Hintergrund

Melanie: Immer mehr Phishing-Attacken auf Datenaustausch - und Kollaborationsplattformen

Beispiel einer Phishing-Seite, welche Onedrive imitiert (Bild: Melani)

Viele Unternehmen erlauben es ihren Angestellten, Dokumente online zu teilen und sogar auf ganze Bürosysteme online zuzugreifen. Manchmal reicht nur ein Passwort, um Zugriff auf ein E-Mail-Konto, aber auch auf diverse andere Dokumente zu erhalten. Nach Ansicht der Schweizer Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) sei es deshalb nicht verwunderlich, dass diese Zugangsdaten von grossem Interesse für Phishing-Angriffe sind. Das Kompromittieren eines ersten Kontos werde daher oft als weiterführender Angriffsvektor gegen die anderen Mitarbeitenden verwendet.

BSI-Trendumfrage: Digitalisierung ändert vieles – und nichts

Symbolbild: Fotolia/Patpitchaya

Die Schweizer CRM-Spezialistin BSI nutzte ihren Auftritt an der Kölner DMexco Mitte September, an der 41'000 Besucher, 1'000 Aussteller und 500 Referenten partizipierten, zu einer Trendumfrage. Laut dem nun ausgewerteten Ergebnis zeigt sich, dass das Customer Experience Management bei den Marketing-Verantwortlichen zwar höchste Priorität habe, aber für ein durchgängiges Kundenerlebnis es noch klar an Integration fehle. Zudem bleibe auch im digitalen Zeitalter der Marketing-Fokus auf Neukunden; Loyalitäts- und Beschwerdemanagement spielen demnach eine untergeordnete Rolle.

Indien: Biometrie-Software wird zu mächtig

Symbolbild: Pixabay

Das Oberste Gericht Indiens, der Supreme Court of India, hat die eigene Regierung hinsichtlich des Einsatzes des umstrittenen staatlichen Biometrie-Projekts "Aadhaar" in die Schranken gewiesen. Das 2009 eingeführte Identifikationsprogramm sollte den Betrug bei Sozialleistungen verhindern. Mittlerweile sind die meisten der 1,3 Mrd. Bürger im Land mit einer zwölfstelligen Nummer und ihren persönlichen biometrischen Daten wie etwa Iris-Scans und Fingerabdrücken in einer zentralen Datenbank erfasst.

Nur zwei Prozent der Schweizer Unternehmen sehen sich als Digital Leader

Symbolbild: Pixabay

Nur zwei Prozent der Schweizer Unternehmen gehören zur Kategorie der Digital Leader. Dies zeigt die zweite Auflage des Digital Transformation Index (DT-Index) von Dell. Laut der Studie glauben 24 Prozent der Führungskräfte in der Schweiz, dass ihr Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Jahre Schwierigkeiten haben wird, den sich ändernden Kundenanforderungen gerecht zu werden. Insgesamt 26 Prozent fürchten sogar, dass sie in puncto Digitalisierung den Anschluss verlieren. Grösste Hürde: fehlende Budgets und Ressourcen.

I-Pic: Smarte Software verpixelt Unbeteiligte

Gesichter werden erkannt und bei Bedarf gepixelt (Foto: youtube.com)

Forscher vom Max-Planck-Institut für Software-Systeme haben mit "I-Pic" eine neue Software entwickelt, die verhindert, dass Menschen als Unbeteiligte auf Fotos in anderer Leutes Facebook-Auftritt erscheinen. Der smarte Algorithmus verpixelt Gesichter unbeteiligter Personen auf Bildern und macht sie damit unkenntlich. Die Gesichter von absichtlich abgelichteten Personen werden aber scharf darstellt.

Argumente für eine Private Cloud

Die Elastizität der Private Cloud (Bildquelle: F5)

Rechenzentrums-Architekturen verfūgen über eine lange Tradition, um die Geschäftsziele von Unternehmen zu unterstützen. Mit ihren hauptsächlichen Komponenten wie Servern, Speichersystemen und internen wie externen Netzwerken bilden sie die Basis für Rechenoperationen (Datenbanken), geschäftliche Applikationen (von ERP/Enterprise Resource Planning bis zur Produktionssteuerung) oder Office-Programmen. Es gibt dafür ausgebildete IT-Teams mit langjähriger Erfahrung und Support durch die Hersteller und lokale Systemhäuser.

IT-Fernwartung gefährdet Industrienetzwerke

Sogenannte "Remote Administration Tools" (RATs) gefährden industrielle Netzwerke massiv. Schuld daran ist neben der oft leicht möglichen Überwindung von Sicherheitsmerkmalen insbesondere die grosse Verbreitung. Denn laut einer neuen Analyse des IT-Security-Spezialisten Kaspersky Lab sind RATs weltweit bereits auf 31,6 Prozent der Rechner industrieller Kontrollsysteme (ICS) installiert - in Deutschland (35,1 Prozent), der Schweiz (33,2 Prozent) und Österreich (32,7 Prozent) sogar noch häufiger.

Forscher verwandeln Videos in 3D-Skultpuren

Ballerina: Tanz als komplexe Bewegung druckbar (Foto: mosculp.csail.mit.ed)

Wissenschaftler des zum Massachusetts Institute of Technology (MIT) gehörenden Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) haben mit "Mosculp" ein System entwickelt, das Bewegungsabläufe aus einem simplen 2D-Video in detailgenaue 3D-Skulpturen verwandelt. Dahinter steht ein Algorithmus, der automatisch wichtige Schlüsselpunkte eines Körpers wie die Hüfte oder das Knie erfasst und diese zu vollständigen 3D-Skeletten zusammenfügt, die dann an einen 3D-Drucker geschickt werden können.

Drohnen sollen Mobilfunklöcher stopfen

Freies Signal: Nach oben stören keine Gebäude (Foto: Allen Dressen)

Vermeintlich optimale Netzabdeckung, trotzdem kein Signal: Das kann gerade in tiefen Strassenschluchten von Grossstädten schon einmal vorkommen. Abhilfe versprechen Drohnen, wie Mathematiker der RUDN University prophezeien. Sie haben ein Mobilfunknetz in 3D simuliert und dabei festgestellt, dass die autonomen Fluggeräte gut geeignet scheinen, um lästige Funklöcher zu stopfen.