EU einigt sich auf Vorgaben für Internetriesen

EU-Staaten verstänstigen sich auf gemeinsame Linie gegen IT-Giganten (Bild: Fotolia/Birgit Korber)

Um die Marktmacht einiger Tech-Giganten wie Google und Facebook einzuhegen, haben sich die EU-Staaten auf eine gemeinsame Linie verständigt. Die ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten stimmten einem entsprechenden Kompromiss einstimmig zu, wie die slowenische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Das Gesetz über digitale Dienste solle sicherstellen, dass sich jene Unternehmen, die als Torwächter (Gatekeeper) definiert werden, fair verhalten.

Auch Webpionier Yahoo kehrt China nun den Rücken

Symbolbild:Pixabay

Die Abwanderung auch der letzten US-amerikanischen Onlinedienste aus China geht weiter: Yahoo gab nun bekannt, dass seine Dienste nicht mehr auf dem chinesischen Festland verfügbar sein würden. Das Unternehmen mit Zentrale im kalifornischen Sunnyvale verwies in einer Stellungnahme auf zunehmende geschäftliche und rechtliche Herausforderungen. Es ist weitgehend nur noch ein symbolischer Schritt: Die wichtigsten Yahoo-Angebote wie E-Mail sind bereits seit Jahren nicht mehr in China nutzbar.

EU-Entschlüsselungspläne für Experten "illusorisch"

Experten nehmen Entschlüsselungspläne der EU auseinander (Symbolbild: Shutterstock)

In einer gemeinsamen Untersuchung haben etwa ein Dutzend akademischer Kryptographen die Überwachungsvorhaben von EU-Kommission und Ministerrat regelrecht auseinandergenommen. Das Vorhaben, Verbrechen im Netz durch automatische Scans aller Inhalte und den Einsatz Künstlicher Intelligenz zu bekämpfen, sei illusorisch, so die Schlussfolgerung.

Deutschland: Politische Parteien fordern mehr Geld für Digitalisierung

Digitalisierung: Deutsche Parteien fordern mehr Kohle (Symbolbild:Adobestock)

Das deutsche Bundesverfassungsgericht muss neue Regeln für die staatliche Parteienfinanzierung finden. Hintergrund ist eine umstrittene Erhöhung der absoluten Obergrenze um 25 Millionen Euro pro Jahr, den Union und SPD 2018 im Bundestag mit Verweis auf Ausgaben infolge der Digitalisierung binnen weniger Tage durchs Parlament brachten.

Italien: Webseite von rechtsextremer "Forza Nuova" geschlossen

Italiens Staatsanwaltschaft liess Website der Forza Nuova sperren (Bild: Screenshot)

Im Rahmen der Ermittlungen gegen Rechtsextremisten, die für Krawalle bei einer Demonstration gegen die 3G-Pflicht in Italien verantwortlich gemacht werden, ist die Website der neofaschistischen Partei Forza Nuova geschlossen worden. Auf der Internetseite war eine Presseaussendung veröffentlicht worden, in der behauptet wurde, dass "das Volk seinen Kopf erhoben hat" und dass "die Auseinandersetzungen nicht aufhören werden". Der Verdacht lautet auf Anstiftung zu Straftaten.

Deutschland: Facebook muss gesperrte Seite von rechtsextremer Kleinstpartei nicht freigeben

Facebook: Account rechtsextremer Kleinstpartei bleibt gesperrt (Bild:Pixabay)

Facebook muss eine gesperrte Seite einer rechtsextremen Kleinstpartei nicht bis nach der Bundestagswahl am 26. September freigeben. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe teilte mit, dass es einen Eilantrag der Partei auf unverzügliche Entsperrung abgelehnt hat. Die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung lägen nicht vor.

Opposition ruft nach Annullierung der Online-Ergebnisse von Duma-Wahlen in Moskau

Parlamentswahl in Russland löst Entsetzen aus (Symbolbild: Pixabay/Wokandapix)

Nach der Parlamentswahl in Russland haben die Ergebnisse der Online-Abstimmung in der Hauptstadt Moskau Entsetzen ausgelöst. "Wir erkennen die Ergebnisse der elektronischen Stimmabgabe in Moskau nicht an", sagte der Vizechef der Kommunistischen Partei Russlands, Dmitri Nowikow. Die Ergebnisse der elektronischen Abstimmung wurden in der russischen Hauptstadt erst am Montagmittag veröffentlicht. In anderen Regionen waren sie bereits wenige Stunden nach Schliessung der Wahllokale am Sonntag verfügbar.

Brasilien: Dekret gegen Löschen von Netzinhalten ausgesetzt

Brasilien: Dekret gegen Löschen von Netzinhalten ausgesetzt (Symbolbild: Pixabay/Geralt)

Der brasilianische Senatspräsident Rodrigo Pacheco hat ein Dekret des ultrarechten Präsidenten Jair Bolsonaro von vergangener Woche gegen die Löschung von Inhalten durch Onlineplattformen abgewiesen. Der Vorsitzende des Oberhauses im brasilianischen Parlament argumentierte, das Dekret verletze die verfassungsrechtlichen Vorschriften und schaffe Rechtsunsicherheit.

Nawalnys smarte Wahlkampf-App angeblich mit dem Pentagon verbunden

Kremlgegner Alexej Nawalny (© Mitya Aleshkovskly/ CC BY-SA 4.0)

Russland hat den USA eine Einmischung in die russische Parlamentswahl in rund einer Woche vorgeworfen. Die App "Smarte Abstimmung" des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny etwa sei auf die ein oder andere Art mit dem Pentagon verbunden, sagte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, im Staatssender Radio Rossii.

Russlands Opposition warnt vor Wahlbetrug durch Online-Voting

Die russische Opposition warnt vor massiven Manipulationen durch E-Voting (Symbolbild: Pixabay/ Wokandapix)

Knapp zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Russland hat die Opposition vor massiven Manipulationen der online abgegebenen Stimmen gewarnt. Er erwarte einen kolossalen Betrug, sagte Iwan Schdanow, ein Vertrauter des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny dem Radiosender Echo Moskwy. Die Russen hätten ohnehin wenig Vertrauen in ihr Wahlsystem, erklärte Schdanow.

Seiten

Politik & Internet abonnieren