Recht & Wirtschaft

Kanada: Finanzchefin von Huawei bleibt weiter in Haft

Vorerst nicht gegen Kaution frei: Meng Wanzhou (Bild: Wanzhou-Wiki)

Das Gericht im kanadischen Vancouver, das über eine Freilassung der derzeit inhaftierten Finanzchefin des chinesischen Elektronikkonzerns Huawei gegen Kaution entscheiden sollte, ist bislang zu keinem Ergebnis gekommen. Heute will der vorsitzende Richter nun erneut die Bedingungen prüfen, unter denen die 46-jährige Meng Wanzhou auf freien Fuss gesetzt werden könnte, während sie auf eine Entscheidung bezüglich einer Auslieferung an die USA wartet.

Huaweis Finanzchefin droht hohe Haftstrafe

Ihr drohen bis zu 30 Jahre Haft wegen Betruges: Meng Wanzhou (Bildquell: Wanzhou-Wiki)

Der bereits vor einer Woche im kanadischen Vancouver festgenommenen Finanzchefin des chinesischen IT- und Telekommunikationsriesen Huawei, Meng Wanzhou, droht wegen Betrugsvorwürfen eine bis zu 30 Jahre lange Haftstrafe in den USA. Die Ermittler beschuldigten die Managerin, die auch stellvertretende Konzernchefin und Tochter des Konzerngründers Ren Zhengfei ist, über eine Firma namens Skycom Geschäfte mit dem Iran getätigt zu haben.

Amazon im Visier von Deutschem Kartellamt

In Deutschland gibt es massive Beschwerden gegen das Geschäftsverhalten von Amazon (Logo: Amazon)

Einbehaltene oder verzögerte Zahlungen, Kontosperrungen oder intransparente Kündigungen: Die Liste von Vorwürfen gegen den Internetriesen Amazon ist lang. Nun hat das deutsche Bundeskartellamt nach massiven Beschwerden ein Missbrauchsverfahren gegen Amazon eingeleitet. Konkret geht es um das Verhalten des weltgrössten Online-Unternehmens gegenüber Händlern auf dem deutschen Marktplatz "amazon.de". Dabei seien mögliche missbräuchliche Geschäftspraktiken auf dem Prüfstand, teilte das Bundeskartellamt mit.

E-Message blitzt mit Klage gegen Apple ab

Apples Nachrichten-App kombiniert den Dienst iMessage mit SMS und MMS  (Bild: Apple)

Dass Apple seinen Messenger iMessage nennt, findet man bei einem deutschen Unternehmen namens E-Message nicht witzig. Der Berliner Betreiber des Funknetzwerks für Pager, der dieses 1999 von der Deutschen Telekom übernommen hatte, ist gegen den kalifornischen Konzern vor Gericht gezogen. Man beklagte Verwechslungsgefahr und sah die eigene Marke beeinträchtigt. Nun erteilte das Landgericht Braunschweig der Firma allerdings eine Abfuhr. Es bestehe keine Verwechslungsgefahr, heisst es.

Streamingdienst "Streamon" der Deutschen Telekom verstösst gegen Netzneutralität

Verstösst gegen die Netzneutralität: Streamon der Deutschen Telekom (Bild: DT)

Die deutsche Telekom muss ihr Angebot anpassen, weil es gegen die Netzneutralität verstösst: Das hatte die deutsche Regulierungsbehörde, die Bundesnetzagentur, Mitte 2017 entschieden. "Streamon", ein Angebot, verrechnet den Datenverbrauch bei bestimmten Streamingdiensten, darunter etwa Netflix, nicht mit – was bei Verbraucherschützern für Aufruhr gesorgt hat. Die Deutsche Telekom wollte das Urteil mit einem Eilantrag verhindern, ist aber nun vor dem Verwaltungsgericht Köln gescheitert.

Snap im Visier von US-Justiz

Bild: Pixabay

Den Facebook-Rivalen Snap holen mehr als eineinhalb Jahre nach dem Börsengang die Geschehnisse rund um den Gang aufs Parkett wieder ein: Das US-Justizministerium wie auch die Börsenaufsicht SEC hätten dem Betreiber von Snapchat Vorladungen zugestellt, teilte der Konzern mit. Es gehe um die Bereitstellung von Informationen im Zusammenhang mit dem drei Milliarden Dollar schweren Aktienmarktdebüt im März 2017. Snap arbeite mit den Behörden zusammen.

Schweizer Luxusgüterhersteller Richemont partnert mit Alibaba

Foto: Richemont

Der in Genf domizilierte Luxusgüterhersteller Richemont will den Verkauf seiner Produkte in China ankurbeln und geht eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Internetriesen Alibaba ein. Zu diesem Zweck gründen die beiden Unternehmen ein Joint Venture, um das Angebot der Onlineluxusplattform Yoox-Net-A-Porter für chinesische Verbraucher zugänglich zu machen, wie der helvetische Konzern verlauten lässt.

Apple und Samsung in Italien zu hohen Bussen verdonnert

Apple muss in Italien eine Busse von zehn Millionen Euro zahlen (Bildquelle:Wikipedia)

Die italienischen Wettbewerbshüter haben Apple wegen gezielter Drosselung der Leistungsfähigkeit älterer Geräte eine Busse von zehn Millionen Euro (11,4 Mio. Schweizer Franken) aufgebrummt. Samsung muss fünf Millionen Euro auf den Tisch blättern, wie die Kartellbehörde am Mittwoch in Rom verlauten liess. Weltweit hatten sich Nutzer zuvor über die nachlassende Leistung älterer Smartphones beklagt.