Gewinnrückgang: Alphabet bekommt den Abschwung im Online-Werbemarkt zu spüren

Weniger Gewinn: Alphabet (Bild: Alphabet)

Alphabet, die Konzernmutter von Google, muss für das abgelaufene Quartal eine Wachstumseinbremsung sowie einen deutlichen Rückgang des Gewinns zur Kenntnis nehmen. Hauptgrund dafür ist er Abschwung im Online-Werbemarkt, denn vor allem auch Google zu spüren bekam. Andererseits demonstriert der Internet-Gigant aber auch, dass er grundsätzlich gut aufgestellt ist, um besser als kleinere Konkurrenten durch die Marktschwäche zu navigieren.

Microsoft unter den Erwartungen

Microsoft-Gebäude in Redmond (© Derrick Coetzee/ CC BY-SA 3.0)

Zwar hat der US-amerikanische Software-Gigant Microsoft mit Zentrale in Redmond im jüngsten Quartal umsatzmässig im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich zugelegt, dennoch aber schlechter abgeschnitten als von den Börsianern erwartet. Micorosft-Anagaben zufolge hätten Corona-Lockdowns in China, Belastungen durch den Ukraine-Krieg und der zuletzt schwache PC-Markt die Geschäftstätigkeit erschwert. Konkret verdienten die Redmonder in den drei Monaten bis Ende Juni 16,7 Milliarden Dollar und damit zwei Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Texas Instrument mit starkem Quartal

Bild: TI

Der US-amerikanische Chipriese Texas Instruments (TI) mit Zentrale im texanischen Dallas konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 14 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar schrauben. Damit der Konzern über den Erwartungen der Analysten. Und in einem Vorausblick lassen die Texaner wissen, dass der Umsatz im dritten Quartal bei 4,9 bis 5,3 Milliarden US-Dollar liegen werde. Börsengurus gingen bislang vom unteren Ende der Spanne aus. Die erfreuliche Prognose liess den Aktienkurs des Unternehmens vorerst um vier Prozent nach oben klettern.

Nokia mit deutlichem Plus bei Umsatz und Gewinn

Nokia legt zu (Logobild: Nokia)

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia konnte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zur Vorjahresperiode sowohl beim Umsatz als auch Gewinn zulegen. Grund sei die hohe Nachfrage nach Netzwerkinfrastrukturen, so Nokia mit Hauptsitz in Espoo. Konkret kletterte der Konzernumsatz gemäss Mitteilung um elf Prozent auf knapp 5,9 Milliarden Euro. Währungsbereinigt betrug die Zunahme drei Prozent.

SAP mit markantem Gewinneinbruch

Das SAP-Logo auf dem SAP-Innovation-Center (Bild: zVg)

Der ERP- und Cloud-Riese SAP mit Zentrale im deutschen Walldorf muss für das zweite Quartal des laufenden Jahres einen deutlichen Gewinnrückgang zur Kenntnis nehmen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 13 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro, wie der DAX-kotierte Konzern heute bekannt gegeben hat.

Netflix mit Plus bei Umsatz und Gewinn, aber Minus bei Nutzerzahlen

Netflix: Nutzerrückgang hält an (Bild: Souvik Banerjee auf Unsplash.com)

Der US-amerikanische Streamingdienst Netflix konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal des laufenden Jahres gegenüber demselben Vorjahreszeitraum um 8,6 Prozent auf acht Milliarden Dollar steigern. Unterm Strich verdiente der Konzern 1,44 Milliarden Dollar, vor einem Jahr waren es 1,35 Milliarden gewesen. Das Betriebsergebnis sank jedoch um 15 Prozent auf 1,6 Mrd. Dollar.

Shop Apotheke legt kräftig zu

Sitz der Shop-Apotheke im niederländischen Venlo (Bild: zVg)

Der Online-Arzneimittelhändler "Shop Apotheke" mit Zentrale im niederländischen Venlo konnte im zweiten Quartal des laufenden Jahres im Vergleich zur selben Vorjahresperiode den Umsatz um knapp 15 Prozent auf 287 Millionen Euro hinaufkurbeln. Die Rivalen von "Zur Rose" profitierte dabei von einer starken Nachfrage nach nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. Zum Ende des ersten Halbjahres stehe die Zahl der aktiven Kunden bei 8,6 Millionen, was einem Plus von 0,3 Millionen im zweiten Quartal und 1,5 Millionen im Jahresvergleich entspreche, so der Konzern.

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