physisch getrennter Konstellationen der Wahrnehmung. Ein Beispiel dafür sind Menschen, die Geräusche als Farben wahrnehmen. Fuhr verschlüsselt nach diesem Vorbild die "Sprache" der Netz-Management-Software in Farben. 2022 gab es rund 100 Angriffe auf Umspannwerke in den USA oder verdächtige Aktivitäten.

Samsung wird Tech-Partner der Schweizer Garde im Vatikan

Setzt auf Samsung: Schweizer Garde (Bild: Samsung)

Samsung ist mit Galaxy-Geräten und Knox-Sicherheitslösungen neu Technologiepartner der Päpstlichen Schweizergarde. Die Päpstliche Schweizergarde verfüge damit für ihre spezialisierte Tätigkeit über eine digitale Gerätelösung, die Informationen schütze, heisst es in einer Aussendung dazu. Die Zusammenarbeit stehe auch für eine Verbindungslinie für die Traditionen im Vatikan mit dem digitalen Zeitalter, so die Mitteilung sinngemäss.

FTC warnt: KI-Tools befeuern Betrugsversuche

ChatGPT: KI-Tools brauchen laut FTC strenge Regeln (Foto: unsplash.com, Sanket Mishra)

Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz (KI) wie beispielsweise ChatGPT könnten die Bedrohungen für Konsumenten in rasantem Tempo ansteigen lassen. Um diese vor zunehmenden Betrugsversuchen, die mit KI-Hilfe auch immer ausgefeilter werden, zu schützen, ist vor allem die Politik gefordert. Das findet zumindest die Federal Trade Commission (FTC), die deshalb an die US-Regierung appelliert. Nur sie verfüge über ausreichend Autorität, um auf Basis von Gesetzen potenzielle Bedrohungslagen, die vom wachsenden KI-Einsatz ausgehen, abzuwenden.

Unternehmen ist sicherer Datentransfer egal

Gesichertes Schloss: Viele Unternehmen sichern Daten zu wenig ab (Bild: pixabay)

Unternehmen, Behörden und Organisationen nutzen mehrheitlich Sicherheitstechnologien wie Firewalls und Passwortmanager, um Daten und Systeme abzusichern. Zumindest in Deutschland. Doch sie vernachlässigen häufig die Sicherheit der Informationen beim Transfer - ob intern oder über Unternehmensgrenzen hinweg. Zu diesem Schluss kommt der "Secure Data Report" des IT-Dienstleisters FTAPI, für den 200 IT-Entscheider deutschlandweit befragt wurden.

Die Schweiz braucht 31 Prozent mehr Cybersicherheitsfachkräfte

Smbolbild:Hero-Image

In der Schweiz ist die Nachfrage nach Cybersicherheitskompetenzen im vergangenen Jahr um satte 31 Prozent gestiegen, wie Microsoft mit Bezug auf Zahlen von Linkedin bekanntgibt. Im Juni 2022 habe es demnach 16-Mal so viele Stellenausschreibungen im Bereich Cybersicherheit wie im Jahr 2012 gegeben. Dennoch liege der Anteil der beschäftigten Frauen in diesem Bereich in der Schweiz aktuell bei nur 15 Prozent. Dies sei deutlich tiefer als der globale Durchschnitt von 25 Prozent und reihe die Schweiz unter die Schlusslichter Europas.

Nachholbedarf beim Schutz von Endgeräten

Bild: Cisco

Was die Vorbereitung auf IT-Angriffe anbelangt, so liegen die Schweizer Unternehmen weltweit unter dem Mittelfeld, in Europa immerhin auf dem dritten Platz hinter Grossbritannien und Deutschland. Die besten Ergebnisse zeigen Schweizer Unternehmen bei der Absicherung von Daten, Identität und Netzwerken. Doch beim Thema Geräte und Applikationen gibt es noch Nachholbedarf. Dies geht aus dem "Cisco Cybersecurity Readiness Index 2023" hervor, der vor kurzem veröffentlicht wurde.

Experten warnen vor Passworterstellung mit KI

Symbolbild: Pixabay/ Geralt

Im Rahmen einer Umfrage in Deutschland gaben 28 Prozent der Interviewten an, sie würden sich beim Erstellen von Passwörtern gerne von einer KI unterstützen lassen. Das Risiko, dass eine KI-Anwendugn umgekehrt diese Passwörter auch wieder leichter knacken könnte, sähen viele nicht, warnen die Experten der E-Mail-Dienste Web.de und GMX, die die Umfrage durchführten.

Twitters Software-Code infolge Datenlecks offen einsehbar

Twitter: Software-Code frei im Netz (Bild: Pixabay)

Vom Mikroblogging-Dienst Twitter sind aufgrund eines ungewöhnlich schwerwiegenden Datenlecks Teile des Software-Codes offen im Internet einsehbar gewesen. Der Elon Musk gehörende US-Konzern mit Zentrale in San Francisco verlangt nun Informationen zu dem oder den mutmasslich Verantwortlichen hinter der Veröffentlichung, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Zudem forderte Twitter von der Programmierer-Plattform Github Daten zu allen Nutzern an, die den Computer-Code dort gesehen oder heruntergeladen haben könnten.

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