Myanmar nimmt Führungskräfte grosser Telekommunikationsfirmen in Geiselhaft

Telekommunikation: Militärregierung zwingt Anbieter zur Installation von Spionagesoftware (Symbolbild: Fotolia/Jijomathal)

Ausländische und einheimische Führungskräfte grosser Telekommunikationsfirmen in Myanmar dürfen das Land nicht mehr ohne Genehmigung verlassen. Dies sei den Unternehmen in einer vertraulichen Anordnung des Post- und Telekommunikationsministeriums Myanmars Mitte Juni mitgeteilt worden. Eine Woche später hätten die Telekommunikationsunternehmen einen zweiten Brief erhalten, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass sie bis Montag, 5. Juli, Zeit hätten, eine bereits zuvor verlangte Abhörtechnologie einzurichten.

Nordamerikanische - und EU-Behörden nehmen VPN-Dienst offline

Symbolbild: Pixabay/ Stefan Coders

Europäische, kanadische und US-Behörden haben das Virtual Private Network (VPN) Double VPN ausser Gefecht gesetzt. Anfang der Woche wurden die Server und Internetdomains beschlagnahmt, die Koordination übernahmen dabei Europol und Eurojust. Sowohl in russisch- als auch in englischsprachigen Cybercrime-Foren wurde Double VPN laut Europol als Mittel zur Verschleierung des Aufenthaltsorts und der Identität beworben.

Russland: Präsident Putin unterschreibt Gesetz für verpflichtende Niederlassungen ausländischer IT-Riesen

Wladimir Putin (Bild: Kremlin/RU/ CC BY-SA 3.0)

Russland verpflichtet Google, Facebook und andere ausländische Internetriesen zur Eröffnung von Niederlassungen im Land. Präsident Wladimir Putin unterschrieb am gestrigen Donnerstag ein entsprechendes Gesetz. Eine Filiale in Russland nachweisen können muss ab Anfang kommenden Jahres jeder IT-Konzern, der täglich mindestens eine halbe Million Menschen in Russland erreicht und in irgendeiner Weise auf ein russisches Publikum abzielt.

EU forciert Einsatzeinheit gegen Cyberangriffe

Cyberbedrohung: EU fordert Einsatzeinheit (Symbolbild: Pixabay)

Angesichts steigender Bedrohungen durch Hackerangriffe will die EU-Kommission eine Einsatzeinheit für Cybersicherheit (Joint Cyber Unit) aufstellen. Expertinnen und Experten sollen Mitgliedstaaten künftig vor Ort bei der Abwehr von Cyberattacken unterstützen. Ausserdem ist geplant, Informationsflüsse zu bündeln, um besser gegen grosse Angriffe gewappnet zu sein.

USA blockieren Websites iranischer Staatsmedien

USA sperren Websites von iranischen Staatsmedien (Bild: AG)

US-Behörden haben die Websites mehrerer iranischer Staatsmedien blockiert. In entsprechenden Mitteilungen auf den Seiten wurde gestern auf US-Sanktionsgesetze verwiesen. Betroffen war neben den iranischen Nachrichtensendern al-Alam und Press TV auch der Rebellensender al-Masirah der Huthi-Rebellen im Jemen. In den Erklärungen waren die Siegel der US-Bundespolizeibehörde FBI und des US-Handelsministeriums abgebildet.

Polen wirft Russland Cyberangriff vor

Cyber-Attacke: Polen beschuldigt Russland (Symbolbild: Pixabay/ Geralt)

Ranghohe Politiker in Polen sind nach Angaben der Regierungspartei PiS das Ziel eines grossangelegten Cyberangriffs aus Russland geworden. PiS-Chef und Vizeregierungschef Jaroslaw Kaczynski erklärte, polnische und verbündete Geheimdienste seien zu dem „eindeutigen“ Ergebnis gekommen, dass der Cyberangriff vom Territorium der russischen Föderation ausgegangen sei. Kaczynski sagte, die Cyberattacke habe darauf abgezielt, Polen zu „destabilisieren“.

Luxemburger Treffen von EU-Justizminister zu illegalen Online-Inhalte

Online-Inhalte: Meinungsfreiheit durch Hass und Hetze in Gefahr (Symbolbild: Fotolia)

Die EU-Justizminister berieten am gestrigen Montag in Luxemburg über illegale Online-Inhalte. Die deutsche Justizministerin Christine Lambrecht sieht durch Hass und Hetze im Internet die Meinungsfreiheit in Gefahr: "Wir müssen erleben, dass die Meinungsfreiheit immer mehr unter Druck gerät, wenn Menschen sich nicht mehr wohlfühlen, wenn Menschen sagen, ich beteilige mich nicht mehr an öffentlichen Diskussionen, weil ich im Netz Hass ausgesetzt bin". Deswegen sei konsequentes Handeln wichtig.

Parlamentarische Hardliner im Iran fordern Verschärfung von Internetzensur

Iranische Hardliner wollen Internetzensur verschärfen (Symbilbild: Pixabay/ Geralt)

Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl im Iran haben die Hardliner im Parlament noch mehr Internetzensur im Land gefordert. 170 der 290 Abgeordneten bereiteten einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, über den das Parlament demnächst abstimmen solle, sagte der Abgeordnete Resa Taghipur.

Deutschland befürchtet Cyberattacken bei Bundestagswahl

Deutschland befürchtet Cyberangriffe (Symbolbild:Archiv)

Der Präsident des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, warnt vor einer höheren Gefahr von Cyberangriffen im Zusammenhang mit den diesjährigen Bundestagswahlen. Die IT-Sicherheitslage im Wahljahr 2021 sei möglicherweise bedrohlicher als sonst, sagte Schönbohm zu Journalisten. Dies hänge auch mit der Coronavirus-Pandemie zusammen, in der die Online-Kommunikation stark zugenommen habe und damit die Möglichkeit zur Beeinflussung von Meinungen.

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