Recht & Wirtschaft

Amazons Marketplace im Fokus von US-Regulierer

Amazons Händlerplattform im Visier von Wettbewerbsermittlern (Symbolbild: Pixabay)

Amazons Händler-Plattform Marketplace gerät nach Wettbewerbsermittlungen in Europa auch ins Blickfeld amerikanischer Regulierer. Die US-Handelsaufsicht FTC befrage teilnehmende Händler, um festzustellen, ob Amazon Wettbewerber benachteilige, berichtete der Finanzdienst Bloomberg. Die FTC-Vertreter wollten dabei unter anderem wissen, welcher Anteil ihres Geschäfts auf Marketplace entfalle, verglichen mit anderen Plattformen wie Ebay. Das Interesse könnte auf die Vorbereitung offizieller Ermittlungen hinweisen.

Huawei canceled Klage gegen US-Regierung

Huawei zieht Klage gegen USA zurück (Bild: Archiv)

In einem Nebenschauplatz des Konflikts um Huawei hat der chinesische Konzern eine Klage gegen die US-Regierung fallengelassen. Huawei hatte im Juni geklagt, wegen einer noch im September 2017 festgesetzten Lieferung von Telekomausrüstung. Kürzlich sei die Technik von den US-Behörden freigegeben worden, deswegen werde auch die Klage zurückgenommen, teile Huawei mit. Die von Huawei hergestellten Geräte sollten seinerzeit nach Tests in den USA zurück nach China gehen, erklärte das chinesische Unternehmen.

LG in Australien wegen schlechtem Kundensupport mit 100.000 Euro gebüsst

Mieser Kundensupport von LG in Australien (Bild: Archiv)

Viele Leute haben Angst davor und fürchten, in einer ewigen Warteschleife gefangen zu bleiben. Manchmal kommt man aber nicht herum – und muss mit dem Kundensupport diverser Unternehmen telefonieren. Dass aus diesem Spass aber auch teurer Ernst werden kann, musste nun LG Electronics erfahren. Das Elektronikunternehmen wurde in Australien zu einer Geldstrafe von rund 100.000 Euro verurteilt, weil der hauseigene Support zwei Kunden auf unrechtsame Weise abgewimmelt haben soll.

Verstösse gegen Arbeitsregeln von Apple und Foxconn in China

Foxcon ist Auftragsfertiger für Apple (Logo: Foxconn)

Nachdem die Organisation China Labour Watch Apple und seinen Auftragsfertiger Foxconn in einem Bericht beschuldigt hat, dass die Belegschaft der iPhone-Fabrik in der chinesischen Stadt Zhengzhou im August zu etwa 50 Prozent aus temporären Arbeitskräften bestanden habe, haben die betroffen Konzerne eingeräumt, zu viele Zeitarbeitende beschäftigt zu haben. Nach chinesischem Recht sind nur zehn Prozent zulässig.

Geheimnisklau: Anklage der US-Behörden gegen Experten für autonome Fahrzeuge

Anthony Levandowski (Bild: Wikimedia/ CC by SA 4.0)

Der aufsehenerregende Konflikt um den Wechsel des Experten für autonome Fahrzeuge, Anthony Levandowski, von Google zu Uber bekommt ein Nachspiel. Das US-amerikanische Justizministerium wirft Levandowski nach jahrelangen FBI-Ermittlungen nun vor, Firmengeheimnisse gestohlen zu haben.

EX-Mitarbeitende klagen IBM wegen Altersdiskriminierung

Muss sich dem Vorwurf der Altersdiskriminierung stellen: IBM (Logo: IBM)

Der IT-Riese IBM soll in den vergangenen Jahren einen massiven Personalumbau vollzogen haben, der ihm nun einigen Ärger bescheren könnte: Das Unternehmen hat laut einem Bericht von Bloomberg zwischen 50.000 und 100.000 Mitarbeiter gekündigt haben. Dabei soll es sich vorwiegend um ältere Angestellte gehandelt haben, die teilweise mit Millenials ersetzt wurden. Das Ziel: So "cool" zu werden wie Google und Amazon mit ihren durchschnittlich viel jüngeren Mitarbeitern. Das sagt Alan Wild, vormaliger Vizechef der Personalabteilung des Konzerns.

Marktmacht von Google, Facebook & Co im Focus von US-Generalstaatsanwälte

Google steht wie Facebook und andere Konzerne im Fokus mehrerer US-Bundesstaaten (Logo: Google)

Nach der US-Regierung wollen einem Medienbericht zufolge auch mehrere Bundesstaaten die Marktmacht grosser Internetkonzerne unter die Lupe nehmen. Die Generalstaatsanwälte einiger Bundesstaaten wollen laut dem "Wall Street Journal" prüfen, ob Konzerne wie Google, Facebook und Amazon ihre marktbeherrschende Stellung missbrauchen und den Wettbewerb behindern. Die Ankündigung der Untersuchung soll demnach im kommenden Monat erfolgen. Das US-Justizministerium hatte im Juli eine solche Prüfung gegen Suchmaschinenanbieter, soziale Netzwerke und Onlinehändler angekündigt.

EU büsst Qualcomm wegen illegaler Geschäftspraktiken

Erhält eine saftige Busse aufgebrummt: Qualcomm (Logo: Qualcomm)

Die EU-Wettbewerbshüter haben gegen den US-Chipkonzern Qualcomm wegen illegaler Geschäftspraktiken eine Strafe von 242 Millionen Euro verhängt. Das Unternehmen habe vor rund zehn Jahren seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt, um Konkurrenten zu verdrängen, erklärte die EU-Kommission. Im Kern geht es um Baseband-Chipsätze für den Mobilfunkstandard UMTS der dritten Generation (3G), die die Verbindung von mobilen Geräten mit Mobilfunknetzen und dem Internet ermöglichen.

Cambridge-Analytica-Skandal: Fünf-Milliarden-Dollar-Strafe für Facebook

Facebook wird kräftig zur Ader gelassen (Bild: Pixabay)

Als Folge der gravierenden Datenschutzverstösse in Zusammenhang mit Cambridge Analytica wird Facebook jetzt kräftig zur Ader gelassen. Medienberichten zufolge muss das weltweit grösste soziale Netzwerk eine Busse in Höhe von fünf Milliarden Dollar (4,4 Mrd. Euro) zahlen. Das sieht ein Vergleich vor, dem die US-Verbraucherschutzbehörde FTC (Federal Trade Commission) nun offenbar zustimmte.

Apple muss hohe Erstattung an Samsung zahlen

Apples Schwäche beim iPhone-Absatz hat finanzielle Auswirkungen auf Samsung: Der Hersteller nimmt einem Bericht zufolge deutlich weniger Bildschirme von Samsung Displays ab und muss daher eine Erstattungsleistung zahlen. Im iPhone X, XS und XS Max stecken nur OLED-Screens der Südkoreaner. Eine zweite Produktionslinie war bei LG vorgesehen, ist aber offenbar noch immer nicht an den Start gegangen. Laut Analystenkreise muss Apple nun wegen geringerer Einkaufsleistungen insgesamt 800 Milliarden Won (rund 667 Mio. Franken) an Samsung überweisen.